sacredheart schrieb:Der Zweck einer Schuldnerberatung ist eben dies, der Zweck einer Verbraucherzentrale ist Verbraucherberatung. Der Hauptzweck ist nicht für oder gegen eine oder mehrere Parteien zu werben. Dass die Menschen, die dort arbeiten politische Überzeugungen haben, sehe ich nicht als Problem an.
Es geht um one trick ponies, die als Meinungsverstärker politischer Parteien auftreten, egal welche. Das können die gerne tun, nur halt nicht für Steuergeld.
Dann sind wir aber schon bei einem deutlich engeren Begriff als „politische NGO“. Dass eine Organisation politisch Einfluss nehmen will, heißt ja nicht automatisch, dass sie eine Vorfeldorganisation einer Partei ist.
Die Verbraucherzentrale vertritt durchaus politische Positionen, etwa für stärkeren Verbraucherschutz, mehr Transparenz und strengere Regeln für Unternehmen, und versucht damit natürlich auch, auf Politik und Gesetzgebung Einfluss zu nehmen. Deshalb ist sie aber noch lange keine Parteiorganisation oder „Meinungsverstärker“ einer Partei.
Und genau da wird es doch interessant: Wo ziehst du die Grenze? Wenn „politisch“ allein reicht, fallen plötzlich sehr viele Organisationen darunter. Wenn es aber tatsächlich um parteipolitische Vorfeldorganisationen geht, müsste man die auch konkret benennen und nicht einfach pauschal von „politischen NGOs“ sprechen.