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DIE LINKE

8.915 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Sozialismus, Alternative, Die Linke ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

DIE LINKE

gestern um 15:03
Zitat von soomasooma schrieb:Wie soll das denn überhaupt von Berlin finanziert werden?
Gar nicht.... wie immer.

Leider Gottes, ist Berlin finanziell ein schwarzes Loch.

In vielen anderen Ländern, rund um den Globus, ist die Haupstadt ein bombastischer Wirtschaftsfaktor.

Das wird dann mit arm aber sexy begründet.

Joa.... die Zeche zahlt dann halt wer anders.

Dit is Berlin, wa? :D

Ich will es vom historischen Kontext her schon nicht hergeben..... aber die Spinner dort machen es dem "Average Joe" schon richtig schwer zu verstehen, warum Berlin ein finanzielles Desaster ist, und warum "Average Joe" dafür zahlen soll. :D


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gestern um 15:14
Zitat von abberlineabberline schrieb:Zerstört würde gar nichts, es wäre dringend nötig, allein schon, um die Mietpreise deutlich zu senken.
@abberline

Das heisst, die künstlich niedrigen Mieten würden dann die astronomischen Enteignungsablösesummen nie refinanzieren und die Instandhaltung käme auch noch on top auf den Steuerzahler zu, also nicht den in Berlin, sondern bundesweit dank Finanzausgleich.

Astronomisch wären die Ablösesummen ja nur für Berlin, nicht für die Eigentümer, diese Abfindungen sind unter Marktwert. Und das würde jedem Besitzer vermiteter Immobilein in Berlin zu denken geben. Da wäre ich mit teuren Instandhaltungen dann auch sehr zurückhaltend.

Und neue Investoren bräuchte man gar nicht mehr zu suchen. Die kommen nicht.

Die pösen großen Immobilienkonzerne sind es doch, die auch den Mietern ein Dach über dem Kopf geben, die das nette ältere Ehepaar mit der Einliegerwohnung nicht nehmen würde, wegen Ausfallrisiko, Remmidemmi oder Ähnlichem.

Mit anderen Worten: Der Immobilienmarkt in Berlin wäre langfristig ein totes Pferd in Sachen Mietimmobilien.

Und ob eine heruntergekommen Chaosklitsche wie Berlin, die ihre Straßenbahnen nicht gewartet bekommt, die nicht mal die richtigen Wahlzettel verteilen kann, plötzlich Immobilien sachgerecht instand hält, ist aber auch eine Außenseiterwette.

Dazu kommt noch: Wenn der pöse Konzern eine große Renovierung durchführt sucht der sich eine Firma. Wenn die Stadt das tut, muss die erst mal EU weit eine Ausschreibung machen.


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gestern um 15:47
@sacredheart
Deine Argumente klingen alle plausibel.

Nur hier habe ich mal einen Einwand:
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die pösen großen Immobilienkonzerne
es sind sicher nicht alle böse und unseriös.
Aber hatte im Fernsehen schon genug Berichte über Großblöcke gesehen, wo die Vermieter nichts mehr machten, alles vergammeln ließen.

Oder das andere Extrem:
teure Modernisierungen, die sich dann hinterher viele Mieter nicht mehr leisten konnten.
Stichwort "Gentrifizierung".


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gestern um 17:12
@Optimist

Ok, aber es ist nun mal ein wenig teurer, in einer Metropole zu wohnen, selbst wenn es nur Berlin ist, als in Unterfurching.

Und dass die Stadt Berlin da als Vermieter anders auftreten würde, hälst Du für wahrscheinlich?

Die müssten jede mittelgroße Renovierung EU weit ausschreiben.

Deshalb gibt es ja unrenovierte Schulsporthallen trotz vorhandener Gelder, die wegen des bürokratischen Irrsinns nicht abgerufen werden.

Und ausgerechnet Kalkutta an der Spree, auch Berlin genannt, soll das schaffen?

Da wette ich Dollar gegen Peso dagegen.


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gestern um 17:39
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und dass die Stadt Berlin da als Vermieter anders auftreten würde, hälst Du für wahrscheinlich?
nein, Berlin schon mal gar nicht, wo vorwiegend Linke etwas zu sagen haben. 😉
Ob die Mitte oder Konservativen praxisnäher agieren würden ist auch fraglich.

In meiner Stadt - auch eher linkslastig - macht der kommunale Großvermieter in meinen Augen allerdings eine gute Arbeit.

Wie gesagt, ich hatte dir im Grunde bei allem zugestimmt, finde aber halt manche Großvermieter eben auch sehr fragwürdig, zumindest wenn es denen nur um Gewinnmaximierung geht.
Vielleicht sind's auch nur die schwarzen Schafe, die in den Medien kritisiert werden.

(Also ich meinen vorigen Beitrag schrieb wähnte ich mich übrigens in einem anderen Thread, also sage ich dann mal lieber nichts mehr zu diesem Thema 😉)


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gestern um 18:38
Zitat von abberlineabberline schrieb:Gerade Berlin ist schlimm.
Wie ist denn der Mietpreis pro m² in Berlin im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen?

Raubtierkapitalismus bei Mietobjekten ist eine gewagte These, die Rendite ist da viel zu gering.

Der Wohnraum in Berlin wird auch nicht günstiger, nur weil die Stadt da Millionen für Enteignungen auf den Kopf haut.
Das Geld wäre dann wohl besser in neuen Wohnraum investiert, Werte zu schaffen ist aber wie bekannt eher keine Eigenschaft von Sozialisten.


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gestern um 19:56
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wie gesagt, ich hatte dir im Grunde bei allem zugestimmt, finde aber halt manche Großvermieter eben auch sehr fragwürdig, zumindest wenn es denen nur um Gewinnmaximierung geht.
@Optimist

Worum außer um Rendite soll es denn Großinvestoren gehen?

Aber wenn die ihr Kapital abziehen würden, wer sonst würde es in eine so schwierige Marktlage einbringen wollen?

Der Steuerzahler? Ok, der hat auch in Northvolt investiert, ob er wollte oder nicht und in Scheuers Pkw Maut und in Spahns Masken und in Stuttgart 21, 31, 41 oder so ähnlich.

Aber die Zitrone ist halt gerade ausgepresst.


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gestern um 20:23
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Der Wohnraum in Berlin wird auch nicht günstiger, nur weil die Stadt da Millionen für Enteignungen auf den Kopf haut.
Hier möchten ich auf eine wichtige Sache hinwiesen:
Die ersten Forderungen und die Initiative hießen"Deutsche Wohnen & Co. enteignen" - direkt gesagt ging es um Art.14 GG, Enteignen und mit 100% Verkehrswert entschädigen.
Anscheinend hat den Hohlköpfen jemand mit mehr als zwei Neuronen erklärt dass das sehr teuer wird -> somit wollen die nicht mehr enteignen, sondern vergesellschaften, die lügen aber weiter hin:
Enteignung
Private profitorientierte Immobiliengesellschaften, die mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin besitzen, werden nach Artikel 15 GG enteignet, um ihre Bestände in Gemeineigentum zu überführen. Genossenschaften sollen nicht enteignet werden.
https://dwenteignen.de/ueber-uns

Auf der Splash Seite steht klar "Vergesellschaftung"
In unserem Parteiencheck erfährst Du,
wer hinter der Vergesellschaftung steht.
Quelle: https://dwenteignen.de

..und dann geht es "plötzlich" um Art. 15...dann gilt die Entschädigung nacht Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend, nicht mehr voll, sondern in "Abwägung von Interessen".

Kurzum: wenn die Begründung passt, kann man relativ leicht auch zu 50% Entschädigung "vergesellschaften"...es braucht nur das entsprechende Verfassungsgericht akzeptieren.
Genau das haben die vor, in schönster Kommunisten Manier sich die Güter ohne Entschädigung unter dem Nagel krallen.


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