Es gibt wieder Neuigkeiten aus dem Gericht. Es ist kaum zu glauben, aber lest selbst.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen 29-jährigen Studenten aus Göttingen eingestellt. Dem Studenten war gefährliche Körperverletzung im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg vorgeworfen worden.
Soweit so gut, man fragt sich natürlich, wie man auf den Mann gekommen ist.
Beamte des Göttinger Staatsschutzes hatten den 29-Jährigen nach Angaben seines Anwalts im Rahmen einer internen Fahndung benannt, weil er aufgrund seiner politischen Aktivitäten bekannt gewesen sei.
Man hat also intern einfach mal gedacht, der müsse ja dabei gewesen sein. Dumm nur das die zu blöde waren, vernünftig zu ermitteln.
Allerdings war der Mann während der gesamten Zeit des G20-Gipfels in Japan, wie sein Anwalt am Freitag mitteilte.
Unfassbar oder?
Ein Großaufgebot der Polizei hatte Ende Juni über mehrere Stunden die Wohngemeinschaft des Göttingers durchsucht. Der Anwalt wirft den Behörden vor, nicht ergebnisoffen ermittelt zu haben. Deshalb werde sein Mandant nun eine Entschädigung für die bei der Durchsuchung entstandenen Schäden bei der Staatsanwaltschaft Hamburg einfordern.
Bei der Durchsuchung der Studenten-WG seien rund 50 Asservate wie ein Laptop, ein Handy und diverse Datenträger, darunter die CD "Die Känguru-Chroniken" von Marc-Uwe Kling, beschlagnahmt worden, so der Anwalt. Einige davon habe der 29-Jährige bis heute nicht zurückbekommen.
Da kann man nur hoffen das hier endlich mal angefangen wird zu ermitteln und die betreffenden Polizisten einen hohe Strafe erhalten. Sowas darf es in diesem Beruf einfach nicht geben. Eine Schande für den Rechtsstaat.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/G20-Verfahren-eingestellt-Student-war-in-Japan,gipfel3752.html