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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

5.382 Beiträge, Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit
Venom
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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.07.2019 um 20:40
RosaBlock schrieb:Mein Hauptkritikpunkt wäre jedoch die versteckte Entmenschlichung einer Gruppe, was immer eine schlechte Argumentation ist. Wer diese Gruppen/Ansichten ernsthaft kritisiert findet hoffentlich bessere Argumente.
Ich habe nicht sie als Menschen gemeint, sondern die Handlungen und Ideologien.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

06.07.2019 um 20:59
Venom schrieb:sondern die Handlungen und Ideologien.
Deswegen sagte ich versteckt. Was macht das aus den Menschen, die so ein Weltbild haben, wenn es ein "Geschwür" ist? Kranke? (Ich weiß dass das nicht deine Implikation ist)

Mit Political Correctness hat das zwar erstmal nichts zu tun, aber die Kritik ist eine ähnliche. Man wertet Gruppen ab.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.07.2019 um 00:27
lawine schrieb:ICH will nicht als Weiß bezeichnet werden.
und noch einmal: wo habe ich Dich persönlich als Weiß bezeichnet? Zitat bitte. Ansonsten hake ich Dein post ab unter Trollerei.

@abberline
ja, es nervt Dich.....jetzt stell Dir mal vor wie es nervt, ständig Alltagsrassismus ausgesetzt zu sein, herabwürdigenden Bezeichnungen, nur weil manche zu genervt sind, um selbst darauf zu kommen, manche Bezeichnungen einfach nicht zu verwenden und ihre Genervtheit (persönliche Befindlichkeit) über die Herabwürdigungen und Rassismuserfahrungen anderer stellen. Da hat Genervtsein plötzlich einen Stellenwert, der mich nur mit dem Kopf schütteln lässt.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.07.2019 um 15:37
Hallo @alle !


Na schön !

Dann schreibe ich den gelöschten Beitrag in veränderter Form neu, vermeide das M - Wort und schreibe statt dessen "Dunkelhäutiger", wie emphohlen. Insgesammt betrachtet habe ich den Eindruck gewonnen, das der Pc Wahn immer schneller rotiert und die "Haltbarkeit" von unbeanstandeten Wörtern immer kürzer wird. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Zensoren und Oberlehrer auch das Wort "Dunkelhäutiger" einkassieren.

Inspiriert durch den Beitrag eines anderen Users schrieb ich sinngemäß :

Die Parolen, das Worte wie Neger, Schwarzer oder Zigeuner "rassistisch abwertend" seien, stammt meines Wissens nach nicht von "Betroffenenverbänden", die die Mehrheit ihrer Ethnie hinter sich wissen, sondern hauptsächlich von den "alten weißen Männern und Frauen", die überall in Deutschland was zu sagen haben. Protestaktionen, wie der "Christoper Street Day" der diskriminierten Homosexuellen, hat es auch nicht wirklich gegeben.

Der ganze Political Correktness Zirkus atmet irgendwie den Geist der 60ger Jahre aus, als Bürgersöhne und Töchter in ihren Salons über Ausländerdiskriminierung o.Ä. diskutieren konnten, ohne selbst etwas tun zu müssen, ohne Einen von denen zu kennen und ohne die "Klassenschranken" verlassen zu müssen.

Für die "altgewordenen" Bürgersöhne und Töchter von damals sind die Ausländer im Grunde immer noch gesellschaftspolitisch minderwertig oder unmündig ( eine bessere Formulierung fällt mir immer noch nicht ein ), so das man es ihnen nicht zutrauen kann ihre eigenen Anliegen selbst zu vertreten oder dafür zu kämpfen. Wer kommt da schon auf den Gedanken Sinti, Roma und Dunkelhäutige zu fragen, ob und bei welcher Bezeichnung sie sich diskriminiert fühlen. Das haben doch schon die "alten weißen" Eliten unter sich ausgemacht.

Ist das jetzt besser so ?


Gildonus


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.07.2019 um 16:22
Gildonus schrieb:Die Parolen, das Worte wie Neger, Schwarzer oder Zigeuner "rassistisch abwertend" seien, stammt meines Wissens nach nicht von "Betroffenenverbänden", die die Mehrheit ihrer Ethnie hinter sich wissen, sondern hauptsächlich von den "alten weißen Männern und Frauen", die überall in Deutschland was zu sagen haben.
Gibt es eine Quelle zu deinem Wissen?

Und ganz sicher waren es nicht die alten weißen Männer und Frauen.

Es gibt sicher keinen Betroffenenverband, der den Gebrauch des N-Wortes in Ordnung findet.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.07.2019 um 18:05
@Gildonus

TST 0162

Quelle: Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. http://isdonline.de/

3 Minuten Google.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

07.07.2019 um 20:04
Gildonus schrieb:Ist das jetzt besser so ?
nein, keinesfalls, denn inhaltlich ist es nach wie vor Bullshit.
Gildonus schrieb:Die Parolen, das Worte wie Neger, Schwarzer oder Zigeuner "rassistisch abwertend" seien, stammt meines Wissens nach nicht von "Betroffenenverbänden", die die Mehrheit ihrer Ethnie hinter sich wissen, sondern hauptsächlich von den "alten weißen Männern und Frauen", die überall in Deutschland was zu sagen haben.
ich empfehle Dir den Dokumentarfilm "I am not your Negro", in Deutsch gesprochen von Sammy Deluxe. Da kannste Dir mal reinziehen, was James Baldwin so sagt, als Betroffener zum Beispiel. Ein sehr in der Bürgerrechtsbewegung engagierter amerikanischer Schriftsteller.
Hier auch interessant
http://www.derbraunemob.de/shared/download/warum_nicht.pdf
Warum nicht „Neger“?
generell solltest Du Dich mal mit Fremd- und Selbstbezeichnung auseinandersetzen.


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gekonnt
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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.07.2019 um 10:05
Ich fand diesen Artikel hier sehr spannend:

https://www.zeit.de/2017/17/politische-korrektheit-links-intoleranz-afd/komplettansicht

Die Autorin berichtet, wie sie sich anfangs als Linke auf der "guten Seite" fühlte, von der erzwungenen politischen Korrektheit und den selbst auferlegten Denkverboten mehr und mehr abgestoßen wurde. Es gipfelte dann darin, dass sie ihr Kind nicht auf die Grundschule schickte mit 80% Migrantenanteil, weil sie dort selbst erlebte, wie dort auf den Schulhöfen kein Deutsch, sondern eher Arabisch und Türkisch gesprochen wird, sondern auf die, auf der es mehr deutsche Kinder gibt. Sie war selbst erschrocken über sich selbst, aber letztendlich tat sie das, was sich besser anfühlte für sie, zumal sie den "Test" machte und

Das ist halt sowieso meine These; dass viele linksempörte Thesen aufhören, wenn man etwas reifer, erwachsener wird - oder, wenn man selbst Kinder hat...


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10.07.2019 um 10:24
@gekonnt
Zu diesem Thema ist das Buch "Unter Linken" von Spiegel Autor Jan Fleischhauer sehr empfehlenswert. Und auch sehr humorvoll.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.07.2019 um 10:32
gekonnt schrieb:Ich fand diesen Artikel hier sehr spannend:
Ich fand ihn schlecht, weil tendenziös und nichtssagend, beliebig
Sobald ein Mensch linken Gesellschaftsentwürfen widerspricht, wird schnell diagnostiziert, er sei angstgesteuert.
https://www.zeit.de/2017/17/politische-korrektheit-links-intoleranz-afd/komplettansicht

Sobald ein Mensch rechten Gesellschaftsentwürfen widerspricht, wird schnell diagnostiziert, dass er ein 'Gutmensch' oder 'links-grün-versypht' ist.

Der Text ist leider nicht mehr als Resentiment ohne Argumente in der Sache.

Oder anders gesagt: *Gähn*


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.07.2019 um 10:41
gekonnt schrieb:Das ist halt sowieso meine These; dass viele linksempörte Thesen aufhören, wenn man etwas reifer, erwachsener wird - oder, wenn man selbst Kinder hat...
das ist dann wohl an mir vorbei gegangen.....
abberline schrieb:Zu diesem Thema ist das Buch "Unter Linken" von Spiegel Autor Jan Fleischhauer sehr empfehlenswert. Und auch sehr humorvoll.
Jan Fleischhauer ist zu solchen Themen aus meiner Sicht nie eine gute Empfehlung.


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10.07.2019 um 10:46
@Tussinelda
Warum, weil vieles auf humorvolle Art zerpflückt wird? Es gibt sogar ein eigenes Kapitel zum Thema Humor und Verbissenheit


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10.07.2019 um 10:54
@abberline
ja genau, humorvoll :shot:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/kritik-der-linken-der-mann-den-sie-die-rote-ratte-nannten-179...
Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Er nimmt sogar in Kauf, ein paar Freunde zu verlieren: Mit Witz wollte der Spiegel-Redakteur Jan Fleischhauer gegen die kulturelle Dominanz der Linken schreiberisch ankämpfen. Er landete im „juste milieu“ und seinen Lebenslangweiligkeiten.
das entspricht meiner Meinung.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

10.07.2019 um 10:59
Naja was die Namensgeschichten angeht.... ich weiß nicht, aber es gab in den 70ern einige Schlager wo das Wort "Zigeuner" offen drin vorkam. Und? Hat das da jemanden gestört? Um hier nur mal einige zu nennen Alexandra, Roger Whittaker, Cindy und Bert usw... :D Ist man nun rassistisch oder diskriminierend wenn man sich diese Lieder heutzutage anhört?

Ne andere Story ist ja der Südseekönig aus Pippi Langstrumpf...aber davon fang ich jetzt erst gar nicht an, ist ja allgemein bekannt.

Also ich möchte in einem Land leben, in dem bestimmte Wörter die vor noch nicht allzu langer Zeit (70er) gang und gäbe waren es heute auch noch sind...und nicht sofort als rechts oder Nazi beschimpft werden.
Oder auch die berühmte Grundgesetzpassage "Eine Zensur findet nicht statt." (Art. 5)


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10.07.2019 um 11:01
gekonnt schrieb:Ich fand diesen Artikel hier sehr spannend:
Hier ist noch einer, der in die Richtung geht.
https://www.derstandard.at/story/2000013741006/soziologe-nassehi-wir-reden-links-und-leben-dann-aber-rechts
STANDARD: Sie behaupten im Buch, dass wir "links reden und rechts leben" . Da fühlen sich sicher viele Leserinnen und Leser auf den Schlips getreten. Das müssen Sie erklären.

Nassehi: Die linksliberale Mittelschicht ist sehr geübt darin zu sagen, dass sie zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Nationalität, Schicht und Milieu keine Unterschiede macht. Die Lebenspraxis aber macht diese Unterschiede sehr stark. Wir können beobachten, dass gerade in diesen Milieus sehr darauf geachtet wird, Schulen mit möglichst geringem Migrationsanteil zu wählen, nicht in Wohnvierteln mit sozialen Brennpunkten zu wohnen, Distinktionsgewinn zu machen. Wir reden universalistisch links, leben und verhalten uns dann aber partikularistisch rechts. Das heißt nicht, dass diese Menschen eine rechte Orientierung haben. Aber, und das ist ein Argument von vielen Rechtsintellektuellen, das ist der Stachel im Fleisch unseres leichten Redens. Wir kriegen linke Argumente unglaublich leicht über die Lippen, aber wenn es tatsächlich zum Schwur kommt, dann ist es nicht so einfach, tatsächlich universalistisch zu leben. Das ist eine gewisse Lebenslüge dieses Milieus.
Interessant fand ich unter diesem Gesichtspunkt Lefloid. Immer sehr gegen rechts usw. eingesetzt, aber kaum bekommt er Kinder, zieht er aufs Land, weil er keine Lust hat, Kinder in Berlin großzuziehen, bezeichnet sich als konservativ, aber nicht rechts.


D5-AKG4-ZXk-AY78j-D


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10.07.2019 um 11:09
@Tussinelda
Ja, humorvoll. Und wenn man schon Presserezensionen von Büchern verlinkt, sollten diese möglichst auch zeigen, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Hier was positives zum Buch von Herrn Broder
https://www.welt.de/debatte/Kommentare/article9656946/Der-Mann-der-gegen-die-Banalitaet-des-Guten-kaempft.html


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10.07.2019 um 11:13
@abberline
Broder :D alles klar :D


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10.07.2019 um 11:22
Tussinelda schrieb:Broder :D alles klar :D
Was gefällt dir an Broder nicht?


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10.07.2019 um 11:28
@gekonnt
seine Einstellung, seine Sicht der Dinge, sein Blickwinkel, seine Polemik. "Die Achse des Guten" reicht eigentlich als Begründung.


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10.07.2019 um 12:24
knopper schrieb:Also ich möchte in einem Land leben, in dem bestimmte Wörter die vor noch nicht allzu langer Zeit (70er) gang und gäbe waren es heute auch noch sind...und nicht sofort als rechts oder Nazi beschimpft werden.
Konkret heißt das, du möchtest N***** sagen dürfen, ohne dass dich jemand einen Rassisten nennt.

Warum möchtest du denn rassistische Wörter sagen?
gekonnt schrieb:Was gefällt dir an Broder nicht?
Der Typ ist nur eine Krawallschachtel, die mit gezielten Provokationen Aufmerksamkeit (für sich) erzielen möchte.
Den Mann kann man leider nicht ernst nehmen.


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