Ist Antisemitismus wieder "in"?
um 10:29Es geht um die politische Instrumentalisierung. Wenn die Taten als rechts eingeordnet werden, werde Linke kein Interesse haben den linksextremen Rassismus oder die linksextremen Antisemitismus zu bekämpfen.Ataraxie89 schrieb:Hat leider noch immer nicht verstanden dass auch ein Ausländer eine rechtsradikale Tat begehen kann. Wenn ich als Ausländer morgen losziehe und einen Afrikaner absteche weil ich mich für die bessere Rasse halte - ist das dann automatisch eine Links-Motivierte Tat?
Da man so zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Die eigenen Wähler sind antisemitisch man kann aber den politischen Gegner dafür verantwortlich machen. Somit profitiert man von linksextremen Antisemitismus, da er als rechts bezeichnet wird.
Zudem haben Rassenlehren nicht mit links und rechts zutun, da auch linke rassistisch sein können. Wenn man die Definition pauschal als rechts definiert ist das selbst schon linksextrem. Das ist so wie wenn man sagt. In der DDR und anderen kommunistischen Staaten gabs und gibt es keinen Rassismus.
Das würde Kommunisten in die Hände spielen. Das war u.a. DDR-Propaganda, dass der Westen faschistisch ist und sie selbst Antifaschisten. Und die Uighuren oder andere Minderheiten diskriminieren kann, da sie ja Kommunisten sind.sacredheart schrieb:Da haben wir uns offenbar schwer missverstanden. Ich habe doch oben extra geschrieben, es würde sich dann aus meiner Sicht um eine linksextremistische Tat handeln, wenn der Grund für die Tat in 'kommunistischer Gesinnung', nicht aber vorwiegend ethnisch begründet geschehen würde. Ich halte das für eher sehr unwahrscheinlich, habe es mehr der Erklärung halber geschrieben.
Und wenn doch ist nicht der Kommunismus verantwortlich, da ist dann auch der Westen verantwortlich, da Rassismus so definiert ist.
Stehlen und andere Delikte werden übrigens auch nicht als linksextrem eingeordnet, obwohl in Religionen steht, dass man nicht stehlen soll. Und Religionen werden von Linken als rechts und konservativ eingeordnet werden. In machen Länder wird sogar die Hand abgehackt wenn man stiehlt. Das wäre dann auch egal ob Rechte stehlen, da dafür Linke verantwortlich gemacht werden. Da es als Links definiert wäre.
Die Definition sind also sehr einseitig.
Das ist auch Blödsinn was du hier schreibst.Dasdeeeeniz schrieb:Sicher, bis Ende 2023 hatte das System der Zuordnung eine Schwachstelle. Wenn ich mir aber die Zahlen für 2023 und 2024 anschaue, sehe ich keinen nennenswerten Rückgang antisemitischer Straftaten im Bereich PMK-rechts: Sie blieben mit 3.034 beziehungsweise 3.016 Fällen nahezu konstant. Zugenommen haben dagegen die Zahlen für ausländische und religiöse Ideologie.
Man könnte nun behaupten, dass sich darunter Fälle befinden, die früher automatisch rechts zugeordnet worden wären. Eine andere Erklärung wäre, dass der Gaza-Krieg und seine Folgen zu einem tatsächlichen Anstieg antisemitischer Straftaten in diesen Bereichen geführt haben. Denkbar ist auch, dass beide Faktoren eine Rolle spielen.
Aus den bloßen Jahreszahlen lässt sich jedenfalls nicht ableiten, welcher Effekt wie groß war. Dafür müsste man die konkreten Fälle und die Auswirkungen der geänderten Zuordnungspraxis genauer untersuchen. Ich denke, ohne eine solche Analyse werden wir das nicht abschließend auflösen können.
Das wird jetzt auch noch so gemacht. Zudem weiß man vom Aussehen nicht ob jemand rechts oder links ist. Da sollte die Unschuldsvermutung gelten.
Selbst wenn er keinen Migrationshintergrund hat, sieht man nicht, ob die Tat rechts oder links war. Gerade wenn AfD und CDU Plakate mit Hakenkreuzen beschmiert werden, waren das mit Sicherheit keine Rechten, das wird aber als rechts eingeordnet.
Die Zuordnung rechter, von unbekannten Tätern verübter Propagandadelikte zu einem Phänomenbereich der politisch motivierten Kriminalität ist ein Thema der Antwort der Bundesregierung (21/794(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/542(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Danach werden von Unbekannt verübte rechte Propagandadelikte, insbesondere die Verbreitung verbotener nationalsozialistischer Symbole wie zum Beispiel Hakenkreuze und SS-Runen, dem Phänomenbereich „Politisch motivierte Kriminaliät - rechts“ zugeordnet, soweit keine gegenteiligen Tatsachen zur Tätermotivation vorliegen.Quelle:
https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1100600
Die Definition selbst wird politisch instrumentalisiert, auch bei HOmophobie und ähnlichem.
Wenn die Definition selbst schon pauschal als rechts eingeordnet werden, wenn man das Wahlverhalten der Person nicht kennt, geht es einem nicht um die Tat an sie, sondern darum den politischen Gegner zu framen. Da hat man kein Interesse den linksextremen Antisemitismus zu bekämpfen da es pauschal rechts ist und man ansonsten ausländische Ideologie oder eben bei Islamisten die religiöse IDeologie verantwortlich machen kann.
Das ist übrigens auch das Framing von totalitären Staaten, dass eben nur der Westen rassistisch usw. seine kann, da Kommunismus automatisch gut ist und jeden als gleich sieht. Die Realität sieht aber anders aus.




