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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

4.862 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Wirtschaft, Stadtentwicklung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

14.03.2026 um 08:20
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Soweit ich mitbekommen habe, läuft diese Energiewende seit 2002.
Uber Unionsgeführten Regierungen gab es keine Energiewende. Die sind stramm auf der Fossil-Welle unterwegs.

Siehe auch Gas-Kathi, die uns immer tiefer in den Dreck zieht.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Die hat man ja in aller Eile nun alle wieder abgeschaltet
Jahrelange Planung und Rechtssicherheit haben nichts mit Eile zu tun.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wie erreicht man also mehr EE Anteil an dem Energieverbrauch?
Indem man mehr auf Elektrizität umstellt. Sei es im Verkehr oder Heizung. Der Siegeszug der Physik kann auch das Land der Bekloppten und Bescheuerten nicht aufhalten.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Und jetzt sind wir kein Rechtsstaat mehr, weil wir Tanker der Schattenflotte an die Kette nehmen?
Wenn es begründete Zweifel an der Rechtmäßigkeit von Papieren oder deren Handlung, dann wurde eingegriffen.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Merz sagt es zwar aber leider ist es ja nicht möglich, Fehler zu korrigieren...
Merz redet Unfug und das du das nicht mitbekommst, war mir klar.


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14.03.2026 um 10:13
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Wir sind historisch einer der größten Emittenten und sollten auch als Vorbild unseren Fußabdruck deutlich reduzieren. Wir stellen übrigens nur 1% der Weltbevölkerung. Mit welchem Recht verschmutzen wir die Erde mit 100% mehr als uns zusteht?
Die Rechnung ist komplett falsch bzw. zu kurz gedacht: Wenn wir von zwei auf ein Prozent CO2-Emission gehen würden, dann würden die eingesparten Emissionen von 1 % anderenorts verdoppelt. Weil die Produktionsverlagerung in Länder mit weniger Emissionsauflagen erfolgen würde, die zufällig auch noch geringere Energie- und Arbeitskosten haben. Mit anderen Worten, komplett kontraproduktiv, weil sich durch "teure Maßnahmen" hier anderensorts die Emissionen um mehr als die eingesparten Emissionen bei uns erhöhen.

Vorbild ja, aber ein schlechtes, wenn man es so macht. Also wieder ein Fehler. Ob von der Leyen den demnächst auch einräumt, so wie den mit dem Atomausstieg?


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

14.03.2026 um 10:22
Zitat von sören42sören42 schrieb:weil sich durch "teure Maßnahmen"
Ich sehe an der Tanke und beim Heizen mit Gas komischerweise höhere Kosten als mit WP und E-Auto.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ob von der Leyen den demnächst auch einräumt, so wie den mit dem Atomausstieg?
Panikreaktion mit rausschleudern von hunderten Millionen um Mini-AKWs zu fördern.
Wird dann eh in USA bei Amazon gekauft.


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14.03.2026 um 10:46
Zitat von hiddenhidden schrieb:Ich sehe an der Tanke und beim Heizen mit Gas komischerweise höhere Kosten als mit Strom.
Strom zieht auch an. Wird ja auch teils mit Gas hergestellt. Oder halt Atomstrom importiert. Sollen halt andere die Atomkraftwerke haben, dafür bezahlen wir dann eben ein bisschen mehr. Wir haben es doch, wir sind die Leader - ob moralisch oder finanziell.


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14.03.2026 um 11:49
Zitat von sören42sören42 schrieb:Die Rechnung ist komplett falsch bzw. zu kurz gedacht: Wenn wir von zwei auf ein Prozent CO2-Emission gehen würden, dann würden die eingesparten Emissionen von 1 % anderenorts verdoppelt.
Aha. Wenn du also deine Gasheizung durch ne Wärmepumpe ersetzt, dann steigen anderswo die Emissionen? Wenn du dir ne PV Anlage auf das Dach setzt, dann steigen anderswo die Emissionen? Irgendwie hat die Logik ein Loch.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Weil die Produktionsverlagerung in Länder mit weniger Emissionsauflagen erfolgen würde, die zufällig auch noch geringere Energie- und Arbeitskosten haben.
Hmm, weiter unten hast du doch erkannt, dann dass der Strompreis am Gaspreis hängt. Was auch vollkommen richtig ist. Dann kann doch aber nur die Konsequenz sein, dass man möglichst auf erneuerbare Energien setzt und der Strom dadurch billiger wird.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Mit anderen Worten, komplett kontraproduktiv, weil sich durch "teure Maßnahmen" hier anderensorts die Emissionen um mehr als die eingesparten Emissionen bei uns erhöhen.
Warum sollte das so sein?
Zitat von sören42sören42 schrieb:Strom zieht auch an. Wird ja auch teils mit Gas hergestellt
Stimmt, der Strompreis hängt am Gaspreis. Wie schon gesagt: dann müssen wir eben mehr EE haben, damit wir Gaskraftwerke rausdrängen können.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Oder halt Atomstrom importiert.
Nur 20% unserer Stromimporte sind Atomstrom, ist halt viel zu teuer. Wir nehmen den eigentlich nur Sonntags, wenn die Franzosen darum betteln, weil sie sonst Reaktoren ausmachen müssten. Wesentlich mehr importieren wir Windstrom aus Dänemark oder Wasserkraft aus Norwegen.


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14.03.2026 um 13:43
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Stimmt, der Strompreis hängt am Gaspreis. Wie schon gesagt: dann müssen wir eben mehr EE haben, damit wir Gaskraftwerke rausdrängen können.
2025 wurden gerade mal 15,5% des Stroms durch Gas hergestellt. Dagegen 16,9% allein mit Photovoltaik. Bei den Stromimporten waren 23% aus Kernkraft, 55% aus erneuerbarer Energie. Und da alle langfristig auf EE setzen. wird der Anteil auf Dauer höher. In D sind bis in 5 Jahren 80% geplant. In Frankreich 60%. Spanien 70%. China 40% (jetzt 20%). Indien 50%. Also nix mit 2% und der Rest macht was er will.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

14.03.2026 um 15:04
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Wenn du dir ne PV Anlage auf das Dach setzt, dann steigen anderswo die Emissionen? Irgendwie hat die Logik ein Loch.
Lies nochmal langsam, was ich geschrieben habe:
Zitat von sören42sören42 schrieb:Die Rechnung ist komplett falsch bzw. zu kurz gedacht: Wenn wir von zwei auf ein Prozent CO2-Emission gehen würden, dann würden die eingesparten Emissionen von 1 % anderenorts verdoppelt. Weil die Produktionsverlagerung in Länder mit weniger Emissionsauflagen erfolgen würde, die zufällig auch noch geringere Energie- und Arbeitskosten haben. Mit anderen Worten, komplett kontraproduktiv, weil sich durch "teure Maßnahmen" hier anderensorts die Emissionen um mehr als die eingesparten Emissionen bei uns erhöhen.
Aha, es ging also um Emissionen durch die Industrie und Produktionsverlagerungen, nicht ob sich jemand eine PV Anlage aufs Dach setzt oder eine Wärmepumpe vors Haus anstatt mit Gas oder Öl zu heizen.

Äpfel versus Birnen.
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:2025 wurden gerade mal 15,5% des Stroms durch Gas hergestellt. Dagegen 16,9% allein mit Photovoltaik.
Aha, also ungefähr gleich viel.


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14.03.2026 um 15:21
Zitat von sören42sören42 schrieb:Aha, also ungefähr gleich viel.
Wäre noch interessant, ob der PV Strom dann auch zu 99% dann erzeugt wurde, wo er gebraucht wurde oder für teuer Geld ins Ausland abgegeben werden musste.

Strom produzieren kann viel sein, der muss aber immer ausreichend vorhanden sein, es nützt nichts mit EE eine massive Überproduktion an manchen Tagen zu haben und in anderen Zeiten kommt nichts...


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

14.03.2026 um 15:54
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:2025 wurden gerade mal 15,5% des Stroms durch Gas hergestellt.
Die Menge an von Gas erzeugtem Strom spielt keine Rolle. Das Merrit Order Prinzip sorgt dafür, dass das teuerste Kraftwerk den Preis bestimmt. Solange also noch ein einziges Gaskraftwerk einspeist, ist der Strom für alle teuer. Egal aus welcher Quelle
Zitat von sören42sören42 schrieb:Aha, es ging also um Emissionen durch die Industrie und Produktionsverlagerungen, nicht ob sich jemand eine PV Anlage aufs Dach setzt oder eine Wärmepumpe vors Haus anstatt mit Gas oder Öl zu heizen
Und es gibt 1000 andere Wege die Emissionen runter zu bekommen. Ohne Produktionsverlagerung.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wäre noch interessant, ob der PV Strom dann auch zu 99% dann erzeugt wurde, wo er gebraucht wurde oder für teuer Geld ins Ausland abgegeben werden musste.
Ah, die Mähr vom verschenkten Strom, die fehlte ja noch.

Bei uns gab es letztes Jahr 573 Stunden mit negativen Preisen. Das sind 6% der Zeit. 5-8% ist so der übliche Rahmen in der Eu. D.h. wir können etwa genau so oft zu negativen Preisen kaufen wie wir verkaufen. Der europäische Stromhandel ist tatsächlich einer der sehr gut funktioniert.

Am Ende reden wir hier von ein paar Appelstückchen. Mach dir lieber mal Gedanken über die fossilen Energien, die wir leider nie zu negativen Preisen kaufen und die uns 70 Mrde jedes Jahr kosten


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14.03.2026 um 15:59
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Ah, die Mähr vom verschenkten Strom, die fehlte ja noch.
Mär und dann bestätigst Du die gleich?
Ich habe das gefragt, denn Strom produzieren wenn er gar nicht in der Menge benötigt wird, dient nicht unbedingt der Versorgungssicherheit.

Und wenn das derzeit nur 6% ausmacht, ist das auch einzuordnen.
Mit einem massiven Ausbau werden sich diese Zahlen wie ändern?

Halten wir fest, die Mär wurde von Dir bestätigt.

Und Stromproduktion und Verbrauch? Wie hat sich das verändert?


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14.03.2026 um 16:12
Zitat von sören42sören42 schrieb:Wenn wir von zwei auf ein Prozent CO2-Emission gehen würden, dann würden die eingesparten Emissionen von 1 % anderenorts verdoppelt.
Was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung? Warum sollte jemand denn zusätzlich emittieren?
Zitat von sören42sören42 schrieb:Weil die Produktionsverlagerung in Länder mit weniger Emissionsauflagen erfolgen würde, die zufällig auch noch geringere Energie- und Arbeitskosten haben.
Deswegen hat man einen EU-Binnenmarkt, wo man über Zölle genau solche Effekte bereisen kann. Weiterhin ist bereits seit Jahrzehnten dieser Effekt durch die Globalisierung eingetreten. Das hängt also nicht vom Energieeinsatz ab.

Vielmehr ist ein erhöhter Anteil an EE ein Wettbewerbsvorteil, weil dadurch die Stromkosten sinken.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Wird ja auch teils mit Gas hergestellt.
Daher weiterer Ausbau an EE, um die sinnlose Erzeugung aus fossilen Energien zu vermeiden.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Oder halt Atomstrom importiert.
Es wird Strom importiert, wenn die Kapazitäten bei uns nicht reichen (was nicht der Fall ist) oder wenn der importierte Strom billiger ist (was immer der Fall ist). Wie schon beschrieben sind wir für Dänemark gerade der beste Kunde.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Äpfel versus Birnen
Alles Kernobst.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Ich habe das gefragt, denn Strom produzieren wenn er gar nicht in der Menge benötigt wird, dient nicht unbedingt der Versorgungssicherheit.
Deswegen müssen mehr Speicher ans Netz. Die Anbieter stehen Schlange, man kriegt es wieder einmal nicht hin. Man könnte meinen, die Fossillobby ist wieder einmal am Werk.

Blaupause ist übrigens Kalifornien, die genau zeigen, wie man Speicher sinnvoll nutzt.


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14.03.2026 um 16:24
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Mär und dann bestätigst Du die gleich?
Nein, im Gegensatz zu dir bin ich fähig mehr als unqualifiziertes Gemecker von mir zu geben. Deswegen habe ich das mal für dich in der Menge qualifiziert. Und siehe a) sind negative Strompreise ein untergeordnetes Problem und b) profitieren wir davon genau so oft wie die anderen.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Ich habe das gefragt, denn Strom produzieren wenn er gar nicht in der Menge benötigt wird, dient nicht unbedingt der Versorgungssicherheit.
Was quatsch ist, denn wenn die Versorgungssicherheit gefährdet ist, dann können wir die Erzeugung abregeln. Dennoch wären mehr Batteriespeicher wünschenswert. Die Investoren stehen da ja auch Schlange.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Mit einem massiven Ausbau werden sich diese Zahlen wie ändern?
Nun, mit einem Ausbau der Kernenergie werden sie deutlich steigen ;)

Bei einem Ausbau an EE werden sie vielleicht noch leicht steigen. Am Ende reden wir hier von einem Markt. Wie haben mittlerweile viele Anlagen, vor allem bei Offshore Wind, die keine EEG Vergütung bekommen. Die müssen also zu Börsenpreisen handeln. D.h. die werden lieber ihre Anlagen abschalten, als Geld mitzubringen. Und darüber regelt sich das dann. Mehr Batteriespeicher würden dennoch helfen.


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15.03.2026 um 19:17
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:2025 wurden gerade mal 15,5% des Stroms durch Gas hergestellt. Dagegen 16,9% allein mit Photovoltaik.
Zitat von sören42sören42 schrieb:
Aha, also ungefähr gleich viel.
Ja und dann noch einmal 27,4% aus Windkraft, 7,5% aus Biomasse und 3,7% aus Wasserkraft.

Baut man das weiter aus und koppelt das Ganze mit intelligenten Stromspeichern, so lässt sich der Gasverbrauch und die Kohleverstromung (derzeit 20%, Ausstieg bis 3038) auf ein Minimum reduzieren.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

15.03.2026 um 19:34
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Baut man das weiter aus und koppelt das Ganze mit intelligenten Stromspeichern, so lässt sich der Gasverbrauch und die Kohleverstromung (derzeit 20%, Ausstieg bis 3038) auf ein Minimum reduzieren.
Das sind alles Träume von Leuten, die von industriellen Prozessen keine Ahnung haben. Die müssen nämlich auch weiterlaufen, wenn der Wind nicht weht oder es draußen dunkel ist, weil ansonsten sehr hohe Kosten entstehen, wenn der Prozess unterbrochen wird.

"Die Grünen" werden laut Wahlanalysen auch überwiegend von Beamten gewählt:
Grüne bei Beamten mit Abstand vorn
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/video69add2ef10f264d559778689/alter-geschlecht-beruf-gruene-bei-beamten-mit-abstand-vorn-afd-bei-16-bis-24-jaehrigen-auf-platz-2.html

Beamte müssen keine Angst vor Arbeitslosigkeit haben und wissen wenig über Prozesse in der Industrie.


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15.03.2026 um 19:51
Zitat von sören42sören42 schrieb:Das sind alles Träume von Leuten, die von industriellen Prozessen keine Ahnung haben. Die müssen nämlich auch weiterlaufen, wenn der Wind nicht weht oder es draußen dunkel ist, weil ansonsten sehr hohe Kosten entstehen, wenn der Prozess unterbrochen wird.

"Die Grünen" werden laut Wahlanalysen auch überwiegend von Beamten gewählt
Der Hinweis auf das Wahlverhalten von Beamten ist doch kein Argument für oder gegen eine bestimmte Energiepolitik. Ob jemand Beamter, Unternehmer, Ingenieur oder Arbeiter ist, sagt nichts darüber aus, ob eine technische oder wirtschaftliche Einschätzung richtig oder falsch ist. Entscheidend ist, welche Konzepte von Fachleuten aus Energiewirtschaft, Industrie, Netzbetreibern und Forschung entwickelt werden.

Gerade bei der Energiewende arbeiten sehr viele Akteure aus der Industrie selbst mit: Energieunternehmen, Netzbetreiber, Anlagenbauer, Chemie- und Stahlunternehmen. Viele der langfristigen Szenarien zum Stromsystem werden außerdem von Institutionen wie Fraunhofer-Instituten, Energieagenturen, Netzbetreibern oder Industrieverbänden erstellt. In diesen Studien wird ausdrücklich berücksichtigt, dass Industrieprozesse eine sehr hohe Versorgungssicherheit brauchen. Die Frage sollte daher weniger sein, wer welche Partei wählt, sondern ob die vorgeschlagenen Lösungen technisch und wirtschaftlich funktionieren. Darüber kann man sachlich diskutieren, unabhängig von politischen Zuschreibungen.

Kontinuierliche Industrieprozesse sind ein wichtiger Punkt, deshalb gehen weder Energiewirtschaft noch Bundesregierung davon aus, dass Wind und Solar allein das System tragen sollen. Die langfristigen Strategien sehen vielmehr ein kombiniertes System vor: stark ausgebauter erneuerbarer Strom, große Speicher, flexible Kraftwerke, Netzausbau und europäischer Stromhandel.

Deutschland plantbekanntlich einen sehr starken Ausbau von Wind- und Solarenergie (Ziel: rund 80 % erneuerbarer Strom bis 2030). Parallel sollen neue flexible Gaskraftwerke entstehen, die später auf Wasserstoff umgestellt werden können, damit auch bei wenig Wind oder Sonne genügend Leistung verfügbar ist. Außerdem wird der Ausbau von Speichern, Wasserstoffproduktion und Netzen vorangetrieben, damit Strom zeitlich und räumlich besser ausgeglichen werden kann.
Auch die Industrie selbst spielt dabei eine Rolle: viele Unternehmen planen bereits Elektrifizierung, Lastmanagement oder Wasserstoffnutzung, um ihre Prozesse flexibler und klimaneutraler zu machen. Ziel der aktuellen Energiepolitik ist also nicht, Industrieprozesse dem Wetter zu überlassen, sondern ein System aufzubauen, in dem erneuerbare Energien den Großteil liefern und Backup-Kapazitäten sowie Speicher die Versorgungssicherheit gewährleisten.

Die Diskussion dreht sich daher weniger um "Wind oder Industrie", sondern darum, wie man ein Energiesystem gestaltet, das klimaneutral ist und gleichzeitig rund um die Uhr zuverlässig Strom für Industrie und Haushalte bereitstellt.


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15.03.2026 um 20:11
Zitat von sören42sören42 schrieb:Nein, ich habe diese Abhängigkeiten nicht erfunden, nur weil ich sie sehe. Und nur, weil man meint, eine auflösen zu können, sind die anderen trotzdem noch da. Und eventuell weitere!
Kauf dir ein E-Auto, ne Wärmepumpe und klopp dir Solar aufs Dach. Schon kann dir alles andere so ziemlich schnuppe sein.


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15.03.2026 um 20:19
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Kauf dir ein E-Auto, ne Wärmepumpe und klopp dir Solar aufs Dach. Schon kann dir alles andere so ziemlich schnuppe sein.
Das mag in Privathaushalten funktionieren, aber eben nicht in Industriebetrieben. Und "Solar aufs Dach kloppen" kann man im Einfamilienhaus gut machen, in Mietwohnungen wird es schon schwieriger. Und wenn man den Strom nicht selbst produziert, ist er fürs E- Auto zu teuer, zumindest in Deutschland.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

15.03.2026 um 20:39
Zitat von sören42sören42 schrieb:Das sind alles Träume von Leuten, die von industriellen Prozessen keine Ahnung haben.
Du scheinst nicht in der Industrie zu arbeiten. Sonst würdest du nicht sowas schreiben.

Belese dich mal hier, wie zukünftig Energieerzeugung funktioniert. Ist übrigens bei mir in der Firma schon in der realen Welt so umgesetzt:

Wikipedia: Virtuelles Kraftwerk


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15.03.2026 um 20:58
Zitat von sören42sören42 schrieb:Das mag in Privathaushalten funktionieren, aber eben nicht in Industriebetrieben. Und "Solar aufs Dach kloppen" kann man im Einfamilienhaus gut machen, in Mietwohnungen wird es schon schwieriger. Und wenn man den Strom nicht selbst produziert, ist er fürs E- Auto zu teuer, zumindest in Deutschland.
IOch habe ein eAuto und "tanke" nur an öffentlchen Säulen. Bin froh, denn mit 49ct / kWh (Vertrag bei EnBW) fahre ich im Vergleich zu Benzinern oder Dieselfahrzeugen immer günstiger, gerade jetzt.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

15.03.2026 um 21:07
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:IOch habe ein eAuto und "tanke" nur an öffentlchen Säulen. Bin froh, denn mit 49ct / kWh (Vertrag bei EnBW) fahre ich im Vergleich zu Benzinern oder Dieselfahrzeugen immer günstiger, gerade jetzt.
Ich denke, das würde jetzt zu weit und ins OT führen, aber es sind verschiedene Kosten zu berücksichtigen. Der höchste dürfte die Abschreibung/Wertverlust sein, denn der Akku ist nun mal ein Bauteil, das einem gewissen Verschleiß unterliegt. Auch beim Verbrenner ist der Wertverlust schon die größte Position, wenn auch nicht in dem Ausmaß.

Hinzu kommt, dass die Kapazitäten in der Infrastruktur nicht reichen, wenn jeder, der heute einen Verbrenner hat, auf Elektro umsteigt.

Ich habe ein Fahrrad, das ist noch günstiger und gesund dazu.


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