Nashima schrieb:Also knapp die hälfte der Amerikaner wählten die "unwählbare".
"unwählbar" in meinem Text bezog sich natürlich auf die Einstellung derer, die in der gegebenen Situation die AfA (Alternative für Amerika, auch als "MAGA" geläufig) einfach deswegen gewählt haben, weil die andere Möglichkeit allein aufgrund der genannten Eigenschaften der Gallionsfigur für sie überhaupt nicht in Frage kam. In der Tat: Wahl des (vermeintlich) kleineren Übels.
Von der Sorte gab es einfach zu viele. Wenn die Demokraten ernsthaft die Wahl gewinnen wollten, hätten sie niemals Frau Harris ins Rennen schicken dürfen. Was ich oder viele andere in Europa von ihr halten, steht auf einem ganz anderen Blatt. Man muß hier wohl immer ganz deutlich dazusagen, ob man von einer eigenen Sicht spricht oder von der Sicht derer, denen die Welt jetzt diesen unterbelichteten Quälgeist "verdankt". Natürlich besteht da ein himmelweiter Unterschied.
Es ist eben ein Kardinalfehler, sich nur von der eigenen Überzeugung leiten zu lassen und das Ausmaß an deren Ablehnung unter den Wahlberechtigten in einer Art von "wishful thinking" nicht (oder jedenfalls nicht ausreichend) wahrnehmen zu wollen.
Wenn es um die Präsidentschaft der USA geht, ist ein "respeltables Ergebnis" bei der Wahl nicht genug. Und mehr als das war m.E. nicht zu erwarten – was man hätte wissen können.