Voussoir schrieb:Ich habe ausdrücklich im Sinne des Servicegedankens beschrieben, dass der Staat bei Flugausfällen formal erstmal einspringen könnte, damit Passagiere ihr Recht nicht jedes Mal individuell durchkämpfen müssen. Genau dafür wäre das ein sinnvoller Einsatz der Steuergelder, die man bezahlt. Das ist konstruktiv gedacht und kein Meckern.
Aber genau das passiert doch zumeist auch. Hier in München hätte es aber nichts gebracht.
Ansonsten versuchen die Airlines, bzw. das Personal so gut es geht das Beste für die Passagiere rauszuholen. Auch wenn es nicht immer klappt und manch Airlines für sowas quasi keine Ansprechpartner haben. Seriöse aber geben sich da schon sehr viel Mühe, wenn solche Störfälle auftreten.
Ich weiß aber nicht welche Steuergelder dafür aufgewendet werden sollen, wenn Airlines ihren Passagieren Hotelübernachtungen oder Verpflegungspakete anbieten. Ich denke mal das können die gut und gerne selbst bezahlen.
Voussoir schrieb:Du willst du ernsthaft behaupten, dass wenn ein Flugzeug abends an der Brücke parkt, niemand die Möglichkeit hat, das Flugzeug zu verlassen?
Die Flugzeuge um die es geht standen nicht an den Brücken. Die standen im Vorfeld. Bis dann plötzlich starker Schneefall einsetzte und die Flieger doch nicht mehr starten durften. Da waren dann aber alle Fluggastbrücken belegt und die Busse konnten auch nicht mehr fahren. Angeblich hätten die Fahrer Feierabend gehabt, wer will es ihnen verübeln.
Die einzige Frage bleibt, ob und wie man hätte die Passagiere wieder ins Terminal bekommen können. Oder ob es den Umständen entsprechend ncht die beste Möglichkeit war, sie in den Flugzeugen zu lassen. Verpflegung sollte ja an Bord gewesen sein. Es gab Strom, es war warm, je nach Flugzeugtyp ein Bordunterhaltungsprogramm.
Jetzt weiß ich halt nicht wie schwer es ist mitten in der Nacht Fahrpersonal aus den Betten zu klingeln, damit diese zum Flughafen fahren und die Busse steuern können. Oder ob es möglich gewesen wäre andere Flugzeuge, die an den Fluggastbrücken standen auf andere Parkpositionen zu bringen, damit die 5 Flieger mit den Passieren dort hätten ran können.
Das ist ja nichts alltägliches und hätte vielleicht anders gelöst werden können, aber da wir die genauen Umstände nicht kennen, sehe ich hier wenig Spielraum für "am einfachsten wäre es gewesen wenn..."
Tagsüber wäre das so sicher nicht passiert und ich denke auch in Leipzig wäre es anders gelaufen. Da es dort kein Nachtflugverbot gibt und Personal für Busse und Flugzeugschlepper 24/7 verfügbar sind.
Vielleicht war es, anhand aller Umstände einfach das Beste, dass die Passagiere in den Flugzeugen blieben.