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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

4.618 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Wirtschaft, Stadtentwicklung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

05.01.2026 um 16:10
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Dann fährst Du an einem Tag in die Firma, übernachtest und am nächsten Tag zurück. Es gibt bei mir in der Firma eine Person, die in Hamburg wohnt und das so macht. Besser als nach Thailand auszuwandern.
@JosephConrad:
Ich habe eine ganze Weile in verschiedenen Teilen von Deutschland gearbeitet, lustigerweise waren auch mal 8 Wochen Chemnitz dabei und ich wohne ebenfalls in München, ich kenne also die Strecke gut.

Zeitlich sind es halt ca. 8 Std. zusätzliche Arbeitszeit pro Woche, die natürlich nicht bezahlt werden, Arbeitsort bleibt ja München. Dazu kommen noch 4 x 750 km Fahrtstrecke (hin und zurück, 4 x im Monat), geschätzt bei 0,30 €/km macht das 900,-- € Fahrtkosten plus 4 x 100,-- € Hotelkosten. Fahrtkosten und Hotelkosten sowie die Verpflegungspauschale sind steuerlich abziehbar, aber überschlagen 600,-- bis 800,-- € Kosten musst du dann wahrscheinlich selbst tragen. Wobei ich mir bei der steuerlichen Behandlung der Reisekosten nicht ganz sicher bin.

Lohnt sich das?


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

05.01.2026 um 16:34
@JosephConrad
Ja, formal gesehen ist eine ausbleibende Gehaltserhöhung natürlich „mein Problem“. Wenn ich 10 % oder mehr möchte, muss ich wechseln oder hart verhandeln. Aber sollte ein Inflationsausgleich wirklich etwas sein, um das man betteln, verhandeln oder argumentieren muss?

Der Staat trägt eine Mitverantwortung für die Inflation, durch seine Fiskal- und Geldpolitik sowie durch politische Fehlentscheidungen. Diese Faktoren beeinflussen unmittelbar meinen Reallohn und gleichzeitig auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Unternehmen. Insofern halte ich es für legitim, über strukturelle Lösungen nachzudenken.

Belgien ist hier ein interessantes Beispiel, dort gibt es eine automatische Lohnindexierung, die zumindest die Kaufkraft sichert. Warum sollte ein solches Prinzip im „freien Markt“ grundsätzlich unmöglich sein, wenn staatliche Eingriffe auf der anderen Seite erheblichen Einfluss auf Inflation, Zinsen und Kostenstrukturen haben?

Wenn ich mir Kennzahlen wie EBIT oder Rohertrag pro Mitarbeitendem anschaue, sehe ich trotz eines angeblich „schlechten Jahres“ teils deutliche Steigerungen. Unternehmen wandern ebenfalls aus, investieren lieber dort wo es Steuervorteile gibt. Gleichzeitig heißt es, für Gehaltsanpassungen sei kein Spielraum vorhanden, das passt für mich nur bedingt zusammen.

Aus meiner Erfahrung in der IT-Branche (und ich bin damit sicher nicht allein) bringt ein Jobwechsel häufig 15–20 % mehr Gehalt, während Loyalität gegenüber einem Arbeitgeber oft kaum honoriert wird. Das wirft die grundsätzliche Frage auf, ob das aktuelle System langfristige Bindung und Leistung überhaupt noch sinnvoll belohnt ...

Mir geht es dabei nicht um mehr Gehalt oder um Luxus. Es geht vor allem um die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten und die daraus resultierende abnehmende finanzielle Freiheit. Trotz guter Ausbildung und Vollzeitbeschäftigung bleibt immer weniger Spielraum für Rücklagen, Vorsorge oder langfristige Planung.

Gleichzeitig geht der Staat erhebliche finanzielle Verpflichtungen ein, etwa durch umfangreiche internationale Hilfsprogramme (Ukraine etc.) oder die Zustimmung zu gemeinsamen europäischen Schuldeninstrumenten (Euro-Bonds neuerlich). Unabhängig davon, wie man diese Maßnahmen politisch bewertet, tragen deren finanzielle Folgen letztlich auch (zum Großteil) die Steuerzahler in Deutschland. Für viele arbeitende Menschen entsteht dadurch der Eindruck, dass steigende Belastungen nach unten weitergegeben werden, während ein Ausgleich der eigenen Kaufkraft kaum stattfindet.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

05.01.2026 um 17:12
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und die Lebensqualität hängt nicht nur mit dem Materiellen zusammen, man kann sich z.B. auch an der berühmten "Blume am Wegesrand erfreuen"
Genau das wäre mein Grund gewesen um Auszuwandern, ein viel interessanteres und größere Möglichkeiten zur persönlichen und unternehmerischen Entwicklung.
Mehr Geld hätte ich damit heute vermutlich nicht in der Tasche.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Was ich damit u.a. sagen will:
Finde es tragisch, wenn immer mehr Fachleute auswandern wollen.
Wenn die Regelungen und Gesetze allein schon eine Weiterentwicklung der Fachkräfte verhindern, dann sollte man auswandern, wenn man etwas mehr an der eigenen, persönlichen Entwicklung interessiert ist.

Im IT Bereich ist doch erneute Goldgräberstimmung, KI wird/ hat eine neue Stufe hier eingeläutet.
In Deutschland und der EU diskutiert man nicht die Möglichkeiten, man sucht mal wieder etwas zu regulieren und zu verhindern.
Ähnliches ist doch mit der Grünen Gentechnik passiert und da war Deutschland mal Weltmeister hier boomte die Forschung und Entwicklung, heute eher 3. Welt Land. Alle Forscher, die weiter wollten sind ausgewandert.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

05.01.2026 um 17:40
@Röhrich
Aha, verstehe 🙂
Zitat von HelionHelion schrieb:Mir geht es dabei nicht um mehr Gehalt oder um Luxus. Es geht vor allem um die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten und die daraus resultierende abnehmende finanzielle Freiheit. Trotz guter Ausbildung und Vollzeitbeschäftigung bleibt immer weniger Spielraum für Rücklagen, Vorsorge oder langfristige Planung
das kann ich alles nachvollziehen

Auch das hier:
Zitat von HelionHelion schrieb:Aber sollte ein Inflationsausgleich wirklich etwas sein, um das man betteln, verhandeln oder argumentieren muss?
Zitat von HelionHelion schrieb:Der Staat trägt eine Mitverantwortung für die Inflation, durch seine Fiskal- und Geldpolitik sowie durch politische Fehlentscheidungen
Aber was ist denn die Konsequenz, wenn es ständig einen Inflationsausgleich gibt?
Dadurch wird doch die Inflation immer weiter getrieben, ist doch dann eine Spirale ... irgendwann bis hin zu einer Hyperinflation, oder?


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