Politik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.328 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 03:28
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Naja, zum Beispiel indem man wirklich etwas gegen Schwule hat und nicht nur ein Austauschbares Schimpfwort benutzt.
Ich glaube auch nicht, dass Leute die das wort 'behindert' benutzen als Schimpfwort etwas gegen Rollstuhlfahrer haben.
und welche Rolle spielt das? Ob die "wirklich" etwas gegen diese Menschen haben? Wenn Schimpfworte so unreflektiert verwendet werden, dann sollte erst recht entsprechend eingeschritten werden.


melden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 03:37
@shionoro
Es kann nicht sein, dass „schwul“ noch immer als Schimpfwort benutzt wird
Ein Gerichtsurteil regt zum Nachdenken über den Umgang mit dem Wort „Schwuchtel“ an. Ein Kommentar
Quelle: https://ze.tt/es-kann-nicht-sein-dass-schwul-noch-immer-als-schimpfwort-benutzt-wird/

ich sehe es auch als wichtig an, darüber etwas reflektierter nachzudenken, weshalb ich das Urteil gut finde und auch dem Kommentar in diesem link vollumfänglich beipflichte.


melden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 03:40
@Tussinelda

Eine große Rolle bei der Frage, ob ein Klischee perpetuiert oder ein austauschbares Schimpfwort verwendet wird.

Warum muss ich einschreiten, wenn sich zwei Jugendliche gegenseitig mit irgendwelchen Schimpfworten versehen (wie das jugendliche so tun) obwohl da gar kein stereotyp perpetuiert wird?

Der Artikel z.B. bezieht sich auf zwei Fälle, die ganz klar nicht in Ordnung waren. Aber nicht bei jedem Umgang miteinander, bei dem eine slur fällt, ist da auch wirklich ein diskriminierender kontext oder sachverhalt zu finden.

Die Kinder sind in der Lage, sowas zu trennen. Die Erwachsenen sind das oft nicht.


1x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 03:47
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Der Artikel z.B. bezieht sich auf zwei Fälle, die ganz klar nicht in Ordnung waren. Aber nicht bei jedem Umgang miteinander, bei dem eine slur fällt, ist da auch wirklich ein diskriminierender kontext oder sachverhalt zu finden.
weil die Benutzung der Bezeichnung "schwul" oder "Schwuchtel" als Beleidigung das Problem ist. Immer. Wenn eine sexuelle Orientierung o.ä. im Alltag als Beleidigung benutzt wird, dann fördert das nicht gerade ein inklusives Denken. Es zeigt ja wohl eher, dass bestimmte Kriterien immer noch als "nicht normal" und gleichzeitig negativ/abwertend bewertet und verwendet werden. Sprache zeugt von unserem Denken, transportiert unser Denken, Sprache ist machtvoll. Ich wiederhole mich.


3x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 04:03
@Tussinelda

Warum genau ist das immer ein problem?

"Es fördert inklusives denken nicht" und "man sieht schwule nicht als normal" sind deine argumente, die ich sehen kann.

Aber ist das wirklich wahr? Es ist ein problem, wenn kinder angst davor haben, schwul zu sein, weil sie wissen, schwule sind anders und 'eklig'. Das stimmt. Aber in der heutigen Generation seh ich das eigentlich nicht. Die benutzen solche Schimpfworte mittlerweile eher ironisiert, ohne dass da wirklich ein abneigungsreflex gegen homosexualität (den es in meiner jugend nach gab) mit drin steckt.

In meiner Grundschulzeit sagten die Kinder noch Mongo. Aber ob da wirklich hass gegen Menschen mit Down Syndrom bei rumkam, das glaube ich nicht.

Und 'es fördert inklsuives denken nicht'.... das tun kraftausdrücke eher selten.

Aus dem oben genannten Gründen würde ich mich da lieber darauf konzentrieren, dass die eigentlichen Probleme, nämlich z.b. die Angst vor dem coming out oder ausgrenzung von homosexuellen, in den Vordergrund gerückt werden. Ich sehe dazu aber nicht als sinnvolle Maßnahme an, kinder auszuschimpfen, wenn sie das wort schwul als kraftausdruck benutzen.


melden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 04:05
Zitat von boraboraborabora schrieb:Deshalb haben ganz bestimmt viele damals keinen Manta mehr gefahren, als die Mantawitze aufkamen.
Oder Frauen haben ihre blonden Haare überfärbt wegen den Blondinenwitzen :troll:
Von den Büttenreden zu Karneval, wo auch mal Chefs durch den Kakao gezogen werden, ganz zu Schweigen, haben alle gekündigt.

Konsequenterweise und zu Ende gedacht müsste alles verboten werden, nicht "nur" vermutete rassistische Satire.
Traurig genug wäre es ja.
Wird bestimmt wieder falsch verstanden, mir langsam egal.
Ne ist doch richtig zuende gedacht. Das war aber vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Die Biologie unterscheidet auch nicht darüber, ob man über andere Ethnien spottet oder über Erdogan oder Weidel, das ist da gleich. Es kommt darauf an, ob man andere damit abwertet. Das kann man nur wissen, wenn man in die Gedanken der Leute sehen kann. Also man selbst kann das natürlich wissen, wie man es gemeint hat, andere eher weniger.

Wenn man ein Witz macht und die anderen Gruppen über die man den Witz gemacht hat als gleichwertig sieht, wäre es kein Spott. Der Beitrag war auch mehr auf Diskussionsforen und Witze dort bezogen als auf Satiriker. Wenn man weiß, dass man Gruppen verletzt und dann trotzdem immer wieder seine Witzchen macht, dann ist es auf jedenfall Absicht. Denn zur Diskussion tragen solche Witze nicht bei.

Gut bei Satirikern oder deren Zuschauern ist es genauso. Die müssen eben selbst wissen wieso sie lachen, das kann ihnen keiner sagen und bei vielen Witzen ist es aus Spott.


1x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 04:06
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Immer. Wenn eine sexuelle Orientierung o.ä. im Alltag als Beleidigung benutzt wird, dann fördert das nicht gerade ein inklusives Denken.
Genau. Wenn in irgendnem Altenheim das Wort "Schwuchtel" fällt, kriegen sämtliche Homosexuellen Menschen auf der Erde PTSD Flashbacks.

Ahja. :shot:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es zeigt ja wohl eher, dass bestimmte Kriterien immer noch als "nicht normal" und gleichzeitig negativ/abwertend bewertet und verwendet werden.
Alter Weißer Mann wird auch als Beleidigung benutzt.

Cis wird als Beleidigung benutzt und zwar "Cishet".

Der Name Kevin wird als Beleidigung genutzt.

Der Name Karen wird als Beleidigung benutzt.

..und viel mehr


Und ist das jetzt alles "nicht normal" oder abwertend/negativ bewertet?
Sollte man das auch alles verbieten? Sollte man die ignorieren oder nicht? Es sind ja schließlich irgendwie auch Betroffene :/


3x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 04:29
@Apache205

Ich finde, man muss sich darüber unterhalten, was diese Dinge bedeuten.

Beispielsweise halte ich das Karen Meme für ziemlich frauenfeindlich. Darum sollte es jetzt nicht direkt verboten werden, aber ich finde, man muss sowas thematisieren.


1x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 05:04
Zitat von Apache205Apache205 schrieb:Alter Weißer Mann wird auch als Beleidigung benutzt.
ja und? Man kann alles als Beleidigung nutzen, trotzdem gibt es signifikante Unterschiede.
Zitat von Apache205Apache205 schrieb:Der Name Kevin wird als Beleidigung genutzt.

Der Name Karen wird als Beleidigung benutzt.
ja, was auch falsch ist, aber trotzdem nicht das Gleiche. Denn mit dem Namen an sich sind keine Diskriminierungen einhergegangen wie mit Homosexualität zum Beispiel. Es ist wohl ein Unterschied, ob ich Homosexualität als Beleidigung verwende oder einen Glauben (Jude wird auch beleidigend verwendet), denn damit eine Bezeichnung diskriminierend ist, braucht es einen historischen Kontext, eine tatsächliche, strukturelle Benachteiligung. Die sehe ich weder bei "alter weißer Mann" noch bei "Karen oder Kevin". Oder kannst Du mir diese aufweisen? Denn zum Beispiel "Karen" ( wie Du es nach meinem Verständnis verwendest) beschreibt eine bestimmte privilegierte Gruppe von Frauen, die sich rassistisch und herablassend gegenüber Minderheiten/weniger Privilegierten verhalten. "Alte weiße Männer" ist eine Umschreibung einer bestimmten Gruppe, die in unserer Gesellschaft Macht und Privilegien hat.
Es ist auch ein Unterschied, ob eine benachteiligte gesellschaftliche Gruppe eine privilegierte bezeichnet oder umgekehrt.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Beispielsweise halte ich das Karen Meme für ziemlich frauenfeindlich.
das ist die andere Bedeutung von "Karen". Misogyn und sexistisch.


5x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 06:20
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:"Alte weiße Männer" ist eine Umschreibung einer bestimmten Gruppe, die in unserer Gesellschaft Macht und Privilegien hat.
Welche Gruppe ist das ?

Gehört z.b. der Präsident der USA dazu ?


melden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 07:45
Die Problematik des Wortes "Neger" aus meiner Sicht:

Es gibt keine "Neger".
Daher muss jemand, der davon ausgeht das Wort sei diskriminierend für Bevölkerungsgruppen , einen Begriff von "Neger" haben, der die von ihm so differenzierte Bevölkerungsgruppe beträfe. Und deswegen fühlt er sich provoziert durch das Wort.
Für mich gibt es gar keine "Neger".
Es ist ein Wort von dem einige ausgehen, dass es etwas bezeichne, was es gäbe.
In meiner Wahrnehmung hat daher politische Korrektheit sprachmagische Implikationen, die aufgeklärt gehören.

Politischje Korrektheit kämoft gegen seine eigenen Begriffe in Form von Wortaustausch.


2x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 08:07
Zitat von GerlindGerlind schrieb:In meiner Wahrnehmung hat daher politische Korrektheit sprachmagische Implikationen, die aufgeklärt gehören.
das hast du irgendwo gelesen und dann hierher verwurstet.
Zitat von GerlindGerlind schrieb:Es gibt keine
es hat eine negative geschichtliche konnotation. was ist so schlimm daran, bestimmte wörter nicht mehr zu benutzen?


1x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 08:09
Zitat von postcrysispostcrysis schrieb:das hast du irgendwo gelesen und dann hierher verwurstet.
Wo hab ich das gelesen ?
Zitat von postcrysispostcrysis schrieb:es hat eine negative geschichtliche konnotation. was ist so schlimm daran, bestimmte wörter nicht mehr zu benutzen?
Es gibt m.E. keine "Neger".


1x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 08:13
Zitat von GerlindGerlind schrieb:Es gibt m.E. keine
ja, gut dass es das nicht mehr gibt, gab es aber mal.
Zitat von GerlindGerlind schrieb:Wo hab ich das gelesen ?
denkbar schlecht, an einem historisch vorbelasteten begriff sprachmagie ausmachen zu wollen - das sieht dann doch ein wenig zusammengeklaubt aus.


1x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 08:16
Zitat von postcrysispostcrysis schrieb:ja, gut dass es das nicht mehr gibt, gab es aber mal.
Ich denke, es gab noch nie "Neger".
Zitat von postcrysispostcrysis schrieb:denkbar schlecht, an einem historisch vorbelasteten begriff sprachmagie ausmachen zu wollen - das sieht dann doch ein wenig zusammengeklaubt aus.
Das Magische liegt m.E. in der Nicht-Differenzierung von Wort/Begriff/"Ding".


1x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 08:19
@shionoro
Sehe ich auch so, dass man sich erstmal um die genaue Begriffsklärung bemühen muss, und zwar auch immer in dem jeweiligen Kontext. Sprache funktioniert nicht so eindimensional. Begriffe ergeben nur im Verbund mit anderen Faktoren einen bestimmten Sinn, und den heißt es zu erfassen.

zB beschreibt auch der Begriff "schwul" im Straßenjargon einen ganz anderen Umstand, als den, der hier besprochen wird.

Es geht darum sich abfällig über unmännliches Verhalten zu äußern, und zwar innerhalb einer bestimmten Machokultur, und ihrer eigenen Wertvorstellungen. Diesen Leuten ist meiner Erfahrung nach ziemlich egal, welche sexuelle Orientierung Menschen haben, solange sie die nötige Härte ausstrahlen. Da wird auch ein Homosexueller durchaus akzeptiert, und nicht so abfällig beschimpft, wenn er sich entsprechend benimmt.
Wenn also jemand mit dem Attribut schwul belegt wird, ist das keine Förderung von Homophobie, sondern eine bewusste Abkehr von der ihrer Meinung nach weichgespülten Gesellschaft.

Würde man hier ganz PC Konform intervenieren, und ihnen das verbieten wollen, würde man selbst als schwul gelten.
Auch hier denke ich nicht, dass man das überdramatisieren muss. Solche Subkulturen (Rocker, Rapper, etc.) gab es schon immer, und wird es vermutlich auch noch lange geben. Die scheren sich nicht um Konventionen.

Wenn das npaar Kids auf dem Schulhof aufgreifen, weil es eben auch Teil der Popkultur geworden ist, und unreflektiert wiederholen, ist eine Aufklärung sicher nicht verkehrt.
Aber, dass man sie mit Schimpf und Schande überhäufen sollte, denke ich nun nicht.

Ob sie das Zukünftig weiter so handhaben, hängt wohl eher von ihrem beruflichen Werdegang und ihrer sozialen Einbettung ab, denn davon, wie man sie versucht zu erziehen.


3x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 08:37
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Wenn also jemand mit dem Attribut schwul belegt wird, ist das keine Förderung von Homophobie, sondern eine bewusste Abkehr von der ihrer Meinung nach weichgespülten Gesellschaft.
wenn man jemand als behindert bezeichnet, dann ist das auch eine Abkehr der weichgespülten gesunden Gesellschaft?
Zitat von postcrysispostcrysis schrieb:ist das so ein sprachverwirrungsspiel?
du hattest noch nie mit Gerlind zu tun 😜


1x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 08:37
Zitat von GerlindGerlind schrieb:Das Magische liegt m.E. in der Nicht-Differenzierung von Wort/Begriff/"Ding"
das wort benennt ein historisches ding und ist daher begriff. wie kommt man auf die idee, die existenz des dings auszuräumen (aus welchem grund auch immer)
Zitat von GerlindGerlind schrieb:aus meiner Sicht
um dann das pferd von hinten aufzuzäumen und alle mitverbundenen ebenen für inhaltsleer zu erklären. ist das so ein sprachverwirrungsspiel?


2x zitiertmelden

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.01.2021 um 08:38
Zitat von KybelaKybela schrieb:wenn man jemand als behindert bezeichnet, dann ist das auch eine Abkehr der weichgespülten gesunden Gesellschaft?
Ähm.. nein. ^^


melden