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Bezahlbarer Wohnraum

1.733 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Haus, Wohnung, Stadt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

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27.11.2019 um 11:02
Wie die Situation in Berlin ist, kann ich nicht beurteilen. In unserer Gegend gibt es das Problem, dass Mietpreise durch die Grenznähe zu Luxemburg in den letzten Jahren massiv gestiegen sind. Viele Luxemburger behalten quasi ihr Kinderzimmer dort als Erstwohnsitz, arbeiten auch in Lux, ziehen aber dann mit Zweitwohnsitz nach Deutschland und treiben die Mieten massiv in die Höhe. Und das Problem ist, dass dieses zahlungskräftige Klientel von den Städten und Gemeinden in D insofern gefördert wird, dass statt benötigter Sozialwohnungen etc immer mehr Luxusappartments entstehen. Das ist in Schweizer Grenznähe sicher ähnlich?


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27.11.2019 um 11:07
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Aber dann muss der Vermieter alle 17xx Bewerbungen lesen
Es kommt darauf an. Ich würde mir die Unterlagen erst ansehen, wenn sie vollständig sind. Das werden dann sicherlich deutlich weniger als die Anzahl der mehreren hundert eingeladenen Interessenten sein. Schufa, Haftpflicht und Vermieterauskunft sind schon ganz gute Selektionskriterien.

Wenn am Ende 30-40 ernsthafte Interessenten übrig bleiben, ist das bestimmt nicht ganz falsch geschätzt. Wer dann noch Renovierungsarbeiten selbst bezahlen will, kann beim Vermieter zusätzlich punkten.


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27.11.2019 um 11:33
@abahatschi
Nochmals ergänzend zu dem Objekt in Berlin: auf der HomePage des Verwalters finden sich ein paar Hinweise darauf, wie er generell mit den Verwaltungsobjekten umgeht. Und zwar ist da zu lesen:
Wir kennen die Eigenschaften Ihrer Immobilie und das Entwicklungspotential und können mit diesem Wissen die Mieter begeistern, die „in das Haus passen“ und bereit sind, Werterhaltung und Wertverbesserung mitzutragen.
Quelle: http://www.harms-liegenschaften.de/vermietung.html

Damit wäre auch die Sorge verständlich, dass sich für den Fall das nur 30 Interessenten eingeladen werden am Ende keiner findet der bereit ist, in die Wohnung einzuziehen. Zum Zustand wird in dem von Dir verlinkten Artikel auch nichts erwähnt.


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27.11.2019 um 13:05
Zitat von CaptainAllmyCaptainAllmy schrieb:Damit wäre auch die Sorge verständlich, dass sich für den Fall das nur 30 Interessenten eingeladen werden am Ende keiner findet der bereit ist, in die Wohnung einzuziehen
bei 30 potentiellen Mietern und dieser günstigen Miete, hat jemand Angst dass kein Mieter übrig bleibt? Kann ich nicht verstehen?
Desweiteren verstehe ich auch nicht, weshalb der Vermieter niemanden möchte, der mehr als 5000 verdient? Was wird der Grund sein? Soziales Denken (das wäre ja echt schön)?


Aus einem anderen Thread (dort hätte meine Nachfrage zu OT geführt):
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Wenn man Lehren ziehen sollte, dann doch hoffentlich die, dass Sozialer Wohnungsbau dringender denn je notwendig ist.
Dass man mit einer planvollen Politik am Ende mehr Geld sparen kann als mit kurzfristigen "Auf Sicht Fahren" kann sich wohl mancher Politiker in Berlin nicht vorstellen.

Warum reißt man die Container ab in einer Stadt, wo für ein 12qm großes WG zwichen 500- und 600€ gezahlt werden müssen? Warum hält man sie nicht vor, indem man sie zwischen vermietet?
Warum bietet man die voll erschlossenen und eingerichteten Wohncontainer nicht Studenten, Wohnungssuchende und wohnungssuchende Obdachlose zur Weiternutzung an....
Mir gehts mal nicht um diesen speziellen Fall (und auch nicht darum, ob es sachlich alles ganz richtig ist), sondern mir gehts nur ganz allgemein um den Gedanken der dahinter steht.

In meiner Gegend gibts und gabs Sozialwohnungen, welche abgerissen worden sind und noch weitere wohl dran glauben müssen.
Könnte man die denn nicht auch erst mal zweckentfremdet vermieten (also für die Zukunft vorhalten) und bei Bedarf hätte man sie dann?
Falls dies nicht ginge, warum nicht?


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27.11.2019 um 13:15
Zitat von OptimistOptimist schrieb:bei 30 potentiellen Mietern und dieser günstigen Miete, hat jemand Angst dass kein Mieter übrig bleibt? Kann ich nicht verstehen?
Es wird in dem Bericht nicht erwähnt, aber die Auswahlkriterien auf der Homepage des Verwalters deuten darauf hin, dass Mieter bevorzugt werden die
“bereit sind, Werterhaltung und Wertverbesserung mitzutragen.“
Quelle: http://www.harms-liegenschaften.de/vermietung.html

„Mittragen“ bedeutet in dem Zusammenhang dann wohl, das zum Beispiel Investitionen über das mietrechtlich erforderliche Maß hinaus durch den Mieter geleistet werden sollen.

Wertverbessernd sind zum Beispiel Einbauküchen, Badrenovierungen, neue Bodenbeläge, Einbaumöbel und so weiter.

Da muss man erst einmal jemanden finden der das machen möchte.


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27.11.2019 um 13:25
“bereit sind, Werterhaltung und Wertverbesserung mitzutragen.“
heißt wohl:
selber machen oder zukünftige Mietsteigerungen (Modernisierungsumlage) in Kauf nehmen.


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27.11.2019 um 14:26
@Seidenraupe
@CaptainAllmy

achso, ich dachte damit seien kleinere Schönheitsreparaturen gemeint. Oder mal so was sie Rasenmähen vorm Haus. :)
So ähnlich wie in einem Mietvertrag vereinbart wird, dass man ca. 50 Euro bei Kleinreparaturen selbst tragen muss.

Aber klar, so wie das ausgedrückt ist "Werterhaltung..." ist das auch viel zu schwammig und könnte alles Mögliche sein.
Das ist dann schon ein ziemliches Risiko (hatte ich mir nicht gleich überlegt)

Und was hat das mit der Gehaltsbegrenzung bis 5000 Euro auf sich, habt ihr dafür auch eine Erklärung?


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27.11.2019 um 14:36
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und was hat das mit der Gehaltsbegrenzung bis 5000 Euro auf sich, habt ihr dafür auch eine Erklärung?
Warscheinlich weil man wie Wohnung an Menschen vermieten will, die es sonst nicht so leicht haben, eine Wohnung zu finden. Immerhin ist der Mietpreis ja relativ günstig. Außerdem ist die Warscheinlichkeit dann auch geringer, dass diese Wohnung eben als Zweitwohnsitz "missbraucht" wird, sondern dort auch tatsächlich Menschen wohnen.

@bgeoweh

Sry, ich hätt warten sollen.


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27.11.2019 um 14:37
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und was hat das mit der Gehaltsbegrenzung bis 5000 Euro auf sich, habt ihr dafür auch eine Erklärung?
Du hast den Artikel nicht gelesen, da steht die Antwort drin. Aus pädagogischen Gründen verrate ich sie dir auch nicht.


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27.11.2019 um 14:41
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Warscheinlich weil man wie Wohnung an Menschen vermieten will, die es sonst nicht so leicht haben, eine Wohnung zu finden. Immerhin ist der Mietpreis ja relativ günstig. Außerdem ist die Warscheinlichkeit dann auch geringer, dass diese Wohnung eben als Zweitwohnsitz "missbraucht" wird, sondern dort auch tatsächlich Menschen wohnen.
Ja, es geht um Zweitwohnsitze.

In Berlin gibt es ja viele Leute, die gezielt Zweitwohnungen suchen, weil sie in irgendeiner Art und Weise z.B. mit dem Bundestag zusammenarbeiten, sei es als Abgeordnete, deren Anhang oder als Journalist. Die bringen für die Hausgemeinschaft kaum was und sind auch nicht die einfachsten Kundschaft.


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04.12.2019 um 11:49
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, stehen in Deutschland ca 600.000 Wohnungen leer.
Besonders in schrumpfenden Regionen stehen in Deutschland viele Wohnungen leer. Betroffen sind viele Städte im Osten des Landes.
Insgesamt sind laut einer neuen Auswertung bundesweit mehr als 600 000 Wohnungen nicht bewohnt.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/immobilien-in-deutschland-stehen-600-000-wohnungen-leer-1.4707790


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04.12.2019 um 12:06
Zitat von CaptainAllmyCaptainAllmy schrieb:Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, stehen in Deutschland ca 600.000 Wohnungen leer.
Ja, dort wo niemand mehr wohnen will. Was bringt das für die Lage im Zentrum von Berlin? Nüscht.


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04.12.2019 um 12:10
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Was bringt das für die Lage im Zentrum von Berlin? Nüscht.
Deutschland ist eben nicht Berlin.
Und das Zentrum von Berlin ist ein sehr begrenzter Platz.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Ja, dort wo niemand mehr wohnen will.
Das könnte man durchaus hinterfragen. Es wäre ökonomisch günstig, den Bestand zu nutzen anstatt neu zu bauen. Wie könnten die Regionen attraktiver werden?


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04.12.2019 um 12:24
Zitat von CaptainAllmyCaptainAllmy schrieb:Wie könnten die Regionen attraktiver werden?
Man kann ja auch die aktuellen Städten unattraktiv machen, zB Mietpreisbremsen und Deckel weglassen.


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04.12.2019 um 12:47
Zitat von CaptainAllmyCaptainAllmy schrieb:Das könnte man durchaus hinterfragen. Es wäre ökonomisch günstig, den Bestand zu nutzen anstatt neu zu bauen. Wie könnten die Regionen attraktiver werden?
Wenn durch Hartz4, die teuren Innenstadtmieten bezahlt werden? Gar nicht.


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04.12.2019 um 13:28
Zitat von Frau.N.ZimmerFrau.N.Zimmer schrieb:Wenn durch Hartz4, die teuren Innenstadtmieten bezahlt werden?
ist das denn an dem?
In meiner Stadt gibts eine Begrenzung, da darf eine Wohnung nur soundsoviel kosten und wenn es darüber ist, muss derjenige das selbst zahlen.


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04.12.2019 um 16:09
Kennt man schon Aspire bzw. BEARM?
Habe ich gestern in der Berichterstattung gesehen.

Es handelt sich dabei um ein Unternehmen, das es israelischen Kleinanlegern ermöglicht, Wohnungen in Berlin zu erwerben. Dabei wird das enorme Preisgefälle für Immobilien zwischen Israel und Deutschland ausgenutzt, da es für Normalverdiener zum Beispiel in Tel Aviv kaum mehr möglich ist, Eigentum zu erwerben.

Leidtragende sind die Mieter der Objekte, die meist ohne Besichtigung den Besitzer wechseln. Das Vorkaufsrecht kann meist aufgrund horrender Kaufpreise nicht genutzt werden.

Aspire vermietet die Wohnungen nach Übernahme dann im Auftrag weiter - für Kaltmieten jenseits der 30€/m2

Die Berliner Zeitung hat dazu eine Serie veröffentlicht:
https://story.berliner-zeitung.de/category/aspire/ (Archiv-Version vom 17.02.2020)


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04.12.2019 um 16:46
@CaptainAllmy
Kenne ich ein bißchen länger...Aspire verarscht beide Seiten:
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/02/aspire-wohnungen-berlin-verkauf-israel-anleger-.html (Archiv-Version vom 06.08.2019)


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04.12.2019 um 17:01
@abahatschi
Ja, allerdings. Dennoch Räubern die genau in den Lagen, die für viele Interessant sind und nicht etwa in Luxuslagen. Das ist schon tragisch und tut der Stadt nicht gut.


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09.12.2019 um 18:56
@abahatschi

Wie ist deine Meinung dazu, das würde mich mal interessieren:

https://www.focus.de/immobilien/kaufen/wirtschaft-haus-geschenkt_id_11404637.html
...Der Vorstandschef der dänischen Jyske Bank, der zweitgrößten im kleinen Königreich, verlangt seit Längerem keine Zinsen mehr für Baukredite. Besser noch: Wer bei der Jyske Bank ein Immobiliendarlehen erhält, bekommt einen Teil davon sogar geschenkt.
Als ich das las, dachte ich auch noch so: Könnten unsere Banken nicht auch diesem Beispiel folgen und dann könnte das Häusle-Bauen billiger werden?

Und dann kam das beim Weiterlesen :) :
...in Deutschland will die staatliche KfW ab 2020 Förderkredite mit negativen Zinsen für die Sparkassen und Banken bereitstellen.
Klingt doch wirklich echt gut, oder?:
Das Kalkül der Euro-Banker: Um dieser Bestrafung zu entgehen, werden die Geldhäuser mehr Kredite vergeben und damit Konjunktur und Inflation ankurbeln.
Das scheint noch der einizige Hemmschuh zu sein:
... Viele Banken haben „festgelegt, dass auch bei Bestkonstellationen ein bestimmter Mindestzins im positiven Bereich nicht unterschritten werden darf“. Die Kreditkunden müssen also hoffen, dass der harte Preiswettbewerb die Banken dazu zwingt, ihre Zusatzgebühren wieder abzuschmelzen. Erst dann sind auch in Deutschland Negativzinsen für Baudarlehen möglich.



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