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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.352 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

27.03.2021 um 19:32
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Damals wußte man. Wer eine soziale Stellung als Sklave hatte, war meistens Schwarz.
Das kommt drauf an wann "wann" ist.
Vor der Kolonialisierung waren Sklaven die wohl am buntesten durchgemischte Gruppe. Man wurde Sklave weil man einen Krieg verloren hatte zum Beispiel, die Hautfarbe spielte erst in der Zeit der Aufklärung eine Rolle, es war zunächst ein europäisches Phänomen indem in Spanien die Juden von den Mauren unterschieden wurden oder in Frankreich der Geburtsadel vom Amtsadel. Daraus entwickelte sich dann die Rassentheorie der Überlegenheit der weißen Rasse welcher in die ganze Welt exportiert wurde und zum. Beispiel auch Grundlage für die Unterwerfung der Indigenen Völker auf dem amerikanischen Kontinent waren.
Das Thema ist unglaublich komplex und mit Schwarz=Sklave kratzt man nur an der Oberfläche.

Am Anfang steht aber immer eine Unterscheidung, ein Abwiegen gut oder schlecht.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

27.03.2021 um 19:34
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Damals wußte man. Wer eine soziale Stellung als Sklave hatte, war meistens Schwarz.
Oder weiss


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

27.03.2021 um 19:57
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Das versuche ich ja.
Und wie würdest du den bisherigen Verlauf dieser Diskussion bewerten?
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Beispielsweise indem ich darauf hinweise, dass das eigentliche Ziel eine empathischere Sprache sein muss und wir die nicht mit Sprachregeln erreichen werden.
Wie genau sieht diese empathische (-re) Sprache aus?
Und wie erreichen wir die?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

27.03.2021 um 20:20
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Und wie würdest du den bisherigen Verlauf dieser Diskussion bewerten?
Schwierig, weil in alten Mustern gefangen.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wie genau sieht diese empathische (-re) Sprache aus?
Und wie erreichen wir die?
Das ist die große Frage. Ich glaube, dass das ein integrationsproblem ist. Nicht vonwegen 'wir müssen ausländer integrieren' sondern die Integration aller Gruppen in unserer Gesellschaft in die Mehrheitsgesellschaft hinein, wo jeder den anderen als Zugehörig betrachtet.

Konkreter: Ich kann nur dann erreichen, dass Menschen empathisch miteinander sprechen, wenn die 1) Menschen sich auch aufeinander einlassen wollen und 2) ich ihnen die Möglichkeit dazu gebe.

Häufig ist es aber so, dass Menschen einerseits andere als nicht 'normal' betrachten oder sogar als feindselig ("jetzt wollen die türken sogar noch im schulunterricht und auf der arbeit beten!") bzw. nicht das gefühl haben, selbst teil einer unterdrückerischen oder ausschließenden gruppe zu sein sondern im gegenteil unterdrückt und ausgeschlossen zu werden.
Andererseits ist auch bei denen, die grundsätzliches verlangen zum Austausch haben, oft nicht die möglichkeit gegeben, das zu tun (zum Beispiel, wenn jemand grundsätzlich am Austausch und am Kennenlernen von Migranten in interessiert ist, aber es dann zu missverständnissen kommt, die den austausch zerstören).

Diese beiden Probleme müssen wir lösen, um im allgemeinen zu erreichen, dass Menschen empathischer miteinander umgehen, auch bei der PC Problematik.

Was falsch gemacht wird, ist, dass auf negative ziele und erziehung gesetzt wird ("ich erklär dir jetzt mal, was alles rassistisch ist und du machst das dann nicht mehr. Sonst bist du ein rassist").
Das klappt psychologisch nicht. Man braucht einen positiven salespitch um etwas zu verkaufen. Wenn du ein Anliegen hast, von dem du willst, dass die gesellschaft es umsetzt, musst du ihnen einen grund geben, das auch umsetzen zu wollen und ihnen ein gutes gefühl geben, wenn sie es tun. Aber das klappt nicht mit den methoden, mit denen PC momentan versucht, Fuß zu fassen.

Was niemals funktionieren wird, ist mit klein klein debatten, in denen man sich bekriegt und die zu überzeugende seite sich als den angegriffenen wahrnimmt, die mehrheit davon zu überzeugen, dass PC eine gute und wichtige idee ist.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

27.03.2021 um 22:54
@shionoro

Erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Ich komme aber erst morgen dazu, zu antworten.


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28.03.2021 um 00:21
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Vor der Kolonialisierung waren Sklaven die wohl am buntesten durchgemischte Gruppe.
Man soll es kaum glauben, aber die Römer bspw. hielten auch weiße Sklaven.
Man soll es kaum glauben, aber die Griechen bspw. hielten auch weiße Sklaven.
Man soll es kaum glauben, aber die Wikinger bspw. hielten auch weiße Sklaven.
Man soll es kaum glauben, selbst die Sachsen (ja, wir hier) verkauften Slawen als Sklaven.

Man soll es kaum glauben, aber die Geschichte der Sklaverei weißer Menschen im alten Rom ging über fast eintausend Jahre.

Sklave =|= Schwarz.
Ich würde vermuten, es gab im Laufe der Menschheitsgeschichte mehr weiße, europäische Sklaven als es amerikanische Sklaven gab.

Dieser Quelle zufolge:

Spoiler
Screenshot 2021-03-28-00-18-41Original anzeigen (0,3 MB)


etwa 23 Millionen.

Während gut ein Drittel der Bevölkerung Roms zu jedem Zeitpunkt Sklaven waren; zu Lebzeiten Augustus alleine lebten mehr als 7 Millionen (Jaja, nicht alle weiß, schon klar).

Also, die Konklusion Schwarz=Sklave ist zwar die gängige Konnotation, aber faktisch und historisch ist es Unsinn.


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28.03.2021 um 00:46
Hoppala, muss mich selbst korrigieren - 10 bis 12 Millionen ist schon die Gesamtzahl.


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28.03.2021 um 00:47
Zitat von shionoroshionoro schrieb:die mehrheit davon zu überzeugen, dass PC eine gute und wichtige idee ist.
Warum muss u. was ist wichtig daran.
Was, wenn die Mehrheit diesen Weg nicht mitgehen will?
Dient für mich mehr als Gängelei und eine Art Aushängeschild, eine Art Demonstration.. wir sind die Guten u. wer PC ablehnt, ist perse schlecht.
Warum reicht ein "normales" Verhalten nicht aus?

Wäre doch ganz nett, sich vor jedem Menschen erst zu verbeugen, bevor man ihn anspricht oder ansprechen darf.
Halte ich für eine gute Sache, muss nur noch die Mehrheit davon überzeugen.


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28.03.2021 um 00:48
Zitat von boraboraborabora schrieb:Warum muss u. was ist wichtig daran.
Was, wenn die Mehrheit diesen Weg nicht mitgehen will?
Dient für mich mehr als Gängelei und eine Art Aushängeschild, eine Art Demonstration.. wir sind die Guten u. wer PC ablehnt, ist perse schlecht.
Warum reicht ein "normales" Verhalten nicht aus?

Wäre doch ganz nett, sich vor jedem Menschen erst zu verbeugen, bevor man ihn anspricht oder ansprechen darf.
Halte ich für eine gute Sache, muss nur noch die Mehrheit davon überzeugen.
Naja wenn man etwas gut findet, darf man doch schon versuchen, andere davon zu überzeugen, dass das gut ist. Oder?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

28.03.2021 um 00:51
Zitat von shionoroshionoro schrieb:wenn man etwas gut findet, darf man doch schon versuchen, andere davon zu überzeugen, dass das gut ist. Oder?
Ebenso darf man Einwände äußern u. das man dies oder das für übertrieben hält.

Was gut ist oder nicht, da gibt es unterschiedliche Ansichten.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

28.03.2021 um 00:51
Zitat von boraboraborabora schrieb:sich vor jedem Menschen erst zu verbeugen, bevor man ihn anspricht
In Japan hast du dafür eine Mehrheit
Zitat von boraboraborabora schrieb:Warum reicht ein "normales" Verhalten nicht aus?
Weil Minderheiten und Randgruppen ein natürliches Teilhaberecht bei der Definition des Wortes "normal" haben.
Es war auch mal normal, das Wort Nigger zu gebrauchen und es war auch mal normal, nicht beim Juden zu kaufen.
Dadurch, dass man diese Bevölkerungsgruppen inkludierte, wurde normales unnormal und damit alled humaner zugleich.

Wo so was möglich ist, soll es meinetwegen auch geschehen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

28.03.2021 um 00:52
Zitat von boraboraborabora schrieb:Ebenso darf man Einwände äußern u. das man dies oder das für übertrieben hält.

Was gut ist oder nicht, da gibt es unterschiedliche Ansichten.
Ja, hab ich doch auch nicht bestritten, oder?


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28.03.2021 um 00:53
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Es war auch mal normal, das Wort Nigger zu gebrauchen und es war auch mal normal, nicht beim Juden zu kaufen.
Gut, aber man kann nicht immer die Vergangenheit als Argument heranziehen u. das heisst nicht automatisch, das jede Veränderung (allgemein gesehen) gleich etwas Gutes bedeutet oder ist, nur, weil es einige meinen.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:hab ich doch auch nicht bestritten, oder?
Nein :)


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28.03.2021 um 03:05
Zitat von boraboraborabora schrieb:Gut, aber man kann nicht immer die Vergangenheit als Argument heranziehen
Das behauptet auch keiner, ich sage nur das "normal" auch erstmal definiert werden muss und das von möglichst breiten Bevölkerungsanteilen.
Zitat von boraboraborabora schrieb:das heisst nicht automatisch, das jede Veränderung (allgemein gesehen) gleich etwas Gutes bedeutet
Das wir nicht mehr beim Juden kauften war ja auch eine Veränderung zum Zustand vorher und damit ist das recht offensichtlich, ja.

Aber trotzdem kann man sowas prüfen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

28.03.2021 um 05:31
Zitat von EinElchEinElch schrieb:, ich sage nur das "normal" auch erstmal definiert werden muss und das von möglichst breiten Bevölkerungsanteilen.
Das definiert jeder anders, aber es gibt gewisse Richtwerte, an die sich die Allgemeinheit zu halten hat, leider nicht immer.
Aber ist wohl unausweichlich, verschiedene Menschen, verschiedene Ansichten.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Das wir nicht mehr beim Juden kauften war ja auch eine Veränderung zum Zustand vorher
Über PC reden u. diskutieren findet ja statt. Ich finde, genau das führt zur Verunsicherung und Sorge, das man ja nichts "falsch" machen darf.

Man bekommt nicht sämtliche Menschen und Religionen unter einem Hut, Auseinandersetzungen wird es immer geben u. verschiedene Meinungen, die auch mal zum Streit führen.

Das ich andere Menschen respektiere, muss ich mit neuerlicher, veränderter Sprache oder Verhalten nicht demonstrieren.
Ich möchte nicht den Anspruch erheben, perfekt zu sein, gestehe mir und anderen Menschen "Fehler" zu, ohne sie zu schuhriegeln.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

28.03.2021 um 05:45
Zitat von boraboraborabora schrieb:Ich finde, genau das führt zur Verunsicherung und Sorge, das man ja nichts "falsch" machen darf.
Also, ich finde, so wie man sich entscheiden kann, dass das Ortsschild Neger einen nicht beleidigt, kann man auch entscheiden, sich nicht verunsichern zu lassen.

Die militante Minderheit innerhalb dieses großen Themenkomplexes will manche sicher verunsichern, auch canceln. Aber ist eben nur die Minderheit der Minderheit, quasi die Hassprediger unter den Botschaftern des Friedens.
Sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen ist die eigene Verantwortung.
Zitat von boraboraborabora schrieb:Man bekommt nicht sämtliche Menschen und Religionen unter einem Hut, Auseinandersetzungen wird es immer geben u. verschiedene Meinungen, die auch mal zum Streit führen.
Das ist auch nicht das Ziel, auch nichts, was man hier erreichen könnte und ist ja auch nicht so, als wolle niemand Streit und Diskurs.

Aber damit es Diskurs und Erkenntnisgewinn gibt, muss man sich eben mit gegenteiligen Weltanschauungen auseinander setzen und sich vielleicht sogar ein Stück weit auf sie zubewegen.

Ich für meinen Teil habe diesen Thread exakt nach diesem Paradigma verwendet, mir eine Meinung gebildet, sie in der Diskussion nach Einwänden abgeklopft, Ungereimtheiten beseitigt und in meine Weltanschauung eingewoben, wo es passte. Jetzt lass ich mich auch nicht mehr auf das gemeinsame Kotwerfen ein.

Und da PC etc. insgesamt zu verteufeln nutzt da auch nichts.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

28.03.2021 um 05:57
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Also, ich finde, so wie man sich entscheiden kann, dass das Ortsschild Neger einen nicht beleidigt, kann man auch entscheiden, sich nicht verunsichern zu lassen.
Bei labilen Menschen kann das zur Verunsicherung und Verhaltensänderung führen. Ich denke, so lange es einige für vertretbar halten, das sich schwarze Menschen untereinander so bezeichnen können, wäre es in Ordnung, dem Verzeihung, Kaff seine Bezeichnung zu lassen.

Starre Haltungen bringen nichts, weder bei PC Vertretern noch bei jenen, die das teilweise für überflüssig halten.
Und Muss geht schon mal gar nicht, zudem macht der Ton die Musik.

Wenn also für PC geworben wird u. es kommt Gegenwind, sollte auch der Ton gewahrt bleiben.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Und da PC etc. insgesamt zu verteufeln nutzt da auch nichts.
Hier und da gibt es sicher Möglichkeiten, was zu verändern.
Aber es funktioniert eben nicht, das sich alle Leute identisch verhalten, das Gleiche denken.

Man könnte fast meinen, das der Mensch umprogrammiert werden soll.


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