ApexOne schrieb:Nichts werden die machen,
Das ist insofern richtig: Das Problem ist, dass man es nicht als Problem betrachtet.
Die Linke ist die judenfeindlichste Partei in D - darin konkurriert sie mit den Ultrarechten in der AfD.
Klar steht dahinter auch Kalkül. Man will die Stimmen der Milieus, insbesondere in Großstädten wie Berlin.
Altlinke wie Gysi oder Ramelow hatten davor (vor mangelnder Abgrenzung), vor diesem Kurs gewarnt. (Auch wenn Gysi über Jahre die regressive Ostidentität mit kulturiert hatte, wo die AfD jetzt die Ernte einfährt; das ist eine andere Geschichte.) Der Antisemitismus Beauftragte von Brandenburg trat deshalb (aus Protest) aus der Partei aus.
Es war auch ein Verdienst von Habeck (sry
@ApexOne , isso , Wirtschafftspolitik ist ne andere Geschichte), dass er mit dafür sorgte, dass die Grünen bei dem Kurs nicht mitmachen. Gleichwohl bleibt die Koalitionsfrage.
Röhrich schrieb:Man darf annehmen, dass solche Äußerungen doch bitte nicht öffentlich gemacht werden im Wahlkampf, das wird die Aufarbeitung sein.
Ja, auch richtig. Natürlich ist die "Distanzierung" fadenscheinig. De facto spielt die "Linke" kalkuliert mit antisemitischen Tabubrüchen - wenn sie Protest hervorrufen, rudert man rhetorisch zurück, lässt aber sonst den "Antizionisten", BDS- und Intifada-Fans freien Lauf. Also, wie du sagtest ... also bitte nicht so laut im Wahlkampf.
Ein kurzer Blick noch nach Frankreich. Da hat Cohn-Bendit Angst, dass gerade Jean-Luc Melenchon dafür sorgt (nächstes Jahr, wenn er in die Stichwahl kommt, also 2. Wahlgang), dass der Sieg von Marine Le Pen sicher ist. Das wäre eine Katastrophe für Europa. Man kann da nur auf Glucksmann (gemäßigter Linker) und Philippe (Mitte rechts) hoffen ...