@Optimist @SvenLE @alhambra 
Quelle:
https://www.zeit.de/wirtschaft/geldanlage/2026-01/privates-geldvermoegen-deutschland-sparen-anlegen-gxeAlso rein statistisch müsste doch auch einiges von dem ganzen Billionen bei euch liegen, oder? Oder liegen die etwa nur bei einigen ganz wenigen Leuten?
Das Geldvermögen der Menschen in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Das nominale Geldvermögen sei 2025 im Vorjahresvergleich um rund sechs Prozent oder knapp 600 Milliarden Euro gestiegen und beträgt seitdem 10,03 Billionen Euro, teilte die DZ Bank auf Basis vorläufiger Berechnungen mit. 2024 war das private Geldvermögen demnach noch um 7,5 Prozent gestiegen.
Ja, wie kann das denn sein? Wie kommt das denn?
Warte mal, wir haben doch eine Wirtschaftskrise, oder nicht? Wieso werden denn alle immer reicher, wenn wir eine Wirtschaftskrise haben? Das ist ja komisch!
Ist es vielleicht so, dass Kapitalisten von Krisen profitieren und die Reichen in der Krise tatsächlich noch reicher werden als außerhalb der Krise?
Laut der Analyse wächst das Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland seit Jahren, weil die Menschen hierzulande viel sparen.
Das ist auch einer der Gründe: Die Menschen haben wenig Geld, während die Lebensmittel teurer werden, die Mieten erhöht werden und die Unsicherheit zunimmt. Gleichzeitig steigen die Löhne nicht. Also sparen die Leute. Was sollen sie auch sonst tun? Sie müssen ja sparen. Dadurch konsumieren sie natürlich weniger, geben weniger aus und legen mehr zurück, weil sie Angst haben, was ja auch verständlich ist.
Auch steigende Aktienkurse kommen vielen Bürgern zugute. Der Dax schloss am 30. Dezember bei rund 24.500 Punkten; 23 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das ist ja komisch: Obwohl wir eine Rezession haben, hat der DAX um 23 % zugelegt. Wie kann das sein? Ich dachte immer, der DAX bildet ab, wie es unserer Wirtschaft geht. Wie passt das zusammen?
Oder ist es vielleicht nur ein Casino, in dem immer mehr Leute ihre Chips in die Mitte werfen und hoffen, dass das niemals aufhört?
No shit, aber wo ist denn jetzt eigentlich dieses ganze Geld? Bei wem liegt's denn?
Aber hey, obwohl wir alle immer reicher und unsere Konten fetter geworden sind - anscheinend, I don't know, ich habe davon nichts gemerkt - aber anscheinend ist es so - sagt jetzt der Bankenpräsident, dass mehr gearbeitet werden muss.

Quelle:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/wettbewerbsfaehigkeit-bankenpraesident-sewing-schwoert-deutsche-auf-mehrarbeit-ein-a-2a7d3a8b-3454-4e0f-b32f-231433635517#ref=rssJa, gut. Keine Ahnung. Die Zeichen stehen ganz offensichtlich auf Klassenkampf gegen die Arbeiterklasse - und das, obwohl das private Geldvermögen immer größer wird, der DAX komplett durch die Decke geht und wir, nach Nvidia, das viertreichste Land auf diesem Planeten sind.
Trotzdem heißt es: „Es reicht nicht, ihr müsst mehr arbeiten.“
Und das, obwohl die Produktivität komplett durch die Decke gegangen ist. Wir produzieren mittlerweile einfach wahnsinnig viel pro Arbeiter. Nehmen wir nur die Lebensmittelproduktion: Was ein einzelner Bauer heute zum Beispiel für Rüben oder anderes ernten kann, im Vergleich zu vor einigen Jahrzehnten, ist einfach insane.
Und die gesamte Computerisierung und Automatisierung führt auch dazu, dass pro Arbeiter sehr viel mehr produziert wird als früher.
Da könnte man doch eigentlich denken: „Moment mal, wenn pro Arbeiter so viel mehr produziert wird, dann müsste man doch eigentlich weniger arbeiten, oder? Wieso müssen wir dann jetzt mehr arbeiten?“
Das ist ja komisch. Das versteht man nicht so richtig.
Es ist fast so, als ginge es nicht darum, mit dem, was produziert wird, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen, sondern darum, die Profite der Oligarchen zu steigern. Und da hilft es eben nicht, wenn im Grunde genug für die Bedürfnisse der Menschen produziert und hergestellt wird.
Ja, ja, die Profite - die sind noch nicht da, wo sie hin müssen. Wir haben ja immer noch den Kapitalismus. Kredite müssen bedient werden, Investitionen müssen getätigt werden.
Ja, es ist einfach ein dummes Wirtschaftssystem.