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Nationalismus als Lösung?

210 Beiträge, Schlüsselwörter: EU, Europa, Brexit, Grexit

Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 22:00
@canales
Bürgerkrieg... ist auch Krieg.
Kalter Krieg... kann heiss werden.
Ich finde Zweifel sind angebracht.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 22:23
@canales
canales schrieb:Ne Begründung für den Zweifel wäre vielleicht ganz nett...
Die Begründung steht bereits in einem früheren Beitrag von mir, der witzigerweise auch noch an Dich gerichtet war:
DerKlassiker schrieb:Kroatien und Serbien waren fast während des gesamten 20. Jhs. sogar in einem Bundesstaat vereint, am Ende haben sie sich gegenseitig die Köpfe eingeschlagen. Griechenland und Türkei waren beide in der NATO, als sie sich wegen Zypern in die Haare bekamen. Die Schweiz, die keinem Bündnis oder Staatenbund o. ä. angehört, hat dagegen noch nie Krieg geführt.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 22:30
@DerKlassiker

Jugoslawien war eben kein Staatenbund, sondern ein zentralistisch und diktatorisch regierter Nationalstaat mit verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Der Föderalismus war nurmehr eine Farce.

Auch dank des Bündnisses kam es eben nicht zum Krieg zwischen Griechenland und der Türkei.

Und die Schweiz ist so neutral, dass es eben keine Feinde hat...was im Übrigen kaum Aussagekraft hat, ein Beispiel gegen 10 Gegenbeispiele dürfte kaum ins Gewicht fallen.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 22:58
@canales
canales schrieb:Der Föderalismus war nurmehr eine Farce.
Hast Du keine Bedenken, wenn ein Verhofstadt davon spricht, dass man die europäische Regierung entschlacken muss... dass man keine 28 Kommisäre brauche.
Ebenso solle die Einstimmigkeit abgeschafft werden... und wohl einer Mehrheit weichen.
Ich mein kann man vertreten, jedoch entsteht so ein Ungleichgewicht.
Ich mein man kann den ein oder andern auch mal übergehen und muss ihn nicht überzeugen.
Dafür ist man schneller bei Entschlüssen.
canales schrieb:die Schweiz ist so neutral, dass es eben keine Feinde hat
Und so klein, dass sie nicht wirklich einen Feldzug beginnen kann. Darüberhinaus hat sie zuviel Steine. ;)


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 23:06
@Glünggi

Man hat 28 Kommissare, weil es 28 Länder gibt und man jedem Land damit ein Mitspracherecht ermöglichen will, auch den kleinen Ländern.
Meinetwegen kann man diese auch durch eine Regierung ersetzen, welche sich aus dem Parlament bilden kann, aber ich hör schon die Stimmen bezüglich Fremdbestimmung, die dann anschwellen.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 23:16
@canales
canales schrieb:Man hat 28 Kommissare, weil es 28 Länder gibt
Das habe ich angenommen ;)
Aber das Problem ist, dass es zuviele Interessen sind und gepaart mit dieser Einstimmigkeitsregel, verkommt die EU zum trägen oder gar handlungsunfähigen Riesen.
Ich mein bei der Flüchtlingsproblematik, tritt dieser Umstand ja ganz gut zu Tage.
Mit einer Änderung in dieser Klausel, könnte man die Staaten die blockieren umgehen und handeln.
Jedoch halt eben zu Missgünsten jener Länder.
Wenns immer die gleichen träfe, könnte das extrem auf die Stimmung schlagen.
Aber nun gut das sind die Vorstellungen von Verhofstadt... doch dass man reformieren muss finden eigentlich die meisten.
Des weiteren denke ich hält die EU nur solange , wie sie nicht den Wohlstand behindert.
Sie kriegt schon Probleme, wenns an Wohlstand mangelt... weil alle nach Brüssel zeigen.
Ich mein.. schlussendlich ist die Wirtschaft das Fundament auf dem die EU steht.
Wenns gut Kohle schneit ist Ruhe im Karton und die Mehrheit ist zufrieden.
Schlussendlich ist der Wohlstand der Friedensgarant.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 23:21
@Glünggi

Es gibt ja durchaus Entscheidungen, die auch mit einfacher Mehrheit gefällt werden können.
Mir wäre eine Erweiterung dessen auch lieber...aber dasselbe Problem wie oben angesprochen.

Dennoch ist die EU ein großer Fortschritt im Bezug auf reine Nationalstaaten und dies nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene.


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05.07.2016 um 23:27
@canales
canales schrieb:Auch dank des Bündnisses kam es eben nicht zum Krieg zwischen Griechenland und der Türkei.
Zum offenen Krieg zwischen den beiden Staaten kam es v. a. deshalb nicht, weil die Militärdiktatur in Griechenland rechtzeitig gestürzt worden war. Griechenland war damals allerdings derart marode, dass es einen militärischen Konflikt mit der Türkei wohl kaum durchgestanden hätte. Der Bürgerkrieg in Zypern tobte dennoch, die Türkei besetzte schließlich den Nordteil der Insel. 2004 hätte dann die EU die Chance gehabt, die Wiedervereinigung Zyperns herbeizuführen, offenbar war jedoch das Interesse Brüssels, endlich mal einen nach wie vor schwelenden militärischen Konflikt friedlich zu lösen, zu gering. Stattdessen hat man wie immer das rücksichtslose Verhalten der Griechen belohnt, denn deren Inselteil kam solo in die EU, die Türken im Nordteil wären für eine Wiedervereinigung gewesen. Im Gegenzug hatten die Brüsseler Eurokraten nicht einmal den Hintern in der Hose, Nordzypern als eigenständigen Staat anzuerkennen. Ich möchte nicht wissen, was nun passiert, wenn Erdogan vlt aus irgendeiner Laune heraus Zypern "wiederentdeckt".

Wer nach diesem gerne verschwiegenen Debakel heute noch glaubt, die EU könne irgendetwas Sinnvolles etwa auf dem Balkan ausrichten, ist hoffnungslos naiv. Eine andere Geschichte ist die Sache in der Ukraine. Ohne die russische Aggression außer Acht zu lassen, die letztendlich zur Eskalation führte, hat sich auch hier die EU, gelinde gesagt, äußerst ungeschickt verhalten, indem sie aufgrund eines ebenso unermesslichen wie realitätsfernen Expansionsdranges der ukrainischen Bevölkerung vorgaukelte, ein Ticket für den Beitritt lösen zu können. Obamas Beraterin Victoria Nuland hat in diesem Zusammenhang wohl nicht ganz zu Unrecht ihren berüchtigten Ausspruch: "F..k the E.U." getan.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 23:27
@canales
ich weiss nicht. Ich habe lieber viele kleine Zellen. Genug gross um zu funktionieren und klein genug um nicht grössenwahnsinnig zu werden.
So ein riesen Gebilde ist halt einfach blöd, wenns da nen Getriebeschaden gibt ist halt einfach alles hinüber und keiner da der helfen könnte. Dann steht halt die Karre still.
Im Moment sehen wir auch eher so ne Art Blockbildung und keine vereinte Welt. Ich weiss nicht ob man Blöcke als Fortschritt bezeichnen kann. Ein globales Abkommen sähe ich schon positiver... es braucht irgendwie keine Blockzwischenstufe... die ist mMn überflüssig.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 23:34
@DerKlassiker

Wenn Du denkst, dass ohne die Verhandlungen der anderen Staaten der Konflikt friedlich verlaufen wäre...
Ist natürlich einfach zu behaupten, aber es gibt nun mal seit der Gründung der EU oder EWG keine militärischen Konflikte zwischen den beigetretenen Staaten.
Jugoslawien und die Türkei sind ja keine Mitglieder...also zeig mal die Nachteile, was militärische Auseinandersetzungen angeht.

@Glünggi

Ja, für die Schweiz als kleine Zelle mag das funktionieren...aber Europa ist nicht die Schweiz.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 23:41
@canales
canales schrieb:aber Europa ist nicht die Schweiz.
Naja die EU ist auch nicht das Ende der Nationalstaaten sondern der Beginn einer Supernation.
Wenn die EU wie angestrebt zum Bundesstaat wird, dann ist sie in meinen Augen eine Nation.
In Anbetracht dass ja dann auch eine gemeinsame Armee angestrebt wird.
Dann schreien die Nationalisten halt "EU" statt "Deutschland."
über die innere Stabilität lässt sich natürlich streiten. In den USA gibt's auch heute noch Separatisten. Ich will hier aber auch zu bedenken geben, dass die EU Unionisten zur Zeit nur knapp in der Mehrheit sind.
Noch denken die meisten, dass sie von der EU profitieren. Aber es wurde sich zu lange auf den Lorbeeren ausgeruht. Die Tendenz ist abfallend und man muss handeln.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 23:46
@Glünggi

Das Ziel wäre eine Nation ohne Nationalisten...aber bis dahin vergeht noch viel Zeit.
Ich seh da noch keine Supernation heranwachsen...scheint mir eher ein Gespenst zu sein, welches gerne als Argument genommen wird um die EU zu diskreditieren.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 23:48
@canales
Ich denke nicht dass ein Verhofstadt die EU diskreditieren will.
Nein er spricht uns ja darauf an uns an der Vision der Gründerväter zu orientieren.
Also halt eben die Vision von den vereinigten Staaten von Europa.


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Nationalismus als Lösung?

05.07.2016 um 23:55
@Glünggi

Da muss er selbst sehen, wie realistisch im Moment die Umsetzung ist...Visionen darf er gerne haben.


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Nationalismus als Lösung?

06.07.2016 um 00:02
@canales
canales schrieb:Das Ziel wäre eine Nation ohne Nationalisten...
Naja schau mal.. Du hast einfach EU Gegner.. ich nenne sie Separatisten.
Wenn sich jene radikalisieren, radikalisieren sich auch die Unionisten.
Das ist irgendwie ein ganz normaler Vorgang. Ergo wirst Du fanatische Unionisten haben und somit Nationalisten. Europäisches Denken ist nationales Denken... kein globales.
canales schrieb:Visionen darf er gerne haben.
Ja klar, sagte ich ja auch. Ist vorerst einfach eine Meinung eines Eu Politikers die im Raum steht.
Jedoch nicht ganz freischwebend.. da die Vision ja nicht neu ist und schon spätestens seit ende des zweiten Weltkrieges visioniert wird.
Es gibt also durchaus EU Politiker die Reformen in diese Richtung anstreben und darum sollte man das nicht einfach als Spinnerei abtun.
Schlussendlich hat die EU ein Problem und benötigt Reformen.
Sind dir denn noch andere Lösungsvorschläge diesbezüglich bekannt?
Also bis auf die eine die ich noch vernommen habe, die einen Neuanfang im kleineren Rahmen anstrebt, ist mir irgendwie noch nichts zu Ohren gekommen.


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Nationalismus als Lösung?

06.07.2016 um 00:04
@Glünggi
Glünggi schrieb:Naja schau mal.. Du hast einfach EU Gegner.. ich nenne sie Separatisten.
Meinst Du nicht, dass danach schon längst Krieg im Röstigraben herrschen müsste?


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06.07.2016 um 00:09
@canales
Der Röstigraben ist eine ethnische Grenze innerhalb der Schweiz die bei gewissen Abstimmungsthemen zu Tage tritt. Hat aber nicht wirklich etwas mit Abspaltungsgelüsten zu tun.
So tief ist der Graben nicht.
Ich kann die Frage nicht ganz nachvollziehen, sorry... versteh nicht was Du meinst.
Der Jura spaltete sich ab vom Kanton Bern.. das hielt sich aber in gewissen Grenzen, was die Gewaltanwendung betrifft... kam aber auch nicht ganz ohne aus.


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06.07.2016 um 00:13
@Glünggi

Und ich denke, dass in der EU ebenfalls kein Bürgerkrieg ausbricht wegen der EU...da mag das eine oder andere Land Probleme haben, vielleicht auch austreten, aber das wird ohne Gewalt gelöst werden.


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06.07.2016 um 00:14
@canales
Möglich, aber keiner stellt mir da einen Garantieschein aus.
Wie gesagt... ich finde Zweifel sind angebracht.
Ich sage nicht dass es unweigerlich anders kommen muss.
Aber ich schliesse es nicht kategorisch aus.


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Nationalismus als Lösung?

06.07.2016 um 00:17
@Glünggi

Nein, du erhälst auch keinen Garantieschein, dass bei irgendeinem nationalen Staat in Europa nicht mal wieder wer an die Macht kommt, der meint Probleme mit dem Nachbarn mit Gewalt lösen zu können....


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