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Ist Antisemitismus wieder "in"?

9.239 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Islam, Judentum, Antisemitismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ist Antisemitismus wieder "in"?

13.10.2026 um 21:19
@taren
Du meinst den Vorschlag, die Palästinenser nach Israel zu evakuieren und dabei das Risiko einzugehen, dass die Hamas mitkommt?


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

13.10.2026 um 22:38
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Du meinst den Vorschlag, die Palästinenser nach Israel zu evakuieren und dabei das Risiko einzugehen, dass die Hamas mitkommt?
Nein, da war der Terroranschlag ja schon passiert. Der Vorschlag, auf den du dich beziehst, war eher eine Basis um Terroranschläge in der Zukunft zu verringern, meiner Ansicht nach.


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

14.10.2026 um 23:59
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Du meinst den Vorschlag, die Palästinenser nach Israel zu evakuieren und dabei das Risiko einzugehen, dass die Hamas mitkommt?
Was ich meinte waren eher Diskussionen wie in 2016
Zitat von tarentaren schrieb am 08.04.2016:@Balthasar70 Warum, es ändert sich ja nicht viel zur heutigen Situation. Gewissheit gibt es nicht und wird es nie geben, du wartest auf etwas was nie eintreten wird und kann. Genauso könnte Jordanien, Ägypten oder Syrien angreifen aber Palästina soll es sein, nur bei Jordanien und Ägypten hat man durchaus was erreicht, warum sollte dies mit Palästina nicht möglich sein.
Zitat von Balthasar70Balthasar70 schrieb am 08.04.2016:@taren
....doch es gibt zigtausende weniger Tote Israelis, oder was meinst Du wohin der IS ausweicht wenn man ihn hinlässt.

...und natürlich kann das mit Palästina möglich sein, es müssen nur vorher entsprechende Zeichen gesendet werden, blindwütig erstochene Israelis in den Straßen zu feiern ist kein solches Zeichen.
Zitat von tarentaren schrieb am 08.04.2016:@Balthasar70 Das mit dem IS ist aus meiner Sicht erstmal unrealistisch.

Wie gesagt, was würde sich konkret für Israel verschlechtern, erstmal nichts. Israel kann dabei nicht viel verlieren und eigentlich nur gewinnen. Mit der jetzigen Vorgehensweise können sie hingegen nur verlieren, es wird keine Verbesserung eintreten und ein Aufstand wird zunehmend wahrscheinlicher.
Zitat von Balthasar70Balthasar70 schrieb am 08.04.2016:@taren
...Du magst das nochmal überlesen, zigtausende tote Israelis, das mag für Dich nicht, für die Regierung dort aber durchaus, ein Argument sein.


....und, mit Verlaub, Deine Sicht, geht den israelischen Sicherheitsexperten mit hoher Wahrscheinlichkeit, am Arsch vorbei.
Zitat von tarentaren schrieb am 08.04.2016:@Balthasar70 Von welchen zigtausend toten Israelis redest du eigentlich. Die israelischen Sicherheitssexperten haben in den letzten Jahren nicht viel erreicht oder gehören Messerattacken und der gegenwärtige Terror zur Sicherheit.
Zitat von tarentaren schrieb am 08.04.2016:Balthasar70 Die Toten wird es vielleicht geben, allerdings eher wenn sie meinen Rat nicht befolgen. Die ganze Diskussion bringt wohl nichts, da wir vollkommen unterschiedliche Vorstellungen haben.
Zitat von Balthasar70Balthasar70 schrieb am 08.04.2016:@taren
....dann sollten sie Dich unbedingt als Sicherheitsexperten engagieren.
Zitat von FabsFabs schrieb am 08.04.2016:Sie haben Sorge dafür getragen, dass Selbstmordattentate der Vergangenheit angehören. Die Attentate mit Messern und Autos sind eine große Gefahr, weil sie unberechenbar auftreten, die Wahl der Mittel zeigt aber auch, wie sehr Israel die Gefahr eindämmen konnte - Selbstmordattentate wie an Pessach 2002 in Netanja oder im Dolphinarium-Club, die auf einen Schlag dutzende Tote forderten, gehören der Vergangenheit an.

Außer man würde deine "Sicherheitsratschläge" befolgen.
Zitat von tarentaren schrieb am 08.04.2016:
Zitat von FabsFabs schrieb am 08.04.2016:Sie haben Sorge dafür getragen, dass Selbstmordattentate der Vergangenheit angehören.
Ich glaube das ist eine Fehleinschätzung der Situation, was du ja selbst vor kurzem verlinkt hast.
Zitat von FabsFabs schrieb am 08.04.2016:Außer man würde deine "Sicherheitsratschläge" befolgen.
Was zu beweisen wäre. Das die jetzige Vorgehensweise keinen Erfolg zeigt, muss man nicht beweisen, dazu muss man sich nur die Situation ansehen und wird ja praktisch von dir bestätigt.
Nun, sieht für mich nicht so aus als lagen Balthasar70 und Fabs damals richtig, während meine Einschätzung durchaus zugetroffen ist.


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16.10.2026 um 05:21
Hm, ich hätte das etwas anders formuliert. Oder dazu formuliert.
Stand: 15.10.2026 • 20:00 Uhr

Das Hanseatische Oberlandesgericht hat am Donnerstag einen Spion des Iran zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Ein mutmaßlicher Komplize soll für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Die beiden haben nach Überzeugung des Gerichts antisemitische Anschläge in Deutschland vorbereitet.

Nach drei Monaten Prozess ist das Gericht davon überzeugt, dass der Hauptangeklagte als Agent des iranischen Mullah-Regimes Brand- und Mordanschläge in Deutschland vorbereitet hatte. Der 54-Jährige, der zuletzt in Dänemark lebte, soll im vergangenen Jahr in den Iran gereist und dort im direkten Kontakt mit führenden Mullahs gewesen sein. Die hätten ihm die Aufträge erteilt, die er in Deutschland umsetzen sollte.

Offenbar Anschläge auf Beck und Schuster geplant

Das Ziel sollen unter anderem Anschläge auf koschere Läden in Berlin gewesen sein. Aber auch zwei Männer hatten sie im Visier: Volker Beck, den ehemaligen Grünen-Bundestagsabgeordneten und heutigen Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft sowie Josef Schuster, den Präsidenten des Zentralrats der Juden.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hamburg/nach-anschlagsplaenen-spione-des-irans-in-hamburg-verurteilt,terrorprozess-102.html

Iranischer Staatsterrorismus in Deutschland: jetzt auch gerichtlich festgestellt.


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17.10.2026 um 12:38
Jüdische Studierende haben Tillschneider den Zugang in eine Synagoge verwehrt - und wurden von Berliner Anwalt Ulrich Vosgerau auf X beschimpft.

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/afd-anwalt-vergleicht-juedische-studenten-mit-hitlerjungen-und-sinniert-ueber-polizeiknueppel/


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18.10.2026 um 10:10
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb am 11.10.2026:Honecker hat Arafat mE nach irgendeine hohe Auszeichnung verliehen…
Diese Liebe und Hinwendung der Sozialisten bzw kommunisten
@calligraphie
Ja. Dazu noch eine kurze Anmerkung, anlässlich eines neuen Fundes.
Also, realpolitisch war DDR und Arafat auch nicht immer unkompliziert, weil Arafat auch nicht immer ein verlässlicher Bündnispartner war.

Aber aus deutscher Perspektive war dies auch nicht ohne historische Ironie. Und das nicht nur wegen der massiven Waffenlieferungen an Israels Feinde oder weil viele KZ Aufseher hinter dem antifaschistischen Schutzwall frei rumliefen oder für die Stasi arbeiteten, etwas mehr und wirklich gut dazu hier:
Antizionismus und Antisemitismus in der DDR
PLO-Bomben, Ex-Nazis und Waffenlieferungen

Von Jens Rosbach | 22.05.2020

Offiziell war Antisemitismus in der DDR kein Problem. Zugleich lieferte die Regierung Waffen an Israels Feinde. Neue Studien zeigen, wie ausgeprägt die Israel- und Judenfeindlichkeit im Arbeiter- und Bauernstaat war.
Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/antizionismus-und-antisemitismus-in-der-ddr-plo-bomben-ex-100.html

Sondern auch, weil es der NS-Unterstützer al-Husseini gewesen war, der Arafat gefördert hatte, den späteren PLO-Führer.

Anlässlich eines neuen Fundes, die Vermutung ist, dass die Waffen weniger wegen des militärischen Nutzens als aus ideologischen Gründen aufbewahrt wurden, womöglich auch als Propaganda:
Israelische Armee findet NS-Waffen mit Hakenkreuz-Stempel bei der Hisbollah

Stand: 17.10.2026, 06:48 Uhr

München – Die israelische Armee hat bei der Hisbollah im Libanon deutsche Waffen aus der NS-Zeit beschlagnahmt. Darunter befinde sich ein Maschinengewehr vom Typ MG 34, berichtete Oberstleutnant a. D. Idan Sharon-Kettler. Das deutsche MG 34 trage noch die historischen NS-Kennzeichnungen, die „Markierungen eines Adlers mit darauf gestempeltem Hakenkreuz“.
erinnert Yigal Carmon daran.
Für Yigal Carmon, Präsident und Mitbegründer der gemeinnützigen US‑Organisation Middle East Media Research Institute (MEMRI), ist der Waffenfund ein Symbol für die vielen historischen Verbindungen zwischen dem NS-Regime und seinen arabischen Verbündeten. Insbesondere zum Großmufti von Jerusalem, Haj Amin al-Husseini, „der damals eine führende Persönlichkeit der Palästinenser war“, wie Carmon sagt. Über den Kurzwellensender Zeesen verbreitete das NS-Regime von Berlin aus Propaganda auf Arabisch und Persisch.

Zu den prominentesten Stimmen gehörte Großmufti al-Husseini, der das NS-Regime unterstützte und von Oktober 1941 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin lebte. Von dort aus wandte er sich in Rundfunkansprachen an ein Millionenpublikum im Nahen Osten, um antikoloniale Ressentiments zu schüren und eliminatorischen Antisemitismus in der Region zu verbreiten – die Ideologie der heutigen Hisbollah. Nach dem Krieg erhielt al-Husseini Asyl in Ägypten, verbreitete weiter radikal antisemitische Positionen und förderte Jassir Arafat, den späteren Führer der PLO („Palästinensische Befreiungsorganisation“).
Gewisse Verbindungen gibt es auch heute noch.
Auch der vom Verfassungsschutz als antisemitisch eingestufte „III. Weg“ schwört auf seiner Webseite auf die Terrororganisation und lobt deren Propaganda-Museum MleetaWiderstandspark im Südlibanon.
Quelle: https://www.merkur.de/politik/waffenfund-im-libanon-hisbollah-hortete-ns-gewehre-94545706.html

Aber wie schon gesagt, Jeffrey Herf kann das alles noch viel detaillierter darstellen und erklären.


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19.10.2026 um 00:41
In Paris wurde eine Synagoge verwüstet.
Videos in sozialen Netzwerken zeigen offenbar Verwüstungen in einer Synagoge im 19. Arrondissement. Verletzte wurden nicht gemeldet
18.10.2026 13:06 Uhr

Bei den schweren Unruhen in Paris ist offenbar auch eine Synagoge zum Ziel von Randalierern geworden. Wie die »Times of Israel« unter Berufung auf Videos in sozialen Medien berichtet, wurde das jüdische Gotteshaus in der Rue Burnouf im 19. Arrondissement am Samstag beschädigt. Verletzte wurden demnach nicht gemeldet. Ob sich zum Zeitpunkt des Angriffs Menschen in der Synagoge aufhielten, ist bislang unklar.
Quelle: https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/paris-synagoge-bei-ausschreitungen-offenbar-beschaedigt/

Verletzt wurde offenbar niemand.

Die französische Polizei vermeldete und schrieb dazu:

Die Synagoge in der Rue Burnouf wurde verwüstet aufgefunden: Gebetbücher lagen auf dem Boden, die Räumlichkeiten wurden durchsucht, der Gottesdienstraum geschändet.

Die Täger müssen noch ermittelt werden. Doch eine Frage bleibt: Inwiefern dient ein Angriff auf eine Synagoge dem Anliegen von Schülern oder dem Anliegen, die Kaufkraft zu stärken? Wem nützt diese Gewalt wirklich? Sicherlich nicht den Anliegen, denen sie angeblich dienen soll.


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19.10.2026 um 05:13
Das Feigenblatt des Schülerprotestes ist doch nach 24 Stunden gefallen. Diese laute Stille, köstlich.


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22.10.2026 um 22:55
Das ist auch ein lesenswerter Kommentar.
Die Staatsräson und die Linke
Beschuss aus den eigenen Reihen

Einschlägige Gruppierungen innerhalb der Linken verwenden den Begriff der Staatsräson, um den eigenen Antisemitismus zu verharmlosen. Selbstkritik? Fehlanzeige.

19.10.2026
Quelle: https://taz.de/Die-Staatsraeson-und-die-Linke/!6222243/

Wie die Koalitionsverhandlungen in Berlin und dann die Praxis ausschauen wird?
Wie auch immer die Koalitionsverhandlungen ausgehen werden, die Gespräche zur Vorsondierung zeigen, was die Szene von ihrer Partei erwartet: Der Fetisch Staatsräsonkritik soll Revolutionsromantik und Parlamentarismus vereinbaren. Er verschleiert die Anpassung der Bewegungslinken.

Mittlerweile ist der Begriff der Staatsräson eine verselbstständigte Chiffre der Abwehr von Antisemitismuskritik geworden. Anhand der aktuellen Debatte kann man studieren, was für ein Eigenleben der von Angela Merkel eingeführte Ausspruch mittlerweile angenommen hat. Merkel bezeichnete 2008 in ihrer Rede vor der Knesset die Sicherheit Israels als Teil der deutschen Staatsräson. Es war ihre Antwort auf die Vernichtungsabsichten des iranischen Regimes. Dieser recht minimalistische Ausspruch ist mittlerweile ein Fixpunkt der Antisemitismusverharmlosung von links geworden.
Quelle: ebd.

Ja, da wird man wohl schauen müssen.


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22.10.2026 um 23:00
In Gießen wurden Schilder-Hinweise auf die Städtepartnerschaft mit der israelischen Stadt Netanya abmontiert.
Partnerschaftsverein vermutet politisches Motiv hinter Demontage von Netanya-Schildern

Die Städtepartnerschaft zwischen Gießen und Netanya hat eine große historische Bedeutung

22.10.2026
Quelle: https://www.juedische-allgemeine.de/politik/partnerschaftsverein-vermutet-politisches-motiv-hinter-demontage-von-netanya-schildern/

Ein politischer Hintergrund wird vermutet.
Für den Partnerschaftsverein geht es bei der Demontage nicht allein um beschädigte oder fehlende Hinweistafeln. Die Entfernung der Plaketten sei ein Versuch, die israelische Partnerstadt aus dem öffentlichen Erscheinungsbild Gießens zu verdrängen. Der Vorstand schreibt: »Ganz egal, aus welcher politischen Ecke die Täter stammen: Der offensichtliche Versuch, unsere israelische Partnerstadt aus Gießens Stadtbild zu verbannen, ist nur eines von vielen Beispielen für einen grassierenden, israelbezogenen Antisemitismus, der mit Kritik an konkreter israelischer Regierungspolitik nichts zu tun hat.«
Quelle: ebd.

Kurz noch zur historischen Bedeutung.
Die Partnerschaft zwischen Gießen und Netanya hat eine besondere historische Bedeutung. Abraham Bar-Menachem, der aus dem Gießener Stadtteil Wieseck stammte, verließ in den 1930er Jahren angesichts der nationalsozialistischen Judenverfolgung seine oberhessische Heimat und wanderte in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina aus. Später wurde er Oberbürgermeister von Netanya. Von dort aus knüpfte er seit den 1960er Jahren Kontakte nach Gießen – trotz Widerständen, die es auch in Israel gab.

1978 entstand daraus eine der ersten Städtepartnerschaften zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel. Der Verein sieht in der Verbindung ein gewachsenes Zeichen der Aussöhnung. Gerade angesichts der jüngsten Vorfälle müsse die Stadt deutlich machen, dass sie an dieser Partnerschaft festhalte. im
Quelle: ebd.


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27.10.2026 um 00:08
Wie weit ist es in D gekommen, wenn Menschen wieder Angst haben müssen, sich als Juden zu erkennen zu geben?
Verdacht auf Antisemitismus: 60-Jähriger verprügelt - Täter äußerte sich antisemitisch

Ein 60-Jähriger wird in Berlin-Schöneberg nach einem Streitgespräch von einem Unbekannten geschlagen, selbst als er schon am Boden liegt. Er hatte sich als Jude zu erkennen gegeben.

Stand: 25.10.2026, 14:09 Uhr
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/dpa-verdacht-auf-antisemitismus-60-jahriger-verprugelt-tater-ausserte-sich-antisemitisch-16200238.html

Der Zentralrat der Juden warnt vor möglicher antisemitischer Gewalt bei Protesten am 31. Oktober und spricht von einer erhöhten Gefährdungslage.
Als besonders bedenklich bewertet der Zentralrat die Sprache, mit der zu den Aktionen mobilisiert werde. In dem Papier ist von einer hochgradig gewaltbereiten Rhetorik die Rede. Als Beispiele werden Begriffe und Parolen wie »Purge«, »wie in Frankreich« und »No rules« genannt. Die geplanten Proteste seien ausdrücklich von gewöhnlichen, kommerziellen Halloween-Veranstaltungen zu unterscheiden.
Quelle: https://www.juedische-allgemeine.de/politik/zentralrat-der-juden-warnt-vor-moeglicher-antisemitischer-gewalt-bei-protesten-am-31-oktober/


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

27.10.2026 um 07:18
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Wie weit ist es in D gekommen, wenn Menschen wieder Angst haben müssen, sich als Juden zu erkennen zu geben?
Dir ist schon klar das es das in Deutschland nach dem 2.Weltkrieg so wirklich nie gab... es gab zwar bessere und schlechtere Phasen aber wirklich gut war es in Deutschland nie.


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

27.10.2026 um 11:41
Zitat von tarentaren schrieb:Dir ist schon klar das es das in Deutschland nach dem 2.Weltkrieg so wirklich nie gab... es gab zwar bessere und schlechtere Phasen aber wirklich gut war es in Deutschland nie.
Die Erfassung in der PKS scheint es tatsächlich erst ab 2001 zu geben. Und die zeigt - jep, das "Nie wieder" ist sooooo schööööön! Es gibt allen, inkl den jeweiligen Rednern ein richtig wohliges Gefühl der Rechtschaffenheit. Besser, als in einer stürmischen Herbstnacht mit einem Tee, umringt von Hunden vor einem Kamin zu sitzen und ein gutes Buch zu lesen!....

Besonders gut gelungen war die (fast)Verdoppelung 2023. Auch schön ist zu sehen, das so wirkungsvoll dagegen vorgegangen wird!

Quelle mediendienst-integration.de

Es mag für Juden nie ganz sicher in DE gewesen sein. Aber was seit 2019, mit einem Jahr "Ruhe" 2022, passiert ist beispiellos.

Aber die Politik ruft "Nie wieder" und alles ist gut....


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27.10.2026 um 12:14
@Desperadoo
die statistische Erfassung politisch motivierter Straftaten erfolgt nach den bundeseinheitlichen „Richtlinien für den Kriminalpolizeilichen Meldedienst in Fällen Politisch motivierter Kriminalität“, dem „Definitionssystem PMK“ und der „Ausfüllanleitung zur Kriminaltaktischen Anfrage in Fällen der PMK“.
Antisemitische Straftaten sind dem Phänomenbereich PMK -rechts- zuzuordnen, wenn keine gegenteiligen Anhaltspunkte zur Tätermotivation vorliegen. Dies gilt insbesondere für von Unbekannt verübte rechte Propagandadelikte wie die Verbreitung und Verwendung verbotener nationalsozialistischer Symbole. Sobald gegenteilige Anhaltspunkte zur Tätermotivation vorliegen, bspw. aufgrund der Wahrnehmung des Opfers, wird die Straftat auch dem entsprechenden Phänomenbereich zugeordnet.
Quelle: https://fragdenstaat.de/anfrage/zuordnungspraxis-antisemitischer-straftaten-zum-phanomenbereich-rechts/

zunächst mal danke für den guten Link, auch wenn dessen Trend natürlich beschämend ist. Dass Taten dem Bereich 'rechts' zugeordnet werden, wenn keine anderen Hinweise vorliegen, verzerrt die Aufschlüsselung der Täter sicherlich sehr stark.

Wenn Links und Islamisten Hakenkreuze hinschmieren und dann besonders gut im Nicht-Erwischtwerden sind, zB weil sie schnell laufen können, steigen dadurch die rechtsextrem motivierten antisemitischen Vorfälle. Kann man sich nicht ausdenken, aber so kann man sicherstellen, dass man sich beim 'Kampf gegen rechts' gemütlich zusammenkuscheln kann.

Das ist so, als hätte man in den 90er Jahren jeden Autodiebstahl erst mal als Tat von Polen registriert, bis das Gegenteil bewiesen wäre.

Das war ja auch beim 'Aufstand der Anständigen' gegen rechts schon so, den Gerhard Schröder ausgerufen hatte. Dass die Täter Muslime waren, hat da nicht weiter bei der Beseeltheit gestört.


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27.10.2026 um 12:30
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das ist so, als hätte man in den 90er Jahren jeden Autodiebstahl erst mal als Tat von Polen registriert, bis das Gegenteil bewiesen wäre.
Das finde ich mal ein gutes Beispiel was den Nagel auf den Kopf trifft.
Wo war das Restaurant welches die Betreiber mit hakenkreuzen beschmiert und dann abgefackelt haben? Da hieß es auch Nazi Anschlag. Interessant wär ob sowas dann in der Statistik bereinigt wird, wenn anschließend ein Täter gefasst wird oder es sich anders darstellt


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27.10.2026 um 12:30
@sacredheart

Nimms mir nicht übel aber es interessiert mich einen Dreck, wer die Straftaten begeht! Es gilt "gleiches Recht für alle" iSv alle bestrafen, die sich Schuldig machen!

Antisemitismus wird nicht besser, wenn er aus einer bestimmten Richtung kommt...


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27.10.2026 um 12:33
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Nimms mir nicht übel aber es interessiert mich einen Dreck, wer die Straftaten begeht! Es gilt "gleiches Recht für alle" iSv alle bestrafen, die sich Schuldig machen!
Das stimmt. Eine dadaurch verwässerte Statistik hilft aber halt auch nicht.


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27.10.2026 um 12:37
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Nimms mir nicht übel aber es interessiert mich einen Dreck, wer die Straftaten begeht! Es gilt "gleiches Recht für alle" iSv alle bestrafen, die sich Schuldig machen!

Antisemitismus wird nicht besser, wenn er aus einer bestimmten Richtung kommt...
@Desperadoo

Da bin ich bei Dir. Wenn man sie aber schon nach Tätergruppen aufschlüsselt, dann aber bitte auch nicht so verzerrt.

Die einzelne Tat soll natürlich gerichtlich geurteilt werden. Bei Taten mit unbekannten Tätern, die nie ermittelt werden können, geht das aber nun mal nicht. Das dürfte für Schmierereien, verwüstete Gräber, beschmierte Läden häufig der Fall sein.

Wenn man aber gesellschaftlichen Aktionismus mit so einer Statistik begründet und das geschieht ja, dann sollte die Statistik eben auch eine sein.

Was ich besonders traurig finde: Im Andenken an die ermordeten Juden finden sich fast alle dahinter versammelt. Das ist auch gut so. Das muss sich nicht ändern. Beim Umgang mit lebenden Juden, die aus der Geschichte gelernt haben sich zu wehren, da wird es dann leider bei Vielen wieder sehr eng.


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27.10.2026 um 12:45
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wenn Links und Islamisten Hakenkreuze hinschmieren und dann besonders gut im Nicht-Erwischtwerden sind, zB weil sie schnell laufen können, steigen dadurch die rechtsextrem motivierten antisemitischen Vorfälle
Uuuuhh, der Versuch eine Dolchstosslegende 2.0 zu etablieren?
Mal schauen, wie es weitergeht.
Als könnten Islamisten nicht rechtsextrem sein. :palm:
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Nimms mir nicht übel aber es interessiert mich einen Dreck, wer die Straftaten begeht! Es gilt "gleiches Recht für alle" iSv alle bestrafen, die sich Schuldig machen!
:Y:


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27.10.2026 um 12:46
Zitat von emanonemanon schrieb:Als könnten Islamisten nicht rechtsextrem sein. :palm:
Ich würde sogar behaupten, dass Islamismus nur eine andere Ausprägung von Rechtsextremismus ist. Viele Ziele und Denkmuster sind ziemlich gleich, und auch die Radikalität bei der angestrebten Umsetzung ist ähnlich stark ausgeprägt.


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