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Deutschland unter Kanzler Merz

3.001 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Russland ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Deutschland unter Kanzler Merz

um 12:58
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Der Umbau des Energiesystems verursacht Kosten und kann kurzfristig belasten – aber hohe Strompreise haben mehrere Ursachen, und die Energiewende kann langfristig sogar entlasten.
Wenn die Energiewende in 40 bis 50 Jahren abgeschlossen sein sollte, dann wird das bis dahin den Unternehmen nicht helfen.
Wenn der Staat die Belastungen nicht senkt, dann werden immer mehr Unternehmen aufhören müssen.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:02
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wenn die Energiewende in 40 bis 50 Jahren abgeschlossen sein sollte, dann wird das bis dahin den Unternehmen nicht helfen.
Wenn der Staat die Belastungen nicht senkt, dann werden immer mehr Unternehmen aufhören müssen.
Die Energiewende ist ein langfristiges Projekt – das stimmt. Aber daraus zu schließen, dass sie „bis dahin nichts bringt“, greift zu kurz.

Zum einen entstehen viele Effekte schon jetzt: Erneuerbare Energien drücken an sonnigen oder windigen Tagen bereits die Strompreise, und Unternehmen profitieren davon. Zum anderen ist die Alternative ja nicht „keine Kosten“, sondern eine weiterhin hohe Abhängigkeit von fossilen Energien – und die ist uns gerade erst sehr teuer zu stehen gekommen.

Was ich aber richtig finde: Kurzfristig brauchen Unternehmen Entlastung. Hohe Strompreise sind ein echtes Problem, gerade für energieintensive Betriebe. Deshalb sollte der Staat eher bei Steuern, Abgaben und Netzentgelten ansetzen, statt die Energiewende grundsätzlich infrage zu stellen.

Langfristig führt aber kaum ein Weg an ihr vorbei – schon aus Gründen der Versorgungssicherheit und stabilerer Preise.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:06
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Zum anderen ist die Alternative ja nicht „keine Kosten“, sondern eine weiterhin hohe Abhängigkeit von fossilen Energien – und die ist uns gerade erst sehr teuer zu stehen gekommen.
Hätte man wohl bei der Energiewende mal nicht so sehr auf Gas und Kohle gesetzt und stattdessen auf Kernenergie.
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:und Unternehmen profitieren davon.
Ich vermute mal, die Unternehmen sehen das anders und die Energiekosten sind dauerhaft zu hoch, da nützten 7 sonnige, windreiche Tage im Jahr auch wenig.
Aber immer gut, wenn Unternehmen die Probleme benennen, die diese haben aber dann Erklärungen kommen, das wäre ja nicht so...
Ich nehme an, die Unternehmer kennen ihre Kostenbelastungen.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:10
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Hohe Stromkosten durch die Energiewende belasten die Wirtschaft immer weiter.
Die aktuell höheren Stromkosten kommen durch das teure Gas (Merit Order). Keiner weiß welche Idition in Zukunft an der Öl/Gas-Schraube drehen, so wie das jetzt der Fall ist. Neben günstigem Strom braucht die Industrie vor allm eins: Preissicherheit. Klar koster der Ausbau des Stromnetzes Geld. Aber mir dem usbau der EE wird der Preis logischerweise sinken.


Beispiel:
Eine Studie der Hochschule RheinMain (HSRM) in Wiesbaden hat auf Grundlage der stündlichen Verbrauchs- und Erzeugungsdaten der Jahre 2022 bis 2025 die dafür notwendige Erzeugungsleistung ausschließlich aus Windkraft und Photovoltaik für Deutschland simuliert. Um dabei den Strombedarf vollständig abzudecken und eine hundertprozentige Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist eine Kombination mit einem ausreichend großen Speichersystem notwendig.
Quelle: https://www.golem.de/news/energiewende-strompreise-werden-durch-erneuerbare-stabilisiert-2602-205650.html

Ergebnis:

Die mit der Simulation berechneten Stromkosten liegen bei durchschnittlich 0,09 €/kWh (zwischen 0,07 und 0,17 €/kWh).
Trotz Zwischenspeicherung immer noch die günstigste Energieform, die es heute gibt.
Hochschule RheinMain / Prof. Dr.-Ing. Christian Jochum / ©2026This work is licensed under CC BY 4.0 13/14
...
Auf dieser Modellbasis wird mit realen Investitionskosten auch das Investitionsvolumen modelliert, das für eine solche 100%
regenerative Stromerzeugung notwendig wäre. Aus diesen Kosten können dann wieder Berechnungen für Stromerzeugungspreise
abgeleitet werden.
Zuerst werden die vorliegenden Daten erklärt und die notwendigen Vereinfachungen für die Simulationsrechnung
vorgenommen und diskutiert. Danach wird systematisch die Methodik und der Ablauf der Simulationsrechnungen aufgebaut
(Kosten, Speichergrößen, Versorgungssicherheit, etc.).
Auf Basis dieser Größen werden anschließend hunderte iterative Simulationsrechnungen ausgeführt, bis eine Kombination
aus realen Verbrauchswerten, aus (aus den realen regenerativen Erzeugungsdaten hochgerechneter) notwendiger Stromerzeugung
und aus detaillierten Speichergrößen gefunden ist, die die gewählte Versorgungssicherheit gewährleistet. Jede dieser möglichen
Kombinationen wird im folgenden Schritt ausgewertet und die Ergebnisse graphisch aufbereitet. Auch die Kosten dieser
möglichen Kombinationen werden ausgewertet und als Kosten pro verbrauchte Kilowattstunde auf eine greifbare Größe normiert.
Die Daten der einzelnen Jahre 2022/2023, 2023/2024 und 2024/2025 werden nacheinander in die Simulation gegeben, um
Veränderungen in Verbrauch/Erzeugung zu erkennen und mit den bekannten Verbrauchs- und Installationsdaten zu vergleichen
und so die Simulation zu verifizieren und zusätzliche Informationen über den Jahresvergleich zu erhalten.
Die wichtigsten Ergebnisse der Simulationsrechnungen sind:
Will man eine zu 100% regenerative Energieerzeugung in Deutschland mit 100% Versorgungssicherheit aufbauen, dann...
...gibt es hunderte verschiedene mögliche Kombinationen von weniger regenerativer Erzeugung mit riesigen Speichern bis zu
hoher Erzeugungsleistung mit kleinen Speicherkapazitäten.
...liegt die im Sinne der Investitionskosten optimale Kombination aus Energie-Erzeugung und Energie-Speichern bei der 3,9-
fachen regenerativen Erzeugerleistung und 2700 GWh Speicherkapazität (Basis: Daten aus 2022/23).
Umgerechnet sind das ~32kWh Speicherkapazität pro Kopf in Deutschland. Weniger als erwartet.
Anders umgerechnet kann diese Speichergröße den durchschnittlichen Verbrauch in Deutschland etwa zwei Tage lang
decken. Auch hier haben ähnliche Arbeiten mehr an notwendiger Speichergröße berechnet.
Die mit der Simulation berechneten Stromkosten liegen bei durchschnittlich 0,09 €/kWh (zwischen 0,07 und 0,17 €/kWh).
Trotz Zwischenspeicherung immer noch die günstigste Energieform, die es heute gibt.
Die Auswertung der berechneten stündlichen Speichernutzung zeigt, dass die Speichergröße nur an wenigen Tagen im Jahr
(~5%) gebraucht wird. An ~95% der Tage im Jahr werden nur max. 20% der Speicher genutzt. Das spricht für eine
Mehrfachnutzung der Speicher (z.B. netzdienliche KFZ-Akkus).
Diese wenigen berechneten vollständigen Speicher-Ladehübe pro Jahr sprechen für eine extrem lange Lebenszeit der
Speicher.
Insgesamt zeigen diese Ergebnisse, welche Potentiale in der Steuerung des Verbrauchs stecken. Anreize für eine
Verschiebung des Stromverbrauchs aus den wenigen Stunden/Tagen des Jahres mit geringer Erzeugung (~5%) in andere
Stunden/Tage hat einen riesigen Einfluss auf die benötigte Speichergröße und auf die Versorgungssicherheit. Schon eine einfache
Preissteuerung, die es in vielen Regionen der Welt schon lange gibt, hätte große Einflüsse auf den Verbrauch. Für Ideen wie
Freischichten bei industriellen Großverbrauchern oder flexible Steuerung von anderen Großverbrauchern in den wenigen
energiekritischen Stunden/Tagen sollten preisliche Anreize geschaffen werden. Die Industrie sucht doch nach Wegen, die
Energiepreise zu senken.
Die jährliche Entwicklung der Daten zeigt, dass es zwar eine positive Entwicklung der installierten Erzeugungsleistung gibt,
diese aber noch nicht in der wirklich verbrauchten Energiemenge sichtbar wird. Hier gibt es wohl noch systemische Hindernisse,
die andere Arten der Energieerzeugung bevorzugen. Eine mögliche Erklärung wäre, dass andere Erzeuger schlechter abregelbar
sind und deshalb Winderzeuger abgeregelt werden?
Das überraschendste Ergebnis der Simulationsrechnungen ist aber die riesige Menge an überschüssiger Energie, die erzeugbar
wäre, aber (Stand heute) gar nicht gebraucht wird. Mit o.g. optimaler Zusammensetzung der Erzeugung/Speicherung könnten im
Jahr 90% mehr Energie erzeugt werden, als derzeit gebraucht wird. Und das ohne zusätzliche Kosten! Hier sollte die Diskussion
um eine sinnvolle Nutzung dieser kostenfreien Überschuss-Energie beginnen (internationaler Energiehandel, Syn-/PtL-Fuels für
Luftverkehr/Schiffe, Wasserstoff, Wasseraufbereitung, etc.). Diese kostenfrei erzeugbare Überschuss-Energie stünde für neue
Vermarktungsstrategien zur Verfügung und würde durch Vermarktung die Energiekosten für alle senken.
Quelle: https://hlbrm.pur.hebis.de/xmlui/bitstream/handle/123456789/441/%c3%96konomischer%20Sweet%20Spot%20im%20Mix%20aus%20erneuerbarer%20Energieerzeugung%20und%20Batterie-Speichern%20im%20deutschen%20Stromnetz.pdf?sequence=1&isAllowed=y


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:16
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Ich vermute mal, die Unternehmen sehen das anders und die Energiekosten sind dauerhaft zu hoch, da nützten 7 sonnige, windreiche Tage im Jahr auch wenig.
Aber immer gut, wenn Unternehmen die Probleme benennen, die diese haben aber dann Erklärungen kommen, das wäre ja nicht so...
Polemik kannste. Mit keinem Wort habe ich gesagt, dass die Stromkosten kein Problem für Unternehmen wären. Im Gegenteil.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:stattdessen auf Kernenergie.
Da würde ich dir aus heutiger Sicht zustimmen, aber der Zug ist nun abgefahren.


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um 13:18
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Die aktuell höheren Stromkosten kommen durch das teure Gas (Merit Order).
Die sind ja schon länger hoch, ab 2021?
Eventuell hätte man sich bei der Energiewende nicht auf Gas und Kohle verlassen sollen, das führt nun zu massiven wirtschaftlichen Verlusten.
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Klar koster der Ausbau des Stromnetzes Geld. Aber mir dem usbau der EE wird der Preis logischerweise sinken.
Und wie zahlen sich dann die Backups?

Was sollen die Unternehmen also machen, wenn in ~30 Jahren ein niedriger Energiepreis zu erwarten ist?
Das nützt den Unternehmen heute und in den nächsten paar Jahren überhaupt nichts.
Erst die Kinder würden dann eventuell die günstigeren Preise erleben, falls das Unternehmen dann noch besteht.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:21
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Mit keinem Wort habe ich gesagt, dass die Stromkosten kein Problem für Unternehmen wären. Im Gegenteil.
Und es nützt nun mal wenig, wenn dauerhaft vermutet wird, dass in einigen Jahrzehnten der Energiepreis dann vielleicht günstig ist.
Das könnte man aus Unternehmersicht auch als Polemik auffassen.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:22
Was sagt EnBW zum Atomstrom:


Screenshot 2026-04-10 131650

Unternehmen wie EnBW und RWE haben sich eindeutig gegen eine Rückkehr zur Kernenergie positioniert und ihre Strategie auf erneuerbare Energien ausgerichtet. Ein weiteres Argument: Müsse wieder Geld in die Kernenergie investiert werden, fehle dieses für den Ausbau der erneuerbaren Energien und den Netzausbau.

Warum Small Modular Reactors auch keine Lösung sind

Auch Small Modular Reactors (SMRs), kleinere und modular konzipierte Kernkraftwerke, sind immer wieder Teil der Diskussion. Doch ist die Technologie weder neu noch (energie)­wirtschaftlich derzeit attraktiv. Denn: Trotz jahrzehntelanger Forschung befinden sich die SMRs weiterhin im Entwicklungs­stadium. Weltweit sind nur wenige Reaktoren im Betrieb. Ihre Bauzeiten sind lang – wie bei größeren Kern­kraftwerken auch –, Verzögerungen und Kosten­steigerungen inklusive. Studien zeigen, dass die Strom­gestehungskosten für SMRs voraussichtlich zwischen 213 und 581 US-Dollar pro Megawattstunde betragen könnten. Damit scheiden die Reaktoren nach heutigem Stand als rentable Alternative aus. Auch, weil die grundlegende Herausforderung der Kernkraft, nämlich die Entsorgung der gefährlichen radioaktiven Abfälle bestehen bleibt. Hinzu kommt die Notwendigkeit umfangreicher staatlicher Förderungen und Subventionen für ihren Neubau. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass aus diesen Gründen selbst im optimistischsten Szenario SMRs bis 2050 nur etwa zwei Prozent zur globalen Stromerzeugung beitragen könnten.

Q: https://www.enbw.com/unternehmen/themen/klimaschutz/kernkraft-kosten.html
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Eventuell hätte man sich bei der Energiewende nicht auf Gas und Kohle verlassen sollen, das führt nun zu massiven wirtschaftlichen Verlusten.
Völlig richtig, man hätte die Energiewende 20 Jahre früher beginnen sollen. Jetzt muss man Schulden machen, da Gas und Öl wg. Putin, Trump und Co sicherlich teuer bleiben wird.


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um 13:25
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Und es nützt nun mal wenig, wenn dauerhaft vermutet wird, dass in einigen Jahrzehnten der Energiepreis dann vielleicht günstig ist.
Es sollte doch beides möglich sein: kurzfristige Entlastungen bei den Stromkosten und langfristige Entlastung durch die Energiewende. Das schließt sich ja nicht aus.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:29
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Das schließt sich ja nicht aus.
Und wie sollte das geschehen mit kurzfristigen Entlastungen?
Streichen der EEG und dieses Geld dann zur Energiekostensenkung einsetzen?
Stopp aller Subventionen für PV und WKA? Entsprechend dann die Steuern senken?

Wie bekommen wir die stark steigenden Kosten des Netzendgeldes hin? EE Ausbau stoppen?


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:32
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:zum Atomstrom
Atomstrom war so teuer, daher hatte die Regierung mal versucht eine Brennelementesteuer einzuführen und AKWs noch extra zu besteuern.
Kernenergie ist so teuer, die musste deshalb verboten werden...

EnBW ein Staatsunternehmen mit grünem Anstrich...

Kernenergie ist so teuer, daher kaufen wir an windschwachen, wolkigen Tagen franz. Atomstrom...


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:32
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Und wie sollte das geschehen mit kurzfristigen Entlastungen?
Streichen der EEG und dieses Geld dann zur Energiekostensenkung einsetzen?
Stopp aller Subventionen für PV und WKA? Entsprechend dann die Steuern senken?

Wie bekommen wir die stark steigenden Kosten des Netzendgeldes hin? EE Ausbau stoppen?
Das würde ja teures Gas und Öl weiter begünstigen. Nein man muss dort mehr Geld investieren und parallel die Firmen steuerlich entlasten. Ohne Schulden wird da gar nichts gehen.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:36
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Ohne Schulden wird da gar nichts gehen.
Klar, immer weiter Schulden machen, der Bundeshaushalt wird dadurch ganz bestimmt entlastet.
Warum nicht den Staat schlanker machen? Bürokratieabbau entlastet die Wirtschaft und wird auch staatliche Stellen abbauen.
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Das würde ja teures Gas und Öl weiter begünstigen.
Wie sollte es das? Ich denke EE sind so unschlagbar günstig?
Entweder sind EE zu teuer, dann muss man diese noch weitere Jahrzehnte massiv subventionieren
oder wenn sie ja angeblich günstig und profitabel sind, dann brauchen diese auch keine Subventionen.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:38
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Atomstrom war so teuer, daher hatte die Regierung mal versucht eine Brennelementesteuer einzuführen und AKWs noch extra zu besteuern.
Kernenergie ist so teuer, die musste deshalb verboten werden...

EnBW ein Staatsunternehmen mit grünem Anstrich...
Der Atomstromexperte Röhirch gegen die Fake News von EnBw. lol

Und auch RWE liegt falsch?
• RWE sieht derzeit keine wirtschaftliche Grundlage für Investitionen in Small Modular Reactors (SMRs), da es weltweit keinen zuverlässigen Anbieter mit festen Bauzeiten und Kosten gibt.
• SMRs sind kleinere, modulare Kernreaktoren mit maximal 300 Megawatt Leistung, die in Serienfertigung hergestellt werden, aber noch mit Sicherheits- und Entsorgungsfragen konfrontiert sind.
• Die EU plant eine Strategie zur Förderung von SMRs, während deutsche Behörden vor den ungelösten Sicherheitsrisiken und der fehlenden Entsorgungslösung für radioaktive Abfälle warnen.
Quelle: https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/wirtschaftlichkeit-fraglich-rwe-aktie-unveraendert-konzernchef-krebber-ist-skeptisch-wegen-mini-atomkraftwerken-15528524


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um 13:40
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Und wie sollte das geschehen mit kurzfristigen Entlastungen?
Streichen der EEG und dieses Geld dann zur Energiekostensenkung einsetzen?
Stopp aller Subventionen für PV und WKA? Entsprechend dann die Steuern senken?

Wie bekommen wir die stark steigenden Kosten des Netzendgeldes hin? EE Ausbau stoppen?
Warum sollte kurzfristige Entlastung automatisch heißen, die Energiewende auszubremsen?

Strom ist bei uns vor allem wegen Steuern, Abgaben und Netzentgelten teuer – nicht, weil Wind und Solar zu viel ausgebaut werden. Genau da kann man kurzfristig ansetzen: Stromsteuer runter, Netzkosten teilweise anders finanzieren, gezielt Industrie entlasten.

EE-Ausbau zu stoppen würde das Problem eher verlängern. Dann bleiben wir länger von teuren und volatilen fossilen Energien abhängig – und genau das hat die Preise ja zuletzt so nach oben getrieben.

Die Frage ist für mich nicht „Energiewende oder Entlastung“, sondern warum man beides gegeneinander ausspielt, obwohl man an ganz anderen Stellen kurzfristig entlasten könnte.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Atomstrom war so teuer, daher hatte die Regierung mal versucht eine Brennelementesteuer einzuführen und AKWs noch extra zu besteuern.
Kernenergie ist so teuer, die musste deshalb verboten werden...

EnBW ein Staatsunternehmen mit grünem Anstrich...

Kernenergie ist so teuer, daher kaufen wir an windschwachen, wolkigen Tagen franz. Atomstrom...
Da wird gerade einiges durcheinandergeworfen.

Die Brennelementesteuer wurde eingeführt, weil Kernkraftwerke lange sehr hohe Gewinne gemacht haben – nicht, weil sie „zu teuer“ waren. Gleichzeitig sind Neubauten von AKWs extrem teuer und wirtschaftlich kaum noch darstellbar, siehe Projekte in Europa.

Dass wir zeitweise Strom importieren (auch aus Frankreich), ist kein Widerspruch, sondern normal im europäischen Strommarkt – genauso exportiert Deutschland an anderen Tagen Strom, auch nach Frankreich.

Und entscheidend: Die aktuellen hohen Strompreise kamen vor allem durch teures Gas zustande, nicht durch zu viel Wind- oder Solarstrom.

Man kann über den richtigen Energiemix diskutieren, klar. Aber zu behaupten, die Probleme lägen am Ausbau der Erneuerbaren oder daran, dass Kernenergie „absichtlich verdrängt“ wurde, greift einfach zu kurz.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wie sollte es das? Ich denke EE sind so unschlagbar günstig?
Entweder sind EE zu teuer, dann muss man diese noch weitere Jahrzehnte massiv subventionieren
oder wenn sie ja angeblich günstig und profitabel sind, dann brauchen diese auch keine Subventionen.
Das ist ein falsches Entweder-oder.

Erneuerbare sind bei den reinen Erzeugungskosten heute oft tatsächlich sehr günstig. Subventionen bzw. Fördermechanismen haben aber vor allem zwei andere Funktionen: den Ausbau zu beschleunigen und Investitionsrisiken abzusichern.

Man darf nicht nur auf die einzelne kWh schauen. Ein Energiesystem braucht auch Netze, Speicher und Reservekapazitäten – und genau da entstehen viele der Kosten. Das gilt übrigens unabhängig davon, ob der Strom aus Atom, Gas oder erneuerbaren Quellen kommt.

Dass Technologien am Anfang gefördert werden und später günstiger werden, ist nichts Ungewöhnliches – war bei Kernenergie übrigens genauso.

Die eigentliche Frage ist also nicht „teuer oder günstig“, sondern wie man ein stabiles Gesamtsystem möglichst effizient aufbaut.


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um 13:40
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Kernenergie ist so teuer, daher kaufen wir an windschwachen, wolkigen Tagen franz. Atomstrom...
Das ist völlig legitim, zahlen wir dann halt mal mehr als sonst. Frankreich kauft bei uns auch Strom - vor allem dann, wenn in Sommer zu wenig Kühlwasser da ist oder mehrere der die Reaktoren ausser Betrieb sind. Sind ja auch nicht mehr die jüngsten.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 13:57
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:vor allem dann, wenn in Sommer zu wenig Kühlwasser da ist oder mehrere der die Reaktoren ausser Betrieb sind.
Wieviel weniger war das noch mal, 2% Kernenergie wegen dem zeitweise Runterfahren?
Wie stark fällt im Sommer bei Flaute die Windenergie weg?


Wir sind aber vom eigentlichen Thema abgekommen, die Probleme in der deutschen Wirtschaft und deren Forderungen an Merz.
Sind ja alles tolle Ratschläge, dass irgendwann vielleicht die Energiekosten sinken, wichtig wären aber kurzfristige Lösungen.


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um 15:25
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Ei e Telefonumfrage,

Okay das ist noch besser als Twitter
Dann lies eben hier weiter:
Konkret wollten wir wissen: Wie bewerten Sie die Forderung nach einer Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne wegen hoher Spritpreise infolge der Iran-Krise? 77 Prozent der Sachsen halten dies für richtig. Deutschlandweit stimmen 75 Prozent der Menschen dieser möglichen Maßnahme zu.
Quelle: https://www.saechsische.de/politik/regional/spritpreise-in-sachsen-was-sich-die-buerger-von-der-politik-wuenschen-U2PA4TYHNNG6JJQB7KS27CRJBA.html

Die Menschen sind schlauer als die Regierung. Mittlerweile weiß auch jeder, dass der FDP-Schrott mit Tankrabatt auch nur ein Witz war. Von daher sehen die Menschen sehr genau hin.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:dass man unbedingt die Wirtschaft weiter belasten muss.
Eine Übergewinnsteuer sorgt nur dafür, dass die Ölmultis sich nicht weiter bereichern können. Was das mit der Gesamtwirtschaft zu tun haben soll, ist mal wieder Dummfug von Dir.


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um 16:00
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wieviel weniger war das noch mal, 2% Kernenergie wegen dem zeitweise Runterfahren?
Wie stark fällt im Sommer bei Flaute die Windenergie weg?
Schade, dass nur ich dieFakten liefere und nicht Du.

Frankreich musste 2022 Strom importieren, weil einige Kernkraftwerke kaputt waren.

Was war bei uns letztes Jahr:
Die realisierte Stromerzeugung* im abgelaufenen Jahr betrug insgesamt 437,6 TWh und blieb damit nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (437,7 TWh). 257,5 TWh davon entfielen auf erneuerbare Energieträger**, was einem Anteil von 58,8 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 58,5 Prozent.
...
Grenzüberschreitender Stromhandel

Im kommerziellen Außenhandel importierte Deutschland insgesamt 76,2 TWh Strom (2024: 77,2 TWh) und exportierte 54,3 TWh (2024: 48,9 TWh). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Importe um rund 1,3 Prozent gefallen und die Exporte um 11,1 Prozent gestiegen, wodurch der Nettoimport um 22,6 Prozent auf 21,9 TWh sank.

Strom wird in aller Regel dann importiert, wenn die inländische Produktion teurer wäre. Angebot und Nachfrage bilden ein gesamteuropäisches Zusammenspiel. Strom wird im europäischen Verbund dort erzeugt, wo dies am günstigsten möglich ist. Deutschland und die anderen europäischen Länder können so wechselseitig von den jeweils günstigsten Erzeugungsbedingungen profitieren.
Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/1087156

Also: 2025 wurd in Deutschland 437,6 TWh Strom erzeugt davon 54,3 TWh exportiert und 76,2 TWh importiert. D.h. es wurden 437,6 TWh + 76,2 TWh - 54,3 TWh = 459,5 TWh verbraucht. Der Nettoimport betrug 21,9 TWh das sind 5% des verbrauchten Stroms.


"Dunkelflauten"
Detailanalyse 2025: längste Dunkelflaute 89 Stunden lang, aber über 1.000 Stunden Strom für einen Cent oder weniger je Kilowattstunde

Eine Detailanalyse für 2025 zeigt, dass auch kürzere Dunkelflautenereignisse mit mindestens 24 Stunden Länge ein seltenes Phänomen sind. Über das gesamte Jahr traten lediglich sieben solcher Phasen auf, ausschließlich in den Wintermonaten Januar, Februar, November und Dezember. Die längste Dunkelflaute wurde im Februar mit rund 89 Stunden gemessen. Alle Dunkelflautenereignisse zusammen dauerten 407 Stunden.

Wind- und Solarstromerzeugung hat dabei einen starken Einfluss auf den Börsenstrompreis. In den Sommermonaten, wenn vor allem die Solaranlagen viel Strom lieferten, gab es Hunderte Stunden, in denen Strom an der Börse nur einen Cent oder weniger je Kilowattstunde kostete. Allein im Juni waren es fast 200 Stunden, im Gesamtjahr sogar 1.026. Dafür stieg der Strompreis an der Börse, wenn die Sonne nicht schien und der Wind nicht wehte. Während der Dunkelflautenereignisse war Strom 2025 bis zu 73 Prozent teurer als in den Phasen dazwischen.
Quelle: https://1komma5.com/de/magazin/news/analyse-dunkelflauten-bleiben-selten-trotz-ausbau-erneuerbarer-energien/


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um 16:11
Bundeskanzler Friedrich Merz sei „befremdet über den öffentlichen Schlagabtausch und mahnt Ministerin Reiche zur Zurückhaltung“, hieß es aus seinem Umfeld.
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article69d8c9d40695c741e3c287fc/streit-um-entlastungen-reiche-greift-spd-hart-an-kanzler-merz-verlangt-intern-zurueckhaltung.html

Lt Spiegel zählt Herr Merz endlich Frau Reiche an.
Lt Welt ist er "befremdet". Vielleicht besteht ja Hoffnung und die Dame ist bald nicht mehr auf dem Posten


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