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Ist Antisemitismus wieder "in"?

6.506 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Islam, Judentum, Antisemitismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ist Antisemitismus wieder "in"?

17.04.2022 um 00:18
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Und natürlich missbraucht man die Gräueltaten des Antisemitismus wenn der bloße Verweis auf diese, in der Causa Ofarim irgendwas relativieren oder Kritik hemmen wirken soll.
Du kapierst denn Artikel schlicht und ergreifend nicht, denn nirgends, aber wirklich nirgends wurde irgendwas dergleichen gesagt.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Wenn ich "Jüdische Gemeinde" gemeint hätte, dann hätte ich "Jüdische Gemeinde" geschrieben, so bleibt es bei jüdischer Gemeinde.
Much Wirrsinn
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Wieso freut sich eigentlich keiner, daß die Vorwürfe sich nicht erhärtet haben?
Vllt weil sich aufgrund dieser Geschichte überall antisemitisch ausgekotzt wird (was im Antisemitismus-Thread selbstverständlich niemanden interessiert), man sich fragt, ob man "dem Juden" den noch irgendwas glauben kann, "den Juden" zur Rechenschaft ziehen möchte, "den Juden" moralisch diziplinieren möchte, falls er das nicht zum Staatsakt macht und sich empörend herumbrüllt etc etc.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Anders gesagt, das Instrument des Autors um Ofarims Weste weiterhin weiß strahlen zu lassen
Das steht da nirgends.
Zitat von soomasooma schrieb:Starker, ziemlich ekliger Tobak... Hier wird sich - mit Wohlwollen betrachtet - ad absurdum geführt.
Ach? Der Satz war völlig unspezifisch und nichtmal pauschalisierend. Es genügt wohl für den Triggered-Status, wenn irgendwo "Ostdeutsche" stand.
Dann zurück zur "jüdischen Gemeinde", lügenden und relativierenden jüdischen Zeitungen, lügenden Juden an sich und zwischendurch mal zum Nazistaat Israel.
behind_eyes schrieb (Beitrag gelöscht):Beides benutzt die "Geschichte des Antisemitismus" nur aus zwei anderen Motiven. Der Zweck heiligt aber nicht die Mittel.
Du bist es doch, der es an der Stelle gleich setzt den Holocaust zu relativieren und die Geschichte um Gil Ofarim zu relativieren.
Das ist ein völliger Wahnwitz, vor allem, weil du dir die Aussagen zu 100% zusammenspinnst....es wäre auch ein Wahnwitz, wenn es jemand gesagt hätte, aber das hat niemand.


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30.04.2022 um 13:09
Eigentlich kann es man nur schwer fassen, was sich da nahtlos in die endlose Antisemitismusgeschichte Deutschlands einreiht, andererseits ist diese Geschichte nur ein weiterer Beleg dafür, was sich oft hinter einer fadenscheinigen, weltoffenen Maske verbirgt.
Riesen-Skandal um den renommierten Anti-Extremismus-Film „Nasser Hund“! In dem Film geht es um den iranischen Juden Soheil, der von antisemitischen Muslimen ausgegrenzt wird – und deswegen seine jüdische Identität verschweigt. Jetzt kam heraus: Einer der Hauptdarsteller, Mohammad Eliraqui (23), der einen engen Freund von Soheil spielt, nahm an antisemitischen Hetz-Demos teil.
► Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zeichnete den Film mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ aus.



► Die Bundesregierung steckte 15.000 Euro in den Filmverleih, auch das Medienboard Berlin-Brandenburg unterstützte den Film mit 200.000 Euro.
Ehrlich gesagt halte ich eine Gesinnungsprüfung in einem Film über dieses Thema für bedenklich, man wird aber wohl nicht drum rum kommen. Solange aber Leute wie Damir Lukasevic am Start sind, wird es wohl ewig so weitergehen.
„Ein nasser Hund“-Regisseur Damir Lukacevic sagte zu BILD: „Mohammad ist Palästinenser und steht zu seinem Volk. Er distanziert sich von jeglichem Hass gegen Juden und gegen Antisemitismus. Er hat sich mit dieser Gruppe von Demonstranten, die auf diesen Aufnahmen zu sehen sind, die Hass und Antisemitismus skandiert haben, gestritten und hat sich dann von dieser Gruppe entfernt. Er distanziert sich von jeglicher Gewalt. Mohammad vergleicht Judentum und Islam wie zwei Cousins, die zusammen gehören. Mohammad steht zu den Werten, die im Film Ein nasser Hund vermittelt werden. Mohammad steht dafür, gemeinsame Brücken zwischen Judentum und Islam zu bilden und nicht Mauern zu bauen. Mohammad steht für Frieden und für Versöhnung.“
https://www.bz-berlin.de/berlin/nachwuchs-star-machte-bei-juden-hetze-in-neukoelln-mit?cid=kooperation.article.outbrain.desktop.AR_1.bz


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09.05.2022 um 21:36
Eine Allensbach Umfrage hat das Ergebnis, dass muslimische Deutsche eher AS Stereotypen zustimmen als nicht muslimische Deutsche.

Ich halte das aber für sehr schwarz weiss gedacht, solche Studien gab es immer mal. Haben nie wirklich was geändert.



https://www.welt.de/politik/deutschland/article238602427/Antisemitismus-Muslime-stimmen-Aussagen-deutlich-haeufiger-zu-als-Nichtmuslime.html


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10.05.2022 um 08:41
Zitat von peterleepeterlee schrieb:Eine Allensbach Umfrage hat das Ergebnis, dass muslimische Deutsche eher AS Stereotypen zustimmen als nicht muslimische Deutsche.
Nicht nur das. Sie haben auch herausgefunden, dass Wähler der AfD, am häufigsten von allen Wählern im Bundestag vertretener Parteien, antisemitischen Aussagen zustimmen.
Ok, ich bin jetzt nicht wirklich verwundert. :)
Antisemitismus ist Bestandteil der Gesellschaft.
Was kann man tun, um dem Herr zu werden?


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10.05.2022 um 10:00
Es ist einfach nur traurig. Im Jahr 2022 glauben immer noch so viele Menschen in Deutschland so dumme Plattitüden wie die Mähr vom "geldgierigen, reichen Juden."

https://www.welt.de/politik/deutschland/article238602427/Antisemitismus-Muslime-stimmen-Aussagen-deutlich-haeufiger-zu-als-Nichtmuslime.html

Aus dem Link:
Der Aussage „Juden sind reicher als der Durchschnitt der Deutschen“ stimmen 27 Prozent der Gesamtbevölkerung zu – sowie 47 Prozent der Muslime. Mit der Realität hat dies nichts zu tun: Rund 220.000 Menschen kamen seit den 1990er-Jahren als jüdische Kontingentflüchtlinge aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion nach Deutschland, sie machen rund 90 Prozent der in Deutschland lebenden Juden aus.
Es ist einfach nur zum Kopfschütteln, wie viele dumme Menschen es gibt.


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10.05.2022 um 10:05
Zitat von RachelCreedRachelCreed schrieb:Es ist einfach nur traurig. Im Jahr 2022 glauben immer noch so viele Menschen in Deutschland so dumme Plattitüden wie die Mähr vom "geldgierigen, reichen Juden."
Ich habe erst vorgestern den Bekannten eines Kumpels auf der Strasse lauthals zusammengefaltet und dann stehenlassen als er verkündete:
"Von den 66 reichsten Menschen der Welt sind 48 Juden!"
Ob wir das denn wüsten?
Er sei ja kein Antisemit, aber....

🤮🤮🤮


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10.05.2022 um 14:32
Zitat von emanonemanon schrieb:Nicht nur das. Sie haben auch herausgefunden, dass Wähler der AfD, am häufigsten von allen Wählern im Bundestag vertretener Parteien, antisemitischen Aussagen zustimmen.
Ok, ich bin jetzt nicht wirklich verwundert. :)
Antisemitismus ist Bestandteil der Gesellschaft.
Was kann man tun, um dem Herr zu werden?
Es ist nicht Sinn dieser Umfrage, das Ergebnis mit der völlig richtigen (wohlbekannten) Gesamtaussage, dass Antisemitismus in der gesamten deutschen Gesellschaft ausgeprägt ist, dahingehend hervorzuheben, wenn der Antisemitismus unter Muslimen gesondert untersucht und betrachtet und in Relation zum Antisemitismus der Gesamtbevölkerung untersucht wurde. Dann sollte auch das Ergebnis der Umfrage, dass Antisemitismus unter Muslimen im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung signifikant ausgeprägt ist, nicht mit dem Allgemeinplatz aufgewogen werden, dass Antisemitismus in der ganzen gesellschaftlichen Breite vorhanden ist. Denn das ist schon lange klar und könnte eine schlüssige Erklärung dafür sein, warum die Bekämpfung des Antisemitismus in diesem Land lange stagniert, eben da Antisemitismus zum großen Ganzen dazugehört... Gerade da sich angesichts des Antisemitismus in Deutschland fast nix ändert, sollte man gerade solche Umfragen, die Teilbereiche spezifisch erschlossen haben, auch spezifisch auswerten.
Für die Untersuchung befragte das Allensbach-Institut bereits zwischen dem 22. Dezember 2021 und dem 18. Januar 2022 1586 deutschsprachige Personen ab 18 Jahren, von ihnen 561 Muslime.
Hier ist nochmal zu bedenken, dass ausschließlich deutschsprachige Muslime befragt wurden!





Zur besseren Übersicht der Ergebnisse:


DWO-IP-Antisemitismus-js-GesamtvsMuslime
Demnach teilen knapp 22 Prozent der Bevölkerung im Land antisemitische Einstellungen – ein Befund, der seit vielen Jahren von Studien konstant nachgewiesen wird. Unter den befragten Muslimen liegt die Zustimmung zu antisemitischen Aussagen bei knapp 46 Prozent.
DWO-IP-Antisemitismus-js-Muslime
Die Befragung weist in der muslimischen Bevölkerung zudem einen engen Zusammenhang zwischen dem Grad der Religiosität und antisemitischen Ressentiments nach.
DWO-IP-Antisemitismus-js-AfD
Bei allen abgefragten Aussagen sind die Zustimmungswerte unter Anhängern der AfD am höchsten und unter Anhängern der Grünen am niedrigsten.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article238602427/Antisemitismus-Muslime-stimmen-Aussagen-deutlich-haeufiger-zu-als-Nichtmuslime.html


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10.05.2022 um 16:09
Ich würde tatsächlich von muslimischen deutschen statt deutschsprachigen udlimrn sprechen. Man muss ja zunächst davon ausgehen dass es sich bei den befragten erst recht wenn das hochgerechnet wird um Staatsangehörige handelt und nicht zwingend um Ausländer mit aufenthaltsrecht. Davon abgesehen bestätigt die Umfrage eigentlich nur ähnliche Umfragen aus den 00er Jahren. Dass die afd Anhänger dazukommen ist nur insofern neu als dass es die afd damals noch nicht gab. Angesichts der Ausrichtung der afd wundert mich das auch nicht besonders. Passt leider total.


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10.05.2022 um 17:35
Diese Werte sind schon wirklich beängstigend eigentlich könnte die AFD zusammen mit vielen Muslimen ne eigene Partei gründen bei soviel Schnittstellen in ihren Meinungen.
Juden nutzen ihren Status als Opfer des Völkermordes im zweiten Weltkrieg zu ihrem eigenen Vorteil aus (Zustimmung gesamt: 34%, AfD-Wähler: 48%, Muslime: 54%)

Juden sind reicher als der Durchschnitt der Deutschen. (Zustimmung gesamt: 27%, AfD-Wähler: 46%, Muslime: 47%)

Juden haben zu viel Macht in der Wirtschaft und im Finanzwesen. (Zustimmung gesamt: 23%, AfD-Wähler: 39%, Muslime: 49%)

Juden haben zu viel Macht in der Politik. (Zustimmung gesamt: 18%, AfD-Wähler: 34%, Muslime: 45%)

Juden sind für viele Wirtschaftskrisen verantwortlich. (Zustimmung gesamt: 11%, AfD-Wähler: 22%, Muslime: 33%)
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article238602427/Antisemitismus-Muslime-stimmen-Aussagen-deutlich-haeufiger-zu-als-Nichtmuslime.html


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11.05.2022 um 09:22
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Es ist nicht Sinn dieser Umfrage, das Ergebnis mit der völlig richtigen (wohlbekannten) Gesamtaussage, dass Antisemitismus in der gesamten deutschen Gesellschaft ausgeprägt ist, dahingehend hervorzuheben, wenn der Antisemitismus unter Muslimen gesondert untersucht und betrachtet und in Relation zum Antisemitismus der Gesamtbevölkerung untersucht wurde.
Das kannst du gerne so sehen. Sachliche Fehler in meiner Aussage kannst du gerne aufzeigen. Deine Interpretationen und etwaige Befindlichkeiten deinerseits sind da für eher uninteressant.
Warum es dich gerade triggert, dass die AfD-Anhänger am häufigsten, von den Anhängern der im Bundestag vertretenen Parteien, antisemitische Einstellungen pflegen bleibt dahingestellt. :)
Ich fand es erwähnenswert und anscheinend wurde das ja bei der Studie auch abgefragt. Im Gegensatz zu @peterlee der sich, ähnlich wie du, wohl auf den Teil der Studie beschränken wollte, der die Muslime betrifft, habe ich ein weiteres Ergebnis mit eingebracht.
Da kann ich gar nichts Schlechtes erkennen, zudem habe ich, im Gegensatz zu @peterlee
Zitat von emanonemanon schrieb:Nicht nur das. Sie haben auch herausgefunden, dass Wähler der AfD, am häufigsten von allen Wählern im Bundestag vertretener Parteien, antisemitischen Aussagen zustimmen.
deutlich gemacht, dass es sich lediglich um ein weiteres Ergebnis der Studie handelt.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Dann sollte auch das Ergebnis der Umfrage, dass Antisemitismus unter Muslimen im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung signifikant ausgeprägt ist, nicht mit dem Allgemeinplatz aufgewogen werden, dass Antisemitismus in der ganzen gesellschaftlichen Breite vorhanden ist.
Wie gesagt, mir ist absolut wurscht, was du dir da hineininterpretierst. Muslime sind Teil des Problems, das leugnet doch hier niemand. Aber halt nur ein Teil. Einseitige Darstellungen wie hier Beitrag von peterlee (Seite 330) zeigen doch, dass es notwendig ist darauf hinzuweisen, dass Antisemitismus nicht nur bei Muslimen verbreitet ist.
Warum es dich so stört, dass ein weiteres Detail der Studie in die Diskussion eingebracht wurde ist für mich nicht ersichtlich.
Es sei denn du bist aus irgendeinem Grund persönlich betroffen.


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11.05.2022 um 11:47
@emanon



Ich habe den Teil der afd nicht bewusst weggelassen sondern tatsächlich übersehen. Aber ich finde es absolut korrekt und richtig dass dieser Teil auch herausgestellt wird, denn natürlich spielt die afd da eine sehr negative Rolle.


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11.05.2022 um 15:05
@emanon

Erstmal ging es mir auch angesichts des Threadthemas eher darum, dass allgemeine Aussagen wie
Zitat von emanonemanon schrieb:Antisemitismus ist Bestandteil der Gesellschaft.
gerade nach so einer Umfrage, welche Gruppierungen untersuchte, die diesbezüglich Problemklientel überdurchschnittlich beheimaten, in meinen Augen fragwürdig sind. Das kenne ich jetzt auch bei weitem nicht nur von dir, da die pure Nennung des Status Quo nicht weiterhilft, gerade dann nicht, wenn man selber nach Lösungen fragt.
Zitat von emanonemanon schrieb:Warum es dich gerade triggert, dass die AfD-Anhänger am häufigsten, von den Anhängern der im Bundestag vertretenen Parteien, antisemitische Einstellungen pflegen bleibt dahingestellt.
Triggert? Wo? :) Könntest es ja Denunzianten-Böhmi melden, der wird sich allemal an der Entnazifizierung moralisch gesund stoßen.
Zitat von emanonemanon schrieb:Ich fand es erwähnenswert und anscheinend wurde das ja bei der Studie auch abgefragt. Im Gegensatz zu @peterlee der sich, ähnlich wie du, wohl auf den Teil der Studie beschränken wollte, der die Muslime betrifft, habe ich ein weiteres Ergebnis mit eingebracht.
Was habe ich weggelassen? Siehe oben... Dort ist doch alles verlinkt...
Zitat von emanonemanon schrieb:Warum es dich so stört, dass ein weiteres Detail der Studie in die Diskussion eingebracht wurde ist für mich nicht ersichtlich.
Es sei denn du bist aus irgendeinem Grund persönlich betroffen.
Erstmal stört es mich nicht soo sehr, das interpretierst du lediglich rein. Mich stört, dass der Antisemitismus immer dann, wenn er konkret wird, mit Allgemeinplätzen aufgewogen wird. Während die AFD entsprechend längst aus weiten Teilen der Gesellschaft gexst wurde, wird bei Kritik an den Fördermitteln die an z.B. Inssan gehen (Auf Nachfrage gerne mehr...) gerne mal von antimuslimischen Rassismus gesprochen. Wenn dich dieser Zusammenhang nicht interessiert, dann gut.


Hajjaj-2


https://www.welt.de/politik/deutschland/article229101711/Berlin-beruft-Islamisten-in-Kommission-gegen-antimuslimischen-Rassismus.html


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11.05.2022 um 15:22
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Das kenne ich jetzt auch bei weitem nicht nur von dir, da die pure Nennung des Status Quo nicht weiterhilft, gerade dann nicht, wenn man selber nach Lösungen fragt.

Es ist halt keine Lösung jetzt nur muslimischen oder afd`schen Antisemitismus zu bekämpfen, es geht sich um den Antisemitismus allgemein, in all seinen Schattierungen.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Mich stört, dass der Antisemitismus immer dann, wenn er konkret wird, mit Allgemeinplätzen aufgewogen wird.
Das macht ja niemand. Ich habe da vielleicht einen anderen Ansatz als du. Bei mir gehts sich um den Antisemitismus als solchen. Dabei ist dann irrelevant, ob man zu Allah betet, AfDler ist, ansonsten ein Herz aus Gold hat oder was auch immer.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Während die AFD entsprechend längst aus weiten Teilen der Gesellschaft gexst wurde, wird bei Kritik an den Fördermitteln die an z.B. Inssan gehen (Auf Nachfrage gerne mehr...) gerne mal von antimuslimischen Rassismus gesprochen. Wenn dich dieser Zusammenhang nicht interessiert, dann gut.
Wenn die Politik da einen Fehler gemacht hat oder macht, dann kann man da gerne hinschauen, warum auch nicht. Ich habe mich meines Wissens nicht dagegen ausgesprochen.


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11.05.2022 um 22:37
Ich finde eines viel interessanter... Hier stehen sich zwei Gruppierungen gegenüber die unterschiedlicher nicht sein können - AfD und Muslime - welche aber in einem zentralen Punkt - dem des Antisemitismus - offensichtlich deckungsgleiche Positionen haben.


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12.05.2022 um 10:02
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ich finde eines viel interessanter... Hier stehen sich zwei Gruppierungen gegenüber die unterschiedlicher nicht sein können - AfD und Muslime - welche aber in einem zentralen Punkt - dem des Antisemitismus - offensichtlich deckungsgleiche Positionen haben.
Wenn man sich mit dem Wesen und der Historie des Antisemitismus beschäftigt, überrascht diese relative Übereinstimmung kaum.


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12.05.2022 um 10:27
@paranomal
Naja, es sind schon verschiedene Motivationen die sich aus dem Urfeindbild entwickelt haben:
1. den christlichen Antijudaismus seit der Spätantike, der Juden vorwiegend aus religiösen Motiven abwertet und darum auch sozial und politisch ausgrenzt;

2. den neuzeitlichen Antisemitismus seit der Aufklärung, der den Ausschluss von Juden biologistisch und pseudowissenschaftlich begründet und sich mit Nationalismus, Sozialdarwinismus und Rassismus verband. Der „Rassenantisemitismus“ wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zur staatlichen Ideologie, die den Holocaust vorbereitete und rechtfertigte.

3. den Post-Holocaust-Antisemitismus (PHA) seit 1945, der Juden gerade wegen des Holocaust ablehnt, diesen aus Motiven der Schuldabwehr, verweigerter Erinnerung, Entlastung und Täter-Opfer-Umkehr leugnet oder relativiert. Weil er alte Stereotype der „jüdischen Rachsucht, Gier und Machtausübung“ zu „Holocaustausbeutung“, „nachtragender Unversöhnlichkeit“ und einem angeblichen „Kritiktabu wegen Auschwitz“ aktualisiert, bezeichnet die empirische Antisemitismusforschung den PHA nicht als „sekundär“.[2] Eine Sonderform davon ist der „Antisemitismus ohne Juden“.

4. den Antizionismus, der sich gegen den 1948 gegründeten Staat Israel richtet. Sofern seine Vertreter das Existenzrecht Israels bestreiten und judenfeindliche Stereotype in delegitimierender Absicht auf Israel übertragen, handelt es sich um israelbezogenen Antisemitismus.[3]
Quelle: Wikipedia: Antisemitismus

Es reicht nicht aus, sich gegen Antisemitismus zu bekennen, es sei denn es soll bei der bloßen Kundgabe der Ablehnung bleiben das würde aber die Komplexität der einzelnen Motivationen - welche für einen Diskurs über Antisemitismus aber notwendig wären - missachten.


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12.05.2022 um 10:44
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Naja, es sind schon verschiedene Motivationen die sich aus dem Urfeindbild entwickelt haben:
Im Grunde sind die von dir aufgeführten Varianten nur Spielarten desselben Welterklärungsmodells. Historisch bedingt veränderte Narrationen, die im Kern jedoch immer auf dasselbe Sündenbockprinzip bauen. Die Widersprüche der Welt werden nicht in komplexen Zusammenhängen, Strukturen und Systemen verortet, sondern ursächlich auf die Machenschaften einer bestimmten Personengruppe zurückgeführt. Beim Vernichtungsantisemitismus der Nazis und der Islamisten ist diese Logik lediglich konsequent zu Ende gedacht, da man sich nicht mal zum Schein dem aufklärerischen Ideal verpflichtet geben muss.

Da der Islamismus prinzipiell nur die arabische Variante des Faschismus ist (also ein autoritärer antimoderner Rückfall), gab es da auch bereits früh Austausch mit den europäischen Spielarten (siehe al-Husseini), sodass wir es global eigentlich mittlerweile mit demselben Phänomen zu tun haben. Dabei spielt für die Verbreitung in der arabischen Welt der „gemäßigte“ legalistische Islamismus wohl die bedeutendste Rolle. Der Einfluss dieser Form des radikalen politischen Islams auf die islamische Community über die Islamverbände ist auch in Deutschland spürbar.


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