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Nationalismus als Lösung?

210 Beiträge, Schlüsselwörter: EU, Europa, Brexit, Grexit

Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 07:34
eyecatcher schrieb:In der Natür sterben die schwächsten Tiere einfach und der Konkurrenzkampf und auch der Selektionsdruck innerhalb einer Art oder auch Population sind extrem hoch. Dort hat auch keiner einen großen Vorteil gegenüber dem anderen, alle sind auf einem ähnlichen Level.
Unter Zivilisation stelle ich mir vor, eben das zu überwinden. Und teilweise haben wir das auch schon überwunden.


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Warhead
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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 07:40
@Negev
Due Kameraden der Neuen Rechten möchten aber gerne wieder zu diesem Zustand zurück,selektieren,das Werte und das Unwerte trennen,jeden Tag Survival,das Volk in seinem Ringen um Ruhm und Raum,Manneszucht und dergleichen Schwachsinn mehr


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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 07:45
@Warhead
Ist mir bewusst. Ich hoffe doch das ich in meinem EP ausreichend geklärt habe, dass ich nicht gut finde, was da in der Welt so vor geht - das die Nationalisten immer mehr Zuspruch erhalten.


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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 09:22
eyecatcher schrieb:Geschichte verläuft in Zyklen. Es wird immer wieder bestimmte Ereignissturkturen geben und diese sind wiederkehrend.
Nicht wirklich, Geschicht weiß Ähnlichkeiten auf, ist aber doch bei jedem Ereigniss relativ einmalig.

Ist eben ne Frage wie Grob man das Betrachtet. Bei genauerer Betrachtung ist das nur ne Phrase.


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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 12:01
eyecatcher schrieb:Viel Spaß beim Taxi fahren ;)
Badum Tsss. Die 80er Jahre haben angerufen und wollen ihre Witze über Geisteswissenschaftler zurück.
eyecatcher schrieb:Wer sagt denn das solche Theorien überholt sind?
Der aktuelle Konsens in der Wissenschaft? Schon Modernisierungstheoretiker wie Weber oder Durkheim, haben deutlich zutreffendere Konzepte ausgearbeitet. Denn Geschichte verläuft zwar nicht linear, aber es wird doch die zunehmende Verwirklichung von Tendenz deutlich. Vor allem die Form in der sich wiederkehrende Inhalte abspielen, ist ständig im Wandel.


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eyecatcher
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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 12:07
@paranomal

Ist kein Witz, bin gespannt wo du arbeitest/später mal arbeiten wirst :)

Das macht dann 18,75 € ;)


Könnte man dann theoretisch, da solche Theorien immer nur rückwirkend auf Betrachtungen aufgestellt werden können, durch das eigenen Handeln mit dem ich die Zukunft bestimme auch diese Theorien beeinflussen?


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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 12:19
eyecatcher schrieb:Ist kein Witz, bin gespannt wo du arbeitest/später mal arbeiten wirst :)

Das macht dann 18,75 € ;)
Es gibt momentan weniger arbeitslose Soziologen als BWLer. Dieser Quatsch ist in erster Linie entstanden, weil die meisten nicht wissen, was überhaupt der Inhalt solcher Studienfächer ist. Aber gut bleib du mal in deiner ulkig klischee-beladenen Verwertungslogik.
eyecatcher schrieb:Könnte man dann theoretisch, da solche Theorien immer nur rückwirkend auf Betrachtungen aufgestellt werden können, durch das eigenen Handeln mit dem ich die Zukunft bestimme auch diese Theorien beeinflussen?
Ähm natürlich. Da Theorien von der Gesellschaft immer an der Realität falsifiziert werden können, ist das doch irgendwie klar?


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eyecatcher
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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 12:42
@paranomal
paranomal schrieb:Es gibt momentan weniger arbeitslose Soziologen als BWLer.
Solch eine Relatievierung hat 0 Aussagekraft.

Es gibt auch durchaus andere Studienfächer in denen der Taxifahrer-Witz gängig ist, und durch einen Witz auf meine logische Denkweise zu schließen hat auch 0 Aussagekraft ;) ich denke eher dieser Quatsch ist dadurch entstanden, dass viele Leute angefangen haben solche Fächer zu studieren ohne am Anfang schon über das Ende nachgedacht haben, wo sie später man unterkommen werden. Dies und eine große Anzahl an Studenten plus eine geringe Nachfrage an dieser Art von Fachkräften hat dieses Taxifahrer-Ding ins Leben gerufen.
paranomal schrieb:Ähm natürlich. Da Theorien von der Gesellschaft immer an der Realität falsifiziert werden können, ist das doch irgendwie klar?
Solch eine vorhergehende Einflussnahme, gibt es z.B. bei naturwissenschaftlichen Theorien nicht. Folglich besteht hierbei ein Unterschied zwischen den beiden Feldern.


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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 13:37
Nein, Nationalismus ist unnötig und doof und fördert Rassismus, Faschismus, Kriege, Unruhe, Ungerechtigkeit usw. und das brauchen wir alle nicht.


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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 14:50
Nationalismus ist keine Lösung oder eine Alternative sondern hat sich immer als ein übel heraus gestellt. Ich kann da Anonymozs nur recht geben.



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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 15:16
eyecatcher schrieb:Solch eine vorhergehende Einflussnahme, gibt es z.B. bei naturwissenschaftlichen Theorien nicht. Folglich besteht hierbei ein Unterschied zwischen den beiden Feldern.
Das kommt darauf an was du mit Naturwissenschaft meinst. Natürlich kann man die Gesellschaft nicht so untersuchen, wie man Atome untersucht (und wenn man es doch tut kommt so ein Quark wie bei Luhmann dabei heraus). Jedoch bedeutet das nicht, dass Naturwissenschaft von einer ahistorischen Beobachterperspektive betrieben werden kann (siehe Paradigmenwechsel, etc.) und auch das Falsifizieren ist hier natürlich eine Notwendigkeit. Gerade da wo Schnittstellen entstehen, wird die historische und gesellschaftliche Verortung wichtig. Ein Beispiel dafür wäre die Verhaltensforschung, die Jahrelang von einem naiven Bild vom Leben in der menschlichen Frühgeschichte ausgegangen ist (und es teilweise noch tut) und daher vollkommen falsche Rückschlüsse gezogen hat.

Aber das ist nun alles OT.


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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 15:30
Nationalismus ist ein Rückschritt; etwas, was man weitgehend überwunden zu haben glaubte ...
Ausufernder Nationalismus hat uns ein Jahrtausend der Kriege eingebrockt. Natürlich kann man keinen Frieden halten, wenn man neidisch auf die Schätze des Nachbarn giert, anstatt mit ihm zusammenzuarbeiten ...

Die Vermischung der Kulturen durch die 'kleine Globalisierung' in Europa brachte erst wirklich halbwegs politische Stabilität ...


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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 16:40
eyecatcher schrieb: Geschichte verläuft in Zyklen. Es wird immer wieder bestimmte Ereignissturkturen geben und diese sind wiederkehrend.
Da würde ich auch einhaken.
Bestimmte (historische) Ähnlichkeitsmuster traten und treten sicherlich immer mal wieder im Zuge gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher etc. Prozesse auf sind aber aufgrund unterschiedlicher individueller Kontexte in der sie entstehen niemals eins zu eins gleichzusetzen und daher stehts gesondert zu betrachten.

Die Geschichtsforschung ist von solchen Theorien da schon längst abgerückt.
paranomal schrieb: Jedoch bedeutet das nicht, dass Naturwissenschaft von einer ahistorischen Beobachterperspektive betrieben werden kann (siehe Paradigmenwechsel, etc.)
Der Wissenschaftsphilosoph/historiker Thomas Kuhn hat dazu auch ein ganz interessantes Buch geschrieben (The Structure of Scientific Revolutions). Ist auch in deutsch erhältlich. Hatte ich erst kürzlich gelesen und viel mir daher auch gleich dazu ein.


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Nationalismus als Lösung?

29.06.2016 um 19:46
Libertin schrieb:Der Wissenschaftsphilosoph/historiker Thomas Kuhn hat dazu auch ein ganz interessantes Buch geschrieben (The Structure of Scientific Revolutions). Ist auch in deutsch erhältlich. Hatte ich erst kürzlich gelesen und viel mir daher auch gleich dazu ein.
Darauf war das auch (unter anderem) eine Anspielung.


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Nationalismus als Lösung?

30.06.2016 um 20:33
Da wäre zunächst einmal die Frage, Lösung für was? Als eine Alternative zu einer dysfunktionalen und gleichzeitig überbordenden EU ist zumindest der Nationalstaatsgedanke möglicherweise schon zu sehen. Ansonsten müsste man zunächst einmal definieren, was genau unter einer Nation zu verstehen ist. Aber es ist dennoch so, dass der Begriff "Nationalismus" als eine Art geflügeltes "böses Wort" fungiert, auf das sich auch alles mögliche projezieren lässt und bei dem gegebenenfalls der Empörungspegel steigt. Und wer sagt, Nationalismus sei schlecht, ist grundsätzlich schon mal gut, weil Vergangenheit und so. Womöglich ist aber eher der Totalitarismus das Problem, nicht der Nationalismus, der ja unterschiedliche Ausprägungen hat. Totalitarismen hat es schließlich auch im Gewand des Internationalismus gegeben, nicht weniger zum Leidwesen derer, die unter ihnen leben (bzw. sterben) mussten. Trotzdem würde ich auch sozialistische Modelle nicht grundlegend verdammen, die sind auch nicht das Problem, sondern die Frage, wie die Machtverhältnisse organisiert und ausgestaltet sind.

Was den Nationalismus anbelangt, so ist es aber doch offensichtlich so, dass ein nationales Konzept den größtmöglichen Rahmen für allgemeine Solidarität bietet. Macht es für uns bei aller Weltläufigkeit nicht irgendwie einen Unterschied, ob nun ganze Ortschaften an Rhein, Elbe oder Donau überflutet werden oder am Indus und am Sambesi? Möglicherweise wird uns bei den Fernsehbildern von Naturkatastrophen am anderen Ende der Welt bewusst, dass es vielen nicht so gut geht wie uns, es bleibt aber dennoch fern. Anders bei Ereignissen in unserer unmittelbaren Umgebung, das könnte uns u. U. ja auch widerfahren. Und wenn irgendwo im Ausland eine Katastrophe passiert ist (etwa der Anschlag in Istanbul, Flugzeugabstürze etc.) fragt man hierzulande zunächst, ob es deutsche Opfer gab.

Die Menschheit an sich ist zu groß, zu weitläufig, um hier konkret und nachhaltig Anteilnahme und Solidarität einfach mal mit allen zu generieren. Wenn man sich jetzt irgendwo in einer menschenleeren Gegend befindet, gejagt von wilden Tieren, den Launen der Natur schutzlos ausgeliefert, wird es einem gewiss herzlich egal sein, ob das erste menschliche Wesen, auf das man nach langer Zeit trifft, Deutscher, Franzose oder Chinese ist. Derartige Situationen sind in der Gegenwart und vermutlich auch in der Zukunft jedoch immer unwahrscheinlicher, eher ist es doch so, dass sich die Menschen zunehmend gegenseitig auf die Füße treten, was zwangsläufig zu weniger allgemeiner Solidarität und entweder zu einem radikalen Individualismus und Einzelkämpfertum oder eben einer Selektion nach Gruppen führt, was ich für wahrscheinlicher halte. Am naheliegendsten sind dabei ethnokulturell definierte Gruppen, da der Mensch offenbar die Angewohnheit hat, sich denen anzuschließen, die ihm am ähnlichsten sind, dort fühlt er sich besonders geborgen und verstanden. Deshalb ist es schon einigermaßen gewagt, nun einen Abgesang auf nationale oder ethnokulturelle Konzepte anzustimmen. Dies ist momentan zwar chic, ob es aber realistisch und v. a. zukunftsträchtig ist, sei dahingestellt.


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Nationalismus als Lösung?

30.06.2016 um 22:30
DerKlassiker schrieb:Die Menschheit an sich ist zu groß, zu weitläufig, um hier konkret und nachhaltig Anteilnahme und Solidarität einfach mal mit allen zu generieren.
... dachte man vor dem Informationszeitalter. Seitdem wird unser Planet Erde gefühlt jeden Tag kleiner und verletzlicher.
Wer das nicht wahrnimmt, wird gemerkt haben, dass zB. ein Hochwasser in einem relativ kleinen Land weltweite Wirtschaftsengpässe zur Folge haben kann.
(Neben dem direkten Schaden für die thailändische Wirtschaft gab es auch spürbare Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Lieferausfälle führten u. a. zur Knappheit von einigen elektronischen Bauelementen, die z. B. die Computer- und Autoindustrie beeinflussten. So schnellten z. B. die Preise für Computer-Festplatten in Deutschland auf dem Endverbrauchermarkt auf ein Mehrfaches in die Höhe.)
Wikipedia: Überschwemmungen_in_Thailand_2011
Warum?
Weil immer mehr Güter nur noch an einem oder wenigen Orten der Welt gefertigt werden.
Will man mehr Auswahl,
muss man auf eine Kontaktaufnahme zu außerirdischen Zivilisationen warten.
Ende Gelände.

Ein Ausweichen vor dem Mehresspiegel-Anstieg vor dem Klimawandel und der Wasser- und Luftverschmutzung ist nicht möglich.
usw.
So klein ist unser Planet.
Ein anderer steht nicht zur Verfügung.

Es wird zunehmend überlebenswichtiger, hier konkret und nachhaltig Anteilnahme und Solidarität einfach mal mit allen zu generieren!

Wie kann da Nationalismus eine Lösung bieten?


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Nationalismus als Lösung?

30.06.2016 um 22:46
Also ich als jemand der aus Ex-Jugoslawien kommt kann nur sagen, dass der Nationalismus und ihre Mitläufer reine Schädlinge waren für den Balkan. Die SFRJ bzw Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien war das Beste was Balkan haben konnte, aber die dummen Nationalisten haben nur darauf gewartet bis Tito stirbt.


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30.06.2016 um 22:59
@Venom

Na, der Titoismus war nun alles Andere als ein System, was nun zu verehren wäre.


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30.06.2016 um 23:06
@canales
Verglichen mit dem heutigen Balkan war die Tito-Herrschaft ein Paradies ;)


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30.06.2016 um 23:08
@Venom

Versteh nicht weshalb...Tito hat seine Gegner reihenweise liquidiert, nach der Herrschaft von Tito sind Hunderttausende ausgewandert wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation.


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