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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

29.164 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Doors ehemaliges Mitglied

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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 16:45
Ja, der böse politisch korrekte Maulkorb. Ganz harmloses faschistisches und rassistisches Gedankengut wird von der bösen gutmenschelnden Gedankenpolizei verfolgt und geächtet. Der ängstliche Faschist traut sich nicht mal mehr auf die Strasse und flüstert nur noch hinter vorgehaltener Hand im Darkroom "Holocaustlüge", aus Angst, sofort standrechtlich erschossen zu werden. Niemand traut sich mehr, etwas gegen Nigger, Fidschis, Kanacken, Zigeuner, Jidden, Krüppel oder Schwule zu sagen oder deren Ausrottung betreiben zu wollen. Nirgends. Schrecklich, diese Demokratie! Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!*








*Liebe Melder - dies ist ein satirischer Text. Das muss man Euch ja immer dazu schreiben. Sonst gibt's wieder böse PNs bzw. Meldungen.


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Realo ehemaliges Mitglied

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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 17:06
@Doors

Es ist aber nicht mehr ganz so schlimm, wie es mal war. Hab da einen 35 Jahre alten Essay von mir gefunden, aus meiner Studentenzeit, was ich beim Besuch eines Uniklos alles lesen musste. Das ist so hart, das kann man hier nicht rein stellen, zeigt aber, da es genau auf der Hälfte zwischen der NS-Zeit und heute liegt, dass sich die Sprache trotz alle PIC langsam aber sicher etwas zivilisiert hat. Deshalb halte ich auch PIC (Incorrectness) nicht für das allerschlimmste Übel unserer Zeit, auch wenn es diverse Einblicke in die Denkstrukturen mancher Zeitgenossen erlaubt - gibt da leider viel Schlimmeres.

Allerdings ist die Sprache in sozialen Medien wie FB schon ein kleiner Rückfall in die Barbarei - wir waren schon mal weiter. Aber vielleicht liegts auch daran, dass es damals noch nicht die Anonymität des Internets gab, so dass man zwangsläufig seine Gedanken für sich behalten oder auf den Stammtisch begrenzen - oder eben an die Uniklowände schmieren musste.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 17:26
Zitat von parafugaciousparafugacious schrieb:Einzig und allein der Schritt von "Sagen" zu "Sein" erschließt sich mir nicht ganz. Du sagst, Sie IST Rassistin, (den Dummkopf klammern wir mal aus)
Laut Def. ist ein Rassist eine Person, mit rassistischen Ansichten. Ist das in diesem Fall zutreffend?
Was soll so eine Frage?
Die ist Unsinn.

Ich sage sie ist entweder A oder B.
Du sagst "Klammern wir B mal aus, stimmt dann deine Aussage?"

Äh?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 17:50
@Groucho

Also wie jetzt, erst heißt es @Realo ist entweder ein Dummkopf oder ein Rassist, wenn er so spricht, aber dann gibt es plötzlich doch die 3. Option, dass es okay wäre, wenn es nur im Spaß gesagt wird ?


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20.03.2017 um 17:57
@Bruderchorge

Dazu habe ich mich schon mehrfach geäußert

Beitrag von Groucho (Seite 53)

Aber schön zu sehen, wie "ihr" auch den kleinsten schimmeligsten Strohhalm ergreift, um vom Thema abzulenken.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 18:08
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Äh?
:D
Mir ging es in erster Linie um die "Sagen-Sein-Sache". von mir aus klammern wir den Dummkopf ein. Wobei es dann schwierig wird, die Aussage, er sei Rassist, aufrechtzuerhalten, wenn derjenige kein "Dummkopf" ist - , aus dem einfachen Grund, das die Begriffe einfach nicht genauestens definiert werden können. Ich glaube einfach nicht, das Menschen, die "Nergerkuss" sagen, ausschließlich in die Kategorien: Rassisten oder Dummköpfe zu verorten sind. Was ist wenn Groucho Marx das in der Öffentlichkeit gesagt hätte? :D dann wäre es warscheinlich Provokation für ein "Aufflammen" der PC-Debatte gewesen?


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Realo ehemaliges Mitglied

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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 18:25
Vor allem kommt es auf den Kontext an, in dem solche Wörter fallen. Wie gesagt, ich könnte hier Beispiele für knallharten Rassismus in Rede und Schreibe anführen, gegen die ein in einem völlig anderen Zusammenhang gebrauchter Begriff (z.B. beim Kauf im Laden) "Negerkuss" eine Lappalie ist. Vielleicht sollte man sich einfach mal öfter und vor allem beherzter und intensiver um die tagtäglichen schweren Fälle von gesprochenem / geschriebenem Rassismus kümmern, um seinen Teil dazu beizutragen, diese zu beheben.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 18:25
@Groucho

Was soll der Bockmist du hast angefangen damit, dass es NUR 2 Möglichkeiten gibt. Obwohl ich von Anfang an schrieb, dass diese Aussage von @Realo Spaß war.


Wenn Spaß okay ist, dann gibst du ja doch zu, es kommt nur darauf an, wie es gemeint ist und nicht wie es aufgefasst werden könnte.

Jemand der von seiner inneren Einstellung eben kein Rassist ist, dem kann man das auch nicht andichten, nur auf Grund von irgendwelchen Aussprachen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 18:28
@CosmicQueen
ein Strassenname ist nur ein Strassenname, in diesem Fall ein rassistischer, weil allein durch die Beschriftung eines Strassenschildes kein Kontext entsteht, der den Sinn und Zweck oder Grund der Bezeichnung erklären würde. Würde man ihn erklären, dann würde man hinschreiben müssen, dass dieser Strassenname, Apothekenname etc. rassistisch ist und man aufgrund der rassistischen Historie, die zu dieser rassistischen Bezeichnung führte, trotzdem nicht davon absehen will, eine Strasse oder sonst etwas so zu benennen.
Mohr ist und bleibt nämlich eine rassistische Bezeichnung (Du hast dies übrigens mal genauso gesehen, aber die Zeiten ändern sich offensichtlich......) und diese würde nur Sinn machen, wenn wir noch in Zeiten lebten, wo es eben normal war, rassistische Bezeichnungen zu benutzen, weil man es normal fand, Menschen anderer Hautfarbe erstens fremd zu bezeichnen, zweitens als minderwertig (berechtigter Weise, wie man ja fand) anzusehen. Das sollte heute anders sein, deshalb sollte es auch solche Bezeichnungen nicht mehr im Alltag geben, außer sie sind unverzichtbar, um eine Zeit, in der der Rassismus eben alltäglich war und salonfähig war, entsprechend darzustellen. Das kann man in einem historischen Kontext, einer Erzählung aus dieser Zeit, der Wiedergabe des tatsächlichen Geschehens dieser Zeit, da es dann vonnöten ist oder aber, um an diese Zeiten zu erinnern, in Form eines Mahnmals. Alles andere ist einfach unnötig und verletzend.
Wenn etwas aber so heisst, weil der Namensgeber tatsächlich Mohr mit Nachnamen heisst, dann ist das etwas anderes.

@Bruderchorge
es gab immer die 3. Option, dass man Menschen irgendwie bezeichnen kann, wenn diese es ausdrücklich erlauben oder keinen Anstoss daran nehmen. Das bedeutet aber, dass es da eine Beziehung geben muss, eine Erlaubnis erteilt werden muss, eine Basis existiert, die solche Bezeichnungen erlaubt. Trotzdem kann man einfach respektvoll sein und es lassen, wenn einem einmal erklärt wurde, was bestimmte Wörter bedeuten, was sie auslösen, warum sie verletzen. Das ist ganz normaler menschlicher Umgang miteinander. Offenbar zu viel verlangt.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 18:47
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es gab immer die 3. Option, dass man Menschen irgendwie bezeichnen kann, wenn diese es ausdrücklich erlauben oder keinen Anstoss daran nehmen.
Darum ging es gar nicht. Es geht NICHT um die Bezeichnung von Menschen, sondern um die Süßspeise "Negerkuss" und wie Sie bezeichnet wird oder werden sollte.
Und darum ob jmd. Rassist oder Dummkopf ist, wenn er diesen Begriff benutzt. Und genau das sehe ich anders. Übrigens sind hier gerade mehrere Debatten am laufen, PT im allgemeinen, "Negerkuss" und die Strahßenschilder. Da sind Unterschiede zu machen.

Ich finde es übrigens auch besser Schaumkuss zu sagen, ich will mich lediglich selbst wiederlegen, und bisher sehe ich da keinen hinreichende Begründung, außer meine eigene Meinung und die reicht eben nicht für ein engültes Urteil. :D


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 18:53
Zitat von BruderchorgeBruderchorge schrieb:Wenn Spaß okay ist, dann gibst du ja doch zu, es kommt nur darauf an, wie es gemeint ist und nicht wie es aufgefasst werden könnte.

Jemand der von seiner inneren Einstellung eben kein Rassist ist, dem kann man das auch nicht andichten, nur auf Grund von irgendwelchen Aussprachen.
Meine Güte, das kann doch nicht dein ernst sein?

Dieses wir-pöbeln-uns-unter-Kumpeln-an ist doch nicht das Thema.
Was für ein Unsinn kommt als nächstes?
Dass ich ein Rassist oder trotziger Dummkopf bin, weil ich auch in meinen posts ständig Negerkuss schreibe?


Und hat mit dem hier
Zitat von BruderchorgeBruderchorge schrieb:Jemand der von seiner inneren Einstellung eben kein Rassist ist, dem kann man das auch nicht andichten, nur auf Grund von irgendwelchen Aussprachen.
wenig bis nichts zu tun.

Wenn jemand kein Rassist ist und trotzdem "Negerkuss" sagt, dann ist er eben ein trotziger Dummkopf (meinetwegen auch ein dummer Trotzkopf).

Auch @parafugacious


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 18:58
Zitat von RealoRealo schrieb:Vielleicht sollte man sich einfach mal öfter und vor allem beherzter und intensiver um die tagtäglichen schweren Fälle von gesprochenem / geschriebenem Rassismus kümmern, um seinen Teil dazu beizutragen, diese zu beheben.
Was für eine Unterstellung!
Normalerweise kommt dieser Unsinn immer von unseren nicht-rassistischen PIC.

Ist es überhaupt nicht denkbar, dass ich weiß, dass es schlimmere Arten von Rassismus gibt?
Ist es nicht denkbar, dass ich im realen Leben auch anders gegen Rassismus eintrete?

Und wenn ich das tue, darf ich nicht mehr darüber sprechen, dass nur Rassisten oder Dummköpfe noch Negerkuss sagen?

Wundert mich, dass so ein durchsichtiger Strohmann von dir kommt.

Und du musst mich auch nicht darüber belehren, dass struktureller Rassismus schlimmer als ein Negerkuss ist.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 19:01
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Dieses wir-pöbeln-uns-unter-Kumpeln-an ist doch nicht das Thema.
Aber genau Das relativiert folgende Aussage
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wenn jemand kein Rassist ist und trotzdem "Negerkuss" sagt, dann ist er eben ein trotziger Dummkopf (meinetwegen auch ein dummer Trotzkopf).
In dem Fall sagt er "Negerkuss" aber ist weder Rassist noch Dummkopf weil der Kontext die Aussage relativiert. Deine Aussage ist eben deine Meinung und nicht allgemeingültig.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 19:28
Zitat von parafugaciousparafugacious schrieb:Aber genau Das relativiert folgende Aussage
Ach komm schon, ist das jetzt dein ernst?

Kritisch-lustiges "Negerkuss" sagen?

Nein, wer "Negerkuss" sagt, ist ein Rassist, ein trotziger Dummkopf, oder wenn du auf einer dritten Möglichkeit bestehst: ein dummer Provokateur.


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Realo ehemaliges Mitglied

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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 19:33
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ist es überhaupt nicht denkbar, dass ich weiß, dass es schlimmere Arten von Rassismus gibt?
Doch, denkbar schon, aber tust du was dagegen außer hier rumzuschreiben?
Ich finde man sollte mit dem Schlimmsten anfangen und sich dann Schicht um Schicht den weniger schlimmen Fällen nähern.
Ist aber eher eine strategisch-technische Frage des Prozedere. Nur hier rummaulen ist jedenfalls zu wenig, d.h. du kriegst die Zunicker und Schulterklopfer in die eine Reihe und die mit dem Mundschaum in die andere und fühlst dioch einfach nur bestätigt und das wars.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 19:43
Zitat von RealoRealo schrieb:du kriegst die Zunicker und Schulterklopfer in die eine Reihe und die mit dem Mundschaum in die andere
So ist es!
Ich sehe das jedoch nicht als Experiment, sondern als Diskrepanz.

Diskrepanzen bestehen, können aber nicht scheitern.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 19:43
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ach komm schon, ist das jetzt dein ernst?Kritisch-lustiges "Negerkuss" sagen?
Hach.... es geht mir nicht um das Normative "Was soll man sagen, Was darf man sagen", sondern um deinen semantischen Fehler, wenn du IST sagst, statt ICH BIN DER MEINUNG (...Negerkuss-sager sind Das und Das) mittlerweile gibt's schon drei Möglichkeiten....
Wenn es konsequent durchdacht wird, landen wir beim Stigmatisieren.

Die Southpark-Folge hat mich inspiriert...


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 19:55
Eines vorweg, diesen Beitrag finde ich zum Speien!
Zitat von RealoRealo schrieb:Doch, denkbar schon, aber tust du was dagegen außer hier rumzuschreiben?
Ich finde man sollte mit dem Schlimmsten anfangen und sich dann Schicht um Schicht den weniger schlimmen Fällen nähern.
Ist aber eher eine strategisch-technische Frage des Prozedere. Nur hier rummaulen ist jedenfalls zu wenig, d.h. du kriegst die Zunicker und Schulterklopfer in die eine Reihe und die mit dem Mundschaum in die andere und fühlst dioch einfach nur bestätigt und das wars.
Das ist mMn eine dumme Einstellung.
Das bedeutet nämlich in der Realität, dass die ganzen lösbaren, aber weniger schwerwiegenden Probleme ungelöst liegen bleiben, bis die Schweren gelöst wurden.

Gut kann man machen - ich finde das eine dumme Einstellung.

Ich sehe es eher so: Das Machbare sofort, das Schwierige sobald es geht.

Und die Frage, was tust du außer hier rumzuschreiben, könnte ich dir auch stellen.

Tue ich aber nicht, weil es scheißegal ist.

Dies ist ein Diskussionsforum, da wird diskutiert.
Wenn du Diskussionen sinnlos findest, frage ich mich ernsthaft, warum du deine Zeit hier verschwendest, statt "draußen" was WICHTIGERES zu tun.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 20:00
Zitat von parafugaciousparafugacious schrieb:um deinen semantischen Fehler, wenn du IST sagst, statt ICH BIN DER MEINUNG
Das ist aber nicht meine Meinung, das IST so. :D

Bring doch mal ein Beispiel mit "Negerkuss" ohne Rassismus oder dummen Trotz.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.03.2017 um 20:22
@Realo
das ist ja wirklich schön....denn Alltagsrassismus lassen wir mal erst mal außen vor, wir fangen gleich mit den größten Problemen an.....was eine beknackte Äusserung. Wenn man nicht beim Miteinander, dem Alltäglichen, also im Kleinen, bei sich quasi, seinem Umfeld, anfängt, wo denn dann? Gerade Sprache ist etwas, das jeden betrifft, das jeder kontrollieren kann (also bei sich selbst) und vor allem hat Sprache Macht. Mit Sprache werden Inhalte transportiert, Meinungen, Einstellungen, es werden Behauptungen als Tatsachen etabliert, eben weil man bestimmte Dinge einfach wiederholt, so lange, bis jeder denkt, es sei eben so. Man muss im Kleinen anfangen, um das Große überhaupt zu verstehen....als einzelner Mensch sind dies die Dinge, die man zuallererst bewegen kann und die sollte man auch bewegen, verändern. Und wenn Sprache versteht als das, was sie ist, nämlich ein machtvolles Instrument, dann sollte man dieses Instrument nicht missbrauchen, auch nicht als vermeintlich "neutral" bewerten oder als nicht so wichtig, denn das ist Sprache nicht.

@parafugacious
was genau ist denn am "Negerkuss" nicht rassistisch? Das Wort "Neger" ist rassistisch. Auch wenn man daraus eine Süssspeise macht oder irgendwas sonst so bezeichnet. Mit dem Wort sind Menschen gemeint. Es bezieht sich immer auf den Menschen, egal WIE es verwendet wird, das Wort gibt es nicht ohne rassistische Konnotation.

http://www.neon.de/artikel/sehen/gesellschaft/ich-bin-kein-rassist/651258
hier nur ein Auszug:
Auch ne nette Strategie die von Menschen gefahren wird, die sich dazu entschieden haben in den Ring zu steigen, um mit allen Mitteln für das N-Wort zu kämpfen ist Gegenfragen zu stellen. Diese Fragen sind dann ungefähr von folgender Qualität: Ja, aber was ändert es denn, wenn ich nicht mehr „Neger“ sage, das ändert doch nichts an bestimmten Einstellungen.“ Diese Menschen sind mir echt die liebsten, denn diese wenden dann gar keine Energie mehr auf, um ihr Verhalten kritisch zu hinterfragen. Was mich an diesen Fragen fassungslos stimmt ist, dass diese Menschen sich komplett outen als solche, die ihren Mitmenschen, in diesem Fall ihren schwarzen Mitmenschen, nicht bereit sind ein Mindestmass an Respekt entgegenzubringen und nicht einsehen wollen, dass eben diese schwarzen Menschen, (die übrigens immer noch betroffen sind durch offenen Rassismus durch subtilen Rassismus, durch strukturellen Rassismus usw.) entschieden haben, dass dieses Wort in keinerlei Zusammenhang ein wertneutraler Begriff ist. Und dazu haben diese Menschen sich nicht entschieden, weil ihnen langweilig war oder weil sie mal die Idee hatten, ihren weissen Mitmenschen eins auszuwischen, sondern, weil Sie im Zuge der Kolonialzeit diskriminiert, gefoltert, abgeschlachtet wurden, weil sie im Zuge der Kolonialzeit von weissen Menschen „Neger“ genannt wurden.
Meiner Meinung nach ist jeder Mensch, der weiss, dass das N- Wort nicht gewollt wird von schwarzen Menschen und trotzdem nicht bereit ist darauf zu verzichten ein Rassist. Meiner Meinung nach ist jeder Mensch, dem es wichtiger ist politisch unkorrekt zu sein, als auf dieses Wort zu verzichten ein Rassist. Meiner Meinung nach ist jeder, der versucht dieses Wort zu verteidigen ein Rassist. Ich verbiete mir den Satz: „Ich bin kein Rassist, aber „Neger“ möchte ich sagen“. Und um auf die Frage des Fragenden oben einzugehen: Ob sich denn an der Einstellung von bestimmten Menschen etwas ändert, wenn er (der Fragende) nicht weiterhin „Neger“ sagt: „Nein, Menschen die diese Einstellungen haben, die du vermutlich meinst (oder eventuell selber hast) bleiben wahrscheinlich Rassisten, aber solange du „Neger“, „Negerkuss“, „Negerdödel“, „Neger“ egal in welchem Kontext sagst, obwohl Du weisst, dass dies schwarze Menschen beleidigt, bist du ohne Zweifel auch einer!



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