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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

2.073 Beiträge, Schlüsselwörter: Ausländer, Integration, Deutsche, Immigranten
DieSache
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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

04.09.2010 um 09:54
Wenn sonst keiner was macht, sollten eventuell wir Bürger tätig werden !

Hab ja schon dieses "Haus der Begegnung" erwähnt, vielleicht wäre eine "multikulti Nachbarschaftshilfe" ja mal ein Anfang, sprich, dass wir Deutschen mal auf unsere ausländisch stämmigen Nachbarn zugehen und uns anbieten, wenn jemand krank ist, oder Fahrgemeinschaften für Kinder die in die Schule müssen bilden ect pp.

Ich denke wenn wir untereinander mehr vom Alltag des Anderen erfahren und verstehen was die Kultur des Anderen ihm wirklich bedeutet...im Grunde sollte die Integration schon da anfangen, dass man auch mal selber den ersten Schritt wagt !


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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

04.09.2010 um 09:58
Valentini schrieb:Und ich fürchtete schon dass diese Erkenntnis nicht bei dir zum Vorschein kommt. Mit einer solchen Person über Integrationsfragen und die erforderlichen Maßnahmen zu diskutieren ist in etwa so, als würde man mit Horst Mahler über eine gute und vernünftige Darstellung der schrecklichen Erlebnisse des Holocaust in naher Zukunft ohne Zeitzeugen diskutieren...
Wasted time
Und wo ist seine Argumentation so falsch? Ich will hier jetzt auch nicht den Indepence Day einführen nur weil ich eingwanderter Amerikaner bin, genauso wenig sollte es im Sinne irgend eines anderen Einwanderers sein Bräuche aus dem Heimatland hier etablieren zu wollen, wieso denn auch?

Fördert doch in keinster Weise die Integration und dieses "heimisch fühlen" Argument zieht nicht, wenn man sich an die Kultur hier anpasst kann man sich hier genauso heimisch fühlen wie überall anders auch.

Was willst du denn konkret? Es wird Einwanderern alles angeboten was sie brauchen, vorrausgesetzt sie nutzen die Chance. Ich hätte es mir auch leicht machen können und einfach nichts tun können damals und kein deutsch lernen können, die deutsche Kultur ablehnen können und mich nur auf englisch unterhalten können, wäre ja sowieso egal weil am Ende kann man es ja auf den Staat und die Einheimischen schieben dass man nicht integriert ist, stimmts?

Was für ein Schwachsinn, man muss selbst etwas für seine Integration tun, das sagt doch schon das Wort "Integration" -> sich einfügen (in eine Gruppe).

Die Gruppe tut alles was sie tun muss:

Sie gibt den Einwanderern die Chance in die Gruppe aufgenommen zu werden.
Sie bietet den Einwanderern genügend Möglichkeiten in Form von Bildung diesen Anschluss zu finden.

Es liegt nun ausschließlich am Immigranten sich zu integrieren, die Gruppe gibt ihm ja die Möglichkeit dazu.

Ich hasse das wirklich, ich habs mir ja auch nicht so leicht gemacht und einfach nichts getan und es dann auf den Staat geschoben und vor allem auf die Mitmenschen. Das ist einfach nur ein Alibi um seinen Unwillen sich zu integrieren zu verstecken und vor allem um im deutschen wieder diese Schuldgefühle aus dem 2. Weltkrieg hervorzuholen, weil damit kann man ja alles erzwingen, wird euch auch ewig nachhängen, keine Frage, aber dass ihr auch noch selber so naiv seid und Leute die einzig eure Vergangenheit ausnutzen unterstützt finde ich unfassbar. In keinen anderen Ländern außer in Österreich und Deutschland würde diese Debatte so weit gehen, da würde man den Einwanderern einfach ein müdes lächeln schicken und wenn sie sich nicht integrieren würden sie abgeschoben werden.

Und das ist auch richtig so.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich eigentlich zum großteil auch als Österreicher fühle, natürlich mit Migrationshintergrund, aber wenn man will dann kann man sich in jedem Land zurechtfinden.

Mich persönlich regt dieses Alibi einfach nur auf, es ist ein reines Alibi um seinen Unwillen zur Integration zu verstecken und ihr unterstützt die dabei auch noch.

Ich kann es nicht oft genug sagen, ich habs auch geschafft und es ist nicht immer einfach, vor allem in den ersten paar Jahren da man in der Schule nicht alles mitbekommt, aber normalerweise nehmen die Lehrer da auch darauf Rücksicht bzw. gibt es ja sogar Sonderklassen (was wie wir oben gesehen haben mittlerweile ja schon was schlechtes ist WTF? Merkt ihr nicht wie ihr euch selber widersprecht?), aber Tatsache ist, dass wer es auch wirklich will der schafft es auch, daher ist es die Verantwortung von jedem selbst sich zu integrieren und wenn ihr deutschen ein bisschen Hirn im Kopf hättet dann würde es diese Diskussion gar nicht geben.
DieSache schrieb:Wenn sonst keiner was macht, sollten eventuell wir Bürger tätig werden !

Hab ja schon dieses "Haus der Begegnung" erwähnt, vielleicht wäre eine "multikulti Nachbarschaftshilfe" ja mal ein Anfang, sprich, dass wir Deutschen mal auf unsere ausländisch stämmigen Nachbarn zugehen und uns anbieten, wenn jemand krank ist, oder Fahrgemeinschaften für Kinder die in die Schule müssen bilden ect pp.

Ich denke wenn wir untereinander mehr vom Alltag des Anderen erfahren und verstehen was die Kultur des Anderen ihm wirklich bedeutet...im Grunde sollte die Integration schon da anfangen, dass man auch mal selber den ersten Schritt wagt !
Selten so einen Schwachsinn gelesen. Also meine Familie wäre sich bestimmt verarscht vorgekommen wenn einer von uns krank gewesen wäre und dann die ganze Nachbarschaft dasteht und einen unterstützen will mit der Begründung weil man Ausländer ist. Da fühlt man sich dann ja erst recht "anders" wenn man so eine komische Sonderbehandlung bekommen würde, außerdem ist das völliger Schwachsinn weil es an einem selber liegt sich zu integrieren.


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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

04.09.2010 um 10:05
@Kc
integration (fem., von lat. integrare = wiederherstellen), zu deutsch „Herstellung eines Ganzen“,
und das nehme ich wörtlich - das ganze herstellen funktioniert doch nur im gemeinsamen konsens
konsens bedeutet die Übereinstimmung von Menschen − meist innerhalb einer Gruppe − hinsichtlich einer gewissen Thematik ohne verdeckten oder offenen Widerspruch.
unterdrückung der frau hat viele formen, auch in der westlichen welt, sie ist nur nicht so offensichtlich

- und ich selbst möchte menschen auch lieber ins gesicht schauen - ich verstehe die burka zum einen auch als diskriminierung

- ich weiß aber auch, dass einige von ihnen dies bewusst tragen aus überzeugung, aus einem religiösen verständnis heraus

nonnen habe auch ihre bekleidung - sie bedecken gleichfalls ihr haupt
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sie tun dies aus einem best. verständnis heraus

ich finde sakrale symbole und gebetsräume in staatlichen schulen unpassend - es gehört da nicht hin - schule hat frei zu sein von religiösem

konsens ist gefragt

antiquierte vorstellungen lehne ich ganz klar ab - auch bei den islamischen mitbürgern - es kann nicht sein, dass frauen verfolgt, bestraft oder gar getötet werden, weil sie sich für ein anderes leben entscheiden
das ist nicht duldbar

es ist auch nicht duldbar, dass mädchen in jungen jahren "verhöckert" werden und zwangsehen eingehen müssen

da hört auch meine "toleranzfähigkeit" auf - und ich hoffe und wünsche, dass sich mosl. gemeinden dem stellen und dies thematisieren auch öffentlich

wir haben gesetze, die dies nicht zulassen und davon sollte gebrauch gemacht werden


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ramisha
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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

04.09.2010 um 10:06
Solange nicht mehr Integrationswille gezeigt wird,
denke ich nicht daran, zu helfen.

Verstehe die Leute nicht, die mit Macht anderen in
den Hintern kriechen wollen.


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DieSache
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04.09.2010 um 10:27
@lynx21

du fühlst dich also "verarscht", wenn dir jemand seine Hilfe und eventuell auch Freundschaft anbietet...komisch !


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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

04.09.2010 um 10:33
DieSache schrieb:du fühlst dich also "verarscht", wenn dir jemand seine Hilfe und eventuell auch Freundschaft anbietet...komisch !
Wenn es über das normale Maß an Höflichkeit hinausgeht und es nur daher kommt dass ich "anders" bin, dann sehr wohl. Das ist für mich kein Grund worauf ich eine Freundschaft aufbauen kann "weil er ausländer ist.", ich weiss ja nicht ob du auf jeden Einwanderer zugehst und sagst: "Hey kann ich dir irgendwie helfen, ich weiss wir kennen uns nicht und vielleicht können wir uns auch gar nicht leiden, aber du bist ja immerhin Ausländer!"

Würde sich doch jeder verarscht vorkommen.

edit: Und alleine dass du so dermaßen in deinem Handeln unter Einheimischer und Einwanderer unterscheidest macht dich zu einem Teil zum Rassisten. Denn eine Gruppe Menschen nur wegen ihrer Herkunft anders zu behandeln ist schlichtweg rassistisch.

Schonmal daran gedacht, dass alle Menschen gleich sind und vielleicht auch genauso behandelt werden wollen? Nicht schlechter und nicht besser? Das wäre für alle das Beste.

Du unterscheidest mir viel zu sehr zwischen Volksgruppen was deine Denkweise sehr beschränkt rüberkommen lässt.


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04.09.2010 um 10:51
@lynx21
ich verstehe durchaus deine haltung - deine ansicht

"hilfebedürftig" seid ihr ja nun wirklich nicht - aber ich weiß wie wichtig es ist zu signalisieren: prima dass ihr da seid

das kann man auf verschiedenste weise tun, ohne dass sich jemand "belästigt" fühlt


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Valentini
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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

04.09.2010 um 10:55
@lynx21

Ich denke du hast mich scheinbar falsch verstanden denn anders kann ich mir deine Frage an mich nicht erklären, da ich der bin der ganz klar Anstrengungen seitens der Zuwanderer einfordert


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ramisha
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04.09.2010 um 10:55
@lynx21
ich kann mir vorstellen, dass dir das ewige Hofieren allmählich
auf den Wecker geht. DU kennst deine Möglichkeiten und
weißt offenbar, was du willst und was nicht.


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Valentini
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04.09.2010 um 10:55
kiki1962 schrieb: prima dass ihr da seid
Ich sehe keinen Grund dies jemanden zu signalisieren der nichteinmal die Sprache beherrscht, ganz im Gegenteil


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04.09.2010 um 10:58
@Valentini
aber wenn du jemanden erlebst, der bemüht ist, dann denke ich stehst du auch als hilfreicher deutscher zur seite


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DieSache
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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

04.09.2010 um 10:59
Was mir extrem auffällt ist die Tatsache dass immer eine gewisse Erwartungshaltung von beiden Seiten ausgeht, aber keiner den ersten Schritt auf den Anderen zugehen will !

Mir macht es langsam den Anschein, als wolle man sich nicht "integrieren lassen", weil man glaubt es handle sich eher um eine Zangsassimilation und hätte Angst zuviel von sich selbst aufzugeben.

Ich glaube viele die Zweifel an einer umsetzbaren Integration haben, haben genau diese Angst im Hinterkopf, dass man zu etwas "verbogen" werden soll und seine eigene Identität aufgeben müsste...

Die "Einheimischen" haben Angst vor "Überfremdung" und die Migranten haben Angst vor dem Verlust der kulturellen Wurzeln ihrer Herkunft...

Was uns von einer vernünftigen Integration abhält sind die Ängste voreinander und ich finde die werden leider immer wieder aufs neue gefüttert, schaut man die Medienberichterstattung an.

Ich denke ein ganz großer Bestandteil dieser Ängste beruht auf dem 11.09., ich frage mich immer, warum seit damalsTerrorismus immer mit dem Islam in Verbindung gebracht werden muss und wem dieses "Hass aufeinander schüren" letztenendes wirklich nützt und was damit bezweckt werden soll !

Schaut doch mal weiter in die Geschichte, es gab schon immer die Notwendigkeit sich aufeinander einzulassen, wir haben nur begrenzt Ressurcen und besiedelbares Land, wir sind alle aufeinander angewiesen, wenn es darum geht unseren Kindern noch eine Welt mit Zukunft zu hinterlassen...

Ich will bei dieser antihumanen Propaganda nicht mitmachen und doch kann ich nichts daran ändern, wie verhärtet alle Seiten schon sind. Es muss endlich Schluß sein, dass man ständig alte Konflikte nutzt um Völker gegeneinander aufzuhetzen, keiner von uns will Verfolgung, Vertreibung und Krieg erleben müssen, weder Moslem, Chris, Jude, Buddist, Hinduist noch Atheist (und die ganzen Zwischenfarben menschlich, philosophischer Überzeugungen).

Merkt ihr eigentlich wo diese ganze Diskussion wieder enden kann, langsam macht es mir Angst, wenn ich sehe wie die Menschen miteinander umgehen und welche politischen Überzeugungen erneut Zuspruch finden, schade dass die Generation schon langsam ausstierbt, die uns alle darüber aufklären könnten worauf wir achten sollten, wenn wir eine friedlichere Zukunft haben wollen, in der wir uns gegenseitig helfen um der Menschheit selbst eine Chance zu geben...


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Valentini
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04.09.2010 um 11:02
@kiki1962
kiki1962 schrieb:aber wenn du jemanden erlebst, der bemüht ist, dann denke ich stehst du auch als hilfreicher deutscher zur seite
Wenn iich bei jemanden ernsthafte Bemühungen erkenne und merke dass diese Person irgendwann einen Punkt erreicht, an dem sie Hilfe benötigt, da werde ich der letzte sein der diese Hilfe verweigern würde


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04.09.2010 um 11:03
Ich denke @lynx21 will sagen das einem Menschen mit Stolz, es wiederstrebt zuviel Hilfe aufgedrängt zu bekommen, da ihm seine Fremdartigkeit sonst wie eine Behinderung vorkommen würde. Man will ja kein Mitleid erwecken.
Interessante Ansicht. So hab ich das noch nie betrachtet. Klingt aber durchaus logisch.
Das Argument zieht natürlich nur wenn man sich integrieren will und es auch tut.
Man kann das natürlich auch leicht vorbringen um einfach von den Deutschen in Ruhe gelassen zu werden. Stolz ist ein Gegenargument gegen vieles.


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DieSache
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04.09.2010 um 11:12
Ich bin nur auf den nächsten "Auslandskonflikt" gespannt, wenn Menschen die Haus und Hof verloren haben neuen Siedlungsraum benötigen und wieder Vertreibung erleben müssen, wenn dann die Frage kommt, wer diese Menschen aufnimmt !

Mit der derzeitigen Stimmung fürchte ich, wird es schwierig werden da eine Lösung zu finden...


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04.09.2010 um 11:19
@Valentini
schrieb ich doch - schön, dass du es bestätigst
die bemühungen erkennst du an -

@DieSache
wieviel integrationsbeistand, -hilfe braucht jemand

einen rahmen dafür muss sollte es natürlich geben, der zur orientierung dient, der unklarheiten beseitigt usw.


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DieSache
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04.09.2010 um 11:40
@kiki1962

der Abbau der Sprachbarrieren/Verständigungsproblematik wäre wirklich etwas, was man fordern und im gleichen Masse auch fördern sollte.

Um Bereitschaft auf beiden Seiten zu signalisieren wäre dieses "Haus der Begegnung" eine Möglichkeit. Ein neutraler Ort, wo man sich hilft die Sprache der neuen Heimat zu lernen...im Gegenzug dazu lernt der andere ja eventuell ein paar Brocken der andern Sprache !

Die Zeit von einem Jahr sollte ausreichen, wenn ein Sprachkurs besucht wird...

Da fällt mir irgendwie Esperanto dazu ein, war ja mal ein Versuch sowas wie eine "Weltsprache" zu etaplieren, hätte dies geklappt hätten wir denke ich weitaus weniger Probleme bezüglich Sprachbarriere *ggg*


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04.09.2010 um 11:59
Trapper schrieb:Ich denke @lynx21 will sagen das einem Menschen mit Stolz, es wiederstrebt zuviel Hilfe aufgedrängt zu bekommen, da ihm seine Fremdartigkeit sonst wie eine Behinderung vorkommen würde. Man will ja kein Mitleid erwecken.
Interessante Ansicht. So hab ich das noch nie betrachtet. Klingt aber durchaus logisch.
Das Argument zieht natürlich nur wenn man sich integrieren will und es auch tut.
Man kann das natürlich auch leicht vorbringen um einfach von den Deutschen in Ruhe gelassen zu werden. Stolz ist ein Gegenargument gegen vieles.
Genauso ist es auch. Außerdem betont man doch eben durch dieses "ich bin netter zu ausländern als zu einheimischen" ja doch nur dass doch nicht alle gleichberechtigt sind und das finde ich am aller traurigsten.

Es wird immer die Frage gestellt: "Was kann man machen dass sich Ausländer hier wohl und heimisch fühlen?." Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, sie einfach so behandeln wie alle anderen.

Keine Sonderrechte für niemanden, jeder sollte in unserer Gesellschaft die selben Pflichten wie auch Rechte haben, unabhängig von Hautfarbe oder Herkunft. Aber eben dadurch dass man immer wieder die Unterschiede aufzeigt von wegen "Wir müssen den armen Ausländern helfen." treibt man erst recht einen Keil rein, eben dadurch dass man sie immer wieder wissen lässt "Ihr seid anders als wird" und ihnen das Gefühl gibt "wir sehen euch nicht als vollwertig mitglieder unserer gesellschaft an".

Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung berichten, dass es zu meiner Volkschulzeit (in Deutschland glaube ich Grundschule?!) noch nicht perfekt deutsch konnte und auch noch nicht alles verstand, die Lehrer nahmen darauf auch Rücksicht, aber teilweise wurde ich halt zu sehr hofiert und behandelt als wäre ich irgendwie geistesgestört, ich kam mir dann oft nicht ernst genommen vor und genau das hat eigentlich eine zeitlang dazu geführt dass ich mich nicht wohl gefühlt hatte, da man mich zu nett behandelt hatte und ich mich daher minderwertig fühlte, fast wie ein frischgeborenes baby.

das ging dann schon so weit dass mein vater später in die schule zu meiner lehrerin ging und sie darauf hinwies mich ein bisschen mehr einzubinden und mir etwas mehr das gefühl zu geben dazu zu gehören, sprich keine sonderbehandlung zu erfahrung, zumindest nicht in einem maße dass es mir auffiel und das hat diese auch zum glück sehr gut geschafft anschließend.

aber vielen lehrern mangelt es halt an dieser feinfühligkeit, immigranten werden teilweise viel zu sehr verhätschelt, die ansprüche sind teilweise dann schon so niedrig gesetzt dass sich die schüler einfach wie gehirnamputierte vorkommen und genau das ist das problem, da haben sehr wohl auch die lehrer schuld und auch die gesellschaft.

Aber nicht in dem sinne dass man die menschen zu schlecht behandelt sondern man versucht uns einwanderern einfach alles so gut und leicht wie möglich zu machen.

und genau dies führt eigentlich dazu dass sich viele so ausgegrenzt und auch dumm fühlen, weil sie einfach von vornerein so behandelt werden (auch wenn die motive von den lehrern ja genau die andersrum sind)

daher stimme ich den meisten hier einfach nicht zu, ihr müsst gar nichts tun damit wir uns besser integrieren, ihr müsst uns einfach so akzeptieren wie wir sind, es reicht schon wenn einer ganz normal mit mir redet, dann fühle ich mich akzeptiert und gleichberechtigt, ich brauche keine babysitterin in der grundschule die mich für dumm verkauft, etc..

Also wenn ihr vielleicht das nächste mal einen ausländer besser behandeln wollt als einen deutschen weil er eben ausländer ist denkt vielleicht mal daran dass wir alle gleich sind und auch gleich behandelt werden wollen. Nicht besser und nicht schlechter, nämlich das sind die 2 formen des rassismus. jemanden zu gut zu behandeln wegen seiner herkunft bzw. jemanden schlechter zu behandeln. Erst wenn wirklich alle in der gesellschaft kapiert haben, dass nicht die hautfarbe zählt und auch nicht der geburtsort im pass, erst dann machen es alle richtig.

Und das gilt sowohl für die Rassisten welche Ausländer hassen, für diejenigen die sie besser behandeln und für die die sich nicht integrieren wollen.

Einfach mal anfangen die Gemeinsamkeiten aufzuzeigen und nicht immer die Unterschiede, die Sprache ist eine Barriere welche man gemeinsam überwinden kann und dann geht alles von alleine!


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04.09.2010 um 12:03
@DieSache
um den "alltag" zu meistern bedarf es sprachlicher kenntnisse - das leugnet hier wohl keiner

eine "weltsprache" ist sicher ein gutes mittel im internationalen verkehr, aber sprachkulturen zu verdrängen würde auch unsere welt ärmer machen

bretonisch z.b fördert man in frankreich wieder - und das ist gut so -wäre schade, wenn "altes" nicht mehr gehegt und gepflegt wird -


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fisherman
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04.09.2010 um 12:04
@kiki1962

Die Burka mit der Kleidung von Nonnen zu vergleichen ist irgendwie ziemlich abartig. Das sind Mitglieder einer absolut keusch lebenden Ordensgemeinschaft. Da werden zwei Paar Schuhe von dir durcheinandergeworfen die nichts miteinander zutun haben. Für mich bei diesem Thema immer eines der billigsten Argumente.


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