@interrodings@sacredheart Bescheidener Meinungs-Take von Sigmount A. Königsberg, nicht auch für jeden normalen, vernünftig denkenden?
Die Linkspartei ist für Juden unwählbar geworden
Quelle:
https://www.juedische-allgemeine.de/meinung/die-linkspartei-ist-fuer-juden-unwaehlbar-geworden/Unbestritten, ja, das kann man so sagen:
Es dürfte wohl unbestritten sein, dass der »Islamogauchisme«, der für die politische Linke Frankreichs charakteristisch ist, inzwischen auch in Deutschland angekommen ist. Diese Koalition zwischen Islamisten und Linken, die sich immer mehr verfestigt, ist toxisch. Toxisch für Juden und genauso toxisch für das demokratische Miteinander.
Konnte man nach der Gründung des BSW von Sahra Wagenknecht noch denken, dass die meisten Judenfeinde, die in der Linken aktiv waren, sich diesem anschließen würden, sodass die Linkspartei ein vernünftiger Partner werden könnte, so wurden diese Hoffnungen bitter enttäuscht.
In den letzten zweieinhalb, drei Jahren hat die Linke – besonders in Berlin – konsequent die Kräfte unterstützt, die jüdisches Leben unmöglich machen wollen. Kann man vergessen, dass der Neuköllner Bezirksverband zusammen mit Terrorunterstützern feiert? Oder ... Und laut dem letzten Parteitagsbeschluss der Linken ist es nicht mehr zwangsläufig antisemitisch, Israel das Existenzrecht abzusprechen.
Die Positionierungen der Linken seit dem 7. Oktober 2023 haben diese Partei für die allermeisten Juden genauso unwählbar gemacht wie BSW und AfD.
Quelle: ebd.
Gut auch über den, wie er sagt, "Persilschein" für mögliche Koalitionen im Osten.
Er ist ein Persilschein, der den Antisemitismusvorwurf entkräften soll. Dass er nichts wert ist, hat die wiedergewählte Parteivorsitzende Ines Schwerdtner mit ihren Vorwürfen gegenüber Israel eindrucksvoll demonstriert.
Nur ist Papier sehr geduldig, und Politik wird nicht durch Papiere, sondern durch Akteure, insbesondere Funktionäre und Amtsträger, gestaltet – und manche von ihnen sind alles andere als vertrauenswürdig: vor allem die, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Menschen, denen vertraut werden konnte, weil sie tagtäglich gegen Judenhass eintraten – zum Beispiel Klaus Lederer, Elke Breitenbach, Carsten Schatz, Sebastian Schlüsselburg, Andreas Büttner, Andrej Hermlin und andere – die Linken verlassen haben.
Quelle: ebd.
Das hat mir auch gut gefallen, ein polemischer aber auch stabiler Take von Thomas von der Osten-Sacken: Gaza, Genozid, Jubel.
"Unter Jubel", wie es in dem Artikel heißt, habe Ines Schwerdtner "sich entschieden, es einen Völkermord zu nennen".
Jubel! Man stelle sich einmal kurz vor, der Bundestag sei, als er den Genozid an den Jesidinnen und Jesiden als solchen anerkannte, danach in Jubel ausgebrochen. Oder im Falle Ruandas oder Darfurs.
Jubel und Genozid, das, dachte man bisher, passt so gar nicht zusammen, egal in welchem Zusammenhang. Aber Gaza und die Linkspartei machen es möglich.
Quelle:
https://jungle.world/blog/von-tunis-nach-teheran/2026/06/gazagenozidjubelDazu noch was, ja, sehr Deutsches:
Dazu kommt noch dieses so urdeutsche trotzige „ich habe mich entschieden“, ganz so als hätte dieser Schritt enormen moralischen Mut erfordert. Die Floskel erinnert schwer an das da so oft bemühte „Ich musste mein Schweigen brechen“ mit dem hiesige Dichter und Denker so gerne und oft aufwarten, wenn sie nicht gleich, wie Martin Walser, "vor Kühnheit zittern".
Quelle: ebd.
Dann noch gut über Raphael Lemkin und mit einem kraftvollen Schluss.
Und zuletzt könnte man sie fragen, woher sie eigentlich diese Redseligkeit nehmen und ob ihnen bewusst sei, dass angesichts der Genozide, die sich auch während ihrer Lebenszeit ereigneten, also die eingangs genannten in Ruanda, dem Sudan und dem Irak, Entsetzen und Sprachlosigkeit herrschten, niemand nach Talk-Runden zumute war und ja, es eigentlich allen Beteiligten sogar recht egal war, welchen Namen man nun dem Grauen jeweils gab."
Dass ein Jahr später wer gar in Jubel ausbrechen würde, konnte ich mir damals allerdings auch noch nicht vorstellen. Deshalb habe ich mir vorgenommen, nicht in Staunen auszubrechen, sollte es bald gar eine Gaza-Genozid-Soli Party der Linkspartei geben wird mit leckerem Essen aus aller Welt und einem tollen Lineup.
Quelle: ebd.