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Antifa

2.194 Beiträge, Schlüsselwörter: Faschismus, Antifaschismus, Antirassismus
Warhead
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Antifa

11.09.2014 um 00:22
@Gwyddion
Müll der schlagenden Sorte,Paukanten die so tun als seien sie aufrechte Demokraten


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Warhead
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Antifa

11.09.2014 um 00:24
@Shionoro
Die Telephonnummer der Reps

Youtube: ZK - Immer wieder besetzt


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Wolfshaag
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Antifa

11.09.2014 um 00:25
@Warhead
Warhead schrieb: Ach du bist so ein RCDSler
Nein, bin ich nicht. Ich war freier Kandidat und wurde 5 Jahre in Folge wiedergewählt und zwar deutlich, sehr zum Missfallen der AntiFa übrigens. ;)


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Warhead
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Antifa

11.09.2014 um 00:28
@Wolfshaag
Fachschaftsknilch,obskurer Mittelbauer


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Wolfshaag
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Antifa

11.09.2014 um 00:30
@Warhead
Warhead schrieb: Fachschaftsknilch,obskurer Mittelbauer
Nein, ich war auch in keiner Fachschaft. Was ist denn ein "obskurer Mittelbauer"?


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Warhead
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Wolfshaag
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Antifa

11.09.2014 um 00:36
@Warhead
Nein, auch damit hatte ich nichts zu tun, ich war schlichter und einfacher Student.


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Antifa

11.09.2014 um 00:48
haha, ja. Schlicht und einfach. Das passt immer noch.. :D
@Wolfshaag


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Wolfshaag
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Antifa

11.09.2014 um 00:49
@vincent
Es mus halt auch einfach denkende Menschen geben, niwo?! :D


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Flatterwesen
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Antifa

11.09.2014 um 01:29
Mal was zu diesen Beitrag

Beitrag von senju, Seite 62

Das hört sich alles auf den ersten Blick plausibel an, wenn man sich aber mal näher damit befasst ist das mal wieder typische Rechtsextremistische Propaganda. Diese 7500 Morde von Migranten die mögen richtig sein, aber diese Statistik berücksicht im Gegensatz zu den 180 rechtsextremistisch Morden nicht die Motivlage. Hier wird jegliche Tötung durch Migranten an Deutschen aufgezählt ohne die Motivlage zu berücksichtigen. Nur weil ein Migrant einen Deutschen ermorden muss es nicht bedeuten das dass Motiv "Deutschenhass" ist. Das ist bei den 7500 sind eben auch Morde durch ganz andere Motive aufgezählt(Eifersucht, Rache, Ehestreit, Familiendrama etc.) die mit einen Konflikt Migranten vs. Deutsche gar nichts zu tun haben. Nur das der Täter eben Migrant ist und das Opfer Deutscher. Bei den 180 Morden durch Rechtsextremisten sind nur die aufgezählt die nachweisslich rechtsextremistisch motiviert sind und darunter sind keine Morde wie ein Rechtsextremist aus anderen Motiven jemanden getötet hat im Gegensatz zu den 7500 Morden durch Migranten. Das ist eine Nebelkerze...


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Antifa

11.09.2014 um 01:58
Oho, jetzt wird es zur Schwafelmeisterschaft, oder wie? Einen Begriff, wie den Reduktionismus, der eigentlich in die Wissenschaftsphilosophie gehört, hier in eine gesellschaftliche Diskussion zu schmeißen ist schon spassig, wie auch schwammig. Soll ich jetzt vielleicht anfangen von Holismus zu sülzen und das Pseudo-Ganzheitlichkeitsprinzip in Frage stellen? :D
Also da ich mich von meinen argumentativen Standpunkten hauptsächlich im sozialphilosophischen Bereich bewege, stellt es für mich jetzt kein Problem dar. Du kannst ja gerne über "Holismus" sülzen, bist doch eh Durkheim-Fan oder wie war das? Interessanterweise wirfst du mir zwar Phrasendrescherei vor, bringst aber selber leider kaum irgendwas "Handfesteres".


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Antifa

11.09.2014 um 02:01
@Flatterwesen
Es wird schon an der Stelle gruselig wo die "Ausländer-Angriffe" nach dem völkischen Prinzip hochgerechnet werden. Aber über den Hintergrund dieser Quelle wurd ja schon Glück auch bereits einiges gesagt.


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isar12
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Antifa

11.09.2014 um 02:02
Na dann zunächst mal Servus und guten ääh Morgen. Es ist vollkommen korrekt das Sie Antifa sind! Ich hoffe Sie wissen, was das meint. Punkt. So. aber Sie sollten sich beruhigen, und nicht soviel RTL2 oder sonstwas schauen. Das ist ein gutes Land hier, trotz Merkel und so! In diesem Sinne!


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Wolfshaag
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Antifa

11.09.2014 um 09:14
paranomal schrieb: Also da ich mich von meinen argumentativen Standpunkten hauptsächlich im sozialphilosophischen Bereich bewege, stellt es für mich jetzt kein Problem dar.
Dass das für DICH kein Problem darstellt, war klar. Leider übersiehst Du dabei, dass nicht jeder eine Thematik philosophisch diskutieren möchte, sondern mancher eher eine realistischere Fallanalyse vorzieht. Was im Übrigen wohl für die meisten Mitleser und Mitdiskutanten auch interessanter ist.
paranomal schrieb: Du kannst ja gerne über "Holismus" sülzen, bist doch eh Durkheim-Fan oder wie war das?
Was hast Du denn gegen den guten alten Emile? oO Gerade die Dissoziation passt doch hervorragend zur AntiFa, dazu muss ich nicht mal auf themenfremde Terminologien, wie den Holismus zurückgreifen.
Ergo:
1. Konformität: Konzentrierung auf die Ziele, die mit den zur Verfügung stehenden und gebilligten Mitteln erreicht werden können.
2. Innovation: Gebrauch kulturell missbilligter Mittel.
3. Ritualismus: Strikte Nutzung der vorgeschriebenen Mittel, bis hin zur Ignoranz der negativen Konsequenzen dieser Mittel (Durchführung des Rituals um des Rituals willen) - Verzicht auf die Erreichung der ursprünglichen kulturellen Ziele.
4. Rebellion: Zurückweisung von Zielen und Mitteln und Betonung eines neuen, sozial missbilligten Systems von Zielen und Mitteln.

Oder anders formuliert, vor allem die Relativierung kultureller Mittel, durch Pluralisierung und Individualisierung, führt zu Problemen wie Orientierungslosigkeit, Verhaltensunsicherheit und gesellschaftlicher Desintegration.
Ich denke damit ist die AntiFa perfekt thematisiert und beschrieben.
paranomal schrieb: Interessanterweise wirfst du mir zwar Phrasendrescherei vor, bringst aber selber leider kaum irgendwas "Handfesteres"
Nein, das ist nicht der Punkt, sondern der schon eben erwähnte Fakt, dass ich eigentlich lieber eine realistische Fallanalyse diskutiere, denn philosophische Fremdwort-Diarrhoe, durch die Du Dich ja offenbar allen anderen unendlich überlegen wähnst.


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Antifa

11.09.2014 um 09:18
Also ist die AntiFa wie Neonazis und Salafisten ein Auffangbecken fuer desilusionierte ueberforderte Verlierer der Gesellschaft?


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Antifa

11.09.2014 um 09:24
@babykecks

Zumindest kann man das wohl von vielen "jungen" Menschen behaupten, die sich für eine der genannten Gruppen entscheiden. Wahrscheinlich vermittelt unsere Gesellschaft nicht genügend
Sicherheit....


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Wolfshaag
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Antifa

11.09.2014 um 09:29
@babykecks
Na ja, "desilusioniert" sicher nicht, denn genau wie die anderen von Dir oben angeführten Gruppen, haben sie ja gerade ihre Illusionen zum Lebensmittelpunkt erhoben.^^ Überfordert daher sicher auch oft mit der Realität. Allerdings unterscheidet die AntiFa-Mitglieder von den meisten anderen der oben Genannten, dass sie irgendwann mal 18 werden und/oder am Ende ihres Studiums, Lehre, etc. überraschenderweise mit dem sogenannten "Ernst des Lebens", der bis dahin nur eine Art imaginärer Buhmann für sie war, konfrontiert werden, was dann meist sehr schnell zur Aufgabe der AntiFa-Mitgliedschaft führt. :D


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Warhead
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Antifa

11.09.2014 um 20:24
Wolfshaag schrieb:2. Innovation: Gebrauch kulturell missbilligter Mittel.
Dem normativen Kulturbegriff setze ich die normativen Kraft des Faktischen entgegen,dann wird da ganz schnell gebilligt wenn die Missbilligung auf Irrtümern oder Antiquiertheit basierte

@babykecks
Nein,Antifaschisten sind lebensbejahende,eher kämpferisch-optimistisch gestimmte Zeitgenossen,nix tiefe Depression und Verliererdasein
Und wie ich schon sagte,DIE Antifa gibt es nicht.Alleine in Berlin hast du um die 50 antifaschistische Gruppen,die ehemals Einflussreichste,die ALB,hat allerdings gerade Insolvenz angemeldet
Wo sind die Falter in meinem Bauch…
Im Augenblick unserer Auflösung blicken wir zurück auf die letzten 11 Jahre, in denen wir linksradikale und antifaschistische Politik in Berlin und in der Bundesrepublik mitgestaltet haben. Zusammen mit euch haben wir gegen den G8-Gipfel im Jahr 2007 demonstriert, sowohl auf der teilweise militanten Großdemonstration am 2. Juni 2007 in Rostock als auch wenige Tage später in den Feldern von Heiligendamm. Wir sahen uns jedes Jahr im November im Gedenken an Silvio Meier und alle anderen Opfer von neonazistischer Gewalt auf der Straße in Friedrichshain. Zusammen mit euch haben wir in endlosen Buskolonnen nach Dresden gesessen, die Nacht vorher vor Aufregung kaum geschlafen, Polizeiketten durchflossen und den größten Neonazi-Aufmarsch in Europa blockiert und unmöglich gemacht. Wir waren auf der Straße gegen die Einführung der Arbeitsmarkt-Reform Hartz IV, haben dort Neonazis von den Demos geworfen, haben x-mal gegen Gentrifizierung, gegen Zwangsumzüge und gegen die soziale Misere hier und in Europa protestiert. Mit Blockupy versuchten wir in Frankfurt mit vielen Anderen, ein wirkungsvolles Zeichen gegen die EZB zu setzen. Wir haben mit Zeitzeug*innen gesprochen und sie von ihrem Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland, Italien, Spanien und Jugoslawien berichten lassen. Wir haben in Veranstaltungsreihen zum Neonazi-Netzwerk NSU versucht, das Unglaubliche, nämlich mordende Neonazi mit Unterstützung des deutschen Staates und seiner Behörden, in Worte zu fassen. In Berlin und darüber hinaus schmiedeten wir Bündnisse gegen Neonazi-Großaufmärsche – so zum 1. Mai 2010 oder zum 8. Mai 2005. Wir sahen uns staatlicher Repression ausgesetzt, weil wir versuchten, in der Presse die Zusammenhänge von kapitalistischer Unterdrückung und dem militanten Widerstand dagegen zu erklären. Wir haben Angriffe gegen unsere Gruppe und gegen Aktivist*innen der linksradikalen Szene zusammen mit Anderen entschlossen abgewehrt. Wir haben mit der LL-Demonstration jedes Jahr im Januar versucht, eine eigene linke Geschichtsschreibung zu etablieren und zu reflektieren. Wir scheuten uns nicht vor großen Bündnissen, beispielsweise gegen Neonazis und soziale Ausgrenzung, und haben in diesen Bündnissen versucht, radikale Standpunkte und Aktionsformen zu vertreten und wirksam werden zu lassen. Wir haben versucht, über die Verbindung von Kultur und Politik, Menschen außerhalb unserer Bewegung für linksradikale und antagonistische Politik zu begeistern und zu politisieren. Wir haben jedes Jahr wieder am 1. Mai in Kreuzberg für die Rechte der Arbeiter*innen, gegen Krieg, gegen Unterdrückung und den kapitalistischen Normalzustand demonstriert. Vieles andere mehr haben wir zusammen mit euch geträumt und organisiert: Deswegen sind an dieser Stelle auch nur ein paar Schlaglichter niedergeschrieben.


Das Maß scheint voll und das Glas ist scheinbar leer…
Unsere Gruppe war nie ein homogener Zusammenschluss, wie es vielleicht für Außenstehende aussah. Was einerseits Stärke ausmachte, brachte durchaus auch Probleme und Differenzen mit sich. Wir haben uns nicht im Streit zur Auflösung der [ALB] entschlossen, doch mittlerweile sind die Ideen, Strategien und Ziele zu unterschiedlich, die wir hinsichtlich einer linksradikalen Praxis, Organisierung und Perspektive haben. Organisierung und Organisation erfordern Verbindlichkeit und bedürfen Zeit und Aufwand, mitunter brauchen sie auch inhaltliche Korrekturen und zähe Debatten - um den richtigen und falschen Begriff vom Kapitalismus, um die Ausrichtung der Aktionen, um die Politik gegen die Festung Europa und gegen Neonazis, um die „Farbe der Regenjacke“, um die Notwendigkeit linksradikaler Aktionsformen und ihre Vermittelbarkeit. Festhalten können wir, dass wir es bereits seit einiger Zeit nicht mehr geschafft haben, die unterschiedlichen Antworten auf diese Fragen in Kraft und Enthusiasmus zu kanalisieren, sondern leider in Ratlosigkeit, Resignation und Austritten.

Dies ordnet sich unseres Erachtens in einen größeren Zusammenhang ein: Die radikale Linke in Deutschland und weiten Teilen Europas scheint sich in einer Krise zu befinden. Ehemals bewährte Konzepte und Ansätze eignen sich nur noch bedingt für die politischen Fragen unserer Zeit. Bei manchen Entwicklungen - vor allem Flüchtlingsproteste, Krieg und Frieden und Überwachung - befindet sich die radikale Linke in einer Schockstarre, und braucht manchmal Wochen, um sich überhaupt zu äußern. Und ob auch dann die passende Antwort und Anschlussfähigkeit gefunden wird, sei dahingestellt.

Symptomatisch wollen wir in diesem Zusammenhang einige Punkte kurz erwähnen, die uns als [ALB] in der letzten Zeit bewegt haben:

Als [ALB] haben wir uns politisch vor allem in den Bereichen Antifaschismus und soziale Kämpfe verortet.

Unseres Erachtens befindet sich die klassische Antifa-Bewegung in einer Krise. Auch hier müssen neue Perspektiven entwickelt werden. Der Rassismus der Mitte, der europaweite Erfolg rechter und rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen und auch der Sozialchauvinismus in weiten Teilen der Bevölkerung bedürfen neuer Ansätze und Antworten durch die antifaschistische Bewegung. Das alte „Antifa heißt Angriff“ ist in diesem Zusammenhang eher als Stillstand und Phrasendrescherei zu werten. Auch hier greifen tradierte Konzepte nur noch bedingt. Ebenso spielt der Wandel in Teilen der extrem rechten Bewegung dabei eine Rolle: Die Fokussierung auf den Kameradschafts- und NPD-Nazi bedarf in Berlin und in anderen Großstädten teilweise einer Neubewertung. Außer Acht gelassen werden darf diese Formierung innerhalb der neonazistischen Szene natürlich nicht. Eine Antifa-Bewegung, die erfolgreich sein will, muss sich in einen Reflexionsprozess begeben und ihre Aktionen und Aktionsformen an eine veränderte extreme Rechte anpassen. Der Kongress „Antifa in der Krise“ im Frühjahr des Jahres 2014 zeigte diese Entwicklung. Leider konnten wir, trotz richtiger Fragestellung und Problembewusstsein, keine adäquate Antwort im Sinne einer politisch-organisatorischen Perspektive entwickeln.

Mehr noch als vor einigen Jahren gibt es derzeit die Möglichkeit, aktuelle selbstorganisierte Geflüchteten-Proteste zu unterstützen und zusammen mit den Refugees den Kampf gegen gesellschaftlichen Rassismus und das europäische Grenzregime zu führen. Hier liegt derzeit ein zentrales gesellschaftliches Konfliktfeld, wo es die Perspektive geben könnte, als radikale Linke wieder wirkungsmächtig zu werden. Es bietet sich für die radikale Linke die Möglichkeit, an entscheidenden Fragen der Zeit zu intervenieren und größere Zusammenhänge – beispielsweise zu imperialer Politik, zum Militarismus des Westens, zu Neokolonalismus, zu Sozialchauvinismus und kapitalistischer Ausbeutung – zu erklären. Das haben wir – und viele andere – verpasst. Auch hier bedarf es neuer Ansätze, Aktionsformen und Diskussionen. Der Enthusiasmus, das Aktionswissen und auch die Fähigkeit, unsere Positionen in breiten Bündnissen auf weitere gesellschaftliche Akteure zu übertragen und damit gesellschaftlich wirksam zu werden, die wir in linksradikalen und antifaschistischen Bündnissen in den letzten Jahren etabliert haben, hätten wir hier intensiv nutzen müssen.

Gerade im Bereich der sozialen Kämpfe, dem zweiten für uns zentralen Arbeitsfeld, gibt es zurzeit gesellschaftliche Bruchstellen. Hier muss die radikale Linke versuchen zu intervenieren, eigene Positionen zu beziehen und Perspektiven aufzuzeigen. Dabei muss über die Szene hinaus mobilisiert und analysiert werden. Das passiert leider immer noch viel zu wenig. Auch haben wir es letztlich nicht geschafft, wirkungsvolle Sozialproteste zusammen mit den Betroffenen der Krise zu formulieren. Auch Blockupy erschien zuletzt Einigen von uns in diesem Zusammenhang mitunter mehr als eine richtige Fragestellung denn als eine wirkungsmächtige Antwort. So konnten in den letzten Jahren zwar mehrere tausend Menschen mobilisiert, ein europäisches Netzwerk aus Aktivist*innen errichtet und verschiedene Aktionen organisiert werden, die sich trotz Repression nicht von Staat und Polizei die Spielregeln haben diktieren lassen. Doch bezüglich der eigentlich wichtigen Frage, wie zukünftig nachhaltige und wirksame soziale Kämpfe auch lokal und im Alltag organisiert werden können, haben wir keine gemeinsamen Antworten finden können.

All diese Aspekte und Entwicklungen zeigen uns, dass ein „Weiter so“ als [ALB] keine gemeinsame Perspektive mehr darstellt. Mehr denn je bedarf es für die radikale Linke einer Neubewertung der Verfasstheit ihrer Strukturen, ihrer Wirkungsmacht und einer linksradikalen Perspektive, die ihren Namen noch verdient.

the show must go on…
Eigene Genoss*innen werden sich weiter in der Interventionistischen Linken (IL) organisieren. Anderen Genoss*innen ist derzeit dieser Ansatz nicht radikal und antagonistisch genug. Einige Genoss*innen aus unserer Struktur wollen einen neuen Zusammenhang gründen und an typische Aktionen und „Politikstil“ anknüpfen. Einige Genoss*innen werden sich bestehenden linksradikalen Strukturen anschließen. Die allermeisten von uns wollen auch weiterhin politisch aktiv sein!

Wir wünschen allen ehemaligen Mitgliedern der [ALB] viel Erfolg, Kraft und Mut - sei es in der „postautonomen“ Großorganisation, in der klassischen linksradikalen Gruppe oder in anderen autonomen, antifaschistischen oder linksradikalen Zusammenhängen.

Zum Abschluss: Wir möchten am 2.Oktober 2014 mit Freund*innen und Genoss*innen in Kreuzberg im Clash feiern und für einen würdigen Abgang sorgen. Das Geld geht an vier Antifaschist*innen, die 2013 versuchten, einen Naziaufmarsch in Berlin mittels einer Betonpyramide zu stoppen.

In diesem Sinne:
Ever tried. Ever failed.
No matter. Try again.
Fail again. Fail better.
(Samuel Beckett)


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Antifa

11.09.2014 um 20:30
@Warhead
Kämpferisch sind sie bestimmt :D


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Antifa

11.09.2014 um 22:27
Dass das für DICH kein Problem darstellt, war klar. Leider übersiehst Du dabei, dass nicht jeder eine Thematik philosophisch diskutieren möchte, sondern mancher eher eine realistischere Fallanalyse vorzieht. Was im Übrigen wohl für die meisten Mitleser und Mitdiskutanten auch interessanter ist.
[...]
Nein, das ist nicht der Punkt, sondern der schon eben erwähnte Fakt, dass ich eigentlich lieber eine realistische Fallanalyse diskutiere, denn philosophische Fremdwort-Diarrhoe, durch die Du Dich ja offenbar allen anderen unendlich überlegen wähnst.
Wenn du das nicht möchtest ist mir das vollkommen egal. Ich hab auch keine Lust auf deine Stammtischsoziologie und versuche trotzdem inhaltlich zu argumentieren, wohin gegen du in erster Linie nur an Begrifflichkeiten rummäkeltest oder dich am argumentum ad hominem versuchst.
Leider halte ich nichts davon, wenn Leute vorgeben Analyse zu betreiben, obwohl sie im Grunde nur ihre Meinung zum besten geben. Hauptsache man kann sich selber suggerieren das was man von sich gibt, wäre in irgendeiner Form von belangen oder gar "realistisch". Aber wär ja auch zu blöd, wenn man das Wort Ideologie gar nicht mehr als Kampfbegriff gebrauchen kann und sich stattdessen bewusst machen würde, wovon man da eigentlich redet? Dann müsste man ja zugeben das politische Weltbilder in diesem Sinne grundsätzlich Ideologien sind und schon steht die dolle Mitte gar nicht mehr so unbefleckt da.
Wolfshaag schrieb:Oder anders formuliert, vor allem die Relativierung kultureller Mittel, durch Pluralisierung und Individualisierung, führt zu Problemen wie Orientierungslosigkeit, Verhaltensunsicherheit und gesellschaftlicher Desintegration.
Ich denke damit ist die AntiFa perfekt thematisiert und beschrieben.
Was hast du denn beschrieben? In erster Linie nur ein Weltbild, demnach man sich unbedarft dem Rechtspositivismus zu beugen hat. Und weil man ja gerne auf dem akademischen Auge blind ist, fragt man sich dann auch gar nicht mehr was denn Recht überhaupt legitimiert. Außerdem sind Pluralisierung und Individualisierung doch der Motor der marktwirtschafltichen Gesellschaftsform und im besten Falle das Produkt des liberalen Geistes selbst. Aber du möchtest ja lieber nur an der Oberfläche kratzen, also lass ich das mal.


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