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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.328 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 15:29
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Das Verständnis, dass "Minderheiten" stets schutzbedürftig sind, entspringt eher einer elterlichen "Fürsorge" und baut Mauern auf
Der Schwächere ist immer dem Grunde nach schutzbedürftiger.
Das bedeutet nicht, dass man in jeder Situation schützen muss - aber es zeichnet eine faire Gesellschaft aus, dass sie zumindest diesen Schutz anbietet.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 15:32
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Es mag so sein, dass nicht jeder, der dieses Wort benutzt, es wertend meint. Aber die Grundbedeutung in einem gesellschaftlichen Maßstab ist es.
Es war aber ein wort, was nicht als diskriminierend erkannt wurde. Wenn selbst in Massenmedien das Wort verwendet wird, dann muss man erstmal leute davon überzeugen, dass das diskriminierend ist.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Ja, diese Gefahr besteht. Jemand, der besonders laut und besonders geübt im Umgang mit medialen Mitteln ist, wird überproportional viel Aufmerksamkeit erhalten und überproportional viel zu einem scheinbaren Meinungsbild beitragen. Leider ein Umstand, den wir nun mal haben.
Aber was tun? Was wäre in Deinen Augen eine geeignete Maßnahme, das zu verhindern oder zu minimieren?
Ich glaube, man muss das ganze anders aufziehen. Anstatt darüber zu reden, was man sagen darf und was nicht, müsste man im allgemeinen versuchen, empathie in Sprache zu steigern.
Es rbingt nichts, mich mit jemandem darüber zu streiten, ob man Gäst:innen schreiben soll oder ob sich die Mohrenapotheke umbenennen muss.

Ich würde das positiver angehen: Darüber sprechen und kommunizieren: Ich bin pro gender gap, weil: " " und dann eine gute Begründung bringen und dafür werben. Man muss weg von der 'Aufregekultur'. Wenn Menschen Sprache als Minenfeld wahrnehmen, gewinnt man gar nichts, schon gar keine empathischere Sprache, sondern eine distanziertere Sprache, wo man die echten Intentionen besser verschleiert.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Sicher geht es oft ums "gewinnen". Und sicher wird PC in vielen Fällen auch als Argumentersatz missbraucht.
Aber das heißt ja nicht, dass das Bemühen um eine diskriminierungsarme Sprache per se unsinnig ist. Es gilt nur zu vermeiden, dass es allzu sehr missbraucht wird.
Ich glaube eben, dass es eine empathischere Sprache sein muss. Man muss allgemein versuchen, einander mehr empathie zu zeigen. Das klappt aber nicht, wenn die leute, die sich dafür einsetzen, jemanden sofort verbal platthauen wollen, der nicht spurt. Das wird so nie klappen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 15:47
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Es war aber ein wort, was nicht als diskriminierend erkannt wurde.
Nigger wurde nicht als diskriminierend erkannt? Wann und wo?
Mit "Nigger" war doch schon immer ein "nur Schwarzer" gemeint. Eben kein richtiger Bürger oder Mensch.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Ich würde das positiver angehen: Darüber sprechen und kommunizieren: Ich bin pro gender gap, weil: " " und dann eine gute Begründung bringen und dafür werben.
Sicher ein für sich betrachtet guter Weg. Aber einer, der vermutlich nicht funktioniert.
Wann wird denn eine öffentliche Meinung durch Sachlichkeit geprägt? Das ist ja das Problem. Wären Menschen zuallererst mit sachlichen Argumenten zu überzeugen, wäre es eine tolle Welt.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Man muss allgemein versuchen, einander mehr empathie zu zeigen.
Auch das ist völlig richtig. Nur wie willst Du das umsetzen? Wie werden Menschen empathischer?


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09.03.2021 um 15:53
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Warum ist gewinnen falsch? Was ist denn dann dein ziel?
es ist kein Wettbewerb, keine Competition, kein Kampf. Also ist das Ziel auch nicht, irgendwas zu gewinnen, sondern Menschen möglichst weniger zu diskriminieren
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Es war aber ein wort, was nicht als diskriminierend erkannt wurde.
ja und? Ist es das deshalb nicht?
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Ich würde das positiver angehen: Darüber sprechen und kommunizieren: Ich bin pro gender gap, weil: " " und dann eine gute Begründung bringen und dafür werben. Man muss weg von der 'Aufregekultur'. Wenn Menschen Sprache als Minenfeld wahrnehmen, gewinnt man gar nichts, schon gar keine empathischere Sprache, sondern eine distanziertere Sprache, wo man die echten Intentionen besser verschleiert.
mir scheint Du hast einige Jahrzehnte Diskussion verpasst. Das war doch schon der Fall und wird auch immer noch gemacht


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 15:55
Begriffe können sich wandeln. 1959 schrieb der SPIEGEL noch:

""Doch mit einem außerordentlich guten Ergebnis." Das von Crowther apostrophierte Mahlprodukt ist die Sieben-Millionen -Dollar-Filmfassung von George Gershwins Neger-Oper "Porgy and Bess". Sie wurde Ende des vergangenen Monats in einem Premierenkino am New Yorker Broadway uraufgeführt."

Von einer Neger-Oper würde heute wohl keiner mehr reden oder schreiben. So, wie der "Neger" auf dem Müllhaufen der Sprachgeschichte gelandet ist, wird auch der "Zigeuner" dereinst enden. So wie der Krüppel. Heute würde ja auch kaum noch jemand beispielsweise einen Rollstuhlfahrer so bezeichnen.
Dass der Wegfall eines Begriffes nichts an Alltagsrassismus oder Behindertenfeindlichkeit ändert, sollte doch eigentlich klar sein. Nur, weil ich jemanden nicht mehr Bimbo nennen mag, kann ich ihn trotzdem abschieben.
RassismusPolitik / von Doors am 21.02.2018

Natürlich stirbt mit dem Begriff "Neger" nicht der Rassismus aus. Aber es ist eben ein Anfang. In der Generation meiner Eltern, also der Grosseltern vieler hier, noch gebräuchliche Begriffe wie Judenlümmel, Niggerjazz, Entartete Kunst, Untermensch, Sonderbehandlung etc. sind ja auch schon nahezu ausgestorben. Wenngleich das Gedankengut dahinter leider noch in vielen Köpfen vorhanden ist.

Dem Faschisten, der einem Menschen mit der seiner Meinung nach falschen Hautfarbe den Schädel mit seinen Springerstiefeln eintritt, ist es auch egal, ob er einen Afrikaner, einen Schwarzen, einen Farbigen, einen Neger, einen Nigger, ein Brikett oder einen Bimbo tottrampelt.

Hautsache, der ist tot.


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09.03.2021 um 16:01
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Nigger wurde nicht als diskriminierend erkannt? Wann und wo?
Mit "Nigger" war doch schon immer ein "nur Schwarzer" gemeint. Eben kein richtiger Bürger oder Mensch.
Der Neger wurde z.b., wie doors weiter unten schreibt, vom Spiegel nicht als diskriminierend erkannt, obwohl das auch damals kaum ein rechtes blatt war. Oder doch?
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Sicher ein für sich betrachtet guter Weg. Aber einer, der vermutlich nicht funktioniert.
Wann wird denn eine öffentliche Meinung durch Sachlichkeit geprägt? Das ist ja das Problem. Wären Menschen zuallererst mit sachlichen Argumenten zu überzeugen, wäre es eine tolle Welt.
Funktioniert denn das, was man gerade macht? Seh ich nicht. Gerade weil Menschen emotional denken, muss man sich ihnen auf eine nicht feindselige art und weise nähern, wenn man sie überzeugen will.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Auch das ist völlig richtig. Nur wie willst Du das umsetzen? Wie werden Menschen empathischer?
Das ist die Frage. Und darüber sollten wir hier sprechen, anstatt uns über Lisa Eckhart zu streiten.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:04
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es ist kein Wettbewerb, keine Competition, kein Kampf. Also ist das Ziel auch nicht, irgendwas zu gewinnen, sondern Menschen möglichst weniger zu diskriminieren
Aber das erreichst du ja nur, wenn du viele Menschen dafür gewinnst, das so zu machen. Das wirst du aber nicht mit 'Mund fusselig reden' und shitstorms und ermahungen. Wir sehen ja, dass das nicht klappt.


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09.03.2021 um 16:07
@shionoro
jemanden für etwas gewinnen und gewinnen sind 2 Paar Schuhe.


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09.03.2021 um 16:08
@Tussinelda

In dem fall nicht, weil ja deine siegbedingung eine weniger diskriminierende sprache ist, für die du menschen für deine Sache gewinnen musst.


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09.03.2021 um 16:09
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Der Neger wurde z.b., wie doors weiter unten schreibt, vom Spiegel nicht als diskriminierend erkannt
In den 50ern wurde eine Menge an diskriminierenden Dingen als "normal" bewertet. Gleichwohl war "Neger" auch damals nicht wertungsfrei ein "gleichwertiger Mensch mit dunkler Hautfarbe".
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Funktioniert denn das, was man gerade macht?
Es schafft zumindest Aufmerksamkeit.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Und darüber sollten wir hier sprechen
Ich habe keine Idee - hast Du eine?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:14
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:In den 50ern wurde eine Menge an diskriminierenden Dingen als "normal" bewertet. Gleichwohl war "Neger" auch damals nicht wertungsfrei ein "gleichwertiger Mensch mit dunkler Hautfarbe".
Aber der Begriff wurde von der Mehrheit der Bevölkerung als das normale Wort für einen schwarzen Menschen gesehen, oder welches war das?
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Es schafft zumindest Aufmerksamkeit.
Okay, aber ist das positive Aufmerksamkeit? Ich hab die erfahrung gemacht, dass gerade für die diskriminiertesten Gruppen, nämlich die ARMEN PoC und anderweitigen minderheiten, das Thema eigentlich relativ klein ist und mehr so eben im Internet oder an Universitäten ausdiskutiert wird. Wäre also die Frage, ob man da nicht vielleicht einen Kampf führt, der denen, für die man ihn angeblich führt, gar nicht so schrecklich viel nutzt, anstatt seine Energie darauf zu evrwenden, anderweitig aufmerksamkeit und empathie zu schaffen.

In meiner Uni gab es auch ganz tolle PC programme, feminismus AGs usw.. Aber nur ca 4-5 PoC pro Jahrgang bei 100 Leuten.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Ich habe keine Idee - hast Du eine?
Die besten Erfahrungen habe ich persönlich damit gemacht, jemanden einfach seine Lebensrealität darlegen zu lassen ohne Anklage sondern mit persönlichem Gefühl.
Wenn ich im Hauptprogramm der öffentlich rechtlichen Medien mit mit den Gedanken von PoC, Queeren Menschen usw. konfrontiert werden aber als Einladung zur Empathie anstatt als Anklage, bringt das für das Thema deutlich mehr als ein Shitstorm von leuten, die ich als Elfenbeinturmbewohner wahrnehme.

Man kann niemanden erklären, warum etwas diskriminierend ist, wenn man ihm die entsprechende Lebensrealität nicht vermitteln kann, die durch diese dieskriminierung beeinträchtigt wird.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:17
Zitat von shionoroshionoro schrieb:In dem fall nicht, weil ja deine siegbedingung eine weniger diskriminierende sprache ist, für die du menschen für deine Sache gewinnen musst.
es geht auch nicht ums Siegen. Da kannste jetzt zwischen siegen und gewinnen gerne weiter wechseln, aber darum geht es immer noch nicht.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Funktioniert denn das, was man gerade macht? Seh ich nicht. Gerade weil Menschen emotional denken, muss man sich ihnen auf eine nicht feindselige art und weise nähern, wenn man sie überzeugen will.
sie müssen auch überzeugt werden können, sie müssen offen sein, erst einmal selbst zuhören. Und nicht schon wieder ihre Befindlichkeiten über die anderer stellen.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Aber der Begriff wurde von der Mehrheit der Bevölkerung als das normale Wort für einen schwarzen Menschen gesehen, oder welches war das?
ja und? Was willst Du damit denn beweisen? Dass die damalige Gesellschaft ignorant war? Dass es erst der Bürgerechtsbewegung bedurfte, um ein Bewusstsein für Rassismus zu schaffen? Und das man Jahrzehnte später sich immer noch auf damals berufen kann, wo "der N**er" sich noch nicht über rassistische Fremdbezeichnungen beschwerte?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:18
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es geht auch nicht ums Siegen. Da kannste jetzt zwischen siegen und gewinnen gerne weiter wechseln, aber darum geht es immer noch nicht.
Dann geht es also nur darum, sich ein bisschen zu streiten und das wars?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:19
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Aber der Begriff wurde von der Mehrheit der Bevölkerung als das normale Wort für einen schwarzen Menschen gesehen, oder welches war das?
Und sah man schwarze Menschen damals als gleichwertig an?
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Wäre also die Frage, ob man da nicht vielleicht einen Kampf führt, der denen, für die man ihn angeblich führt, gar nicht so schrecklich viel nutzt, anstatt seine Energie darauf zu evrwenden, anderweitig aufmerksamkeit und empathie zu schaffen.
Wie gesagt, es gibt genug Fälle, in denen die Maßnahmen unangemessen sind und eher schaden als nutzen.
Und ja: Wenn jemand öffentlich aus Unüberlegtheit heraus etwas Dummes sagt, sollte kein shitstorm die Folge sein, sondern eine den Umständen angemessene inhaltliche Auseinandersetzung.
Aber Menschen empören sich nun mal gerne und äußern halt ihre Gefühle.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Die besten Erfahrungen habe ich persönlich damit gemacht, jemanden einfach seine Lebensrealität darlegen zu lassen ohne Anklage sondern mit persönlichem Gefühl.
Aber das funktioniert nur im kleinen. In einer persönlichen Umgebung.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:22
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Und sah man schwarze Menschen damals als gleichwertig an?
Kommt auf die Person an, mein Punkt war, dass das ziel von PC ja genau war, deutlich zu machen, dass das wort inhärent diskriminierend ist, auch bei denen, die es nicht so verwenden wollten.

Das hat aber nur geklappt, weil die meisten leute es eben nicht so verwenden wollten und es angenommen haben, als ein neue Begriff eingeführt wurde, weil sie letztendlich nicht feindselig gegenüber Schwarzen auftreten wollten.

Wäre das anders gewesen, würden wir das heute immer noch sagen.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Aber das funktioniert nur im kleinen. In einer persönlichen Umgebung.
Aber es funktioniert wenigstens ein kleines bisschen, während die shitstorms sogar eher kontraproduktiv sind. Es muss auch nicht nur der kleine Rahmen bleiben. Wenn du Aufmerksamkeit erzeugen willst: Wir habene ben öffentlich rechtliche Medien. Da können diskriminierungserfahrungen auf sinnvolel art und weise besprochen werden, auch narrativ, um sie leuten ohne diese typische konfliktlogik näher zu bringen, die z.b. auch dieser thread hier beeinhaltet.
Im KOnflikt nimmt niemand den Punkt des anderen an.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:31
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Dann geht es also nur darum, sich ein bisschen zu streiten und das wars?
nein, es geht auch nicht ums Streiten. Es geht darum, weniger zu diskriminieren, weil das erstens unseren Gesetzen entsprechen würde und zweitens weniger Leid bedeuten würde. Es geht darum, eine Idee zu vermitteln,, eine Idee umzusetzen, auszuloten, was geht, ob es noch geht, ob man was ändern muss oder nicht. Es geht um Kommunikation, es geht ums Miteinander, um Empathie, es geht darum, die unterschiedlichen Bedürfnisse diskriminierter Gruppen in unserer Gesellschaft überhaupt wahrzunehmen und bestmöglich mit ihnen umzugehen.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Aber es funktioniert wenigstens ein kleines bisschen, während die shitstorms sogar eher kontraproduktiv sind. Es muss auch nicht nur der kleine Rahmen bleiben. Wenn du Aufmerksamkeit erzeugen willst: Wir habene ben öffentlich rechtliche Medien. Da können diskriminierungserfahrungen auf sinnvolel art und weise besprochen werden, auch narrativ, um sie leuten ohne diese typische konfliktlogik näher zu bringen, die z.b. auch dieser thread hier beeinhaltet.
Im KOnflikt nimmt niemand den Punkt des anderen an.
das passiert doch, es gibt Sendungen, es gibt Bücher, es gibt Betroffene,, die erzählen....ich habe keine Ahnung was Du eigentlich willst? Wie viele Jahrzehnte soll man denn noch nett und umgänglich an irgendwen appellieren und Verständnis haben, wenn der eben nicht will, es vergisst oder es eben nicht so wichtig findet?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:34
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, es geht auch nicht ums Streiten. Es geht darum, weniger zu diskriminieren, weil das erstens unseren Gesetzen entsprechen würde und zweitens weniger Leid bedeuten würde. Es geht darum, eine Idee zu vermitteln,, eine Idee umzusetzen, auszuloten, was geht, ob es noch geht, ob man was ändern muss oder nicht. Es geht um Kommunikation, es geht ums Miteinander, um Empathie, es geht darum, die unterschiedlichen Bedürfnisse diskriminierter Gruppen in unserer Gesellschaft überhaupt wahrzunehmen und bestmöglich mit ihnen umzugehen.
Und wie erreichst du das ohne andere Menschen dafür zu gewinnen, das auch zu wollen?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das passiert doch, es gibt Sendungen, es gibt Bücher, es gibt Betroffene,, die erzählen....ich habe keine Ahnung was Du eigentlich willst? Wie viele Jahrzehnte soll man denn noch nett und umgänglich an irgendwen appellieren und Verständnis haben, wenn der eben nicht will, es vergisst oder es eben nicht so wichtig findet?
Na wenn das passiert, ist doch alles bestens. Aber ach, da kommt dann ja noch der letzte satz: Es muss ja doch gestritten werden.

Man kann es diesen ewig gestrigen nicht länger durchgehen lassen, nicht so zu sprechen,w ie man es ihnen befiehlt. Nur gewinnen, nein, das will man sie nicht. Wichtiger ist es, sie zum klaren Feind zu erklären, ohne konkrete Ideen dazu, wie man gegen diesen Feind gewinnen möchte. Man streitet sich einfach gern.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:35
@EinElch

Mich würden deine Antworten auf meine Fragen tatsächlich interessieren

Beitrag von Groucho (Seite 888)


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:39
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Man kann es diesen ewig gestrigen nicht länger durchgehen lassen, nicht so zu sprechen,w ie man es ihnen befiehlt. Nur gewinnen, nein, das will man sie nicht. Wichtiger ist es, sie zum klaren Feind zu erklären, ohne konkrete Ideen dazu, wie man gegen diesen Feind gewinnen möchte. Man streitet sich einfach gern.
nein, wichtiger ist, sie nachdem man Jahrzehnte erklärt, aufgezeigt etc hat, das, was einen stört auch zu kritisieren. Und auch öffentlich, wenn öffentlich diskriminiert, beleidigt und herabgewürdigt wird. Denn was Du die ganze Zeit komplett vernachlässigst, sind eben die Betroffenen. Die immer noch "N**er" genannt werden. Scheint ja keine Rolle zu spielen.
Das Recht hat man, genau so wie das Recht, zu sagen was man will. Nur es wird eben mittlerweile reagiert und das ist offenbar unerträglich. Man will sagen was man will, ohne Konsequenzen tragen zu müssen, die tragen dann eben nur die, die irgendwie betitelt werden, reicht ja.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

09.03.2021 um 16:40
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nein, wichtiger ist, sie nachdem man Jahrzehnte erklärt, aufgezeigt etc hat, das, was einen stört auch zu kritisieren. Und auch öffentlich, wenn öffentlich diskriminiert, beleidigt und herabgewürdigt wird. Denn was Du die ganze Zeit komplett vernachlässigst, sind eben die Betroffenen. Die immer noch "N**er" genannt werden. Scheint ja keine Rolle zu spielen.
Das Recht hat man, genau so wie das Recht, zu sagen was man will. Nur es wird eben mittlerweile reagiert und das ist offenbar unerträglich. Man will sagen was man will, ohne Konsequenzen tragen zu müssen, die tragen dann eben nur die, die irgendwie betitelt werden, reicht ja.
Warum werden die denn immer noch neger genant, wenn das kritisieren so gut klappt?


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