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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

29.164 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.10.2021 um 12:37
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:verstehst Du eigentlich, worum es geht?
ja
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es geht darum, dass Film und Fernsehen genau so divers sein sollen, wie die Gesellschaft
habe ich genau verstanden.
Nur verstehst du nicht, dass ich der Meinung bin, dass man von Regisseuren kein Aufrechnen und Ausrechnen von Prozenten verlangen kann - es sozusagen nicht erzwingen kann, dass die Realität genau 1:1 abgebildet wird.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:die Gesellschaft so präsentiert bekommt, wie sie ist.
die Gesellschaft ist viel zu vielfältig, das lässt sich ja schon mal gar nicht Alles in einen Film oder Serie packen.
Und bei Serien sehe ich durchaus das Bemühen, die Realität abzubilden und sogar pädagogisch zu wirken.
Aktuell z.B in GZSZ wo es um 2 Schwule geht. Sehr schön gemacht und kein blödes Klischee bedient.
Auch die Jahre zuvor gabs in der einen oder anderen Serie homosexuelle Pärchen (weiblich und männlich) - auch alles sehr schön rüber gebracht.
Und Migranten und gibts und gabs in den Serien eben auch viele.
Auch an Behinderte hat man schon immer mit gedacht und deren Probleme aufgezeigt (habs übrigens im Moment nicnt auf dem Schirm wie die pc-gerecht bezeichnet werden)


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.10.2021 um 12:38
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Und was willst du damit sagen? Dass beispielsweise der Afrikaner etwas anderes ist? Mir wurde in der Schule beigebracht, dass jeder einzelne Mensch auf diesem Planeten Homo-Sapiens ist, dein Vergleich hinkt doch.
Ich will sagen, dass für mich das Wesentlichere die Differenz im Individuellen ist.
Weniger meine Identifizierung von Ähnlichem.
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Ach jetzt ist es schon eine "Ideologie" darauf zu achten das Rollen gerecht verteilt werden. Sicher dass das nicht eher etwas mit Gerechtigkeit und Gleichheit zu tun hat?
Oje, "Gerechtigkeit" und "Gleichheit" ?
Weiss nicht, was das sein soll.
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Und im Umkehrschluss bedeutet das was? Dass du nur an Filmen Spaß haben kannst in denen nur Weiße vorkommen, weil es ja sonst ideologisch wäre? Wie soll man deinen Beitrag verstehen?
Es sollte bedeuten, dass ich künstlerische Filme lieber mag als pädagogisierte Filme.


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09.10.2021 um 12:44
@Gerlind
Oje, "Gerechtigkeit" und "Gleichheit" ?
Weiss nicht, was das sein soll.
Sicher? Das sind die Grundpfeiler unserer Nation und die der EU + Werte (Gleichheit, Gerechtigkeit, Geschwisterlichkeit, Freiheit), jetzt wieder eingefallen? Istne gute Sache, an diesen Grundpfeilern und Werten erfreuen sich die allermeisten Menschen, weil sie uns daran erinnern, dass in uns allen etwas ganz Wunderbares steckt, was wir als Menschlichkeit bezeichnen :)
Zitat von GerlindGerlind schrieb:dass ich künstlerische Filme lieber mag als pädagogisierte Filme.
Verstehe schon, Filme wo nur weiße sind = künstlerisch, Filme wo es nicht der Fall ist = pädagogisiert, alleees klar.


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09.10.2021 um 12:45
Zusatz dazu:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Auch an Behinderte hat man schon immer mit gedacht und deren Probleme aufgezeigt (habs übrigens im Moment nicht auf dem Schirm wie die pc-gerecht bezeichnet werden)
... aber nicht nur deren Probleme, sondern diese auch ganz selbstverständlich - nur als Mensch wie du und ich - mit eingebunden. Auch bei Homosexuellen, Migranten und anderen Minderheiten - den ganz normalen Alltag gezeigt wie von jedermann.


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09.10.2021 um 12:46
Zitat von GerlindGerlind schrieb:dass ich künstlerische Filme lieber mag als pädagogisierte Filme.
Also nur Arthouse oder wie?


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09.10.2021 um 12:56
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Sicher? Das sind die Grundpfeiler unserer Nation und die der EU + Werte (Gleichheit, Gerechtigkeit, Geschwisterlichkeit, Freiheit), jetzt wieder eingefallen? Istne gute Sache, an diesen Grundpfeilern und Werten erfreuen sich die allermeisten Menschen, weil sie uns daran erinnern, dass in uns allen etwas ganz Wunderbares steckt, was wir als Menschlichkeit bezeichnen :)
Ja, ich meine, dass kann man so sehen, wie du es siehst. :)
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Verstehe schon, Filme wo nur weiße sind = künstlerisch, Filme wo es nicht der Fall ist = pädagogisiert, alleees klar.
Ich unterscheide da nicht so wie du.
Mir ging es um pädagogisch und künstlerisch. Die Hautfarbengruppierung einzelner Menschen ist da nicht so mein Kriterium, wie ich durch die Welt laufe und darin lebe.
So ein Schwarz/Weiß Denken habe ich noch nie begriffen.


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09.10.2021 um 12:59
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Das Problem ist für mich nicht, dass es nicht von Innen heraus kommt.
Für mich schon und sichtbarer Teil dessen ist
Zitat von shionoroshionoro schrieb:dass es nicht echt
ist.
Die Plakativität ist für mich sichtbar und da tun mir sogar alle Minderheiten leid, die sich da instrumentalisieren lassen.


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09.10.2021 um 13:05
@Gerlind

Das ist doch keine Ansichtssache, diese Werte sind fester Bestandteil unserer Verfassung und auch die der EU:

Beispiel:
Charta der Grundrechte der Europäischen Union

Die Völker Europas sind entschlossen, auf der Grundlage gemeinsamer Werte eine friedliche Zukunft zu teilen, indem sie sich zu einer immer engeren Union verbinden. In dem Bewusstsein ihres geistig-religiösen und sittlichen Erbes gründet sich die Union auf die unteilbaren und universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität.
Daran ist doch nichts verkehrt, wer will schon in einer nicht-freien Welt leben in der Ungleichheit und Ungerechtigkeit dominiert? Oder die Würde des Menschen nichts bedeutet.

@Optimist
Und Migranten und gibts und gabs in den Serien eben auch viele. Auch an Behinderte hat man schon immer mit gedacht und deren Probleme aufgezeigt
Das nenn ich mal einen ziemlich heftigen Gedankenspagat. Ich will dir ja nichts Böses unterstellen, aber das lässt schon so einige Rückschlüsse zu, wenn du "Migranten" und "Behinderte" in einem Zug erwähnst. Fallen die irgendwie für dich in dieselbe Schublade?


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09.10.2021 um 13:09
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Das ist doch keine Ansichtssache, diese Werte sind fester Bestandteil unserer Verfassung und auch die der EU:
Für mich ist auch eine EU Ansichtssache.
Bin mir gerade nicht sicher, ob eine Ausweitung dieser unserer Differenz uns noch zum Thema zurückbringt.
Daher ich dies nicht weiter , tiefer, hier verfolge.
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Daran ist doch nichts verkehrt, wer will schon in einer nicht-freien Welt leben in der Ungleichheit und Ungerechtigkeit dominiert? Oder die Würde des Menschen nichts bedeutet.
Ich hatte weiter oben schon mal gesagt: In einem Schuhkarton mit Aufschrift "Schuhe" müssen keine Schuhe drin sein.

Wenn einer sagt, er wolle nicht diskriminieren, heisst das m.E. nicht, dass er nicht diskriminiert.


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09.10.2021 um 13:10
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:ich versteh einfach nur nicht, warum es so wichtig sein soll, über so völlig unbedeutende Nebensächlichkeiten wie Hautfarbe zu reden oder hier "anständig zu differenzieren".
Mein Punkt ist, dass es Unterschiede nun mal gibt. Und dass es nicht wirklich was bringt, diese Unterschiede mal unter den Tisch fallen zu lassen und mal besonders hervorzuheben - wesentlich für die Menschen ist der Umgang damit.
Also ob ich Hautfarbe als "individuelles Merkmal" (also eine "Differenzierung") oder als Anlass zur Diskriminierung sehe.

Ich teile Gerlinds Punkt, dass es nix Wert ist, mit meiner Individualität dafür zahlen zu müssen, um nicht diskriminiert zu werden.
Ich bin kein "weißer Mensch", ich bin ein Mensch, der zufällig auch weiß ist.
Und für einen Menschen mit einer anderen Hautfarbe sollte das Gleiche gelten können.

Unsere Meinungen (deine, meine und Gerlinds) unterscheiden sich nicht sehr - ich hab nur "differenziertere" Ansichten darüber,
wie es zu dem Problem kommt.
(Nicht wegen der "bösen Diskriminierung", sondern wegen der Unfähigkeit (oder dem Unwillen) der meisten Menschen, sauber zu differenzieren.)
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:DalaiLotta schrieb:
Das Thema "Diskriminierung" wird weder in seiner hässlichen Seite gezeigt, (das Negative bezieht sich auf "Täter", nicht auf den Akt der pauschalen Diskriminierung; es wird suggeriert, es seinen keine "Opfer" (von Diskriminierung), sondern halt alles Täter)
noch wird gezeigt, wie ein Miteinander funktionieren könnte.

Ich verstehe nicht, was du da über Täter und Opfer sagen willst.
Interessant.
Ich weise darauf hin, dass es, wenn eine Ethnie als "Täter" dargestellt wird, sie eigentlich Opfer von Diskriminierung sind - und frage, wie es sich mit der Darstellung der "eigentlichen Täter" also der Diskriminierenden, verhält.

Statt zu zeigen, dass es auch "harmlose" Vertreter hier lebender Minderheiten gibt, wäre es doch eigentlich auch sehr angebracht,
die subtile Seite der Gefahr, die von undifferenzierten Pauschalurteilen ausgeht, zu zeigen.
Wenn man schon "pädagogisieren" will.


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09.10.2021 um 13:13
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Ich will dir ja nichts Böses unterstellen, aber das lässt schon so einige Rückschlüsse zu, wenn du "Migranten" und "Behinderte" in einem Zug erwähnst
das solltest du auch nicht ... und da sieht man mal wieder, wie man sich in Zeiten der PC jedes Wort gut überlegen muss.

Nein, mein Gedankensprung war lediglich deshalb, weil ich an Minderheiten gedacht hatte, dass diese halt in Filmen vorkommen. Hatte ja auch Homosexuelle mit reingepackt.

Und dir könnte ich nun meinerseits irgendwas unterstellen, wenn du Behinderte demnach als minderwertige Menschen ansiehst? Denn genau das impliziert für mich dein Einwand, weshalb ich diese in einem Atemzug mit Migranten genannt hatte - und diesen Umstand kritisierst (ich hatte mir jedenfalls nichts Negatives dabei gedacht).

Nein, ich unterstelle dir da nichts - aber siehst du, wie schnell man etwas unterstellt bekommen kann obwohl man gar nicht so um die Ecke gedacht hatte wie der Andere?
(und bei mir war es halt genau so bei deinem "um die Ecke-Denken" - der Schein trügte dich)


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09.10.2021 um 13:26
@Optimist
Zitat von OptimistOptimist schrieb:der Schein trügte dich
Ich kann deinen Einwand verstehen und gehe mit deiner Argumentation mit, und ich glaube Dir auch. Das eben war vielleicht tatsächlich ein bisschen too much, ich wollte dir wirklich nichts Böses unterstellen. Sorry dafür.

Ich weiß nur aus eigener Erfahrung, dass einige Menschen in Migranten etwas Niederträchtiges oder etwas Minderwertiges sehen, und deshalb diese dann auch gern mal mit Tieren oder Menschen mit körperlichen Problemen vergleichen, weil sie diese auch als solche empfinden. Keine schöne Sache.


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09.10.2021 um 13:28
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Ich weiß nur aus eigener Erfahrung, dass einige Menschen in Migranten etwas Niederträchtiges oder etwas Minderwertiges sehen, und deshalb diese dann auch gern mal mit Tieren oder Menschen mit körperlichen Problemen vergleichen, weil sie diese auch als solche empfinden. Keine schöne Sache
wer das macht, das ist einfach nur fies... ohne weitere Worte (die fehlen mir jetzt).

Um es noch mal deutlich zu machen (auch für andere Leser, falls womöglich noch jemand mein Post falsch interpretiert hatte):
Ich kann gut und gerne Migranten, Behinderte, Homosexuelle in einem Atemzug nennen - sie also auf eine Stufe stellen. Warum auch nicht? (und ich könnte nun auch noch Pädagogen oder andere Berufe oder Gruppierungen beispielshaft hinzufügen).
Es sind alles in erster Linie erst mal Menschen und in zweiter sind es Minderheiten.
Und keiner ist besser oder schlechter als Leute welche zur Mehrheit gehören.

Genannt hatte ich diese Gruppen auch nur Kontextbezogen (nämlich bezüglich Vorkommen in Filmen) - ohne damit werten zu wollen.


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09.10.2021 um 13:35
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Die Plakativität ist für mich sichtbar und da tun mir sogar alle Minderheiten leid, die sich da instrumentalisieren lassen.
Es ist ja nicht besser, wenn minderheiten wieder ganz unsichtbar werden. Wäre ich jung, weiblich und schwarze würde ich auch jederzeit eine serie für entsprechende ANbieter schreiben, wo es darum geht, dass man jung weiblich und schwarz ist.
GAr kein Problem, warum nicht?
Es ist nicht die Schuld der FIlmschaffenden, dass man sie als Werbeschilder missbrauchen will.

Es geht hier um teilhabe, wir müssen uns an die Seite von POC und sexuellen minderheiten stellen und ihnen Teilhabe ermöglichen. Aber PC politik sorgt dafür, dass man nur so tun kann, es aber gar nicht macht. Das ist das problem.


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09.10.2021 um 14:14
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Es geht hier um teilhabe, wir müssen uns an die Seite von POC und sexuellen minderheiten stellen und ihnen Teilhabe ermöglichen.
Ich lasse so ziemlich alle Menschen an allem teilhaben und muß mich nicht demonstrativ hinstellen und quasi Quoten für Diversität fordern.
Du als Drehbuchautor könntest locker Vorlagen für "Diverse" und "PoC" liefern. Warum nicht? Vorgaben von den Medien?

Für mich ist die Diskussion um mehr Diversität in Film- und Fernsehen sowieso nicht nachvollziehbar. Es müssen sich "Diverse" und auch migrantische Schauspieler finden lassen.

Beispiele das dies allerdings funktionieren kann sind zum einen der Münster-Tatort mit Susanne Urspruch ( kleinwüchsig ) als die Pathologin Frau Haller oder auch Florence Kasumba (auch bekannt aus dem Marvel Film Black Panther) in einigen Furtwängler Tatorten. Ebenso zu sehen im Frankfurt Tatort öfter einmal die Transexuelle Schauspielerin Zazie de Paris als Fanny.

Die Filme müssen allerdings auch die Realität darstellen. Es ist ja nicht so als würde man quasi von Diversität aller möglichen Facetten umgeben sein. Zumindest nicht offensichtlich.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.10.2021 um 14:28
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Die Filme müssen allerdings auch die Realität darstellen. Es ist ja nicht so als würde man quasi von Diversität aller möglichen Facetten umgeben sein. Zumindest nicht offensichtlich.
Und jetzt stell dir vor du stehst in einem Büro.

Alle sind weiß und sehen "normal" aus.

Durch Interaktion weist du dass die Hälfte Migrationshintergrund hat und es ist sogar einer nicht sichtbar behindert.

Eine reale Situation.

Wie bildet man das Büro politisch korrekt im Film ab ??

Ein Farbiger und ein Inder ersetzen die beiden IT Leute aus Weißrussland. Der behinderte muss gegen einen Rollstuhlfahrer getauscht werden ???

Macht es das realer ???

Abends ohne Nachdenken sieht das der Zuschauer und kommt darauf " hey schau mal ein Büro wie unseres "


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09.10.2021 um 14:30
Zitat von OptimistOptimist schrieb:die Gesellschaft ist viel zu vielfältig, das lässt sich ja schon mal gar nicht Alles in einen Film oder Serie packen.
wieso denn nicht? Und wer spricht davon ALLES in EINEN Film oder EINE Serie zu packen?
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Für mich ist die Diskussion um mehr Diversität in Film- und Fernsehen sowieso nicht nachvollziehbar. Es müssen sich "Diverse" und auch migrantische Schauspieler finden lassen.
ja aber werden sie ausgewählt? Gibt es Rollen für sie? Die nicht nur Klischees bedienen?
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Beispiele das dies allerdings funktionieren kann sind zum einen der Münster-Tatort mit Susanne Urspruch ( kleinwüchsig ) als die Pathologin Frau Haller oder auch Florence Kasumba (auch bekannt aus dem Marvel Film Black Panther) in einigen Furtwängler Tatorten. Ebenso zu sehen im Frankfurt Tatort öfter einmal die Transexuelle Schauspielerin Zazie de Paris als Fanny.
ja nur ist das nicht ausreichend
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Die Filme müssen allerdings auch die Realität darstellen.
müssen sie? keine Fiction? Du hast doch selbst Black Panther genannt. Es geht ja nicht um Dokumentationen, sondern um ALLES was fernsehen und Film so bieten.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Es ist ja nicht so als würde man quasi von Diversität aller möglichen Facetten umgeben sein. Zumindest nicht offensichtlich.
also ich in dieser Gesellschaft schon. Und gerade wenn die Zuschauer es nicht sind, ist es um so wichtiger.


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09.10.2021 um 14:44
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ja aber werden sie ausgewählt? Gibt es Rollen für sie? Die nicht nur Klischees bedienen?
Habe ich nicht gerade vorhin Beispiele geliefert wo die Schauspieler nicht nur Klischees bedienen?
Im übrigen... welche Klischees mit welchem Hintergrund? Wir haben so ziemlich jede Nation im Land, jede erdenklich mögliche sexuelle Ausrichtung, jede Behinderung.

Oder anders gefragt: Was schwebt Dir genau vor mit all den Menschen aus diversen Herkunftsländern, sexuellen Ausrichtungen oder Behinderungen?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ja nur ist das nicht ausreichend
Die Liste könnte ich fortsetzen, es gibt ja nicht nur Tatort-Krimis. Von daher halte ich Deinen Einwand erst mal für nicht richtig.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:müssen sie? keine Fiction? Du hast doch selbst Black Panther genannt. Es geht ja nicht um Dokumentationen, sondern um ALLES was fernsehen und Film so bieten.
Black Panther spielte in einem fiktiven afrikanischen Land. Dort waren sogar PoC in der Überzahl. Tatorte spielen in deutschen Städten.
Dort sind z.B. PoC nicht an jeder Straßenecke zu sehen, ebenso verhält es sich mit sexuell anders ausgerichteten Menschen ( wobei man Homosexualität sowieso nicht jedem direkt ansieht ) und auch bei Menschen mit Behinderung.

Wie die Realität aussieht sehe ich an meinem Arbeitsplatz: Ich arbeite mit Griechen, Polen, Kasachen, Litauern, Ukrainern, Russen und Türken zusammen. Nur sieht man die Abstammung nicht jedem direkt an. Nur bei Namen und/oder Aussprache bemerkt man Unterschiede.

Also braucht man nicht krampfhaft jetzt Drehbücher schreiben damit ein jeder seine filmische Gerechtigkeit erfährt.
Wer nach Hollywood schaut wird im übrigen auch feststellen das einige Schauspieler mit PoC Hintergrund die meistgefragten sind/waren:
Morgan Freeman, Wesley Snipes, Will Smith, Whoopie Goldberg nur um mal einige zu nennen.
Selbst pummelige oder dicke Schauspieler wie Kathie Bates oder Roseanne Barr haben/hatten große Erfolge.
Auch ein untersetzter Danni de Vito hatte große Erfolge. Alles ohne äußere Zwänge geschehen. Talent war hier wohl der ausschlaggebende Motor.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:also ich in dieser Gesellschaft schon.
An jeder Straßenecke? Vlt. noch überproportional zur Durschschnittsbevölkerung? Das wage ich für mich zu bezweifeln.
Aber gut... jeder beurteilt halt nach seinem Kiez oder Wohnort.


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09.10.2021 um 14:59
Zitat von 6.PzGren3916.PzGren391 schrieb:Ich würde sie gerne hören.
Ich antworte dir hier um nicht zu offtopic zu gehen. Hier also explizit ein erfahrungsbericht, belegen werde ich davon nichts, glaubt mir das oder lasst es. So ist das bei mir passiert, deswegen (ein Grund) halte ich nix von PC politik.

Bei mir auf der Uni lief das so ab: Medienuni, heißt, sowieso viele Linksliberale Leute. Ist aber ja erstmal kein Problem.

Dann kam die UNi Leitung irgendwann auf die Idee, sich allerlei Fördergelder abzugreifen, die man bekommt, wenn man in bestimmten diversity Programmen drin ist (damit kann man dann auch super werben, wenn man in einen netzwerk diverser unis drin ist).

Gesagt getan, man macht also ein diversity programm, allerlei AGs, man holt sich eine Gleichstellungsbeauftragte (oder direkt mehrere), führt interne Quoten ein und so weiter und so fort.

Dann hat man also eine Gleichstellungsbeauftragte, die auch bei der neuberufung von professoren eine gewichtige Rolle hat. Ich habe einige nette, kompetente GLeichstellungsbeauftragte kennen gelernt. Aber irgendwann kommt man immer ein eine ganz klassische, verrückte Gendertante. Und wenn das passiert, kann sich auf einer kleinen Uni schnell was ändern.

Die sitzt dann bei jeder professorenneuberufung am Tisch und kann die, die ihr nicht genehm sind, häufig aussortieren (sie hat ja einen gewissen rückhalt, weil auf unis oft eh ein paar andere leute da sitzen, die ihr den rücken stärken). Es kommen also jetzt auch vermehrt professoren und andere personalien an die UNi, die auch die PC politik vertreten. UNd die, die das nicht tun, die müssen sich auch an immer mehr richtlinien halten, die sich die gleichstellungsbeauftragte und andere so ausdenken.
Dann wird intern gegendert, dann bekommt ein professor mal ärger, weil er eine politisch unkorrekte aussage tätigt usw. usf., also alle, die sich nicht explizit wehren wollen, werden dann schonmal auf linie gebracht.

Bei mir lief das später so, dass da ein professoranwärter von den studenten gewollt wurde, aber die genderbeauftragte (allein) einfach alle studenten überstimmt hat, weil sie meinte, der professor sei sexist. Studenten fragten sie, was er denn sexistisches gesagt habe, sie meinte, sie wolle das "aus Datenschutz" nicht sagen... obwohl wir ja alle in der Probelehrstunde da waren. Ich mein, der Typ war eher ein Macho, quasi jemand dem du ansiehst, dass er halt nicht im sitzen pisst, aber er hat absolut nicht verfängliches in der Stunde gesagt. Im Endeffekt wurde er aussortiert, weil ihr wohl sein Habitus nicht gefiehl, obwohl die Studenten ihn wollten. So einfach ist das, wenn genug andere Professoren da sitzen, damit sie wenigstens nicht ganz allein was gegen den hat, kann sie das so durchziehen.

UNd ab da sind die einzigen gegner ja noch die studenten. AUch da kannst du dann interne quoten einführen, dass halt so und so viel minderheiten genommen werden und gucken, dass die dann auch möglichst auf der PC Linie fahren im Auswahlverfahren.
UNd vor allem kannst du denen bei genehmen filmprojekten rückenwind und bei unangenehmen projekten gegenwind geben.

WEnn du einen scheiß film darüber machst, wie frauen missbraucht werden, dann ist das mutig und du bekommst beifall. WEnn du einen FIlm (so geschehen), indem du dich über fridays for future lustig machst und unterschichtenjungs wie unterschichtenjungs reden und dabei auch ein paar frauenfeindliche sachen sagen, und das nicht gerade eine satire darüber ist wie blöd unterschichtenjungs sind, bekommst du ärger.
Die dürfen nicht offen sagen, dass du dafür ärger bekommst, aber was die tun können, ist, dich kaputtzureden bei feedbackgesprächen.
Dann wird die mehrfach gesagt, dein film ist schlecht (weil er den entsprechenden leuten nicht gefällt), dann stellt man sich etwas quer dabei, dein projekt zu fördern oder dir zu helfen, den film bei festivals einzureichen. WEil du einen schlimmen MAcho Film gemacht hast.

ICh weiß, dass das so ist, weil es halt den FLurfunk gibt und auch ein paar mitarbeiter das nicht toll finden. Wenn die mal was saufen auf veranstaltungen, plaudern die auch mal über Interna.

Und natürlich setzt sich das so fort. Nicht nur auf filmunis sitzen solche leute, auch bei filmförderungen usw..
Ich finde gendern nicht gut, aber gendere trotzdem, weil ich nie weiß, auf wen ich treffe, wenn ich gefördert werden will oder einen job will. UNd ich weiß, dass das für manche ein kriterium ist.

Als ich mich im Rahmen eines Seminars mal mit jemandem von einem Fördergremium unterhalten hab, sagte die auch ganz offen, geschichten mit jungen starken frauen werden eher gefördert als anderer kram. Ist halt so. Und wenn du eine junge starke (am besten POC) frau bist, will man auch mit dir werben.

Damit will ich nicht sagen, frauen haben es einfacher, damit will ich sagen, dass das alles zynisch ist. Der, den ich erwähnte, der den machofilm gemacht hat, war einer der wenigen auf der uni, der nicht studiert hatte und über eignungsverfahren reinkam.
Der sprach dann halt auch anders als die linksliberalen studenten und hat andere filme gemacht. UNd das ist, stichwort diversity, ja eigentlich gut so, andere blickwinkel auf das leben.
Aber genau der wurde ja ausgegrenzt, weil er als der böse macho dastand, der einen ganz furchtbaren reaktionären film macht, obwohl sein film (meiner meinung nach) einer der wenigen brauchbaren war, die bei uns dann im abschlussjahr liefen.

Aber von der professorenseite aus wurden eher die projekte beklatscht, die zwar wirklich nichtssagend und schlecht waren (allein handwerklich), aber dann halt irgendein schweres thema hatten oder irgendwas mit flüchtlingen.
Man hat also die eigentlich diskriminierte minderheit (menschen ohne höheren bildungsabschluss) im nahmen einer fehlgeleiteten
diversity diskriminiert.

Und dabei hat man schön weiter trotzdem POC ausgegrenzt, weil sich viele Menschen mit MIgrationshintergrund das Schulgeld nicht leisten können oder kein Abitur haben, das aber vorraussetzung für das studium ist. Darüber muss man aber gar nicht reden, wenn man lieber über interne quoten spricht oder wie sexistisch andere leute sind.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.10.2021 um 15:04
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Ich lasse so ziemlich alle Menschen an allem teilhaben und muß mich nicht demonstrativ hinstellen und quasi Quoten für Diversität fordern.
Du als Drehbuchautor könntest locker Vorlagen für "Diverse" und "PoC" liefern. Warum nicht? Vorgaben von den Medien?

Für mich ist die Diskussion um mehr Diversität in Film- und Fernsehen sowieso nicht nachvollziehbar. Es müssen sich "Diverse" und auch migrantische Schauspieler finden lassen.

Beispiele das dies allerdings funktionieren kann sind zum einen der Münster-Tatort mit Susanne Urspruch ( kleinwüchsig ) als die Pathologin Frau Haller oder auch Florence Kasumba (auch bekannt aus dem Marvel Film Black Panther) in einigen Furtwängler Tatorten. Ebenso zu sehen im Frankfurt Tatort öfter einmal die Transexuelle Schauspielerin Zazie de Paris als Fanny.

Die Filme müssen allerdings auch die Realität darstellen. Es ist ja nicht so als würde man quasi von Diversität aller möglichen Facetten umgeben sein. Zumindest nicht offensichtlich.
Kann ich nicht so einfach. Dafür muss das ja erstmal einer abnehmen und der wird mich dann schon fragen, warum meine hauptrolle araberin sein soll und ob man das nicht ändern kann (oder das einfach machen, hab ich ja keinen Einfluss drauf).

Heute haben wir den fall, dass man einige pilotprojekte explizit mit POC aus werbegründen belegt, aber anderweitig trotzdem hohe hürden hat dafür, dass POC menschen überhaupt schauspieler werden können.
Das kostet ja geld und ist ein sehr unsicherer job, jemand mit arbeitereltern macht sowas nicht so einfach.

ICh hab nur drehbuch studiert, weil ich geld gespart hatte und uneingeschränkten support von meinen eltern hatte. Wäre dem nicht so gewesen, hätte ich das nie gemacht.
Vielen POC menschen geht das da anders. Die wollen früh etwas sicheres, um geld zu verdienen und haben nicht, so wie ich, zeit und möglichkeit, sich auszuprobieren.

UNd dann gibt es halt auch weniger POC Schauspieler. Und die, die es gibt, werden oft dann auf ethnische Rollen gecasted. Also weniger Hauptdarsteller als eher 'Türke 3' in irgendeinem Film. Das wird schon langsam besser, ist aber zum Teil immer noch so.

Aber es geht da nicht nur um Schauspiel, es geht da auch um Autoren, Regisseure, Produzenten, usw.. SOlche Sachen stehen generell Menschen mit schwierigeren sozialen BAckround weniger offen, und das sind häufig POC.


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