calligraphie schrieb am 11.10.2026:Honecker hat Arafat mE nach irgendeine hohe Auszeichnung verliehen…
Diese Liebe und Hinwendung der Sozialisten bzw kommunisten
@calligraphie Ja. Dazu noch eine kurze Anmerkung, anlässlich eines neuen Fundes.
Also, realpolitisch war DDR und Arafat auch nicht immer unkompliziert, weil Arafat auch nicht immer ein verlässlicher Bündnispartner war.
Aber aus deutscher Perspektive war dies auch nicht ohne historische Ironie. Und das nicht nur wegen der massiven Waffenlieferungen an Israels Feinde oder weil viele KZ Aufseher hinter dem antifaschistischen Schutzwall frei rumliefen oder für die Stasi arbeiteten, etwas mehr und wirklich gut dazu hier:
Antizionismus und Antisemitismus in der DDR
PLO-Bomben, Ex-Nazis und Waffenlieferungen
Von Jens Rosbach | 22.05.2020
Offiziell war Antisemitismus in der DDR kein Problem. Zugleich lieferte die Regierung Waffen an Israels Feinde. Neue Studien zeigen, wie ausgeprägt die Israel- und Judenfeindlichkeit im Arbeiter- und Bauernstaat war.
Quelle:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/antizionismus-und-antisemitismus-in-der-ddr-plo-bomben-ex-100.htmlSondern auch, weil es der NS-Unterstützer al-Husseini gewesen war, der Arafat gefördert hatte, den späteren PLO-Führer.
Anlässlich eines neuen Fundes, die Vermutung ist, dass die Waffen weniger wegen des militärischen Nutzens als aus ideologischen Gründen aufbewahrt wurden, womöglich auch als Propaganda:
Israelische Armee findet NS-Waffen mit Hakenkreuz-Stempel bei der Hisbollah
Stand: 17.10.2026, 06:48 Uhr
München – Die israelische Armee hat bei der Hisbollah im Libanon deutsche Waffen aus der NS-Zeit beschlagnahmt. Darunter befinde sich ein Maschinengewehr vom Typ MG 34, berichtete Oberstleutnant a. D. Idan Sharon-Kettler. Das deutsche MG 34 trage noch die historischen NS-Kennzeichnungen, die „Markierungen eines Adlers mit darauf gestempeltem Hakenkreuz“.
erinnert Yigal Carmon daran.
Für Yigal Carmon, Präsident und Mitbegründer der gemeinnützigen US‑Organisation Middle East Media Research Institute (MEMRI), ist der Waffenfund ein Symbol für die vielen historischen Verbindungen zwischen dem NS-Regime und seinen arabischen Verbündeten. Insbesondere zum Großmufti von Jerusalem, Haj Amin al-Husseini, „der damals eine führende Persönlichkeit der Palästinenser war“, wie Carmon sagt. Über den Kurzwellensender Zeesen verbreitete das NS-Regime von Berlin aus Propaganda auf Arabisch und Persisch.
Zu den prominentesten Stimmen gehörte Großmufti al-Husseini, der das NS-Regime unterstützte und von Oktober 1941 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin lebte. Von dort aus wandte er sich in Rundfunkansprachen an ein Millionenpublikum im Nahen Osten, um antikoloniale Ressentiments zu schüren und eliminatorischen Antisemitismus in der Region zu verbreiten – die Ideologie der heutigen Hisbollah. Nach dem Krieg erhielt al-Husseini Asyl in Ägypten, verbreitete weiter radikal antisemitische Positionen und förderte Jassir Arafat, den späteren Führer der PLO („Palästinensische Befreiungsorganisation“).
Gewisse Verbindungen gibt es auch heute noch.
Auch der vom Verfassungsschutz als antisemitisch eingestufte „III. Weg“ schwört auf seiner Webseite auf die Terrororganisation und lobt deren Propaganda-Museum MleetaWiderstandspark im Südlibanon.
Quelle:
https://www.merkur.de/politik/waffenfund-im-libanon-hisbollah-hortete-ns-gewehre-94545706.htmlAber wie schon gesagt, Jeffrey Herf kann das alles noch viel detaillierter darstellen und erklären.