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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

4.762 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Wirtschaft, Stadtentwicklung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

um 15:06
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Merz sollte sich besser darauf konzentrieren, was er hier gegen den Preisanstieg unternehmen könnte.
Die Tankstellen sind ja nur der Beginn, die Strompreise werden nachziehen, die Wirtschaft wird höhere Kosten für Gas zahlen müssen.
Selbst die Landwirtschaft bekommt Probleme und anschließend steigen die Lebensmittelpreise.
Der Atomausstieg war laut Ursula von der Leyen ein "strategischer Fehler":
Während 1990 ein Drittel des europäischen Stroms aus Kernenergie stammte, seien es heute nur noch knapp 15 Prozent, sagte von der Leyen. "Diese Verringerung des Anteils der Kernenergie war eine bewusste Entscheidung. Und ich glaube, dass es für Europa ein strategischer Fehler war, einer zuverlässigen, bezahlbaren Quelle für emissionsarmen Strom den Rücken zu kehren."
Quelle: https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/atomkraft-eu-atomenergie-kernkraft-von-der-leyen-100.html

Womöglich ja nicht der Einzige... Um ehrlich zu sein, ich sehe in der europäischen, insbesondere in der deutschen Politik, eine Aneinanderreihung von Fehlern und Fehleinschätzungen, die uns (zu) teuer zu stehen kommen.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

um 15:12
Der Atomausstieg war das einzig Richtige. Atomstrom ist zu teuer, man ist nicht zuletzt bei Uranlieferungen von Russland abhängig und keiner weiß wohin mit dem Müll.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

um 15:25
Schlussendlich ist auch das krampfhafte Festhalten an den CO2-Zielen ein riesiger Fehler. Denn Deutschland trägt nur 2 % zum weltweiten CO2 Volumen bei, was will man da nennenswert reduzieren? Und selbst bei zero CO2 Emission wäre das CO2 Volumen, was Deutschland beisteuert, nicht bei 0. Weil wir noch atmen.
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:man ist nicht zuletzt bei Uranlieferungen von Russland abhängig
Ist doch ganz einfach. Wir beziehen es einfach über Umwege aus Ländern, die weniger moralische Probleme haben, mit Russland Geschäfte zu machen. Dafür bezahlen wir dann einfach etwas mehr, haben dann aber ein gutes Gewissen. Und wenn das Geld nicht reicht: Einfach Steuern rauf. Eine Anhebung des Spitzensteuersatzes, der Erbschaftssteuer sowie der Mehrwertsteuer werden bereits diskutiert.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

um 15:33
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:, man ist nicht zuletzt bei Uranlieferungen von Russland abhängig
Sonne und Wind reichen nicht aus und sind nicht grundlastfähig. Wie soll man dann nicht von irgendjemand abhängig sein? Jetzt sind wir abhängig von diversen gaslieferanten, von Ländern mit Atomkraftwerken, von öllieferanten etc. Und deutsches Gas soll ja auch nicht gefördert werden.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

um 15:48
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Wie soll man dann nicht von irgendjemand abhängig sein?
Genau so ist es, aber man benimmt sich so, als wäre man unabhängig. Merz im Prinzip auch schon wieder, mit seiner Kritik an der US-Politik der Sanktionslockerung gegenüber Russland. Genau genommen befinden wir uns in einem Netz von Abhängigkeiten. Beispielsweise auch von der Türkei, was die Durchlässigkeit der Grenze vom Iran angeht. Das wird schon sehr bald ein Thema sein. Kümmert in Deutschland aber keinen bzw. kaum jemanden.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

um 15:59
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Sonne und Wind reichen nicht aus und sind nicht grundlastfähig. Wie soll man dann nicht von irgendjemand abhängig sein? Jetzt sind wir abhängig von diversen gaslieferanten, von Ländern mit Atomkraftwerken, von öllieferanten etc. Und deutsches Gas soll ja auch nicht gefördert werden.
Das sind Annahmen, die auf einem alten Energiesystem beruhen.

Das Grundlast-Argument stammt aus einem alten Stromsystem mit wenigen großen Kraftwerken. Moderne Energiesysteme funktionieren anders: mit einem Mix aus erneuerbaren Energien, Netzen, Speichern und flexiblen Kraftwerken. Dazu ein paar Fakten aus Studien:

1. Strukturwandel im Energiesystem (IPCC)

Der Weltklimarat beschreibt, dass Energiesysteme massiv umgebaut werden müssen und zunehmend auf andere Technologien setzen.
Rapid and deep reductions in energy system emissions are required to limit global warming.
Quelle: https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg3/chapter/chapter-6/


2. Kosten von Atomkraft vs. Erneuerbaren (Fraunhofer ISE)

Neue Atomkraftwerke gehören laut Studien zu den teuersten Stromquellen. Die Stromgestehungskosten für Photovoltaik- und Windenergieanlagen sind deutlich niedriger als die für konventionelle Kraftwerke.
Konkrete Zahlen aus der Analyse:

Photovoltaik: etwa 4–14 ct/kWh

Wind Onshore: etwa 4–9 ct/kWh

neue Kernkraftwerke: etwa 13,6–49 ct/kWh
Q: https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.html


3. Erneuerbare sind bereits sehr günstig
"Also cheaper with battery storage"

Photovoltaic systems combined with battery storage could now also produce electricity much more cheaply than coal or gas-fired power plants. The electricity generation costs for PV battery systems vary between 6.0 and 22.5 cents per kilowatt-hour. The wide range is due to the high-cost differences for battery systems (400 to 1000 euros per kilowatt-hour) combined with the cost differences for PV systems and the varying levels of solar radiation at the system location.
Q: https://www.heise.de/en/news/Fraunhofer-ISE-Renewable-energy-cheaper-than-conventional-power-plants-9831559.html
»Tatsächlich wurde die Stromerzeugung aus Kernkraft energetisch durch erneuerbare Energien ersetzt. Im ersten Jahr ohne Kernenergie wurden ungefähr 270 TWh erneuerbarer Strom erzeugt, 33 TWh mehr als im Vorjahreszeitraum. Unser Strommix ist so sauber wie nie zuvor«, erklärt Prof. Bruno Burger, der die Datenplattform energy-charts.info des Fraunhofer ISE verantwortet. Die Erneuerbaren Energien hatten zwischen April 2023 und April 2024 einen Anteil von 58,8 Prozent an der elektrischen Last. Das ist die Summe aus dem öffentlichen Stromverbrauch und den Netzverlusten.
Quelle: https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2024/ein-jahr-ohne-kernkraft-erneuerbare-energien-ausgebaut-fossile-stromerzeugung-deutlich-gesunken.html

Fazit: Studien von IPCC und Fraunhofer zeigen, dass Energiesysteme weltweit ohnehin Richtung erneuerbare Energien, Speicher, Netzausbau und Flexibilität gehen. Atomkraft ist dabei meist teurer, langsamer zu bauen und ebenfalls importabhängig.

Darum setzen viele Energieszenarien langfristig stärker auf Wind, Solar, Speicher und Netze, statt neue Atomkraftwerke zu bauen.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

um 16:05
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Das die Freigabe für ein paar beladene russische Tanker keine Wende im Energiepreis bringen werden, sollte auch klar sein.
Habe heute gehört, das ca. 1300 Tanker zur russ. Schattenflotte gehören, das ist nicht wenig.
Das die i.d.R. Schrott sind und gestern noch aufgebracht wurden interessiert nun auch keine Sau mehr.
Irgendwie auch nicht so die tolle nachhaltige Lösung....

Also weiter wie gehabt: Scheiß die Wand an, Hauptsache billiges Öl.


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um 16:08
Zitat von sören42sören42 schrieb:Genau so ist es, aber man benimmt sich so, als wäre man unabhängig. Merz im Prinzip auch schon wieder, mit seiner Kritik an der US-Politik der Sanktionslockerung gegenüber Russland. Genau genommen befinden wir uns in einem Netz von Abhängigkeiten. Beispielsweise auch von der Türkei, was die Durchlässigkeit der Grenze vom Iran angeht. Das wird schon sehr bald ein Thema sein. Kümmert in Deutschland aber keinen bzw. kaum jemanden.
Mag ja sein, dass Du der abhängikeitsgeile Typ bist. Sind andere nicht. Ich bin dafür, in der Energiepolitik weiter die Unabhängigkeit anzustreben und fortlaufend zu verbessern. Ach ja: der Witz daran ist, dass die Verringerung des CO2 Ausstoßes ganz nebebei mit abfällt. Kohle, Gas und AKW sind einfach auf Dauer teuer.


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