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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

1.290 Beiträge, Schlüsselwörter: Marine, Gorch Fock, Jenny Böken

Jenny Böken - Tod einer Kadettin

30.11.2019 um 14:43
Hier die offizielle Stellungnahme der Staatsanwaltschaft Kiel zur erneuten Einstellung des Verfahrens.
Daraus:
Die Angaben der Zeugin sind unter anderem durch die Vernehmung einer weiteren Zeugin, die ebenfalls an der angeblichen Abschiedsfeier teilgenommen haben soll, überprüft
worden. Dabei sind Tatsachen zu Tage getreten, die eindeutig im Widerspruch zu den
Angaben der Belastungszeugin stehen. Die Mordkommission der Kieler Kriminalpolizei
und die Staatsanwaltschaft Kiel sind nach Würdigung der Ermittlungsergebnisse zu der
Auffassung gelangt, dass die Angaben der Zeugin im Wesentlichen nicht glaubhaft sind.
Weitere zureichende Anhaltspunkte, die die Fortführung des Todesermittlungsverfahrens
hätten rechtfertigen können, liegen nicht vor.
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/STA/Staatsanwaltschaften/Kiel/Presse/Pressemitteilungen/_documents/...


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

17.08.2020 um 19:30
Der Vater von Jenny Böken hat eine Petition gestartet, mit der er die Wiederaufnahme der Ermittlungen erreichen will. Über 157.000 Menschen - darunter ich - haben die Petition bereits unterschrieben.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

17.08.2020 um 20:44
Was soll das bewirken?
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb am 30.11.2019:und die Staatsanwaltschaft Kiel sind nach Würdigung der Ermittlungsergebnisse zu der
Auffassung gelangt, dass die Angaben der Zeugin im Wesentlichen nicht glaubhaft sind.
Weitere zureichende Anhaltspunkte, die die Fortführung des Todesermittlungsverfahrens
Um mal zur letzten stand zu kommen

Was soll sich ändern?


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

17.08.2020 um 20:48
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Was soll sich ändern?
So lange sich keine neuen Belege finden lassen, die die Sache in einem neuen Licht erscheinen lassen, ist der Fall wohl durch.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

17.08.2020 um 21:21
@brennan
Ich sehe da auch kaum eine rechtliche Möglichkeit, mittels Petition das Verfahren wieder aufzunehmen.
Das gibt unser Rechtssystem meines Erachtens nicht her. Und neue Beweise, die bisher nicht bekannt waren, werden sich nach so langer Zeit kaum ergeben.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

17.08.2020 um 21:22
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:So lange sich keine neuen Belege finden lassen, die die Sache in einem neuen Licht erscheinen lassen, ist der Fall wohl durch.
Eben, deswegen das letzte Zitat

Was hat sich seitdem ergeben, was der petition einen Sinn verleiht?


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

17.09.2020 um 12:28
Brief an die Justizministerin des Landes Niedersachsen

Heute veröffentlicht:

Uwe Böken
Deutschland

17. Sep. 2020 —

Liebe Unterstützer*innen unserer Petition,

mit heutigem Datum habe ich die Justizministerin des Landes Niedersachsen, Frau Barbara Havliza, angeschrieben und gebeten, die unserer Meinung nach eigentlich von Beginn an zuständige Staatsanwaltschaft Aurich mit der Ermittlung unseres Falles zu beauftragen. Wir fragen uns seit 12 Jahren, wieso diese Zuständigkeit nach Kiel gegangen ist. Wenn das Ereignis, und ich vermeide hier ganz bewusst den Begriff „Unfall“, nördlich Norderney stattgefunden hat, wäre nach unserer Recherche von Beginn an die Staatsanwaltschaft Aurich zuständig gewesen.

Nun, nach 12 Jahren, ist die aber die Abgabe an diese Staatsanwaltschaft nach unserer Meinung auch inhaltlich mehr als begründet! Nach unserer Auffassung hat die StA Kiel die einfachsten Regeln einer objektiven Ermittlungsarbeit nicht eingehalten, weil …

… sie bereits den ersten Ermittlungsband mit „Seeunfall“ und nicht etwa mit „Todesermittlungsverfahren“ überschrieben hat und so die sich selbst erfüllende Prophezeiung von Beginn an gesetzt hat,

… sie bereits am 05.09.2008 beim Eintreffen an Bord der Gorch Fock in Wilhelmshaven eine von der Bundeswehr vorsortierte Gruppe von Personen befragt hat, nicht jedoch die wirklich entscheidende Zeugin, nämlich die Person, die Jenny in der Nacht wenige Minuten nach dem (angeblichen) Über-Bord-Gehen im Posten Back hätte ablösen sollen. Diese Person war schon wenig später (angeblich) nicht mehr ermittelbar (!), die uns kolportierte Kameradin K. M., (zufällig !?!) die Tochter der Ärzte, die meine Tochter in der OPZ in Köln gemustert haben, war zum Zeitpunkt des Eintreffens der StA Kiel an Bord des Schiffes bereits von ihren Eltern von Bord geholt worden!

… sie in Wilhelmshaven geduldet hat, dass nicht der komplette Spind unserer Tochter geleert wird. Das Wertfach wurde im Termin nicht geöffnet!

… sie geduldet hat, dass die Besatzung ohne Anweisung der StA dieses Wertfach bei der Weiterfahrt nach Dublin auf See geöffnet hat. Der Inhalt soll uns übersandt worden sein, ist aber nie angekommen! Die ebenfalls dort gefundenen benutzten Slips unserer Tochter (!?!) hat man vernichtet, da man uns keine benutzte Unterwäsche zurückgeben wollte.

… sie geduldet hat, dass der damalige Schiffsarzt eine unvollständige Gesundheitsakte unserer Tochter in Wilhelmshaven ausgehändigt hat und sich ohne Nachfrage damit zufrieden gegeben hat, dass die fehlenden Teile erst in Dublin ausgehändigt worden sind. Diese wären jedoch nach uns vorliegenden Aussagen eines Mediziners für die Obduktion von großer Bedeutung gewesen.

… sie zugelassen hat, dass die Obduktion vom Vater eines Kameraden unserer Tochter durchgeführt worden ist, der in besagter Nacht wenige Meter von unserer Tochter entfernt ebenfalls Wache hatte. Auf unsere Nachfrage hin hat die StA Kiel behauptet, sie wäre seinerzeit vom Obduzenten darauf hingewiesen worden, hätte dies jedoch als unbedeutsam bewertet, das der Sohn ja nichts mit der Sache zu tun hätte (!?!). Das Manko ist allerdings, dass es hierzu in der vermeintlichen Ermittlungsakte keinerlei Vermerk gibt!

… sie mit einem Zeitverzug von etwa zwei Wochen die endgültige Vernichtung der Kleidung unserer Tochter durch den Obduzenten („weil sie gestunken hat“) nachträglich durch einen Vermerk in der Akte genehmigt hat,

… sie trotz expliziten Hinweises unseres Rechtsanwalts die Verjährung im Falle der unterlassenen Hilfeleistung durch den wachhabenden Offizier durch Unterlassung einer Verfügung zur Ermittlung hat eintreten lassen.

Dies ist nur eine Auswahl der Argumente, die Liste ließe sich noch sehr lang fortsetzen!

Ich werde über die Reaktion aus Hannover berichten!

Vielen Dank für die Unterstützung!

Uwe Böken
Anmerkung Alter Franke:
Diese Fragen sind meiner Meinung offiziell zu beantworten. Vorher würde ich mich auch nicht zufrieden geben.



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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

17.09.2020 um 13:47
Zuständigkeit gemäß Paragraph 10 StPO i.V.m. Paragraph 143 Abs. 1 GVG bei bei Kiel, weil Kiel der Heimathafen der Gorch Fock ist.

Mag jemand vielleicht aushelfen und die entsprechenden Gesetzestexte einstellen?


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

17.09.2020 um 16:54
Zitat von alterfrankealterfranke schrieb:Diese Fragen sind meiner Meinung offiziell zu beantworten. Vorher würde ich mich auch nicht zufrieden geben.
Das kann man uneingeschränkt unterschreiben, die Eltern von Jenny tun mir unendlich leid. Besonders heftig finde ich das hier
Zitat von alterfrankealterfranke schrieb:… sie bereits am 05.09.2008 beim Eintreffen an Bord der Gorch Fock in Wilhelmshaven eine von der Bundeswehr vorsortierte Gruppe von Personen befragt hat, nicht jedoch die wirklich entscheidende Zeugin, nämlich die Person, die Jenny in der Nacht wenige Minuten nach dem (angeblichen) Über-Bord-Gehen im Posten Back hätte ablösen sollen. Diese Person war schon wenig später (angeblich) nicht mehr ermittelbar (!), die uns kolportierte Kameradin K. M., (zufällig !?!) die Tochter der Ärzte, die meine Tochter in der OPZ in Köln gemustert haben, war zum Zeitpunkt des Eintreffens der StA Kiel an Bord des Schiffes bereits von ihren Eltern von Bord geholt worden!
Wie kann es sein, dass eine Zeugin von den Eltern von Bord geholt wird?
Zitat von alterfrankealterfranke schrieb:… sie zugelassen hat, dass die Obduktion vom Vater eines Kameraden unserer Tochter durchgeführt worden ist, der in besagter Nacht wenige Meter von unserer Tochter entfernt ebenfalls Wache hatte. Auf unsere Nachfrage hin hat die StA Kiel behauptet, sie wäre seinerzeit vom Obduzenten darauf hingewiesen worden, hätte dies jedoch als unbedeutsam bewertet, das der Sohn ja nichts mit der Sache zu tun hätte (!?!). Das Manko ist allerdings, dass es hierzu in der vermeintlichen Ermittlungsakte keinerlei Vermerk gibt!
Das geht auch mal gar nicht. Es wäre kein Problem gewesen, die Leiche von Jenny in der Hamburger Rechtsmedizin von Prof. Klaus Püschel und seinem Team obduzieren zu lassen. Zumal Püschel reichlichst Expertise hat, in Sachen Wasserleichen etc und außerdem in keiner Beziehung zur Marine steht u daher die Neutralität gewährleistet gewesen wäre.

Man kann einfach nur entsetzt sein und den Vater von Jenny kann ich sehr gut verstehen.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

17.09.2020 um 20:31
Zitat von jerry142jerry142 schrieb:Zuständigkeit gemäß Paragraph 10 StPO i.V.m. Paragraph 143 Abs. 1 GVG bei bei Kiel, weil Kiel der Heimathafen der Gorch Fock ist.
Da habe ich es mir augenscheinlich ein wenig zu leicht gemacht, denn Ort des Geschehens war ja nicht das Ausland. Trotzdem bleibe ich dabei, dass die Zuständigkeit mit dem Heimathafen in Zusammenhang zu bringen ist.
Wird Herr Böken eigentlich nicht mehr anwaltlich vertreten?

Hier nochmal die Links:

Strafprozessordnung:

https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/BJNR006290950.html#BJNR006290950BJNG000302311

Gerichtsverfassungsgesetz:

http://www.gesetze-im-internet.de/gvg/BJNR005130950.html#BJNR005130950BJNG001200666

Und ein Urteil, dass sich mit dieser Frage beschäftigt, aber keine direkte Antwort liefert:

https://www.rechtsportal.de/Rechtsprechung/Rechtsprechung/2009/BGH/Oertliche-Zustaendigkeit-der-deutschen-Gerichte-fuer-...
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:den Vater von Jenny kann ich sehr gut verstehen
Ich kann es vielleicht noch nachvollziehen, aber verstehen tue ich es nicht.

Ich glaube auch nicht, dass er jemals mit den Antworten, die er eventuell noch bekommen kann, jemals zufrieden sein wird. Vielmehr befürchte ich, dass er die Wahrheit auch nicht glauben würde.
Er würde immer etwas finden, was in seinen Augen widersprüchlich oder falsch ist.
Dabei ist es doch gerade so, dass Geschichten konstruiert sind, wenn alle Beteiligten bis ins Detail die selbe Geschichte erzählen.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

18.09.2020 um 04:23
Zitat von jerry142jerry142 schrieb:Und ein Urteil, dass sich mit dieser Frage beschäftigt, aber keine direkte Antwort liefert:
Doch, die Antwort ist klar: ereignete sich der mutmassliche Mord an Jenny innerhalb der deutschen Hoheitsgewässer, dann ist das Amtsgericht und damit die Staatsanwaltschaft zuständig, die im angrenzenden Landbereich zuständig ist, hier wäre das vermutlich Aurich in Niedersachsen. Allerdings mache ich mir jetzt nicht die Mühe, den vermeintlichen Tatort genau zu eruieren. Wie weit die Hoheitsgewässer Deutschlands reichen ist wiederum im Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen festgelegt, dem die Bundesrepublik zugestimmt hat.

https://dejure.org/gesetze/StPO/7.html

Die Berechnung ist etwas kompliziert, kann man aber nachvollziehen, man müsste das nun mit den genauen Koordinaten der Gorch Fock zum vermuteten Tatzeitpunkt vergleichen.

https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:1998:179:0003:0134:DE:PDF

Ergibt sich dann, dass die Gorch Fock sich nicht in den Hoheitsgewässern befunden hat, greift § 10 StPO und Kiel ist zuständig, weil die Gorch Fock unter der Bundesflagge fährt und in Kiel ihren Heimathafen hat.

https://dejure.org/gesetze/StPO/10.html

Die Frage ist also hier, ob die Behörden in der Hinsicht den vermutlichen Tatort korrekt bestimmt haben oder man der Einfachheit halber einfach angenommen hat, die GF fuhr nicht in den Hoheitsgewässern und den Fall einfach in Kiel übernommen hat.

Das könnte durchaus sein, da es für die Marine wahrscheinlich einfacher ist, Fälle in Kiel zu bündeln. Da hier aber die Marine involviert ist, kann ich verstehen, dass es den Eltern lieber wäre, eine Staatsanwaltschaft mit etwas mehr "Abstand" zur Marine wäre damit befasst gewesen, zumal die anderen Probleme, die hier ja benannt werden, bereits eine Interessenkolllision nahelegen.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

18.09.2020 um 05:44
Der Bezirk liegt im Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland. Er ist identisch mit dem ehem. Niedersächsischen Regierungsbezirk Aurich und umfasst Ostfriesland mit den ostfriesischen Inseln. Der Bezirk wird begrenzt im Westen durch die Grenze zum Königreich der Niederlande, im Norden durch die 12-Meilen-Hoheitsgrenze in der Nordsee
Quelle: https://www.landgericht-aurich.niedersachsen.de/wir_ueber_uns/allgemeines/allgemeines-80137.html
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Ergibt sich dann, dass die Gorch Fock sich nicht in den Hoheitsgewässern befunden hat, greift § 10 StPO und Kiel ist zuständig, weil die Gorch Fock unter der Bundesflagge fährt und in Kiel ihren Heimathafen hat.
Keine Ahnung, wegen § 7 schaue ich noch mal


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

18.09.2020 um 06:24
Kommentar zur StPO sagt:

Straftaten auf deutschen Schiffen fallen gemäß Paragraph 4 StGB immer unter deutsches Strafrecht.
Gerichtsstand bestimmt sich nach Paragraph 7, wenn in deutschen Hoheitsgewässern, nach Paragraph 10, wenn außerhalb, wahlweise nach 7 oder 10, wenn sowohl als auch.

Eine besondere Zuständigkeit wegen Bundesmarine war dem Kommentar nicht zu entnehmen.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

18.09.2020 um 07:28
Genau das habe ich ja schon dargelegt ^^ : Wenn in den Hoheitsgewässern ist Aurich zuständig, wenn nicht Kiel.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

18.09.2020 um 07:38
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Genau das habe ich ja schon dargelegt ^^ :
Stimmt

Muss man aber nicht sofort glauben ;-)

Wollte Dich damit auch soweit nur bestätigen. Ich unterlag dem Irrtum, dass es ggf. für Schiffe der Bundesmarine eine Extra-Zuständigkeit gäbe.

Wikipedia sagt, Jenny Böken sei etwa 12sm bzw. 22 km nördlich von Norderney über Bord gegangen.

Dann wäre die Zuständigkeit von Kiel vermutlich gegeben.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

18.09.2020 um 08:07
Zitat von jerry142jerry142 schrieb:Wikipedia sagt, Jenny Böken sei etwa 12sm bzw. 22 km nördlich von Norderney über Bord gegangen.
Man darf ruhig glauben was ich schreibe.

Und hier ist das Problem, dieser Ort liegt anscheinend recht nahe an der Grenze der Hoheitsgewässer, daher vermutet ihr Vater wohl, Aurich könnte zuständig sein und die StA Kiel sieht/sah sich zuständig.

Ob das alles einen Unterschied gemacht hätte ist eh fraglich, aber so kann man die Gedanken des Vaters in dem Punkt nachvollziehen.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

18.09.2020 um 08:48
Auch wenn die Eltern von JB mein volles Mitleid haben, was kann schlimmer sein als sein eigenes Kind beerdigen zu müssen, der Eiertanz durch die Instanzen scheint mir doch arg überzogen.
Klageerwingungsverfahren, Verfassungsbeschwerde, Misstrauen gegen die ermittelnde Staatsanwaltschaft, Briefe an Generalstaatsanwalt und Justizministerium, eine plötzlich auftauchende Zeugin (wiederaufnahme des Verfahrens) die sich im Nachhinein als Luftnummer entpuppte ect.
Und jetzt soll es die Staatsanwaltschaft Aurich richten?
Ich gehe davon aus, käme die Staaatsanwaltschaft Aurich zum gleichen Schluss wie die Staatsanwaltschaft Kiel, das Rennen ginge weiter.
Sieht für mich so aus als gäbs für Herrn Böken nur eine zufriedenstellende Erklärung.
Seine.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

18.09.2020 um 09:19
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Sieht für mich so aus als gäbs für Herrn Böken nur eine zufriedenstellende Erklärung.
Seine.
Dazu fällt mir eine der von ihm benannten Merkwürdigkeiten ein. Seine Tochter hätte entgegen physikalischer Gesetzmäßigkeiten aufgrund der Lage des Schiffes nicht von Bord fallen können.

Wenn ich mich auf einem Schiff befinde, das sich eine Richtung neigt, gleiche ich das aus. Ich stehe ja nicht schief. Das Schiff bewegt sich. Ich muss meine Haltung anpassen. Wenn ich dabei in Sekundenschlaf verfalle, aufschrecken und übermäßig reagiere...warum soll es unmöglich sein, vom Schiff zu fallen?

Ich glaube auch, dass sich bei ihm etwas sperrt, eine andere Sichtweise einzunehmen.

Und dass es bei näherer Prüfung der Mürkwurdigkeiten für diese eine nachvollziehbare Erklärung gibt.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

18.09.2020 um 09:29
@jerry142
Es waren die jeweilige Urteilsbegründungen ja lange Zeit einsehbar, keine Ahnung ob das momentan auch noch so ist.
Klangen für mich nachvollziehbar.
Die Eltern werden ja anwaltlich beraten, gut hoffe ich, dass sie ausschöpfen was möglich ist kann ihnen niemand verwehren.
Ob das letztendlich bei der Verarbeitung des Vorfalls hilft oder eher hinderlich ist wird wohl niemand hier beurteilen können.


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Jenny Böken - Tod einer Kadettin

18.09.2020 um 11:34
@Zyklotrop
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Ob das letztendlich bei der Verarbeitung des Vorfalls hilft oder eher hinderlich ist wird wohl niemand hier beurteilen können.
Ich könnte mir schon vorstellen, dass es die eigentliche Trauerarbeit erschwert, wenn man bei der Verarbeitung des Todes eines Menschen den Schwerpunkt auf die Todesumstände verlagert.
Der Moment bleibt offen, wird nicht abgeschlossen.

Meine Meinung. Kann man drauf hinweisen, darüber zu urteilen ist nicht meins.


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