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Bezahlbarer Wohnraum

1.733 Beiträge, Schlüsselwörter: Haus, Wohnung, Stadt, Garten, Mieten, Mietpreisbremse +

Bezahlbarer Wohnraum

25.08.2020 um 10:40
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
In diesem Land darf noch immer jeder frei und selber entscheiden, wo er wohnen möchte
nein, sh. Arbeitslose.
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
wann er umziehen möchte und wo er nicht wohnen möchte.
Wann - das ja, aber nicht wohin.
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
wenn es immer weniger Menschen gibt, dann gibt es auch immer weniger Mieter und ich denke gerade für Vermieter wäre dies keine gute Entwicklung.
In Großstädten würde es nichts machen, wenn es weniger Mieter gäbe, dann würden auch die Mieten nicht mehr so drastisch steigen können.
Es ist und bleibt in meinen Augen ein Umverteilungsproblem und das müsste irgendwie angegangen werden - sozialverträglich.
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Na was ist das denn sonst, wenn es dir darum geht, dass es in manchen Städten keinen großen Leerstand mehr gibt?
mir gehts nicht so sehr um den Leerstand, sondern um die große Nachfrage in den Großstädten, was dann für hohe Mieten sorgt. Darin sehe ich das größte Problem.
Gegen den Leerstand machen die Kommunen sehr viel, nämlich oft einfach abreißen. Oder vielleicht können sie steuerlich auch was absetzen.
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Iwie müssen dann die Leute ja dort bleiben, denn hinziehen wird da freiwillig kaum jemand.
Doch, Ausländer z.B. oder Leute, welche auf ziemlich geringe Mieten angewiesen sind. Wie gesagt, ich sehe es doch in meinem Ort wie es läuft.
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Es gibt so viele Gründe woanders hinzuziehen. Studium, Job, Verwandschaft, Lust und Laune,...
Ja klar, aber es ist eben immer eine Geldfrage, ob man auch in eine Großstadt ziehen kann oder nicht.
Und damit die Mieten dort nicht immer weiter steigen wäre ich für Regelungen.
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Und es geht doch nicht darum wer sich was nicht leisten kann. Arbeitslose können sich ja trotzdem aussuchen wo sie wohnen möchten, die können die Stadt verlassen und woanders hinziehen
da besteht dann aber das gleiche finanzielle Problem und die Qm-Begrenzung. Nützt also gar nichts, es müssten Regelungen für die Großstädte her, damit das Ungleichgewicht der Verteilung gelöst werden könnte, meine Meinung.



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25.08.2020 um 10:45
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
nein, sh. Arbeitslose.
Wo wird es Arbeitslosen verboten umzuziehen?
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Wann - das ja, aber nicht wohin.
Doch natürlich. Wo steht denn das es für Arbeitslose verboten ist in einen anderen Ort zu ziehen? Und ein reicher Arbeitsloser kann sich auch eine Villa kaufen.
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
In Großstädten würde es nichts machen, wenn es weniger Mieter gäbe, dann würden auch die Mieten nicht mehr so drastisch steigen können.
Es ist und bleibt in meinen Augen ein Umverteilungsproblem und das müsste irgendwie angegangen werden - sozialverträglich.
Aber das soll dann bitte für die anderen gelten, nicht für dich. Wer soll denn aus Berlin, München oder Frankfurt rausgeworfen werden und wohin müssen diese Menschen dann ziehen?
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Ja klar, aber es ist eben immer eine Geldfrage, ob man auch in eine Großstadt ziehen kann oder nicht.
Und damit die Mieten dort nicht immer weiter steigen wäre ich für Regelungen.
Und dann soll man dem Studenten verbieten auf eine bestimmte Uni zu gehen, weil @Optimist sagt: "Nee darfste nich, such dir was anderes"
Das ist ja fast schon wie zu DDR Zeiten, wo der Staat vorgegeben hat wer welchen Beruf ausüben darf und wer nicht. Auch da hatte man Menschen verboten in bestimmte Gebiete zu ziehen. Das ist doch abartig.



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25.08.2020 um 10:53
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Wo steht denn das es für Arbeitslose verboten ist in einen anderen Ort zu ziehen?
habe ich doch nicht gesagt, aber ich hatte argumentiert wie sinnvoll es wäre, in einen anderen Ort zu ziehen, wenn es dann für Arbeitslose genau die gleichen Probleme gäbe - finanziell und Qm-mäßig.

Rein rechtlich können sie natürlich hinziehen wo sie wollen, ist doch ganz klar. Aber wenn die "Leistungsamt-Tante" ihr Veto einlegt, bekommt man halt kein Geld und kann dann vom Hartz4-Satz die Miete nicht zahlen. Ich dachte echt, du verstehst wie ich das alles gemeint hatte?
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Es ist und bleibt in meinen Augen ein Umverteilungsproblem und das müsste irgendwie angegangen werden - sozialverträglich
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Aber das soll dann bitte für die anderen gelten, nicht für dich
nicht nur für mich (weshalb bringst du denn meine Person mit ins Spiel?). Ich hatte mich dafür ausgesprochen, dass es für alle Alteingesessene Bestandsschutz geben müsste. Weshalb sollte denn ein Nicht-Umzugswilliger ausziehen müssen (es sei denn der Block wird vernichtet)?
Es geht nur um Leute, welche so und so umziehen wollten. Für diese würde ich eine Zuzugssperre für Gebiete einführen, wo der Wohnungsmarkt sehr angespannt ist.
Was spricht denn dagegen? Willst du dass die Mieten in solchen Gegenden immer mehr steigen, weil sich die Leute in Ballungsgebieten immer mehr "ballen"?
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Wer soll denn aus Berlin, München oder Frankfurt rausgeworfen werden
niemand. Verstehe doch bitte endlich, was ich hier schon weiter oben schrieb und jetzt auch noch mal.
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Und dann soll man dem Studenten verbieten auf eine bestimmte Uni zu gehen, weil @Optimist sagt: "Nee darfste nich, such dir was anderes"
nix mit verbieten, aber wenn keine bezahlbare Wohnung vorhanden ist in einer Großstadt, was schlägst du denn dann vor, was sie machen sollten?



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25.08.2020 um 11:00
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Rein rechtlich können sie natürlich hinziehen wo sie wollen, ist doch ganz klar.
Aber du willst es rein Rechtlich anderen verbieten in eine Großstadt zu ziehen.
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Es geht nur um Leute, welche so und so umziehen wollten. Für diese würde ich eine Zuzugssperre für Gebiete einführen, wo der Wohnungsmarkt sehr angespannt ist.
Was spricht denn dagegen? Willst du dass die Mieten in solchen Gegenden immer mehr steigen, weil sich die Leute in Ballungsgebieten immer mehr "ballen"?
Wie wäre es mal mit dem Grundgesetz.

https://dejure.org/gesetze/GG/11.html

Wenn der Wohnraum knapp wird, dann muss neuer geschaffen werden. Deswegen würde ich dafür plädieren vorallem in die Höhe zu bauen. Dann muss man Menschen auch nicht verbieten iwo hinzuziehen.
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
niemand. Verstehe doch bitte endlich, was ich hier schon weiter oben schrieb und jetzt auch noch mal.
Und was schreibst du dann von Umverteilung? Und davon das Alteingesessene Bestandsschutz hätten. Da muss doch dann jemand anderes für raus. Sonst macht das alles doch gar keinen Sinn.
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
nix mit verbieten, aber wenn keine bezahlbare Wohnung vorhanden ist in einer Großstadt, was schlägst du denn dann vor, was sie machen sollten?
Wenn eine bezahlbare Wohnung nicht vorhanden ist dann wartet man so lange bis man eine gefunden hat. Was denn sonst? Du aber würdest vom Staat aus sagen "Stop hier darf keiner hinziehen!" Das ist doch völlig unnötig.



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25.08.2020 um 11:09
@Bone02943
Ich befürchte, wir drehen uns im Kreis ;) ... aber ich versuche es ein letztes Mal.
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Aber du willst es rein Rechtlich anderen verbieten in eine Großstadt zu ziehen.
Eine Zuzugssperre fänd ich durchaus sinnvoll.
Fändst du es sinnvoller, die Mieten steigen immer weiter, weil viele in die Großstadt wollen?
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Wenn der Wohnraum knapp wird, dann muss neuer geschaffen werden
Aber mMn halt nicht ausgerechnet in Großstädten, die doch eh schon "voll genug" sind. Wo bleibt denn dann noch eine lebenswerte Atmosphäre, wenn die Menschen sich in bestimmten Gegenden (überspitzt ausgedrückt) "erdrücken" - oder salopp gesagt "ballen"? (deshalb heißt es ja auch Ballungsgebiete) - wo bleibt da der Wohnwert? Naja, wem es halt gefällt, ich fänds nicht gut, wenn das immer so weiter ginge.
Da nützen auch keine Wolkenkratzer, wenn sich die Leute auf den Straßen "ballen", aber ansonsten jeder annonym vor sich hin lebt.
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Und was schreibst du dann von Umverteilung? Und davon das Alteingesessene Bestandsschutz hätten. Da muss doch dann jemand anderes für raus.
wieso muss denn jemand raus, nur weil jemand umziehen muss?
Es geht um Zuzugssperre, da muss kein Alteingesessener raus.
Außerdem sterben ja auch in Großstädten ab und zu Leute und es wird wieder mal was frei ;)
Die Frage ist nur, ob diese freie Wohnung dann bezahlbar bleibt, wenn 1000ende diese haben wollen?
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Wenn eine bezahlbare Wohnung nicht vorhanden ist dann wartet man so lange bis man eine gefunden hat
Und wie hoch ist die Chance in Großstädten, wenn die eh schon "voll" sind (Ballung...)?
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Du aber würdest vom Staat aus sagen "Stop hier darf keiner hinziehen!" Das ist doch völlig unnötig.
Da gehen halt unsere Meinungen sehr auseinander. Ich verstehe es zwar nicht, weil du ansonsten immer sehr sozial eingestellt bist, aber ich muss ja auch nicht alles verstehen können ;)

So, jetzt ziehe ich mich raus, wir kommen auf keinen Nenner, aber macht ja auch nix :)



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25.08.2020 um 11:16
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Für mehr bezahlbaren Wohnraum warscheinlich nicht, aber wenn es immer weniger Menschen gibt, dann gibt es auch immer weniger Mieter und ich denke gerade für Vermieter wäre dies keine gute Entwicklung.
He he, als würden die Belange der Vermieter Dir am Herzen liegen.
Eigentlich ist mit mehr Zuwanderung im Markt mehr Druck für die Mieter.



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25.08.2020 um 11:18
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Eine Zuzugssperre fänd ich durchaus sinnvoll.
Fändst du es sinnvoller, die Mieten steigen immer weiter, weil viele in die Großstadt wollen?
Ich es sehe weder rechtlich noch anderweitig möglich und sinnvoll, eine Zuzugssperre für bestimmte Städte auszurufen.
Es sterben ja auch jeden Tag Menschen, damit wird Wohnraum frei.
Sinnvoller wäre es wohl neuen Wohnraum zu schaffen.
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Aber mMn halt nicht ausgerechnet in Großstädten, die doch eh schon "voll genug" sind. Wo bleibt denn dann noch eine lebenswerte Atmosphäre, wenn die Menschen sich in bestimmten Gegenden (überspitzt ausgedrückt) "erdrücken" - oder salopp gesagt "ballen"? (deshalb heißt es ja auch Ballungsgebiete) - wo bleibt da der Wohnwert? Naja, wem es halt gefällt, ich fänds nicht gut, wenn das immer so weiter ginge.
Da nützen auch keine Wolkenkratzer, wenn sich die Leute auf den Straßen "ballen", aber ansonsten jeder annonym vor sich hin lebt.
Neuer Wohnraum muss dort entstehen, wo er gebraucht wird. Es bringt doch nicht in einer eh schon sterbenden Ragion neuen Wohnraum zu schaffen, wenn die Menchen dort gar nicht hin wollen. Wohnraum wird dort benötigt, wo die Menschen sind und hinwollen. Und zum Glück steht es (fast)jedem frei in diesem Land, seinen Wohnort selbst zu wählen.
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Es geht um Zuzugssperre, da muss kein Alteingesessener raus.
Dann frage ich mich warum du Bestandsschutz und sonstiges überhaupt erst ins Thema gebracht hast, aber egal.
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Und wie hoch ist die Chance in Großstädten, wenn die eh schon "voll" sind (Ballung...)?
So gering scheinbar nicht, denn es ziehen ja doch immer wieder Menschen in die Städte. Scheint also auch so zu funktionieren.
In Berlin wären das im Jahr wohl mehrere Tausend Menschen, denen du den Umzug verboten hättest.
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Da gehen halt unsere Meinungen sehr auseinander. Ich verstehe es zwar nicht, weil du ansonsten immer sehr sozial eingestellt bist, aber ich muss ja auch nicht alles verstehen können ;)
Ich bin eben nicht gegen die Freizügigkeit. Ich möchte schon noch gerne selbst bestimmen wo ich lebe. Da hat der Staat einfach mal kein Mitspracherecht.



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25.08.2020 um 11:23
@Bone02943
Nun doch noch ein Letztes, obwohl ich nicht mehr wollte. :)
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Ich bin eben nicht gegen die Freizügigkeit. Ich möchte schon noch gerne selbst bestimmen wo ich lebe. Da hat der Staat einfach mal kein Mitspracherecht.
Du kannst schon von daher nicht überall leben wo du gerne möchtest, weil andere Länder nicht jeden "rein lassen". Da bist du dann auch in deiner Freizügigkeit/Freiheit eingeschränkt und musst damit leben.
Wenn dies im Großen (global) gemacht wird sehe ich keinen großen Unterschied wenn dies auch im Kleinen (im Landesinneren) passieren würde.



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25.08.2020 um 11:38
@Optimist

Ich finde es schon Global gesehen völlig bescheuert, dass Menschen nicht dort leben dürfen, wo sie gerne wollen. Und noch bescheuerter wäre es dies in Deutschland umzusetzen. Stell dir mal vor du hättest Kinder mit Enkel, bist in Rente und würdest gerne in ihre Nähe, zum Beispiel nach München ziehen, damit du auch was von den Enkeln hast. Dann kommt der Staat und sagt "Nö ist nicht, da darfst du nicht hin."
Das selbe beim Job, lass mal du hast die Chance auf eine Stelle die für dich seit langem ein Traum war. Dann willst du sie annehmen und da kommt der Staat und sagt "Nö, du darfst da nicht hin."

Sry aber ich verstehe nicht wie man sowas befürworten kann.



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25.08.2020 um 12:04
Zitat von Bone02943
Bone02943
schrieb:
Sry aber ich verstehe nicht wie man sowas befürworten kann.
Weil es manchmal Zwänge im Leben geben muss, damit eine Gesellschaft optimaler laufen kann.
Zum Beispiel konnte ich China damals mit der Ein-Kind-Politik verstehen (ob man das gut finden konnte, außen vor) - so rein von der Sache her, damit die Bevölkerung nicht noch mehr ausufert. Dass diese Politik dann andere unerwünschte Nebenwirkungen hatte, steht auf einem anderen Blatt.

Mir gehts jetzt nur um das Grundsätzliche, dass es manchmal Sachzwänge geben kann, wenn die Freiheit eines Menschen beschnitten wird. Sieht man bei Corona oder auch schon ganz banal beim Rauchen.



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25.08.2020 um 12:11
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Weil es manchmal Zwänge im Leben geben muss, damit eine Gesellschaft optimaler laufen kann.
das ist ein erstaunlicher Satz von dir. Musste jetzt öfters nachgucken, ob ich mich nicht in der Zeile vertan habe ...
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
dies auch im Kleinen (im Landesinneren) passieren würde.
bestimmte Dörfer/Landstriche sterben einfach aus. Ohne eine 2. DDR ist das nicht zu verhindern.



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25.08.2020 um 12:16
@Optimist
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Mir gehts jetzt nur um das Grundsätzliche, dass es manchmal Sachzwänge geben kann, wenn die Freiheit eines Menschen beschnitten wird. Sieht man bei Corona oder auch schon ganz banal beim Rauchen.
Erst mal ist die Entscheidung 'Wo lebe ich?' ja eine ganz persönliche mit erheblicher Tragweite. Die wird von beruflichen Zwängen, familiären Gegebenheiten und persönlichen Situationen geprägt. Das weiss ein Staat ja nicht und da kann jeder Zwang sehr stark ins Leben eingreifen.

Dann sind Mietverhältnisse ja meistens auch Verträge zwischen Privatpersonen, bzw zwich Firmen und Privatpersonen.

Ich kann keinen Vorteil darin, erkennen, wenn der Staat da massiv reingrätscht.



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25.08.2020 um 12:53
Frage an alle: Warum haben die Leute eigentlich so Bock drauf in der Stadt zu leben?

Wir haben es Anfang des Jahres umgekehrt gemacht und abgesehen vom längeren Weg zur Arbeit sehe ich nur Vorteile. Vielleicht braucht es mal eine Werbekampagne, dass es ganz nett auf dem Land ist.



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25.08.2020 um 13:00
Zitat von Atrox
Atrox
schrieb:
Warum haben die Leute eigentlich so Bock drauf in der Stadt zu leben?
Bericht aus M:
- kurze Arbeitswege da viel Arbeit
- komisches Nahverkehr
- da viel Arbeit, lieber Wohnung, weniger Arbeit
- teilweise kosten Wohnungen in 60km Entfernung soviel wie in der Stadt
- bekommt ein Dorf Autobahnanschluss oder S-Bahn Station schiessen die Preise sofort hoch
- allgemein bessere Versorgung, ob das Läden oder Ärzte sind



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25.08.2020 um 14:02
Zitat von Atrox
Atrox
schrieb:
Wir haben es Anfang des Jahres umgekehrt gemacht und abgesehen vom längeren Weg zur Arbeit sehe ich nur Vorteile. Vielleicht braucht es mal eine Werbekampagne, dass es ganz nett auf dem Land ist.
echt? Infrastruktur. Nicht jeder hat ein Auto. Nicht jeder kann einfach so weiter weg.



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25.08.2020 um 14:19
Zitat von Tussinelda
Tussinelda
schrieb:
echt? Infrastruktur. Nicht jeder hat ein Auto. Nicht jeder kann einfach so weiter weg.
Du bist nicht in jedem Dorf auf ein Auto angewiesen. Gerade in den Dörfern, die um Kleinstädte herumliegen ist der Weg zum nächsten Bahnhof und Zugang zur Regionalbahn nicht so extrem weit. Da finde ich den Nahverkehr in manchen Städten manchmal schlimmer.

Also im alten Domizil brauchte ich für 5 km Luftlinie eine Stunde mit dem Bus. Jetzt fahre ich entweder 10 Minuten zum Bahnhof mit dem Bus und bin dann innerhalb von 20 Minuten in der Stadt, in der ich arbeite. Von da aus sind es dann nochmal 10 Minuten Busfahrt. Nachteil ist natürlich, das sowohl der Bus als auch der Zug jeweils nur einmal die Stunde fahren. Mit dem Auto fahre ich jetzt 40 Minuten statt 10-20 in der Stadt.

Klar, ist nicht überall so, ich spreche ja über meine Erfahrung. Ich denke aber, dass das Leben auf dem Land besser ist als sein Ruf.

Was die Infrastruktur angeht, gebe ich dir Recht. Für mich wäre es ein KO-Kriterium gewesen, wenn hier nur schlechtes Internet verfügbar gewesen wäre.
Zitat von abahatschi
abahatschi
schrieb:
- allgemein bessere Versorgung, ob das Läden oder Ärzte sind
Ja, das stimmt. Bei der ärztlichen Versorgung sind tatsächlich Lücken. Einen Kinderarzt, der noch aufnimmt, war hier vor Ort nicht zu finden. Versorgung mit Läden ist relativ...alles was nicht Lebensmittel ist, bringt ja eh der Postbote.



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25.08.2020 um 14:29
Zitat von Atrox
Atrox
schrieb:
Du bist nicht in jedem Dorf auf ein Auto angewiesen. Gerade in den Dörfern, die um Kleinstädte herumliegen ist der Weg zum nächsten Bahnhof und Zugang zur Regionalbahn nicht so extrem weit.
ähm ja, wenn Du meinst. Wohn mal außerhalb von Frankfurt und sei angewiesen auf Regionalbahn, Busse etc, die fahren eher selten, insbesondere in den Ferien, pünktlich auch nicht immer, so dass man gerne den Anschluss verpasst, hinzu kommt, dass man nicht in jedem Dorf entsprechende Einkaufsmöglichkeiten hat etc etc. also auch dafür Bus/Bahn nutzen muss. Es geht Lebenszeit drauf und es kostet viel Fahrgeld.
Ich würde gerne auf dem Land leben, ich brauche die Stadt nicht, aber es wird problematisch, wenn man älter wird und es wäre eine größere Entfernung zu meinen Eltern, um die ich mich ja kümmere.



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25.08.2020 um 14:36
Zitat von Tussinelda
Tussinelda
schrieb:
Es geht Lebenszeit drauf und es kostet viel Fahrgeld.
Dann wird es doch eine einfache Rechnung, ob Lebenszeit und Kosten für die öffentlichen nicht doch höher wiegt als die Kosten für ein Auto. Häufig spart man ja auch etwas Miete ein.

Versteh mich nicht falsch, jeder soll da wohnen, wo er möchte und ich bin auch nicht ganz unglücklich darüber, dass ich hier keine Hochhäuser vorm Fenster habe, weil jeder aufs Land möchte, aber dass es so zwangsläufig ist, dass ja jeder in der Stadt leben will, sehe ich halt nicht so.
Zitat von Tussinelda
Tussinelda
schrieb:
Ich würde gerne auf dem Land leben, ich brauche die Stadt nicht, aber es wird problematisch, wenn man älter wird und es wäre eine größere Entfernung zu meinen Eltern, um die ich mich ja kümmere.
Ich drücke dir die Daumen, dass es irgendwann klappt. Ich kann es nur empfehlen.



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25.08.2020 um 17:46
Zitat von Atrox
Atrox
schrieb:
Frage an alle: Warum haben die Leute eigentlich so Bock drauf in der Stadt zu leben?
Diese Frage kam bei mir auch schon auf, aber wurde heute nun z.T. beantwortet.
Zitat von Atrox
Atrox
schrieb:
Vielleicht braucht es mal eine Werbekampagne, dass es ganz nett auf dem Land ist.
Genau. Wenn das Landleben beworben würde, vielleicht würde sich dann auch die Infrastruktur verbessern. Für Ärzte müssten auch mehr Anreize geschaffen werden.
Was Einkaufsmöglichkeiten betrifft, wo ich wohne, fahren durch die Dörfer Lebensmittelbusse.
Zitat von Atrox
Atrox
schrieb:
Du bist nicht in jedem Dorf auf ein Auto angewiesen
kann ich nur bestätigen.
Es gibt kleinere Dörfer, welche in manche Städte eingemeindet worden sind, auch gar nicht weit weg von diesen, da funktioniert es gut mit den Öffentlichen.

In einer Stadt ist das alles besonders gut und zwar in Jena. Die Vororte und u.a. auch ein Dorf sind sternenförmig um den Stadtkern verteilt.
Mit dem Auto braucht man von diesem sehr idyllisch gelegenem Dorf nur ca. 5 -10 Min bis zum Stadtkern. Mit dem Rad ca 15 Min. Busse fahren auch in annehmbaren Abständen.
Idealer geht's gar nicht. Da braucht man dann auch nicht unbedingt eine gute Infrastruktur im Dorf, wenn es so nahe ist.
Zitat von Atrox
Atrox
schrieb:
Klar, ist nicht überall so, ich spreche ja über meine Erfahrung. Ich denke aber, dass das Leben auf dem Land besser ist als sein Ruf.
Bin ganz deiner Meinung, wenn es nicht zu weit entfernt von einer Stadt ist ... und eben auch billiger.
Zitat von Kybela
Kybela
schrieb:
das ist ein erstaunlicher Satz von dir. Musste jetzt öfters nachgucken, ob ich mich nicht in der Zeile vertan habe ...
:D
es ist nicht alles schwarz/weiß - mal so, mal anders - je nach Lebensbereich :)



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25.08.2020 um 17:59
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Für Ärzte müssten auch mehr Anreize geschaffen werden.
Es gibt doch schon zum Teil enorme Anzeize, dennoch hören wohl noch immer mehr auf, als das neue anfangen oder Praxen übernehmen.
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
Was Einkaufsmöglichkeiten betrifft, wo ich wohne, fahren durch die Dörfer Lebensmittelbusse.
Niemals würde ich die Auswahl eines Supermarktes und die Wahl zwischen verschiedenen Discountern gegen einen Lebensmittelbus eintauschen wollen. Zumal die Lebensmittel in den Lebensmittelbussen doch warscheinlich teurer sind, als im Supermarkt.



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