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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

451 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Internet, Medien, Propaganda ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

21.12.2018 um 15:46
Zitat von RealoRealo schrieb:Die Frage wäre in diesem Fall, ob die Länge der Straße für irgendwas irgendeine Relevanz hat und wenn nicht, dass es dann sehr leicht zu "Ausspionieren" bzw. "Nachspionieren" kommen könnte, womit die Vertrauensbrücke zwischen Autor und Überprüfungsteam irreparabel zerstört wäre.
Bei der Straße könnte man vielleicht ein Auge zudrücken. Aber der ganze Text über Jaegers Grenze steckt voller Seltsamkeiten. Da wäre das Wahlverhalten, der Ortsvorsteher war nie am Meer und ist Jungfrau, im Kino wird ewig ein und derselbe Film gezeigt, die Straße ist elendig lang, der Wald dicht und bedrohlich, der Oberbösewicht heißt Jäger, seine Kumpane haben Namen von Kanonenfutter-NPCs aus einem schlechten Videogame, natürlich sind Jägers Hände tätowiert und er schießt gerne mit seinem Sturmgewehr.

Da muss die "Vertrauensbrücke" aber sehr breit gewesen sein. ;)
Zitat von RealoRealo schrieb:Aus meiner Sicht reicht es, die für den Bericht entscheidenden Fakten zu überprüfen. Alles andere wäre auch unbezahlbar teuer.
Und was genau waren die entscheidenden Fakten bei "Jaegers Grenze"? Der Name des Bösewichts kann es ja nicht sein.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

21.12.2018 um 16:08
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Aber der ganze Text über Jaegers Grenze steckt voller Seltsamkeiten. Da wäre das Wahlverhalten, der Ortsvorsteher war nie am Meer und ist Jungfrau, im Kino wird ewig ein und derselbe Film gezeigt, die Straße ist elendig lang, der Wald dicht und bedrohlich, der Oberbösewicht heißt Jäger, seine Kumpane haben Namen von Kanonenfutter-NPCs aus einem schlechten Videogame, natürlich sind Jägers Hände tätowiert und er schießt gerne mit seinem Sturmgewehr.
Das sind zwei verschiedene Stories.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

21.12.2018 um 16:09
@Ahmose

Ich kenne die Geschichte nicht, kann das daher aber nicht beurteilen.

Generell würde ich sagen:

1. Alles was wichtig für den Plot ist
2. Die Frage nach der "intrinsischen" Stimmigkeit - tauchen da zu viele Widersprüche auf, müsste genauer analysiert und geprüft werden
3. Name und Telefonnummer der an und in der Geschichte Betroffenen
4. Stichprobenhafte Gespräche mit in der Geschichte Betroffenen (bei diesem Punkt wäre er schon sehr früh aufgelaufen).

Das gilt nur für relativ unpolitische Bereiche aus dem Kulturteil, Sport, Unterhaltung etc..

Bei wichtigeren Themen, die die Bereiche Politik, Wirtschaft, Wissenschaft etc. betreffen und die wohl 80% der ganzen Medienberichte ausmachen, muss die Messlatte noch höher gelegt werden, um Meinungsmache und Propaganda möglichst zu vermeiden. Das ist hier aber auch leichter, weil die meisten Daten unabhängig von dem jeweiligen Bericht eines Autors mehr oder weniger öffentlich zugänglich sind. Zudem stammt hier der überwiegende Teil von an sich unkontrollierbaren Presseagenturen, die von den Redaktionen der Zeitungen einfach mehr oder weniger übernommen und teilweise "journalistisch ausgeschmückt" werden: insgesamt lesen sie sich aber zeitungsübergreifend alle gleich.

Ein besonderes Problem betrifft Wikipedia. Da erscheint mir die Qualitätskontrolle zu leicht manipulierbar. Verhängnisvoll, weil sie sich längst zum Nachschlagewerk Nr. 1 für alle entwickelt hat.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

21.12.2018 um 17:01
Zitat von RealoRealo schrieb:Ein besonderes Problem betrifft Wikipedia. Da erscheint mir die Qualitätskontrolle zu leicht manipulierbar. Verhängnisvoll, weil sie sich längst zum Nachschlagewerk Nr. 1 für alle entwickelt hat.
Das betrifft nachweislich jedoch nur personenbezogene Einträge. Seiten zu Themen die auch in einem akademischen Umfeld Platz haben, weisen einen ziemlich hohen Standard auf.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

21.12.2018 um 18:01
Zitat von paranomalparanomal schrieb: Seiten zu Themen die auch in einem akademischen Umfeld Platz haben, weisen einen ziemlich hohen Standard auf.
Ausnahme wäre da wohl Geschichtsinterpretation. Bei der Aufarbeitung der 1. Hälfte des letzten Jahrhunderts sind mir nicht nur quantitativ zwischen der englischen, französischen und deutschen Wikipedia doch erhebliche Unterschiede, teilweise gar Differenzen aufgefallen. Auch der Literaturbereich, der das geschriebene quellenmäßig unterlegt, ist häufig ein völlig verschiedener, auch bei Werken, die zumindest in 2 der 3 Sprachen erschienen sind.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

21.12.2018 um 19:16
Zitat von RealoRealo schrieb:Ausnahme wäre da wohl Geschichtsinterpretation. Bei der Aufarbeitung der 1. Hälfte des letzten Jahrhunderts sind mir nicht nur quantitativ zwischen der englischen, französischen und deutschen Wikipedia doch erhebliche Unterschiede, teilweise gar Differenzen aufgefallen.
Hättest du da ein Beispiel?


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

21.12.2018 um 19:41
Beispielweise bei dt. Kriegsverbrechen ist die deutsche Wiki sogar noch ausführlicher als die englische Version, aber der erste Eindruck täuscht.
Die Anzahl der erwähnten und beschriebenen deutschen Kriegsverbrechen ist in der englischsprachigen Wiki etwa 1/3 größer als in der deutschsprachigen, obwohl es deutsche und keine englischen oder amerikanischen Verbrechen waren.

Noch differenter wird es in größeren Sonderartikeln. Etwa die Misshandlung sowjetischer Kriegsgefangener in deutschen Lagern hat einen ausführlichen englischen Wiki-Bericht
Wikipedia: German mistreatment of Soviet prisoners of war
Auch die französische und russische Wiki nimmt sich dieses Themas an, wenn auch weniger ausführlich.
In der deutschen Wikipedia sucht man danach vergeblich.

Ein unbedarfter deutscher Rechercheur könnte daher auf die Idee kommen, es habe zwar Kriegsverbrechen der Wehrmacht gegeben, aber die Behandlung etwa der sowjetischen Kriegsgefangenen sei wohl im Großen und Ganzen ok gewesen, andernfalls wäre ja darüber in Wiki berichtet worden.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

21.12.2018 um 19:49
@Realo

Was willst du bei einem Freiwilligenprojekt wie Wikipedia erwarten? Eine zentrale Koordination auf inhaltlicher Ebene findet da nur in Ausnahmefällen statt.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

21.12.2018 um 21:42
Zitat von RealoRealo schrieb:Die Anzahl der erwähnten und beschriebenen deutschen Kriegsverbrechen ist in der englischsprachigen Wiki etwa 1/3 größer als in der deutschsprachigen, obwohl es deutsche und keine englischen oder amerikanischen Verbrechen waren.
Ausserdem gilt Kopernikus im polnischen Wikipedia als Pole, im deutschen als der "deutschsprachigen Bürgerschaft" entstammend.

--------------------

Bild:
US-Regierung beschwert sich über „Spiegel“-Fälschungen
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/spiegel-skandal-us-regierung-beschwert-sich-ueber-faelschungen-59175572.bild.html


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

21.12.2018 um 22:24
Zitat von RealoRealo schrieb:Ich kenne die Geschichte nicht, kann das daher aber nicht beurteilen.

Generell würde ich sagen:

1. Alles was wichtig für den Plot ist
2. Die Frage nach der "intrinsischen" Stimmigkeit - tauchen da zu viele Widersprüche auf, müsste genauer analysiert und geprüft werden
3. Name und Telefonnummer der an und in der Geschichte Betroffenen
4. Stichprobenhafte Gespräche mit in der Geschichte Betroffenen (bei diesem Punkt wäre er schon sehr früh aufgelaufen). ...
Wäre gut, wenn der Spiegel das so gemacht hätte. Leider war es wohl nicht so. Mal sehen was für Konsequenzen der Spiegel aus dieser Sache zieht.
Zitat von RealoRealo schrieb:Ein besonderes Problem betrifft Wikipedia. Da erscheint mir die Qualitätskontrolle zu leicht manipulierbar. Verhängnisvoll, weil sie sich längst zum Nachschlagewerk Nr. 1 für alle entwickelt hat.
Das mag stimmen, aber Wikipedia ist ja nicht mit dem Spiegel oder anderen Zeitungen zu vergleichen. Ich denke die Erwartungshaltung der Leser ist auch eine andere. Ich kenne niemanden, der denkt das alle Wikipedia-Artikel vollständig und korrekt sind.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

22.12.2018 um 18:59
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Das "System Relotius" war nur möglich, weil Leute genau das glauben. Wäre auch nur ein Redkateur mit dem Misstrauen an Relotius' Geschichten drangegangen, mit der man die Bild betrachtet, hätte er niemals so lange täuschen können.
Da gab es ja mindestens einen. Der Spiegel jedoch zog es vor, dem vermeintlichen Nestbeschmutzer mit Konsequenzen zu drohen. Relotius blieb unantastbar. Die gesamte Führungsriege des Spiegel Magazins kann sich nur solange halten, weil sie Rückendeckung von ganz oben hat. Merkel haben die Storys ganz sicher gefallen, in denen syrische Kinder in Lumpen in einem Zelt schlafen (während im Hintergrund Geschützdonner grollt) und von Mutti Merkel träumen/ Relotius. Man kanns auch gut gebrauchen, wenn die letzte Überlebende der Widerstandsgruppe gegen Hitler "Die weiße Rose" in einem Interview sagt, daß sie wieder Angst vor Deutschland hat/Relotius.

Diese Geschichten sind von vielen anderen Medien repetiert worden und haben die öffentliche Meinung und die Handlungen der Politik beeinflusst, mit Konsequenzen für alle. Und die Kämpferstorys aus Syrien, in denen sich todesmutige junge Männer dem IS entgegenstellen, damit ihre Landsleute flüchten können/Relotius.

Alles erstunken und erlogen. So leicht wird man sich diesmal nicht aus der Affäre ziehen. Der FAZ Artikel.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/fall-relotius-spiegel-reporter-mit-rauswurf-gedroht-15954983.html


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

22.12.2018 um 20:28
@JamieStarr
@Ahmose
@stanmarsh
@parabol

Es wird immer besser:

scheinbar hat Relotius die "Königskinder"-Geschichte auch noch genutzt, um einzelne Leser gezielt mit Spendenaufrufen anzumailen. Das Geld hat er dann wohl privat ausgegeben, denn: er hat zwar den Ausgang der Geschichte in einem Buch verwurstet, inkl. erfolgreicher Adoption der Kinder, aber diese Geschichte krankt daran, dass die eine Hälfte des Zwillingspärchens garnicht existiert.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-reporter-taeuschte-leser-offenbar-mit-spendenaufruf-a-1245226.html


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

22.12.2018 um 21:51
@bgeoweh

hab es auch gerade gelesen



Erst dachte man, schlimmer kann es nicht mehr werden, doch nach und nach werden neue Details des ehemaligen „Spiegel“-Reporters Claas Relotius bekannt, die einen beinahe sprachlos zurücklassen. Wie der „Spiegel“ nun meldete, hat der durch seine Fälschungen aufgeflogene ehemalige Journalist auch Spendengelder veruntreut.

Demnach habe er, im Zuge einer teilweise ebenfalls erfundenen Geschichte über syrische Waisenkinder in der Türkei, an seine Leser von seinem privaten Email-Konto einen Spendenaufrufe versendet, um die beiden Jungen finanziell zu unterstützen. Das Geld sollte auf sein privates Konto überwiesen werden. Wie viele Spender sich auf diesen Aufruf meldeten und wie viel Geld zusammenkam, ist derzeit noch nicht klar.
Der „Spiegel“ behauptet, von Relotius' Spendenaktion nichts gewusst zu haben. Auch sonst habe man keine Hinweise, dass sich Leser diesbezüglich an das Nachrichtenmagazin gewendet haben. Der „Spiegel“ werde „alle gesammelten Informationen der Staatsanwaltschaft im Rahmen einer Strafanzeige zur Verfügung stellen“, hieß es am Samstagabend.

Bei der Reportage..dreht es sich um „Königskinder“ aus dem Jahr 2016. Sie handelt von einem syrischen Geschwisterpaar, das als Waisenkinder in der Türkei auf der Straße lebt. Der türkische Magnumfotograf Emin Özmen, der Relotius während der Reportage begleitete, hat Teile der Geschichte als stark dramatisiert und unwahr beschrieben.


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/betrug-beim-spiegel-claas-relotius-veruntreute-auch-spendengelder-15955791.html


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

22.12.2018 um 22:04
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Es wird immer besser: ...
Ist ja wirklich schlimm. Aber gut das sie alles, was sie herausfinden, offenlegen. Ich persönlich halte nicht viel vom Spiegel, aber immerhin gehen sie offen mit dem Thema um statt zu mauern.

Allerdings sollte das Ganze dann so langsam doch ein Fall für die Justiz werden.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

22.12.2018 um 22:11
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Ich persönlich halte nicht viel vom Spiegel, aber immerhin gehen sie offen mit dem Thema um statt zu mauern.
Das müssen sie. Flucht nach vorne ist die beste Verteidigung.

Ich denke, das spätestens jetzt (Spendengelder unterschlagen?)offizielle Ermittlungen beginnen.
Es beseht ja der Anfangsverdacht der Untreue.

Was seine Artikel betrifft, bin ich gespannt was da juristisch rauskommt.
Er wird sich auf die Freiheit der Kunst berufen und sagen, er hätte die Reportage als Stilmittel gewählt.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

22.12.2018 um 22:14
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Es beseht ja der Anfangsverdacht der Untreue.
Nein, das wäre schwerer Betrug. Wenn er von sich aus losgeht und unwahr Spenden wirbt, ist es Betrug, wenn jemand anderes Spenden gesammelt und sie ihm mit dem Auftrag gegeben hätte, den Flüchtlingen zu helfen, hätte er die Gelder veruntreut.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

23.12.2018 um 00:25
Der Thread ist schon seit mehreren Seiten Offtopic weil der aktuelle Spiegelskandal rein gar nichts mit "Fakenews und Propaganda (Im Internetzeitalter)" zu tun hat!

Claas Relotius ist nämlich nur ein geltungssüchtiger, karrieregeiler Betrüger, dem der Spiegel, auf Auflage und Seitenaufrufe schielend, nur all zu bereitwillig eine Bühne geboten hat. Sicherlich ist das ganz miserabler Journalismus und eine Schande für den Spiegel, aber das eigentliche Thema hier streift der Fall Relotius nur höchstens ganz am Rande.

Im Jahr 2000 gab es bereits einen sehr ähnlich gelagerten Fall um den Journalisten Tom Kummer...
Wikipedia: Tom Kummer
...und schon 1983 wurden die gefälschten "Hitler-Tagebücher" vom Stern veröffentlicht.
Wikipedia: Hitler-Tagebücher

Niemand wäre damals auf die Idee gekommen, Kummers Lügengeschichten oder die Hitler-Tagebücher als Propaganda zu bezeichnen und der Begriff Fakenews war zu jener Zeit noch gar nicht klar definiert bzw. überhaupt nicht existent.
Aktuell wird nämlich unter Fakenews in der Regel die Verbreitung von Falschnachrichten zum Zwecke der Destabilisierung von Gesellschaften, der Durchsetzung von extremistischen Ideologien oder der unlauteren Beeinflussung von Wählern verstanden.

Was wiederum Fakenewsverbreiter selber, wie z.B. Donald Trump, als Fakenews bezeichnen, spielt dabei überhaupt keine Rolle!

Claas Relotius, Tom Kummer und Konrad Kujau sind also keine Fakenews-Verbreiter im engeren Sinn, sondern schlicht und einfach nur Betrüger.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

23.12.2018 um 00:50
Zitat von JohnDifoolJohnDifool schrieb:unlauteren Beeinflussung von Wählern
Er hat einer Widerstandskämpferin gegen Hitler einen aktuellen Kommentar zur AFD in den Mund gelegt, der Parallelen zum 3. Reich zieht. Das ist Propaganda, kein harmloses Geschichtenerfinden. Man kann, wenn man will, ja ohne Probleme durch die Linse der Fiktion die aktuelle Gesellschaft kommentieren. Aber man darf dass dann nicht in einem Nachrichtenmagazin als Reportage ausgeben und in teilweise justiziabler Weise mit realen Menschen und Ereignissen vermischen.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

23.12.2018 um 02:03
frauzimt schrieb:
Es beseht ja der Anfangsverdacht der Untreue.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Nein, das wäre schwerer Betrug. Wenn er von sich aus losgeht und unwahr Spenden wirbt, ist es Betrug, wenn jemand anderes Spenden gesammelt und sie ihm mit dem Auftrag gegeben hätte, den Flüchtlingen zu helfen, hätte er die Gelder veruntreut.
@bgeoweh
eben: wäre
Es ist noch nicht ermittelt ob überhaupt Geld auf dieses Privatkonto eingezahlt worden ist

Anfangsverdacht der Untreue: man wird sich das jetzt genau ansehen.


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Fakenews und Propaganda (im Internetzeitalter)

23.12.2018 um 07:53
Völlig richtig, was @JohnDifool schreibt.
Der Fall Relotius hat nichts mit Fakenews und Propaganda zu tun.

Und, btw, warum sollte ein Journalist keine eigene Meinung haben dürfen ? Kann er. Solange er über die Fakten wahrheitsgemäß berichtet ?
Lustig fand ich eine Leserzuschrift an den Spiegel, in dem Jemand forderte, der Spiegel müsse nun endlich mit der "Klimalüge" aufhören... :D
Ja sicher. :D


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