peekaboo schrieb:Ist da im Wirtschaftsministerium noch irgendwo ein Licht an? Ausverkauf kritischer Infrastruktur an die U.S. Faschisten?
peekaboo schrieb:Während wir noch um digitale Souveränität ringen, verscherbelt Katharina Reiche einfach mal so die Energieversorgung an US Konzerne.
Wir sind einfach lost wenn man alles mal in Summe betrachtet.
Obs jetzt populistisch / unterkomplex zusammengefasst ist bzw. klingt ist mir egal aber:
- Hafeninfrastruktur-Ausverkauf an China
- Naiv-faul Jahrzehnte unterm US-amerikanischen Sicherheitsschirm (von Militär bis Geheimdienst etc.) ausgeruht und dann ganz verwundert wenn es in die Brüche geht weil ein Spinner an die Spitze gewählt wurde und man ohne all das eher nackt dastehen würde
- Fehlender Wille, zu viel nicht-europäische Abhängigkeit, Weltmeister im Moral-Appell aber wenns hart auf hart kommt zu wenig geschissen kriegen
- Goldreserven weitgehend/zu genug erwähnenswerten Mengen in USA belassen
- Gesellschaftliche Resilienz (materiell wie informativ) relativ ignoriert
- Digitalisierung und Netzausbau fürn Arsch
- Teilweise auch faule/naive Bevölkerung, nicht nur Politik
- Etc. pp.
Wir haben lange in einer Larifari-Welt gelebt und ernten nun die Saat. Es wird vmtl. Jahrzehnte brauchen um wirklich nachhaltig zu 'entkoppeln' und eigenständiger zu werden und dann hapert es vermutlich weiter an einem geteilten Europa was sich lieber selbst bekriegt bzw. uneins ist oder mit diesen oder jenen ins Bett springt als Zusammenarbeit zu fokussieren.
Europa hätte die Chance zwischen Autokratien und Hyperkapitalismus/Neoliberalismus eine Nische für sich politisch, als Union/Föderation und eben sozial und wirtschaftlich zu finden. Wenn wir an einem Strang ziehen würden. Kein Raubtier-BS wie in USA teils, auch keine naiven kommunistischen Allüren, irgendein Mittelding dazwischen, soziale Marktwirtschaft und Rechtsstaat, aber oft weniger naiv und mehr praktikabel, geeinter und somit effektiver.
Das ist immerhin einer der Punkte für mich, die "EU federalism" schmackhafter machen: Es würde teils immer noch vorhandene naive deutsche Elfenbeinturm-Politik (und/oder gesellschaftliche Lähmung bzw. Fetisch, lieber endlos über Risiken und Probleme zu diskutieren als denn lieber praktiable zeitnahe Lösungsansätze zu finden oder mal etwas Risiko zu wagen) negieren wenn wir in einer föderalen EU aufgehen würden. Manche Ebenen und Bereiche könnte man glattziehen und dem Trott herausziehen.