Volker Beck (Grün, MdB 1994-2017), Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, fordert von den Berliner Landesverbänden von SPD und Grünen Klarheit vor der Wahl.
Volker Beck fordert von SPD und Grünen klare Absage an Bündnis mit der Linken
Beck begründet seine Forderung vor allem mit dem Umgang der Berliner Linken mit Antisemitismus und Israelhass
14.09.2026
Quelle:
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/volker-beck-fordert-von-spd-und-gruenen-klare-absage-an-buendnis-mit-der-linken/Der Tagesspiegel berichtete (hinter paywall), aber auch dts.
"Wenn in der deutschen Hauptstadt wieder eine Partei (mit-)regiert, in deren Anhänger- und Mitgliederschaft der Judenmord wieder gefeiert wird, dann haben wir aus unserer Geschichte wirklich nichts gelernt", schlussfolgert Beck. Die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp möge als Person über jeden Zweifel erhaben sein und wolle sicher niemandem etwas Böses tun. Sie schaffe es aber nicht mal in der eigenen Partei, "Antisemiten und militanten und terrorismusaffinen Antizionisten Einhalt zu gebieten".
Es brauche eine Brandmauer gegen Antisemiten von rechts wie von links. "Ich will keine Sondierungs- und Koalitionsbedingungen hören. Die Linke Berlin hat sich als antisemitismusoffenes Projekt geoutet. Sie hat durch Nichtklärung alles erklärt", heißt es in dem Brief. "Die Berlinerinnen und Berliner haben einen Anspruch darauf, vor der Wahl zu wissen, woran sie mit Euch sind", fordert Beck.
Sein Brief wird unterstützt von Kerstin Müller, ebenfalls frühere Bundestagsabgeordnete der Grünen und Staatsministerin a.D. im Auswärtigen Amt. "SPD und Grüne müssen absolut klar machen, dass sie mit einer Partei, die keine klare Kante gegen Antisemiten und Israelhass zeigt, nicht zusammenarbeiten", sagte Müller dem "Tagesspiegel". "Bei der Linken wird sich oben distanziert, unten geht man im Milieu der Antisemiten auf Stimmenfang."
Am realistischsten erscheint angesichts der Wahlumfragen derzeit, dass SPD und Grüne nach der Wahl entscheiden müssen, ein Bündnis entweder mit der CDU oder mit der Linkspartei einzugehen.
Quelle:
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/beck-fordert-absage-an-rot-gr%C3%BCn-rotes-b%C3%BCndnis-in-berlin/ar-AA2c9Z4WSteffen Krach und Werner Graf aber wollen sich offenbar nicht darauf einlassen.
Michael Koblenz, Mitglied im Vorstand des jüdischen Berliner Fußballklubs Makkabi, berichtete letzte Woche, dass Eltern verstärkt nach Polizeischutz fragten; sein Gefühl sage ihm, dass es in Berlin recht bald nicht mehr viele Juden geben werde.
Wenn es jetzt zu einer von Linke angeführten Regierung in Berlin kommt, könnte das einen weiteren Exodus befördern.