Warden
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Die Bildungschancen von Kindern aus Migrationsfamilien sind generell schlechter als die, von nicht-Migrationsfamilien und von denen die bereits länger hier sind. Langsam aber sicher muss man da doch unterscheiden.sacredheart schrieb am 28.12.2025:Das ist nicht die Mehrheit, aber die gibt es auch.
Also ich setzte nicht auf diese und halte das eher für ein Polizeiproblem, als denn für ein Integrationsproblem. Denn das Durchschnittsalter von Migranten ist nunmal geringer, am geringsten ist diese bei den Flüchtlingen der letzten 10 Jahre, die übrigens nur sehr wenig Kontaktpunkte zu den bereits längeren Migranten haben. Ich setze auf solche wie Ugur Sahin und co..sacredheart schrieb am 28.12.2025:Aber darauf zu setzen, dass das diejenigen tun, die in Neukölln grölend den 07.10.23 gefeiert hatten, dass das die Drogenhändler im Görli tun oder aber Clankriminelle oder diejenigen, wegen denen Weihnachtsmärkte wie Hochsicherheitstrakts aussehen und im Sommer in Freibädern Tumult ist, halte ich auch mindestens für eine Außenseiterwette.
Merz hat es erstmal geschafft die Migrationszahlen zu senken, was Geerd Wilders in Holland und in den UK nicht gelungen ist, eben weil die Mitte besser kooperieren kann. Klar dass man sich nun anderweitig aufhängt und am Ende wenn nichts mehr da ist, ist es einfach nur das Klopapier was nach dem Geschäft fehlt.SvenLE schrieb am 29.12.2025:Es wird seit Jahrzehnten nichts gemacht - und am Ende sollen es die Flüchtlinge sein. Echt widerwärtig diese "Logik".
Was sagt denn die Bundespolizei und das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien zu dieser These?juvenilea schrieb:Merz hat es erstmal geschafft die Migrationszahlen zu senken, was Geerd Wilders in Holland und in den UK nicht gelungen ist, eben weil die Mitte besser kooperieren kann.
Vor diesem Hintergrund sei das Migrationsgeschehen eher gesamteuropäisch und langfristig zu betrachten. Die Migrationspolitik der aktuellen Bundesregierung, die seit Mai dieses Jahres im Amt ist, habe damit kaum etwas zu tun.Na sowas.
Geringer Effekt von Kontrollen und ZurückweisungenQuelle: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/ruecklaeufige-asylzahlen-ein-verdienst-der-merz-regierung,V55dnz4
Zu den zentralen Maßnahmen Dobrindts gehören unter anderem verschärfte Kontrollen an den deutschen Landesgrenzen sowie die juristisch stark umstrittenen Zurückweisungen von Asylsuchenden an der Grenze.
Laut Bundespolizei wurden seit Amtsantritt der Bundesregierung im Mai 2025 bis Anfang Dezember 1.095 Menschen mit Asylgesuch an der Grenze zurückgewiesen – im Verhältnis zur Gesamtzahl der Asylsuchenden ein sehr geringer Anteil. Außerdem haben knapp 16 Prozent der Erstantragssteller keine Grenze passiert, um nach Deutschland zu kommen: Diese Zahl entfällt laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf in Deutschland geborene Kinder im Alter von unter einem Jahr.
Gründe für den Rückgang außerhalb Deutschlands
Woran liegt es dann, dass die Zahlen zurückgegangen sind? Franck Düvell vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) an der Universität Osnabrück sagt, um das zu erklären, müsse man sich die Nationalitäten der Antragsteller ansehen: "Der Rückgang hat ja vor allem zu tun mit dem Rückgang bei drei großen Gruppen: Menschen aus Syrien, aus der Türkei und aus Afghanistan."
Knapp 70 Prozent beträgt der Rückgang der Erstanträge allein bei Menschen aus Syrien, seit dort vor einem Jahr Diktator Assad gestürzt wurde. Aus der Türkei hätten zudem die Zahlen kurz nach den Präsidentschaftswahlen vor zweieinhalb Jahren stark zugenommen, sich inzwischen aber wieder bei unter 10.000 eingependelt – ein Minus von knapp 60 Prozent. Und in Afghanistan sind zwar die Taliban an der Macht, Experten wie Düvell sagen aber: Die Sicherheitslage habe sich dennoch deutlich verbessert, sodass insgesamt weniger Menschen fliehen würden.
Expertin: Asylantragszahlen gehen in EU zurück
Vor diesem Hintergrund sei das Migrationsgeschehen eher gesamteuropäisch und langfristig zu betrachten. Die Migrationspolitik der aktuellen Bundesregierung, die seit Mai dieses Jahres im Amt ist, habe damit kaum etwas zu tun.
Das bestätigt auch die Professorin Petra Bendel, Leiterin des Forschungsbereichs Migration, Flucht und Integration am Institut für Politische Wissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: "Wenn wir in andere europäische Staaten schauen, dann zeigen uns die Daten des Hohen Flüchtlingskommissariats und der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex: Die irregulären Grenzübertritte und auch die Asylantragszahlen gehen in allen EU-Staaten zurück, nicht nur in Deutschland."
Keine Empirie für Dobrindts Maßnahmen
Bleibt die Möglichkeit, dass Maßnahmen wie Zurückweisungen und auch Abschiebungen einen Abschreckungseffekt erwirken und so doch einen Anteil am deutlichen Rückgang der Asylerstanträge haben. Dies sei zwar nicht völlig ausgeschlossen, meint Bendel.
Gleichzeitig sei ein solcher Effekt aber kaum nachzuweisen: "Wir haben dazu keine Empirie, wie das symbolisch wirkt. Wir können ja nicht Personen befragen, warum sie nicht gekommen sind."
Bildungspolitik ist Ländersache, diese sind daher für die Entwicklung und Umsetzung spezifischer Maßnahmen zur Integration von Migrationsfamilien in das Bildungssystem verantwortlich.juvenilea schrieb:Die Bildungschancen von Kindern aus Migrationsfamilien sind generell schlechter als die, von nicht-Migrationsfamilien und von denen die bereits länger hier sind. Langsam aber sicher muss man da doch unterscheiden.
Ich bin wirklich gespannt was Merz dagegen machen will ...


Witzig das Bayern und Sachsen bri Bildungsevaluation führend sind.JosephConrad schrieb:Hier sieht man, dass das Chancenverhältnis in Bayern und Sachsen am schlechtesten ist, in Berlin am besten
@JosephConradJosephConrad schrieb:Während in Ländern wie Bayern die soziale Ungleichheit vor allem durch sehr geringe Gymnasialquoten bei Kindern aus niedrigen Herkunftsgruppen entsteht, weist Berlin eine geringere Herkunftsabhängigkeit auf, da der Gymnasialzugang für beide Gruppen relativ offen ist.
Fedaykin schrieb:Witzig das Bayern und Sachsen bri Bildungsevaluation führend sind.
Der Grund ist einfach:sacredheart schrieb:Na klar, das Abitur in Berlin gilt ja auch besonders hochwertig, wie auch dem Bildungsmonitor entnehmbar.
@JosephConradJosephConrad schrieb:Bildungsevaluation misst Ergebnisse, nicht Fairness. Zum Beispiel: PISA-Studien, Vergleichsarbeiten, Abiturergebnisse, Kompetenztests.
Bayern betreibt eine frühe Selektion, Kinder aus bildungsnahen Haushalten kommen deutlich häufiger aufs Gymnasium. Ein Wechsel nach oben ist möglich, aber schwierig und selten. Durch frühe Selektion lernen leistungsstarke Schüler zusammen, das steigert Durchschnitts- und Spitzenergebnisse.
Was Du darüber denkst ist wiederum mir scheißegal, ich hatte darauf geantwortet:sacredheart schrieb:Wie viele von denen aus bildungsfernen Familien kommen? Ist mir scheissegal.
juvenilea schrieb:Die Bildungschancen von Kindern aus Migrationsfamilien sind generell schlechter als die, von nicht-Migrationsfamilien und von denen die bereits länger hier sind. Langsam aber sicher muss man da doch unterscheiden.
Ich bin wirklich gespannt was Merz dagegen machen will
@JosephConradJosephConrad schrieb:Was Du darüber denkst ist wiederum mir scheißegal, ich hatte darauf geantwortet:
Ich glaube Dir fehlt jegliches Wissen über die Materie:sacredheart schrieb:Relevant für die Zukunft ist halt nicht so sehr, ob jeder einen Bildungsabschluss bekommt, der nett klingt und mit dem er sich gut fühlt, sondern auch was der inhaltlich bedeutet und ob das Bildungsniveau im internationalen Wettbewerb sehr gut ist oder nicht.
Bildungschancen sind Lebenschancen. Eine gute Bildung ist die Grundlage dafür, dass Menschen an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben und sich in die Gesellschaft einbringen können. Sie eröffnet die Möglichkeit für eine erfolgreiche Teilnahme am Arbeitsmarkt (Hanushek et al. 2015) und ist die Grundlage für volkswirtschaftlichen Wohlstand insgesamt (Hanushek und Wößmann 2015). Sie hängt auch mit höherer Lebenserwartung und Lebenszufriedenheit zusammen (Oreopoulos und Salvanes 2011). Darum sollten alle Kinder – unabhängig von ihrem familiären Hintergrund und ihrer sozialen Herkunft – die gleiche Chance auf gute Bildung haben. Die vorliegende Studie zeigt für die einzelnen deutschen Bundesländer, wie stark die Bildungschancen der Kinder von ihrem familiären Hintergrund abhängen, und dokumentiert damit das Ausmaß der Chancen(un)gerechtigkeit in der Bildung.Quelle: https://www.ifo.de/sites/default/files/events/Wgcjdnxkabshf80d0dsd00.pdf
Mit Chancengerechtigkeit ist gemeint, dass jeder Mensch – unabhängig von Umständen wie Geschlecht, Herkunft oder familiärem Hintergrund – die gleichen Möglichkeiten haben sollte, um das eigene Potenzial zu entfalten (Rawls 1971; Roemer 1998). Aufgrund der großen wirtschaftlichen Bedeutung einer guten Bildung ist Chancengleichheit in der Bildung auch eine zentrale Voraussetzung für die Chance auf sozialen Aufstieg und eine Verringerung der Ungleichheit. Kinder können ihren familiären Hintergrund – Aspekte wie Herkunft, Wohlstand oder Bildungshintergrund der Eltern – nicht selbst beeinflussen. Aus der Perspektive der Chancengerechtigkeit sollten ihre Chancen im Leben daher unabhängig davon sein, ob sie in eine sozioökonomisch besser oder schlechter gestellte Familie hineingeboren werden.
Gefühlte Bildung ist auch eine Bildung.sacredheart schrieb:Relevant für die Zukunft ist halt nicht so sehr, ob jeder einen Bildungsabschluss bekommt, der nett klingt und mit dem er sich gut fühlt, sondern auch was der inhaltlich bedeutet
Es ist das bildungspolitische Perpetuum Mobile:Röhrich schrieb:Wenn man die Maßstäbe runterschraubt, damit man eine angebliche Chancengleichheit herstellt, dann scheint man eher kapituliert zu haben beim Bildungssystem.
So wird es etwa in Bayern eher gemacht: statt Kinder aus bildungsfernen Familien mehr und ausreichend zu bilden, werden sie lieber ausgesiebt, während im Zweifel mancher Herr Doktor mit viel Geld sein Kind im Internat zum Abitur boxt.Röhrich schrieb:Anstatt die Menschen ausreichend und mehr zu bilden entscheidet man sich für genau das Gegenteil.

Richtig.JosephConrad schrieb:Bildungspolitik ist Ländersache, diese sind daher für die Entwicklung und Umsetzung spezifischer Maßnahmen zur Integration von Migrationsfamilien in das Bildungssystem verantwortlich.
@JosephConrad:JosephConrad schrieb:Durch frühe Selektion lernen leistungsstarke Schüler zusammen, das steigert Durchschnitts- und Spitzenergebnisse.
Ja natürlich, weil es auf die Ergebnisse ankommt.JosephConrad schrieb:Bildungsevaluation misst Ergebnisse, nicht Fairness.
Die Erblichkeit der Intelligenz wird auf 50 – 80 % geschätzt.[3]Quelle: Wikipedia: Zwillingsforschung
@JosephConradJosephConrad schrieb:Ich glaube Dir fehlt jegliches Wissen über die Materie:
Das ganze Thema wird dadurch verquatscht, dass "Chancengleichheit" hier im Prinzip auf "Gymnasialbesuch nach der Grundschule" verkürzt wird, d.h. auf den (Versuch) des Durchlaufs des ersten Bildungswegs. Irgendwie auch aus der Zeit gefallen, es gibt ja heute auch schon eine Weile lang etliche Wege zu Abitur und Studium, die teilweise auch zeitlich nicht oder nur unwesentlich länger dauern. Die man sich durch gute Leistung selbst eröffnen und erarbeiten kann - das ist mehr Chancengleichheit als indirekt zu unterstellen "Wer nicht straight Grundschule - Gymnasium - Uni durchzieht hat sowieso schon verloren".sacredheart schrieb:Auch eine möglichst breite Chancengleichheit ist wichtig, keine Frage.
Was nicht wichtig ist und geradezu kontraproduktiv:
Bildung dadurch zu simulieren, dass die Anforderungen bei Bildungsabschlüssen immer weiter gesenkt werden. Das schafft nicht mehr Bildung für alle, sondern entwertet nur den Abschluss.
@bgeowehbgeoweh schrieb:Die man sich durch gute Leistung selbst eröffnen und erarbeiten kann - das ist mehr Chancengleichheit als indirekt zu unterstellen "Wer nicht straight Grundschule - Gymnasium - Uni durchzieht hat sowieso schon verloren".