Grishnakh84 schrieb:Ich finde die Steine wichtig, am Ort an denen schlimmes passiert ist.
Aber wie gesagt, das darauf rumlaufen fand ich schon immer seltsam.
@Grishnakh84Ich überhaupt nicht. Ich fand diese Steine von Anfang an genial und hae die ersten Filmberichte sehr aufmerksam gesehen. Damals war an der Tagesordnung, dass Herr Demning die Steine gesetzt hat und Leute, denen das nicht passte, sind nicht hingegangen und haben geschimpft oder irgendwas kaputt getreten. Die haben ihn gefragt, ob er denn eine Ausbildung hat. Ob er denn die Erlaubnis dazu hat. Sie haben sich seine Papiere zeigen lassen.
Ich finde traurig, wenn Leute an Gedenktafeln vorbeigehen. Wer liest denn, was da draufsteht?
Die Steine bilden a, wie es damals gewesen ist: Manche guckten hin, wenn Menschen geführt wurden, die meisten nahmen keine Notiz.
Was die Stolpersteine betrifft: Man kann rüberlaufen. Aber man kann auch stehen bleiben und lesen, was drauf steht. Ich bin schon oft stehen geblieben.
Denkmäler gibt es, aber diese Steine, die uns auf den Bürgersteigen im Weg liegen, sind etwas Besonderes.
Das Argument, dass es nicht richtig sein, dass da drüber gegangen wird, ist genau so verräterisch, wie die Behauptung der AFD, das Volksbad vor der Volksbühne ist Apartheid, wenn Stunden für farbige Jugendliche reserviert werden.
Man muss aufpassen, dass man den NAZIS nicht in die Falle geht. Die AFD hat bestimmt keine Bauchschmerzen, wenn die Rassentrennung eingeführt würde. (War da nicht gerade was mit einem Punktesystem für Wohnbewrechtigungsscheine?). Und die Stolpersteine dürften diese Leute maximal nerven, denn sie werden gesehen.