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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

19.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.02.2021 um 00:22
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Was ist an dem Wort Niger und Nigeria rassistisch? Nix und das wurde Dir in vielfacher Weise verdeutlicht. Da kann man Dir dann eben nicht mehr weiter helfen. Aber Du kannst Dir ja bestimmt noch etwas Neues einfallen lassen
@CosmicQueen
@abberline

mir fällt da was ein. Eine neue Aufgabe für pc-ler?

Es gibt in einigen afrikanischen Ländern noch immer Ortsnamen, die von Weißen stammen.
Ist das fortbestehender Rassismus, historisch gewachsene Tatsache oder gar gut für den Tourismus?

Da hier massiv vorgetragen wird, der historische Ortsname eines dreigeteilten Dorfes in Kreis Olpe müsse verschwinden habe ich mir mal angesehen, wie man in Namibia mit dem verbalen Erbe der Kolonialzeit umgeht.

Ergebnis:
Es gibt nur wenig Umbenennungen.

Über die Ortsnamen wird berichtet:
Anders als andere Gebiete mit zahlreichen deutschen Immigranten und demnach ehemals verbreiteten deutschen Orts- und Landschaftsbezeichnungen, wie z. B. Südaustralien, Südbrasilien oder Nordamerika, erfuhr Namibia nach den Weltkriegen nie eine Umbenennungswelle, um die unerwünschten deutschen Namen aus dem Alltag zu drängen. So trägt ein großer Teil aller namibischen Ortschaften – mit Ausnahme des hohen Nordens – heute noch deutsche Namen. Vor allem im Süden des Landes (Regionen Hardap und ǁKaras) sind etwa 80 % aller Orts- und Landschaftsnamen deutsch oder eine Mischung aus Deutsch und Afrikaans oder Englisch, wie z. B. „Keetmanshoop“ (nach dem deutschen Industriellen Johann Keetman und dem afrikaansen Wort für „Hoffnung“, Hoop).
Wikipedia: Deutsche Sprache in Namibia

In Deutschland wird die Lüderitzstraße im Afrikanischen Viertel in Berlin ganz sicher umbenannt, der Kampf dafür ist ständig Thema in der Hauptstadt
Tahir Della dazu:
„Die kolonialen Machtverhältnisse wirken bis in die Gegenwart fort“, sagt Della. Weshalb die Querelen um die seit Jahren andauernde Straßenumbenennung im Wedding für ihn auch Symptom eines viel größeren Problems sind: das mangelnde Bewusstsein und die fehlende Bereitschaft, sich mit der deutschen Kolonialvergangenheit auseinanderzusetzen. „Die Leute haben Angst, dieses große Fass aufzumachen.“
ich lasse es dahingestellt, ob das so zutrifft (das große Fass nicht aufmachen zu wollen aus Angst).
Mir gehts vorallem um die Pros der Umbenennung, die in dem Artikel genannt werden. zu lesen hier;
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/benannt-nach-kolonialverbrechern-petersallee-nachtigalplatz-wenn-strassennamen-zum-problem-werden/26117260.html

Müsste man mit den Argumenten der PC nicht annehmen, dass Namibier sich von dem Ortsnamen Lüderitz ausnahmslos verletzt fühlen und es ihnen wehtut, ständig an die koloniale Vergangenheit erinnert zu werden?
Aber Lüderitz Namibia heißt immer noch Lüderitz. Die Schwarzen Namibier und Lüderitzer sind gar nicht schwer verletzt durch den Ortsnamen und eine Umbenennung lehnen sie ab! Trotz rassistischer und kolonialer Belastung des Namens.
Wieso heißt die Preisfrage....

Die Antwort ist interessant und zeigt, dass nicht nur die weißen Menschen in Ober-,Mittel- und Unterneger ihren Ortsnamen gern behalten wollen, sondern auch die schwarzen Menschen in Lüderitz.
17.08.2013, 06:01

Die Stadt Lüderitz soll nach dem Willen von Staatsoberhaupt Pohamba Naminüs heißen. Die Bewohner sind dagegen. Im abgeschiedenen Lüderitz haben die Menschen offenbar eine ganz eigene Identität entwickelt.

Lüderitz. Lüderitz ist ein seltsamer Ort. Das fängt schon mit dem Namen an: Das Küstenstädtchen liegt in Afrika, an der Atlantikküste Namibias. Ein einsames Relikt aus Kaiser Wilhelms Kolonialzeit, als Namibia noch „Deutsch-Südwest“ hieß. Den Namen der Stadt will Staatsoberhaupt Hifikepunye Pohamba nun tilgen. Per Dekret ließ er vergangene Woche erklären, die Stadt heiße ab sofort Naminüs. Doch er hatte die Rechnung ohne deren Bewohner gemacht. Denn die wollen ihren deutschen Namen behalten, Kolonialzeit hin oder her.

Das verschlafene Nest, das mit seinen deutschen Jugendstil-Bauten trotzig im Fels über der windigen Lüderitzbucht thront, wird plötzlich aktiv. Die Einwohner starteten eine SMS-Kampagne, binnen weniger Tage erreichte die Facebook-Gruppe „Luderitz not Naminus“ mehr als 1500 Likes, und die namibischen Zeitungen füllten sich mit empörten Leserbriefen. Pohamba hatte einen empfindlichen Nerv getroffen: Die schwarzen Bewohner von Lüderitz fühlen sich angegriffen. Kurioserweise nennen sie sich selbst – auch in ihren Stammessprachen – beharrlich „Buchter“. Und die meisten von ihnen denken offenbar nicht daran, das zu ändern. Sie rufen nun zu einem Protestmarsch durch den Ort auf und wollen eine Petition in die Landeshauptstadt Windhoek schicken.
Quelle: https://www.abendblatt.de/vermischtes/article119111288/Namibia-streicht-deutschen-Namen.html
Meine Meinung: das ist sehr interessant.
da stelle mir grad eine Städte/Ortspartnerschaft vor -- von 2 Orten, deren Bewohner an den traditionellen Namen festhalten wollen -- ganz unabhängig von ihrer Hautfarbe eint sie das gleiche Bedürfnis.


Hervorhebung im Zitat von mir

Ich nehme an, für pc Aktivisten ist dieses Beispiel einer Schwarzen Bevölkerung, die den Namen Lüderitz beibehalten will, schwer verkraftbar.


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09.02.2021 um 02:58
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 04.02.2021:nein, das hiesse es nicht, das kommt aber dabei raus, wenn man Sachen aus dem Zusammenhang reißt und dann irgendwelche Schlüße zieht, die nicht stimmen, diese aber die eigene Denke bestätigen.
Da ist gar nichts aus dem Zusammenhang gerissen.
Jeder zieht eben eigene Schlüsse, machst Du doch auch.

Zudem habe ich lediglich Bedenken geäußert u. das nicht als absolut dargestellt.
Mit Schlussfolgerungen ist das so ne Sache, meine eigene Denke kennst Du noch lange nicht, also falsch geschlussfolgert ;)


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09.02.2021 um 07:38
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Müsste man mit den Argumenten der PC nicht annehmen, dass Namibier sich von dem Ortsnamen Lüderitz ausnahmslos verletzt fühlen und es ihnen wehtut, ständig an die koloniale Vergangenheit erinnert zu werden?
Aber Lüderitz Namibia heißt immer noch Lüderitz. Die Schwarzen Namibier und Lüderitzer sind gar nicht schwer verletzt durch den Ortsnamen und eine Umbenennung lehnen sie ab! Trotz rassistischer und kolonialer Belastung des Namens.
Wieso heißt die Preisfrage....
Weil die Menschen im RL ganz andere Probleme haben als so einen Ortsnamen und weil sie sich mit dem Ortsnamen verbunden fühlen, da sind alle Menschen wohl gleich, Schwarze wie Weiße. Dieses krampfhafte "Geschichte rückgängig machen wollen" in dem man die Namen ändert, finde ich sowieso bescheuert und nur bei wirklich bedenklichen Dingen sinnvoll.


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09.02.2021 um 07:42
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Was ist an dem Wort Niger und Nigeria rassistisch? Nix und das wurde Dir in vielfacher Weise verdeutlicht. Da kann man Dir dann eben nicht mehr weiter helfen. Aber Du kannst Dir ja bestimmt noch etwas Neues einfallen lassen
Es wurde besonders bei dem Wort Neger, was auch als Ableger von Niger und Nigeria gilt, gar nichts in vielfacher Weise verdeutlich, sondern nur ständig was behauptet, was nicht belegt wurde.

Das Wort Neger ist nicht per se rassistisch, man hat sich nur für den normalen Sprachgebrauch drauf geeinigt. Ist mehrfach belegt, steht auch so im Duden, und auf verschiedenen Seiten, die sich mit der Thematik beschäftigen. Kann bei Bedarf noch mal verlinkt werden.
Entsprechend kann man diese Vereinbarung auch auf die Worte Niger und Nigeria ausweiten. Man muss aber nicht, wie man sieht. Dort wurde es einfach nicht zum Problem gemacht, ..warum auch immer. Das ist inkonsistent.

Hier noch mal ein Sprachwissenschaftler zu dem umstrittenen Wort; nur um zu verdeutlichen welche bizarren Blüten diese ganze Debatte mittlerweile treibt.

Bitte nicht falsch verstehen, ich hab absolut nicht dagegen, wenn man die angehörigen dieser Ethnie nicht mehr so bezeichnen möchte. Das hat solide historische Gründe, und ich halte es für legitim. Aber sobald das Wort woanders auftaucht, nachweislich nichts mehr mit der Ethnie oder ihrer Diskriminierung zu tun hat, sollte es kein Thema sein -wie bei Niger und Nigeria- es auch stehen lassen zu können.

So viel Spielraum muss einfach gegeben sein, sonst bringt man die Bevölkerung nur unnötig gegen sich auf, und befeuert vllt erst recht Ressentiments gegen die PC und gegen die Ethnie. Das kann meiner Ansicht nach den Rassismus verschlimmern.
Cristian Kollmann von der Süd-Tiroler Freiheit ist Sprachwissenschaftler und Toponomastikexperte und schaltet sich in die Diskussion rund um die Forderung nach der Umbenennung der Negerhütte ein:

Der Begriff Neger ist, etymologisch betrachtet, nicht wertend. Er stammt aus dem lateinischen Adjektiv niger, was ‘schwarz’ bedeutet. Dieses Wort lebt fort in zahlreichen romanischen Sprachen wie z.B. in fassanisch neigher. Entsprechend oft kommt es auch in Eigennamen und Flurnamen vor und bezeichnet dabei schwarze oder schwärzliche Gegenstände oder Fluren. So ist zum Beispiel die Negerhütte nach ihrem schwarzen Erscheinungsbild, da mit Steinkohleteeröl bestrichen, benannt. In Tiers gibt es einen Geländerücken, den Alten Niger. Nach ihm benannt sind z.B. das Nigertal, der Nigerpass und die Nigerhütte. Dass all diese Bezeichnungen in keinem Fall etwas mit dem Schwarzafrikaner zu tun haben, liegt auf der Hand, und um so absurder ist die Forderung nach der Umbenennung der Negerhütte. Folgt man dieser Forderung, müsste man in einem nächsten Schritt auch beispielsweise die Nigerhütte umbenennen oder den Vornamen Moritz verbieten lassen, weil dieser von Mauritius stammt, woraus sich auch unser Wort Mohr ableitet.“
Quelle: https://www.tageszeitung.it/2020/06/28/neger-niger/


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09.02.2021 um 07:45
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Soweit ich das hier(!) überblicke, ist sowas wie "Kompromiss" bei den PC-Verfechtern hier(!) nicht vorgesehen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb::D das Gleiche könnte man den "Gegnern" unterstellen, nur was br
Das mit der Info-Tafe ist also kein Kompromiss?

Es gibt 3 Optionen:

1. Ortsnamen ändern

2. Ortsname bleibt

3. Ortsname wird mit Info-Tafel versehen

Also die "Gegner" schlagen einen Kompromiss vor, darauf wird aber nicht eingegangen. ;)


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.02.2021 um 08:32
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Das mit der Info-Tafe ist also kein Kompromiss?
hab ich das geschrieben?
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Es wurde besonders bei dem Wort Neger, was auch als Ableger von Niger und Nigeria gilt, gar nichts in vielfacher Weise verdeutlich, sondern nur ständig was behauptet, was nicht belegt wurde.
ich habe alles belegt. Die Frage bleibt, warum dann nicht Niger oder aber, wenn es eh "nur" schwarz bedeutet, warum dann nicht Schwarze? So ganz ohne weitere Eigenschaften?
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Müsste man mit den Argumenten der PC nicht annehmen, dass Namibier sich von dem Ortsnamen Lüderitz ausnahmslos verletzt fühlen und es ihnen wehtut, ständig an die koloniale Vergangenheit erinnert zu werden?
Aber Lüderitz Namibia heißt immer noch Lüderitz. Die Schwarzen Namibier und Lüderitzer sind gar nicht schwer verletzt durch den Ortsnamen und eine Umbenennung lehnen sie ab! Trotz rassistischer und kolonialer Belastung des Namens.
Wieso heißt die Preisfrage....
wieso ausnahmslos? Und nur nebenbei, die Umbenennung ist noch nicht abschliessend geklärt, der Wahlkreis ist umbenannt, die Stadt (noch) nicht.
Insgesamt gibt es aber massig Umbenennungen und zig Initiativen, die Umbenennungen oder Rückbenennungen befürworten und fordern. Nur hat das nix damit zu tun, was pcler fordern sollten.
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Also die "Gegner" schlagen einen Kompromiss vor, darauf wird aber nicht eingegangen.
der Punkt ist doch nicht, was wir hier doll finden würden, sondern wie die Verantwortlichen damit umgehen. Was habe ich von einem hier geschlossenen Kompromiss, wenn das eigentliche Problem doch ist, dass dies gar nicht vorgesehen ist, sich überhaupt weiter damit auseinanderzusetzen, im Ort.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.02.2021 um 08:36
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich habe alles belegt.
Für den normalen Sprachgebrauch ist es belegt, ja. Das streite ich nicht ab, sondern betone es ständig. Nicht aber das generelle "Neger ist per se immer rassistisch" .. das wurde hier niemals belegt.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Die Frage bleibt, warum dann nicht Niger oder aber, wenn es eh "nur" schwarz bedeutet, warum dann nicht Schwarze? So ganz ohne weitere Eigenschaften?
Weiß ich nicht.


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09.02.2021 um 09:02
@weißichnixvon
Das Wort N**er, die Bezeichnung N**er, das hatte ich belegt. Und was ist der "normale" Sprachgebrauch, würdest Du mir das bitte erklären? Ich hatte schon mehrfach gefragt, was ist dann der unnormale Gebrauch? Wo ist das definiert?


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09.02.2021 um 09:07
@Seidenraupe
Das kann ich absolut nachvollziehen. Die Menschen leben ihr ganzes Leben in Lüderitz und man identifiziert sich ja in den meisten Fällen irgendwo mit seinem Heimatort. Und plötzlich kommen ein paar Leute daher, die sich auf den Schlips getreten fühlen und nichts wichtigeres zu tun haben, als einen Ort umbenennen zu wollen. Wohlgemerkt gegen den Willen vieler Einwohner.


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09.02.2021 um 09:32
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Ich nehme an, für pc Aktivisten ist dieses Beispiel einer Schwarzen Bevölkerung, die den Namen Lüderitz beibehalten will, schwer verkraftbar.
Nein, wie kommst du darauf?
Und wieso machst du die Gefühlswelt von usern zum Thema?
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Für den normalen Sprachgebrauch ist es belegt, ja. Das streite ich nicht ab, sondern betone es ständig. Nicht aber das generelle "Neger ist per se immer rassistisch" .. das wurde hier niemals belegt.
Doch natürlich, und du - wie du selbst sagst - betonst es ja auch immer wieder.
Wenn du einen Fußball zur Dekoration auf dein Regal legst, bleibt es dennoch ein Fußball, auch wenn du nicht ein einziges Mal dagegen trittst.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.02.2021 um 09:48
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:der Punkt ist doch nicht, was wir hier doll finden würden, sondern wie die Verantwortlichen damit umgehen. Was habe ich von einem hier geschlossenen Kompromiss, wenn das eigentliche Problem doch ist, dass dies gar nicht vorgesehen ist, sich überhaupt weiter damit auseinanderzusetzen, im Ort.
Dann ist die hier geführte Diskussion ja auch völlig überflüssig, wenn es ausschließlich darum geht, wie der Ort sich mit dem "Problem" auseinandersetzt, den er von außen wohlgemerkt aufgedrückt bekommt.


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09.02.2021 um 09:56
@CosmicQueen
Korrekt, denn im Prinzip ist es eine Sache der Dorfbewohner und wenn die ihren Ort verständlicherweise nicht umbenennen wollen, ist das zu akzeptieren und gut ist.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.02.2021 um 09:58
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Das Wort N**er, die Bezeichnung N**er, das hatte ich belegt. Und was ist der "normale" Sprachgebrauch, würdest Du mir das bitte erklären? Ich hatte schon mehrfach gefragt, was ist dann der unnormale Gebrauch? Wo ist das definiert?
Nein, wurde nicht als "per se rassistisch" belegt, nur für den normalen Sprachgebrauch als "rassistisch geltend". Das ist ganz einfach nur eine eigene Sprachregelung im Standardisierten Sprachgebrach, dass man sagt: "hier wird das Wort im allgemeinen als rassistisch verstanden, und muss auch diese Beachtung finden"

Den normalen Sprachgebrauch hab ich auch schon erklärt .. Vllt wurde es überlesen.

Hier ausführliche Links dazu:
Normale Sprache (auch ‚Standardsprache‘ genannt) kann recht kompliziert und schwer verständlich sein, z.B. in einem Fachtext oder Amtsschreiben, oder auch in schöngeistiger Literatur. Was als ’normale‘ Sprache gilt ist oft von Bildungsbürgern für Bildungsbürger und nicht für die Allgemeinheit geschrieben ...
Quelle: https://multisprech.org/einfache-sprache/normal-einfach-leicht/#:~:text=Normale%20Sprache%20%28auch%20%E2%80%9AStandardsprache%E2%80%98%20genannt%29%20kann%20recht%20kompliziert,f%C3%BCr%20Bildungsb%C3%BCrger%20und%20nicht%20f%C3%BCr%20die%20Allgemeinheit%20geschrieben.
Sprachliche Standardisierung umfasst unter anderem die Allgemeinverbindlichkeit einer sprachlichen Norm, deren Kodifizierung in Grammatiken und Wörterbüchern, die Verwendbarkeit der Sprache für alle wichtigen Lebensbereiche (Polyvalenz) sowie die dafür erforderliche stilistische Differenzierung. Diese Merkmale beziehen sich jeweils nur auf die Ausbildung eines bestimmten Standards und lassen z. B. die zu der Sprache gehörenden Dialekte unverändert.
Quelle: Wikipedia: Standardsprache#Definition


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09.02.2021 um 09:59
Zitat von abberlineabberline schrieb:wenn die ihren Ort verständlicherweise nicht umbenennen wollen, ist das zu akzeptieren und gut ist.
Ich denke damit wird man sich aber nicht zufrieden geben...


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09.02.2021 um 10:04
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Doch natürlich, und du - wie du selbst sagst - betonst es ja auch immer wieder.
Nein, das Wort Neger wurde hier niemals als "per se rassistisch" belegt, nur für den normalen Sprachgebrauch als "rassistisch geltend" weil man sich da für diesen Teilbereich der möglichen Kommunikation drauf geeinigt hatte, dass das Wort im allgemeinen oft sowohl rassistisch verwendet aus auch verstanden wurde. Das bedeutet nicht, dass es generell als rassistisch verstanden werden muss. Dass das so sein müsse, und dieses Wort generell als rassistisch verstanden werden muss, also nur rassistisch ist, wurde hier niemals belegt.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wenn du einen Fußball zur Dekoration auf dein Regal legst, bleibt es dennoch ein Fußball, auch wenn du nicht ein einziges Mal dagegen trittst.
Aber er ist nicht rassistisch, dieser Fußball. Egal, was man sonst mit ihm macht.

Ob er gut, schlecht, klein, groß, alt oder rassistisch ist, kann das Wort Fußball alleine stehend nicht transportieren. Dafür braucht es einen Kontext, genau wie bei dem Wort Neger.

Es ist nur dann rassistisch, wenn es auch so gemeint wurde, und auch so verstanden wird. Im normalen Sprachgebrauch ist das oft der Fall gewesen, deshalb gilt es dort auch als rassistisch. In anderen Kontexten, die den normalen Sprachgebrauch verlassen, sich einen eigenen Konsens über bestimmte Worte und Phrasen bilden, kann der Begriff auch eine völlig andere Wertung bekommen, muss dort auch nicht als rassistisch gewertet werden.


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09.02.2021 um 10:06
Zitat von abberlineabberline schrieb:Korrekt, denn im Prinzip ist es eine Sache der Dorfbewohner und wenn die ihren Ort verständlicherweise nicht umbenennen wollen, ist das zu akzeptieren und gut ist.
Vor allem ist auch zu akzeptieren, dass sie nicht als Rassisten betitelt werden wollen, weil das Wort in dem Kontext schlich nicht rassistisch ist.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.02.2021 um 10:19
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Nein, das Wort Neger wurde hier niemals als "per se rassistisch" belegt, nur für den normalen Sprachgebrauch als "rassistisch geltend" weil man sich da für diesen Teilbereich der möglichen Kommunikation drauf geeinigt hatte, dass das Wort im allgemeinen oft sowohl rassistisch verwendet aus auch verstanden wurde. Das bedeutet nicht, dass es generell als rassistisch verstanden werden muss. Dass das so sein müsse, und dieses Wort generell als rassistisch verstanden werden muss, also nur rassistisch ist, wurde hier niemals belegt.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wenn du einen Fußball zur Dekoration auf dein Regal legst, bleibt es dennoch ein Fußball, auch wenn du nicht ein einziges Mal dagegen trittst.
Kuh, Affe, Rindvieh - -sind alles Säugetiere.

Es gibt Zusammenhänge, in denen diese Worte wertfrei verwendet werden und Zusammenhänge, in denen sie als Beleidigung gemeint und verstanden werden.

So ist das mit Sprache: der Kontext zählt


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.02.2021 um 10:31
Zitat von abberlineabberline schrieb:Und plötzlich kommen ein paar Leute daher, die sich auf den Schlips getreten fühlen und nichts wichtigeres zu tun haben, als
Ich glaube, die Leute die hier gemeint sind, fühlen sich gar nicht auf den Schlips getreten. Sie setzen auf das Zusammengehörigkeitsgefühl und wollen einfach nur andere Leute, die erst recht nichts besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen und die definitiv bei irgendeinem gewählten Thema anderer Meinung sind, anlocken, um mit ihnen gemeinsam die große Langeweile mit Diskussionen über Belangloses zu vertreiben.

Und wie man sieht, mit sehr großem Erfolg. Alle, die nichts Wichtigeres zu tun haben, als über Belangloses zu diskutieren, kommen so wunderbar zusammen und jeder kann so tun, als würde es um etwas Wichtiges gehen.

Mit anderen Worten. Die Leute, die gemeint sind, fühlen sich nicht auf den Schlips getreten, sie zeigen sich einfach nur solidarisch, meiner Meinung nach.
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Dann ist die hier geführte Diskussion ja auch völlig überflüssig
Nein, ist sie nicht. Diskussionen über Belangloses sind nicht immer überflüssig. Schon gar nicht, wenn es so viele Leute gibt, die nichts Besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen, als mit Leuten zusammenzukommen, die nichts Wichtigeres zu tun haben, als über Dinge zu diskutieren, die derzeit als politisch korrekt angesehen werden sollten oder nicht.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Öhm, doch.
Sorry, aber Nope.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.02.2021 um 10:32
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Dass das so sein müsse, und dieses Wort generell als rassistisch verstanden werden muss, also nur rassistisch ist, wurde hier niemals belegt.
Wenn es generell (also im allgemeinen Sprachgebrauch) als rassistisch gilt, dann gilt es generell als rassistisch.
Wenn du dich mit deinen Kumpels grinsend als "Arschloch" anredest, ist Arschloch immer noch ein beleidigendes Wort auch wenn der Gebrauch unter euch Kumpeln, nicht beleidigend gemeint ist.

Da kannst du noch den Rest des Jahres, die immer gleiche Leier anstimmen, es ändert nichts daran, dass "N****" ein rassistisches Wort ist.

Aber die allgemeinen Bestrebungen Rassismus weg oder klein zu reden, sind in diesem Thread nicht zu übersehen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.02.2021 um 10:34
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:So ist das mit Sprache: der Kontext zählt
nur bleiben die Worte in ihrer Definition vollkommen unverändert. Und DAS ist der Punkt. Und genauso ist es bei N**er. Das Wort hat eine Definition, diese Definition ändert sich nicht. Egal wer es wie gebraucht. Und man kann alles beleidigend verwenden, aber das ändert nicht die eigentliche Definition, die diese Worte nun einmal haben. Und für was/wen sie eigentlich als Bezeichnung dienen. Es ist also vollkommen unpassend, diese Beispiele heranzuziehen, um aufzuzeigen, dass der Kontext zählt, denn auch der Kontext ändert nichts an der eigentlichen Definition des Wortes, es ändert nur, was man beabsichtigt, wenn man das Wort sagt.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Vor allem ist auch zu akzeptieren, dass sie nicht als Rassisten betitelt werden wollen, weil das Wort in dem Kontext schlich nicht rassistisch ist.
das macht ja auch keiner, weshalb dies eine Nebelkerze ist.


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