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Deutschland unter Kanzler Merz

2.723 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Russland ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Deutschland unter Kanzler Merz

05.01.2026 um 18:12
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich nehme an Du sprichst von Medvedev?
Ja.


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Deutschland unter Kanzler Merz

06.01.2026 um 13:10
Die Antworten sind zwar etwas spät dran, aber besser als gar nicht mehr.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb am 28.12.2025:Das ist nicht die Mehrheit, aber die gibt es auch.
Die Bildungschancen von Kindern aus Migrationsfamilien sind generell schlechter als die, von nicht-Migrationsfamilien und von denen die bereits länger hier sind. Langsam aber sicher muss man da doch unterscheiden.

Ich bin wirklich gespannt was Merz dagegen machen will, alles von vornherein auf die Migranten zu schieben, ist mir zu kurz gegriffen. Also zumindest kenne ich keinen Migranten, welcher das Budget für die Schulen bestimmt.
Ohne Bildungsoffensive wird das nichts, aber da kann man etwas hoffen, Teile des Sondervermögens sollen auch in die Bildung fließen. Ich begrüße das ausdrücklich! Am Anfang war es noch anders.

Da sind auch wir in der Pflicht, es sei denn @sacredheart Du hättest gerne, dass solche Länder wie die Türkei, hier größere Schulen aufmacht, was sie wohl sehr gerne machen würden, also ich will das nicht.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb am 28.12.2025:Aber darauf zu setzen, dass das diejenigen tun, die in Neukölln grölend den 07.10.23 gefeiert hatten, dass das die Drogenhändler im Görli tun oder aber Clankriminelle oder diejenigen, wegen denen Weihnachtsmärkte wie Hochsicherheitstrakts aussehen und im Sommer in Freibädern Tumult ist, halte ich auch mindestens für eine Außenseiterwette.
Also ich setzte nicht auf diese und halte das eher für ein Polizeiproblem, als denn für ein Integrationsproblem. Denn das Durchschnittsalter von Migranten ist nunmal geringer, am geringsten ist diese bei den Flüchtlingen der letzten 10 Jahre, die übrigens nur sehr wenig Kontaktpunkte zu den bereits längeren Migranten haben. Ich setze auf solche wie Ugur Sahin und co..

Solange mir niemand wirklich sagen kann, wie man das von vornherein trennt, solange ist das ein Übel, was zwar bekämpft werden muss, aber erstmal akzeptiert werden muss. Denn es steht heute und jetzt nirgendwo geschrieben, dass die Kindeskinder genauso werden.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb am 29.12.2025:Es wird seit Jahrzehnten nichts gemacht - und am Ende sollen es die Flüchtlinge sein. Echt widerwärtig diese "Logik".
Merz hat es erstmal geschafft die Migrationszahlen zu senken, was Geerd Wilders in Holland und in den UK nicht gelungen ist, eben weil die Mitte besser kooperieren kann. Klar dass man sich nun anderweitig aufhängt und am Ende wenn nichts mehr da ist, ist es einfach nur das Klopapier was nach dem Geschäft fehlt.

Ganz allgemein kann ich nur sagen, dass Merz zusammen mit der SPD momentan einen guten Job macht, damit man in 10 Jahren gute Früchte ernten kann, denn nochmal zur Erinnerung: Wir machen jetzt gute Politik und in 10 Jahren haben wir die Auswirkungen.
Alles andere auf biegen und brechen geht nur schief.


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06.01.2026 um 17:07
Zitat von juvenileajuvenilea schrieb:Merz hat es erstmal geschafft die Migrationszahlen zu senken, was Geerd Wilders in Holland und in den UK nicht gelungen ist, eben weil die Mitte besser kooperieren kann.
Was sagt denn die Bundespolizei und das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien zu dieser These?
Vor diesem Hintergrund sei das Migrationsgeschehen eher gesamteuropäisch und langfristig zu betrachten. Die Migrationspolitik der aktuellen Bundesregierung, die seit Mai dieses Jahres im Amt ist, habe damit kaum etwas zu tun.
Na sowas.
Geringer Effekt von Kontrollen und Zurückweisungen

Zu den zentralen Maßnahmen Dobrindts gehören unter anderem verschärfte Kontrollen an den deutschen Landesgrenzen sowie die juristisch stark umstrittenen Zurückweisungen von Asylsuchenden an der Grenze.

Laut Bundespolizei wurden seit Amtsantritt der Bundesregierung im Mai 2025 bis Anfang Dezember 1.095 Menschen mit Asylgesuch an der Grenze zurückgewiesen – im Verhältnis zur Gesamtzahl der Asylsuchenden ein sehr geringer Anteil. Außerdem haben knapp 16 Prozent der Erstantragssteller keine Grenze passiert, um nach Deutschland zu kommen: Diese Zahl entfällt laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf in Deutschland geborene Kinder im Alter von unter einem Jahr.

Gründe für den Rückgang außerhalb Deutschlands

Woran liegt es dann, dass die Zahlen zurückgegangen sind? Franck Düvell vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) an der Universität Osnabrück sagt, um das zu erklären, müsse man sich die Nationalitäten der Antragsteller ansehen: "Der Rückgang hat ja vor allem zu tun mit dem Rückgang bei drei großen Gruppen: Menschen aus Syrien, aus der Türkei und aus Afghanistan."

Knapp 70 Prozent beträgt der Rückgang der Erstanträge allein bei Menschen aus Syrien, seit dort vor einem Jahr Diktator Assad gestürzt wurde. Aus der Türkei hätten zudem die Zahlen kurz nach den Präsidentschaftswahlen vor zweieinhalb Jahren stark zugenommen, sich inzwischen aber wieder bei unter 10.000 eingependelt – ein Minus von knapp 60 Prozent. Und in Afghanistan sind zwar die Taliban an der Macht, Experten wie Düvell sagen aber: Die Sicherheitslage habe sich dennoch deutlich verbessert, sodass insgesamt weniger Menschen fliehen würden.

Expertin: Asylantragszahlen gehen in EU zurück

Vor diesem Hintergrund sei das Migrationsgeschehen eher gesamteuropäisch und langfristig zu betrachten. Die Migrationspolitik der aktuellen Bundesregierung, die seit Mai dieses Jahres im Amt ist, habe damit kaum etwas zu tun.

Das bestätigt auch die Professorin Petra Bendel, Leiterin des Forschungsbereichs Migration, Flucht und Integration am Institut für Politische Wissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: "Wenn wir in andere europäische Staaten schauen, dann zeigen uns die Daten des Hohen Flüchtlingskommissariats und der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex: Die irregulären Grenzübertritte und auch die Asylantragszahlen gehen in allen EU-Staaten zurück, nicht nur in Deutschland."
Keine Empirie für Dobrindts Maßnahmen

Bleibt die Möglichkeit, dass Maßnahmen wie Zurückweisungen und auch Abschiebungen einen Abschreckungseffekt erwirken und so doch einen Anteil am deutlichen Rückgang der Asylerstanträge haben. Dies sei zwar nicht völlig ausgeschlossen, meint Bendel.

Gleichzeitig sei ein solcher Effekt aber kaum nachzuweisen: "Wir haben dazu keine Empirie, wie das symbolisch wirkt. Wir können ja nicht Personen befragen, warum sie nicht gekommen sind."
Quelle: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/ruecklaeufige-asylzahlen-ein-verdienst-der-merz-regierung,V55dnz4


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06.01.2026 um 17:49
Zitat von juvenileajuvenilea schrieb:Die Bildungschancen von Kindern aus Migrationsfamilien sind generell schlechter als die, von nicht-Migrationsfamilien und von denen die bereits länger hier sind. Langsam aber sicher muss man da doch unterscheiden.

Ich bin wirklich gespannt was Merz dagegen machen will ...
Bildungspolitik ist Ländersache, diese sind daher für die Entwicklung und Umsetzung spezifischer Maßnahmen zur Integration von Migrationsfamilien in das Bildungssystem verantwortlich.

Die Verteilung (2022):
Screenshot 2026-01-06 171326
Q:https://www.svr-migration.de/wp-content/uploads/2023/02/Kurz-und-buendig_Bildung_2024.pdf

Und

Screenshot 2026-01-06 171741
Q: https://www.ifo.de/sites/default/files/events/Wgcjdnxkabshf80d0dsd00.pdf

Hier sieht man, dass das Chancenverhältnis in Bayern und Sachsen am schlechtesten ist, in Berlin am besten.

Berlin hat spätere Selektion (längeres gemeinsames Lernen), weniger starke Bindung an frühe Lehrerempfehlungen, und ein insgesamt offeneres Übergangssystem zum Gymnasium. Das senkt vor allem die Benachteiligung der unteren Gruppe.

Während in Ländern wie Bayern die soziale Ungleichheit vor allem durch sehr geringe Gymnasialquoten bei Kindern aus niedrigen Herkunftsgruppen entsteht, weist Berlin eine geringere Herkunftsabhängigkeit auf, da der Gymnasialzugang für beide Gruppen relativ offen ist.


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06.01.2026 um 18:03
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Hier sieht man, dass das Chancenverhältnis in Bayern und Sachsen am schlechtesten ist, in Berlin am besten
Witzig das Bayern und Sachsen bri Bildungsevaluation führend sind.

Das erklärt auch die Chancen, man verwässert den Anspruch bis genug es schaffen.


https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201453/umfrage/gesamtbewertung-der-bundeslaender-beim-bildungsmonitor/


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06.01.2026 um 19:15
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Während in Ländern wie Bayern die soziale Ungleichheit vor allem durch sehr geringe Gymnasialquoten bei Kindern aus niedrigen Herkunftsgruppen entsteht, weist Berlin eine geringere Herkunftsabhängigkeit auf, da der Gymnasialzugang für beide Gruppen relativ offen ist.
@JosephConrad

Na klar, das Abitur in Berlin gilt ja auch besonders hochwertig, wie auch dem Bildungsmonitor entnehmbar.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/bildungsmonitor-berlin-rutscht-auf-vorletzten-platz--auch-brandenburg-schneidet-schlecht-ab-10389400.html

Berlin gibt relativ viel Geld für sehr mäßige Ergebnisse aus.


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06.01.2026 um 19:34
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Witzig das Bayern und Sachsen bri Bildungsevaluation führend sind.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Na klar, das Abitur in Berlin gilt ja auch besonders hochwertig, wie auch dem Bildungsmonitor entnehmbar.
Der Grund ist einfach:

Bildungsevaluation misst Ergebnisse, nicht Fairness. Zum Beispiel: PISA-Studien, Vergleichsarbeiten, Abiturergebnisse, Kompetenztests.

Bayern betreibt eine frühe Selektion, Kinder aus bildungsnahen Haushalten kommen deutlich häufiger aufs Gymnasium. Ein Wechsel nach oben ist möglich, aber schwierig und selten. Durch frühe Selektion lernen leistungsstarke Schüler zusammen, das steigert Durchschnitts- und Spitzenergebnisse.


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06.01.2026 um 19:50
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Bildungsevaluation misst Ergebnisse, nicht Fairness. Zum Beispiel: PISA-Studien, Vergleichsarbeiten, Abiturergebnisse, Kompetenztests.

Bayern betreibt eine frühe Selektion, Kinder aus bildungsnahen Haushalten kommen deutlich häufiger aufs Gymnasium. Ein Wechsel nach oben ist möglich, aber schwierig und selten. Durch frühe Selektion lernen leistungsstarke Schüler zusammen, das steigert Durchschnitts- und Spitzenergebnisse.
@JosephConrad

Ich dachte immer, es ginge bei Bildung auch um Ergebnisse, sprich Bildungserfolg.

Das hoffe ich wenigstens, zB bei Flügen, dass die Piloten gut ausgebildet sind oder dass der Chirurg sein Fach beherrscht. Wie viele von denen aus bildungsfernen Familien kommen? Ist mir scheissegal.


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06.01.2026 um 19:55
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wie viele von denen aus bildungsfernen Familien kommen? Ist mir scheissegal.
Was Du darüber denkst ist wiederum mir scheißegal, ich hatte darauf geantwortet:
Zitat von juvenileajuvenilea schrieb:Die Bildungschancen von Kindern aus Migrationsfamilien sind generell schlechter als die, von nicht-Migrationsfamilien und von denen die bereits länger hier sind. Langsam aber sicher muss man da doch unterscheiden.

Ich bin wirklich gespannt was Merz dagegen machen will



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06.01.2026 um 20:07
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Was Du darüber denkst ist wiederum mir scheißegal, ich hatte darauf geantwortet:
@JosephConrad

Relevant für die Zukunft ist halt nicht so sehr, ob jeder einen Bildungsabschluss bekommt, der nett klingt und mit dem er sich gut fühlt, sondern auch was der inhaltlich bedeutet und ob das Bildungsniveau im internationalen Wettbewerb sehr gut ist oder nicht.


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06.01.2026 um 20:32
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Relevant für die Zukunft ist halt nicht so sehr, ob jeder einen Bildungsabschluss bekommt, der nett klingt und mit dem er sich gut fühlt, sondern auch was der inhaltlich bedeutet und ob das Bildungsniveau im internationalen Wettbewerb sehr gut ist oder nicht.
Ich glaube Dir fehlt jegliches Wissen über die Materie:
Bildungschancen sind Lebenschancen. Eine gute Bildung ist die Grundlage dafür, dass Menschen an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben und sich in die Gesellschaft einbringen können. Sie eröffnet die Möglichkeit für eine erfolgreiche Teilnahme am Arbeitsmarkt (Hanushek et al. 2015) und ist die Grundlage für volkswirtschaftlichen Wohlstand insgesamt (Hanushek und Wößmann 2015). Sie hängt auch mit höherer Lebenserwartung und Lebenszufriedenheit zusammen (Oreopoulos und Salvanes 2011). Darum sollten alle Kinder – unabhängig von ihrem familiären Hintergrund und ihrer sozialen Herkunft – die gleiche Chance auf gute Bildung haben. Die vorliegende Studie zeigt für die einzelnen deutschen Bundesländer, wie stark die Bildungschancen der Kinder von ihrem familiären Hintergrund abhängen, und dokumentiert damit das Ausmaß der Chancen(un)gerechtigkeit in der Bildung.
Mit Chancengerechtigkeit ist gemeint, dass jeder Mensch – unabhängig von Umständen wie Geschlecht, Herkunft oder familiärem Hintergrund – die gleichen Möglichkeiten haben sollte, um das eigene Potenzial zu entfalten (Rawls 1971; Roemer 1998). Aufgrund der großen wirtschaftlichen Bedeutung einer guten Bildung ist Chancengleichheit in der Bildung auch eine zentrale Voraussetzung für die Chance auf sozialen Aufstieg und eine Verringerung der Ungleichheit. Kinder können ihren familiären Hintergrund – Aspekte wie Herkunft, Wohlstand oder Bildungshintergrund der Eltern – nicht selbst beeinflussen. Aus der Perspektive der Chancengerechtigkeit sollten ihre Chancen im Leben daher unabhängig davon sein, ob sie in eine sozioökonomisch besser oder schlechter gestellte Familie hineingeboren werden.
Quelle: https://www.ifo.de/sites/default/files/events/Wgcjdnxkabshf80d0dsd00.pdf


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06.01.2026 um 20:38
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Relevant für die Zukunft ist halt nicht so sehr, ob jeder einen Bildungsabschluss bekommt, der nett klingt und mit dem er sich gut fühlt, sondern auch was der inhaltlich bedeutet
Gefühlte Bildung ist auch eine Bildung.
Papier ist geduldig.

Wenn man die Maßstäbe runterschraubt, damit man eine angebliche Chancengleichheit herstellt, dann scheint man eher kapituliert zu haben beim Bildungssystem.
Anstatt die Menschen ausreichend und mehr zu bilden entscheidet man sich für genau das Gegenteil.
Das schönreden zu wollen ist traurig, ich würde mir eher wünschen, dass man darüber redet, wie man mehr Menschen mehr Bildung ermöglicht.


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06.01.2026 um 20:47
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wenn man die Maßstäbe runterschraubt, damit man eine angebliche Chancengleichheit herstellt, dann scheint man eher kapituliert zu haben beim Bildungssystem.
Es ist das bildungspolitische Perpetuum Mobile:

Wegen Chancengleichheit müssen alle die gleichen Zugangschancen haben. Weil aber Selektion nicht völlig willkürlich ist, sondern eben tatsächlich nach Merkmalen selektiert, die zumindest mit Bildungserfolgen korrelieren, kommt dann hinterher raus dass aus der Chancengleichheit keine umfassenden, tatsächlichen Bildungserfolge resultieren: ein Teil der Schüler, die ansonsten "rausselektiert" worden wären versagen, weil sie tatsächlich die Voraussetzungen nicht mitbringen. Das darf aber als Ergebnis nicht herauskommen, deshalb wird diagnostiziert, dass der Bildungsprozess selbst diskriminieren würde, und fordert dann Chancengleichheit auf der nächsthöheren Abschlussebene. Am Ende entwertet man so nach und nach von unten nach oben die Abschlüsse, (beim Abitur und allen niedrigstufigeren Abschlüssen sind wir schon lange durch, die Bachelor-Studiengänge sind schwer betroffen, bei den höheren Abschlüssen läuft der Prozess), mit dem doppelten "Erfolg" dass einerseits die Menschen, die tatsächlich gute Abschlüsse erzielt haben in der Masse untergehen, und dass die echte Selektion dann eben per Einstellungstest und am "Pflichtsystem" vorbei über Aufnahme in Stipendiatennetzwerke usw. stattfindet.

Chancengleichheit geht eigentlich relativ einfach, über genormte Zulassungstests, aber sowas reicht ja der Politik nicht, weil man natürlich mit Geld immerhin Test-Vorbereitung kaufen kann und testen allgemein böse ist, weil es Kriterien voraussetzt, von denen man dann behauptet diese wären auch schon gebiased.


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06.01.2026 um 21:07
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Anstatt die Menschen ausreichend und mehr zu bilden entscheidet man sich für genau das Gegenteil.
So wird es etwa in Bayern eher gemacht: statt Kinder aus bildungsfernen Familien mehr und ausreichend zu bilden, werden sie lieber ausgesiebt, während im Zweifel mancher Herr Doktor mit viel Geld sein Kind im Internat zum Abitur boxt.


Screenshot 2026-01-06 210900
Q:https://www.ifo.de/pressemitteilung/2023-04-18/chancenmonitor-2023-bildungschancen-haengen-stark-vom-elternhaus-ab

Der Migrationshintergrund selbst spielt keine Rolle.


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06.01.2026 um 21:09
@JosephConrad

Dass es nur an den Grenzkontrollen liegt habe ich ja auch nicht geschrieben, es ist auf EU-Ebene mehr oder weniger geschehen, auf das wir als D. schon großen Einfluss haben. Das profane Volk will nunmal Grenzkontrollen, nun gut sollen sie diese doch bekommen.
Will aber auch nicht weiter hier darauf eingehen, Migration, Migration, Migration,.... ehrlich geschrieben, mir hängt es zum Hals raus.
Egal ob Deutsche, oder Migranten, es gibt gute und schlechte Menschen. Ich will von den guten keinen missen, die schlechten meide ich generell.
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Bildungspolitik ist Ländersache, diese sind daher für die Entwicklung und Umsetzung spezifischer Maßnahmen zur Integration von Migrationsfamilien in das Bildungssystem verantwortlich.
Richtig.

@bgeoweh
@Röhrich
@sacredheart

Eigentlich ist es wirklich sehr einfach: Kleinere Klassen, mehr Lehrer und mehr Unterrichtszeit. <= Vertraut mir mehr brauchen wir wirklich nicht. Wenn das so erfüllt ist, ist es ziemlich egal wer da unterrichtet wird. Das sollte unser aller konkretes Ziel sein und das sollten wir auch nach oben kommunizieren. Bis wir tatsächlich irgendwann für jeden Schüler einen Lehrer haben, welcher 8 Stunden Minimum die Kinder unterrichtet :) .


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06.01.2026 um 21:15
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Durch frühe Selektion lernen leistungsstarke Schüler zusammen, das steigert Durchschnitts- und Spitzenergebnisse.
@JosephConrad:
Gut erkannt - deshalb macht man das ja. Das ist ein erwünschter Effekt, um gut ausgebildete Schüler zu bekommen, die in der Lage sind, ein Studium zu beginnen.

Hast du dir schon mal überlegt, welche Qual es für gute Schüler bedeutet, wenn der Lehrer alles 10 Mal erklären muss, weil in der Klasse wenig begabte Schüler stecken, die "nichts kapieren" (übertrieben formuliert)?
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Bildungsevaluation misst Ergebnisse, nicht Fairness.
Ja natürlich, weil es auf die Ergebnisse ankommt.


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06.01.2026 um 21:29
Was bei der Diskussion um die Chancen der bildungsfernen Schichten völlig übersehen wird, ist die genetische Disposition. Die wird von den Eltern an die Kinder weitergegeben. Kluge Eltern haben in der Regel kluge Kinder, für Eltern mit geringem IQ gilt das analog. Die Natur ist halt mal nicht gerecht, da können die linken Ideologen so viel träumen, wie sie wollen.

Übrigens schreibt die Wikipedia dazu:
Die Erblichkeit der Intelligenz wird auf 50 – 80 % geschätzt.[3]
Quelle: Wikipedia: Zwillingsforschung


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06.01.2026 um 21:31
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Ich glaube Dir fehlt jegliches Wissen über die Materie:
@JosephConrad

Dann hast Du meinen Post wohl nicht verstanden.

Na klar ist Bildung absolut wichtig, für den Einzelnen, unser Land, unsere Wirtschaft.

Auch eine möglichst breite Chancengleichheit ist wichtig, keine Frage.

Was nicht wichtig ist und geradezu kontraproduktiv:

Bildung dadurch zu simulieren, dass die Anforderungen bei Bildungsabschlüssen immer weiter gesenkt werden. Das schafft nicht mehr Bildung für alle, sondern entwertet nur den Abschluss.


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06.01.2026 um 21:34
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Auch eine möglichst breite Chancengleichheit ist wichtig, keine Frage.

Was nicht wichtig ist und geradezu kontraproduktiv:

Bildung dadurch zu simulieren, dass die Anforderungen bei Bildungsabschlüssen immer weiter gesenkt werden. Das schafft nicht mehr Bildung für alle, sondern entwertet nur den Abschluss.
Das ganze Thema wird dadurch verquatscht, dass "Chancengleichheit" hier im Prinzip auf "Gymnasialbesuch nach der Grundschule" verkürzt wird, d.h. auf den (Versuch) des Durchlaufs des ersten Bildungswegs. Irgendwie auch aus der Zeit gefallen, es gibt ja heute auch schon eine Weile lang etliche Wege zu Abitur und Studium, die teilweise auch zeitlich nicht oder nur unwesentlich länger dauern. Die man sich durch gute Leistung selbst eröffnen und erarbeiten kann - das ist mehr Chancengleichheit als indirekt zu unterstellen "Wer nicht straight Grundschule - Gymnasium - Uni durchzieht hat sowieso schon verloren".


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06.01.2026 um 21:43
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Die man sich durch gute Leistung selbst eröffnen und erarbeiten kann - das ist mehr Chancengleichheit als indirekt zu unterstellen "Wer nicht straight Grundschule - Gymnasium - Uni durchzieht hat sowieso schon verloren".
@bgeoweh

Aktuell gibt es ja eine Entwicklung, die am Ende hoffentlich Abschlüsse ohne Abitur aufwerten kann: KI.

Die wird Arbeitsplätze kosten, aber kaum im Handwerk. Die KI repariert keine Wasserleitungen. Die kann aber 'irgendwas mit Medien und Nachhaltigkeit und Powerpoint' leicht ersetzen.

Insofern brauchen wir auch nicht mehr Abitur, sondern mehr Chancen für Real- und Hauptschüler.

Ich hab nichts gegen Hauptschülerinnen. Denen gebe ich oft gerne einen Ausbildungsplatz, sehr viel lieber als einer Abiturientin, die eigentlich etwas ganz anderes machen will.


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