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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

146 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Demokratie, Verbot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 13:57
Zitat von martenotmartenot schrieb:Politik
Zitat von martenotmartenot schrieb:Kommen wir jetzt wieder mit der Story von der "guten Politik", die man nur machen müsse, und dann würden sich die Bürger schon von der AfD abwenden?
Es gibt so ziemlich zu jedem Thema einen Experten, der irgendwas anders sieht oder beurteilt.

Für mich gilt nach wie vor gute und ehrliche(!) Politik.


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 14:06
Ich bin für andere Politik und habe damit genau nichts gesagt.


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 14:54
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Für mich gilt nach wie vor gute und ehrliche(!) Politik
Die vermisse Ich schon seit mindestens 15 Jahren.

Gerecht fehlt auch noch.


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 14:56
Zitat von vx110vx110 schrieb:Die vermisse Ich schon seit mindestens 15 Jahren.
Das liegt vielleicht auch daran, dass es keine festgelegte Definition von "guter Politik" gibt und jeder was anderes darunter versteht. Und Politik, wie sie sich die AfD vorstellt, wahrscheinlich erneut wieder von vielen Menschen keineswegs für "gute Politik" gehalten werden wird.


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 15:54
Zitat von martenotmartenot schrieb:Und Politik, wie sie sich die AfD vorstellt, wahrscheinlich erneut wieder von vielen Menschen keineswegs für "gute Politik" gehalten werden wird.
Ich kann mir nicht erklaeren, wieso man weiter irgendetwas waehlt, wo:

Nur Negatives bei rumkommt fuer einen selbst. Seit Jahren.

Aber wahrscheinlich findet die Mehrheit schon etwas gut an, Ehrgattensplitting weg, bald Witwenrente weg, Krankenkassen-Beitraege ins Astronomische fuer immer weniger Leistung, Co2-Steuer, Rente mit 100, innere Sicherheit, Kuschel-Justiz…

Man wird ja sehen, wohin das fuehrt.

PS: Zur inneren Sicherheit zaehle Ich mittlerweile nicht nur die ueblichen Straftaten, sondern auch, dass man mit dem Auto nicht zusammen mit der jeweiligen Bruecke zusammenkracht.


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 15:57
Zitat von vx110vx110 schrieb:Ich kann mir nicht erklaeren, wieso man weiter irgendetwas waehlt, wo
Und ich kann mir nicht erklären, wieso man eine Partei wählt, die sich von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entfernen möchte und sich nicht zum Grundgesetz bekennt. Das nämlich ist für mich die absolute Grundlage, die jede Partei erfüllen muss, die für mich überhaupt in Frage kommen würde.


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 16:00
@vx110
Ich kann mir sehr wohl erklären, warum es immer noch Menschen gibt, die Rechtsextreme unterstützen.

Man kann intelligent sein und Rechtsextreme unterstützen. Dann ist man nicht anständig.
Man kann anständig sein und Rechtsextreme unterstützen. Dann ist man nicht intelligent.
Und man kann anständig und intelligent sein. Dann unterstützt man keine Rechtsextreme.




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um 16:00
Zitat von martenotmartenot schrieb:Und ich kann mir nicht erklären, wieso man eine Partei wählt, die sich von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entfernen möchte und sich nicht zum Grundgesetz bekennt. Das nämlich ist für mich die absolute Grundlage, die jede Partei erfüllen muss, die für mich überhaupt in Frage kommen würde.
Ja kann ja sein. Nur wo ist endlich die Partei, die endlich mal wirklich an die Buerger denkt. Die wirklich mal was bewegen moechte. Die gibt es nicht mehr fuer mich. Keine der Parteien hat ehrliches Interesse daran, mal Reformen zu machen und auch in gewissen Themen einfach zu sagen, Basta, gibbet nicht mehr. Anstatt immer weiter die Leute fuer etwaa bezahlen zu lassen, was eh frueher oder spaeter kollabiert.


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 16:04
Zitat von vx110vx110 schrieb:Nur wo ist endlich die Partei, die endlich mal wirklich an die Buerger denkt. Die wirklich mal was bewegen moechte.
Da fängts schon an. Bewegen wohin? Da dürfte schon mal jeder Bürger eine andere Vorstellung haben, was er/sie konkret umgesetzt haben möchte. Und da wir viele Menschen sind, braucht es am Ende doch wieder Kompromisse und Rücksichtnahme.

In China wird viel bewegt, aber viele Menschen / Bürger zahlen auch einen hohen Preis dafür, weil ihre persönlichen Interessen viel weniger berücksichtigt werden. Da wird zwar schnell eine neue Bahnlinie gebaut, aber wenn zufälligerweise Dein Haus im Weg steht, hast Du ein Problem.

Würdest du das wollen? Wärst Du z.B. bereit, Dein Haus zu opfern, wenn die Partei es will? (das sind nämlich die Kehrseiten von Ländern, in denen sich viel bewegt).


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 16:10
Zitat von martenotmartenot schrieb:Würdest du das wollen? Wärst Du z.B. bereit, Dein Haus zu opfern, wenn die Partei es will? (das sind nämlich die Kehrseiten von Ländern, in denen sich viel bewegt).
Genau das will Ich naemlich nicht und wenn man einigen Parteien hier zuhoert, die definitiv laut vielen Leuten zum “normalem” Spektrum gehoeren, wird genau das frueher oder spaeter passieren.


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 16:15
Zitat von vx110vx110 schrieb:wird genau das frueher oder spaeter passieren.
Genau das Gegenteil denke ich. Nämlich dass eine Partei, die "etwas bewegt" wenig Rücksicht auf Einzelschicksale nehmen wird. Früher oder später wird genau das passieren, nämlich dass keine Rücksicht mehr auf uns einzelne Individuen genommen wird, wenn eine Partei wie die AfD in der Regierung ist.

ich will das nicht. Deswegen würde ich niemals die AfD wählen.


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 16:31
Zitat von martenotmartenot schrieb:Das liegt vielleicht auch daran, dass es keine festgelegte Definition von "guter Politik" gibt und jeder was anderes darunter versteht.
Brandmauer hin oder her: Gute Politik sollte am Ende das abbilden, was die Mehrheit der Wähler will. Doch die Realität sieht anders aus. Durch die pauschale Ausgrenzung entstehen absurde mathematische Zwänge. Die Union wird dadurch gezwungen, eine deutlich linkere Politik mitzutragen, als es ihre eigene Wählerschaft eigentlich möchte, weil rechnerisch nur noch Koalitionen mit SPD oder Grünen übrig bleiben. Der Wählerwille wird so komplett verwässert.

Was mich aber am meisten ankotzt, ist dieser blockierende Fraktionszwang. Anträge werden im Bundestag nicht mehr nach ihrem Inhalt bewertet, sondern rein nach dem Absender. Wenn die AfD einen vernünftigen Antrag einbringt, sollte man dafür stimmen. Wenn ein eigener Antrag nur mit deren Stimmen durchgeht , so what, dann ist es eben so! Das Gleiche gilt für gute Ideen der Linken. Unsere Politik ist schrecklich einseitig und taktisch geworden. Wir brauchen endlich wieder echte Sachpolitik statt parteipolitischer Hysterie.


Das wäre Gute Politik!


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 16:33
Zitat von antrax0815antrax0815 schrieb:Gute Politik sollte am Ende das abbilden, was die Mehrheit der Wähler will.
Sie sollte aber für uns alle da sein, nicht nur für eine Mehrheit. Zumal es je nach Thema und Politikbereich unterschiedliche Mehrheitsgruppen geben dürfte. Somit landen wir am Ende doch wieder bei Kompromissen, wenn nicht wechselnde Minderheiten benachteiligt werden sollen oder komplett den Kürzeren ziehen.

Man sollte bedenken: das kann jeden selber treffen, auch wenn man noch so ein glühender Verehrer der Partei ist und sich in jeder Hinsicht für ein Mitglied einer Mehrheit hält.


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um 16:42
Zitat von martenotmartenot schrieb:Zumal es je nach Thema und Politikbereich unterschiedliche Mehrheitsgruppen geben dürfte.
Politik für Minderheiten wird doch die ganze Zeit betrieben, jetzt wird es wieder Zeit Politik für die Mehrheit zu machen.


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Die selbsterfüllende Prophezeiung: Wer zerstört unsere Demokratie?

um 16:43
Zitat von socialmesocialme schrieb:Politik für Minderheiten wird doch die ganze Zeit betrieben
Es wird keine Politik nur für Minderheiten betrieben, sondern auch für Minderheiten (sind also inkludiert). Das ist doch kein Entweder-Oder, sondern eben ein Kompromiss. Ein Sowohl-als-Auch. Und gute Politik beinhaltet eben ein Sowohl-als-Auch, sodass wir alle als Gemeinschaft und Gesellschaft davon profitieren.

Und man sollte bedenken: jeder kann ziemlich schnell aus der Mehrheitsgesellschaft raus fallen. Und dann ist man froh, wenn die Politik auch die Minderheiten berücksichtigt.


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um 16:45
Zitat von martenotmartenot schrieb:Und gute Politik beinhaltet eben ein Sowohl-als-Auch, sodass wir alle als Gemeinschaft und Gesellschaft davon profitieren.
das ist eben Ansichtssache. Ich persönlich profitiere weniger von der Gendersprache oder von 400 Geschlechtern (übertrieben ausgedrückt). Das sind so Sachen mit denen man sich beschäftigen kann, wenn man ansonsten keine anderen Sorgen hat. Leider ist das bei uns genau in diese Ecke abgedriftet und die wirklichen Probleme hat man vernachlässigt.


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um 16:48
Zitat von socialmesocialme schrieb:Ich persönlich profitiere weniger von der Gendersprache
Andererseits schadet das aber auch niemandem. Und außerdem ist die Gendersprache ja eigentlich auch nur selten das Kernthema der gegenwärtigen Regierung.
Zitat von socialmesocialme schrieb:Leider ist das bei uns genau in diese Ecke abgedriftet und die wirklichen Probleme hat man vernachlässigt.
Das ist aber doch schon lang kein vorrangiges Thema mehr von Seiten der offiziellen Politik. Oder habe ich was verpasst?


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um 16:53
Zitat von martenotmartenot schrieb:Sie sollte aber für uns alle da sein, nicht nur für eine Mehrheit. Zumal es je nach Thema und Politikbereich unterschiedliche Mehrheitsgruppen geben dürfte. Somit landen wir am Ende doch wieder bei Kompromissen, wenn nicht wechselnde Minderheiten benachteiligt werden sollen oder komplett den Kürzeren ziehen.

Man sollte bedenken: das kann jeden selber treffen, auch wenn man noch so ein glühender Verehrer der Partei ist und sich in jeder Hinsicht für ein Mitglied einer Mehrheit hält.
Ist das wirklich das Ergebnis, das du aus meinem Post ziehst? Da hast du mich grundlegend missverstanden, denn eigentlich beschreibe ich genau das System, das du hier forderst.

Du warnst vor einer starren Mehrheit, die Minderheiten übergeht. Aber genau diese Betonierung haben wir doch jetzt durch Fraktionszwang und Lagerdenken Die Koalition mitsamt ihren Hinterzimmer-Deals stimmt alles stur durch, Sachpolitik wird blockiert.

Mein Vorschlag ist Anträge rein nach Inhalt zu bewerten, egal von wem sie kommen bricht diese Blockbildung auf. Das Ergebnis wären eben keine dauerhaften Walzen, sondern wechselnde, sachbezogene Mehrheiten. Bei Thema A findet man eine Mehrheit mit Partei X, bei Thema B mit Partei Y. Genau das erzwingt echte Kompromisse und verhindert, dass eine Gruppe dauerhaft den Kürzeren zieht ABer genau das wollen viele im Moment gar nicht, weil sie sonst die AfD und unliebsame Politik nicht mehr pauschal blockieren könnten.

Oder das ganze Ukraine und Taurus Theater (Auf FDP und Grüne Schiel)


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um 16:54
Zitat von martenotmartenot schrieb:Andererseits schadet das aber auch niemandem
es schadet niemanden, aber die Prioritäten sollten mMn anders gesetzt werden.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Das ist aber doch schon lang kein vorrangiges Thema mehr von Seiten der offiziellen Politik. Oder habe ich was verpasst?
mittlerweile nicht mehr. Es hat uns aber sehr lange beschäftigt, so dass andere Problem wenig bis gar nicht angegangen wurden. Und nun ist die Lage wie sie eben ist. Durch gekonntes Ignorieren, wird es halt nicht besser werden. Ich habe den Eindruck, dass unsere Politiker lieber Probleme aussitzen als sie anzugehen und somit wichtige Reformen immer weiter verschoben werden. Keiner will mehr Verantwortung übernehmen. Dazu gehört für mich im Grunde genommen auch, dass jeder eigentlich selber für sein Leben verantwortlich sein sollte. Aber auch hier, greift Vaterstaat mMn zu sehr ein, so das die Eigenverantwortung immer weiter flöten geht und manche Menschen sich in einer Abhängigkeit zum Staat befinden und da nicht mehr so recht herauskommen (können/wollen).


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um 17:20
Zitat von vx110vx110 schrieb:Nur Negatives bei rumkommt fuer einen selbst. Seit Jahren.
Die Zeiten ändern sich. Wir haben wieder in Russland deinen aggressiven Feind, die NATO wird teurer, das Gesundheitssystem wird teurer (teure Geräte, teure Medikamente) und wir müssen zurückzahlen, was wir uns von der Umwelt geliehen haben. Wir haben Jahrzehntelang auf Pump gelebt und billig Ressourcen verbraucht, die wir gar nicht (in der Menge) hätten verbrauchen dürfen.

Ehrliche Politik ist: Es wird für alle teurer, weil wir bisher zu billig gelebt haben. Alles andere: Pseudotechnologieoffenheit, Bestreiten des Klimawandels etc., das ist einfach nur Populismus auf Kosten des Bürgers. Es ist sachlich unmöglich, dass wir alle nicht mehr zahlen müssen.

Überlege doch selber: Wenn wir über Jahrzehnte viel zu wenig für Öl und Gas bezahlen (weil die Folgekosten im Verkaufspreis nicht enthalten sind) - ja dann müssen wir es jetzt zahlen. Oder, wenn wir warten, später noch viel mehr. Das ist wie bei jedem Darlehen, irgendwann ist es fällig und es wird immer teurer, je länger man die Rückzahlung hinausschiebt.


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