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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

2.073 Beiträge, Schlüsselwörter: Ausländer, Integration, Deutsche, Immigranten

Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

17.11.2009 um 17:39
@Puschelhasi

Die Sache mit dem Alkohol mag ja stimmen. Wenn ich einen muslimischen Gast erwarte, stelle ich auch keine Schweinshaxe und Whiskey auf den Tisch.

Aber was hat das nun mit Integration zu tun? Und vor allem, wie sollte dieses Benehmen im kleinen Kreis dann auf staatlicher Ebene aussehen?


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buddel
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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

17.11.2009 um 17:41
@Puschelhasi
Puschelhasi schrieb:Also zuerstmal sollten wir uns als Einheimische auf Augenhöhe in der islamischen Religion weiterbilden, denn sonst können wir auch nicht begreifen, wie die zu integrierenden denken und fühlen.
häh ?
da wird ja wohl andersherum ein schuh daraus.
du drehst hier einige pflichten um,
die rechte gibt´s umsonst

buddel


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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

17.11.2009 um 17:41
Jero schrieb:Du sagst selbst richtig, dass man mit dem Thema Religion neutral umgehen soll, ich gehe jedoch eine extreme Stufe weiter und sage, dass man das Thema Religion ganz untern Tisch schieben und in den Prozess der Integration erst garnicht einfließen lassen soll.
Integration findet ebenfalls über den Austausch kultureller Eigenheiten statt.In meiner Heimat gehört zum Gastempfang ein Schnaps. In der Heimat eines Muslim gehärt dazu vielleicht ein Tee. Und nun haben beide was gelernt. Nur weil ich dem Muslim ein Bier oder einen Schnaps anbiete, muss er sich nicht beleidigt fühlen. Er kann ganz einfach sagen, er trinkt keinen Alkohol und schon habe ich ein alkoholfreies Bier auf dem Tisch. Wo ist das Problem? Für mich ist ein Moslem zuerst ein Mensch und dann, wenn es sich ergibt, kann man auch mal über Religion quatschen. Aber - ein guter Gastgeber redet nicht über Sex, Politik und Religion. Und ich bin ein guter.


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Puschelhasi
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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

17.11.2009 um 17:41
@Jero

grundlegende Kommunikationsformen, rücksichtnahme auf gewisse Tabus des Gegenübers, das hilft schon mal massiv bei dem Aufbau einer Gesprächsbasis und eines Miteinanders.


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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

17.11.2009 um 17:44
@Jero
das hat nicht nur was mit der "religion" zu tun, sondern mit einer gänzlich anderen lebensart, lebensgewohnheit - und auch wenig gläubige menschen halten traditionen ihrer ursprünglichen kultur am leben

sie essen eben kein schwein, auch wenn sie nicht dreimal täglich beten - oder sie trinken trotzdem keinen alkohol - -

das hat nichts mit glauben zu tun, sondern mit einer lebenshaltung
und das finden wir ja auch bei uns - - gläubige, die dies und das nicht tun - - und andere, die nicht gläubig sind und trotzdem gewissen dinge nicht machen .. .

dein aussage : dass einheimisch sich doch nicht mit der religion der "neuen" beschäftigen sollten - stimme ich nur halb zu -
weil: es sollte schon bekannt sein, was in diesen kulturkreisen (ich erweitere das für alle nationen, die hier eine heimat finden wollen . . . ) wie sie leben

und @Puschelhasi sagte ja schon: schnaps fällt dann aus - genauso wie fleisch - und man sollte auch darauf achten, dass keine hunde im engeren bereich sind - - usw. ..

das zu wissen gilt eigentlich als allgemeinbildung - mittlerer weile -


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md.teach
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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

17.11.2009 um 17:48
@Jero
Ich stimme dir da zu, nur wird die Religion nun mal öffentlich, wenn es um Feiertage und Gebetshäuser geht. Ansonsten denke ich, ist es jeden selbst überlassen.


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17.11.2009 um 17:50
kiki1962 schrieb:schnaps fällt dann aus - genauso wie fleisch - und man sollte auch darauf achten, dass keine hunde im engeren bereich sind - - usw. ..

das zu wissen gilt eigentlich als allgemeinbildung - mittlerer weile -
Hä? Was für ein Problem stellen jetzt schon wieder Hunde dar?

ne, so wird das nichts mit der Integration.

Auf einen Hof gehört ein Hund.

Und was man unter Allgemeinbildung versteh ist in meinen Augen zum Beispiel, dass ein Moslem wiess, dass es in meiner Heimat Sitte ist, Schnaps und Bier auf dem Tisch zu haben. Ohne dazulernen zu wollen wird alles Käse.


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17.11.2009 um 18:00
@pprubens
nun solche leute wie du werden keinen moslem einladen -

muss ja auch nicht - und es gibt für dich vielleicht jene moslems, die ihr leben dem westlichen sehr "angepasst" haben . .. mit denen würdest du dich sehr gut verstehen, weil du dich nicht auf sie einstellen musst .. . :D


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SamuelDavid2
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17.11.2009 um 18:09
@Puschelhasi
Puschelhasi schrieb:Also zuerstmal sollten wir uns als Einheimische auf Augenhöhe in der islamischen Religion weiterbilden
Das sehe ich z.B. ganz anders denn ich würde eher sagen dass die islamisch Gläubigen hierzulande lernen sollten, dass man seine Religion nicht so in den Fokus drängt und sich die Religion den staatlichen Werten unterzuordnen hat und nicht über den allgemein geltenden Regeln hinwegsetzen kann.
Puschelhasi schrieb:rücksichtnahme auf gewisse Tabus des Gegenübers, das hilft schon mal massiv bei dem Aufbau einer Gesprächsbasis und eines Miteinanders.
In Deutschland als starkes Tabu gilt seine Cousine zu heiraten. In Deutschland gilt als starkes Tabu seine Religion ständig so in die Öffentlichkeit zu drängen..


@kiki1962
kiki1962 schrieb:ich weiß nicht, warum hier auch immer die türkischen mitbürger so ins blickfeld geraten - hier leben noch andere nationen - und das ist nicht nur ein deutsch-türkischen problem - sondern das betrifft auch andere nationen . . .
So leid es mirt auch tut aber es muss eben auch gesagt werden, dass die meisten Integrationsprobleme mit den türkischen Zuwanderen stattfinden. Deswegen geraten sie auch so ins Blickfeld und auch aus dem Grunde, weil keine anderen Zuwandrer ständig irgendwelche Forderungen an die einheimische Bevölkerung stellen anstatt sich selbst mal etwas besser anzupassen


@pprubens
pprubens schrieb:Das wäre nun wirklich übertrieben @SamuelDavid2
Das Kind gehört in seine Familie, dagegen spricht nichts. Jedoch ob die Familie im richtigen Land lebt, könnte man diskutieren.
Aus dem Kontext meiens Textes dürfte doch ersichtlich gewesen sein, in welchem Zusammenhang ich ein solches Vorgehen anraten würde. Ich schrieb, um es in Erinnerung zu rufen, dass dies bei Eltern gibt die das Kind entgegen dem Kindeswohl erziehen und wer sein Kind BEWUSST das Erlernen der deutschen Sprache vorenthält, welche hier nunmal dringend notwendig ist um einen schulischen und beruflichen Erfolg anstreben zu können, der handelt in meinen Augen nicht im Wohle des Kindes


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17.11.2009 um 18:30
kiki1962 schrieb:nun solche leute wie du werden keinen moslem einladen -

muss ja auch nicht - und es gibt für dich vielleicht jene moslems, die ihr leben dem westlichen sehr "angepasst" haben . .. mit denen würdest du dich sehr gut verstehen, weil du dich nicht auf sie einstellen musst ..
Du irrst dich @kiki1962
Ich lud in der Vergangenheit wiederholt Moslems ein. Aber ich verurteilte sie nicht vorher, sondern überließ ihnen die Wahl des Getränks. Der gläubige Moslem lehnte dankend ab, der nicht gläubige nahm dankend an. So funktioniert Integration. Aber das muss man sich vorstellen können. Und daran mangelt es vielen hier in unseren Breitengraden. Kann man hier nachlesen.


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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

17.11.2009 um 18:31
Wie dem auch sei, mit Verzicht auf Alkohol und Schweinefleisch gelingt keine Integration. Jedoch mit dem Verzicht auf Gettoisierung und ungleichen Bildungschancen bzw. Systemen. Erst das Soziale, dann von mir aus das Kulturelle, wobei letzteres auch seine Grenzen erkennen muss.


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17.11.2009 um 18:36
Mit Bevormundung gelingt Integration niemals. @Jero
Das ist mein Satatement hierzu.


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17.11.2009 um 18:37
@pprubens

Genau, habe ich nicht das Selbe geschrieben?


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SamuelDavid2
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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

17.11.2009 um 21:27
Auch ein Problem bei der Integration gibt es hier zu hören

Die Identitätslücke in MP3
Die Identitätslücke in Flash


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17.11.2009 um 22:53
@Jero
essen und trinken als maßstab? - was machst du mit veganern, vegetariern?

ich esse auch gern mal was anderes . .

man kann nicht mit entweder oder - sprich bildung oder kultur - oder soziales es gilt immer das und

wer seine identität aufgeben muss wird nicht integriert, sondern angepasst und dies darf nicht passieren . .


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18.11.2009 um 00:06
Was ist daran so verwerflich sich anzupassen? Ich finde jeder der hier sein Leben verbringen will sollte sich best möglichst anpassen.


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18.11.2009 um 00:07
Warum sollten sich die Einheimischen anpassen? Irgendwie passt da was nicht zusammen. Wir wurden ja nicht Erobert und müssen uns unseren Gästen beugen? Oder doch?


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18.11.2009 um 00:21
@Irenicus
anpassen kann man von keinem verlangen - so was ist einfach verwerflich - so wie jeder ist , ist es richtig - und jeder sollte so leben, wie er es sich vorstellt und sich am besten fühlt

"einheimische" anpassen - wer passt sich denn den "neuen" an - also ich nicht - ein miteinander ist viel bereichernder

gäste ? - manche sind länger hier - also nur vier wochen zu gast - und sie wollen bleiben - und das ist völlig o.k.


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18.11.2009 um 00:40
@kiki1962

Was ist daran verwerflich sich anzupassen? Also ich würde wohl als jemand mit Migrationshintergrund gelten ich wurde in Polen geboren und meine Eltern sind Polen. Ich habe mich angepasst. Assimiliert. Habe ich jetzt etwas unglaublich unmenschliches gemacht? Mich selbst verstümmelt weil ich mich als Deutscher sehe? Weil ich froh bin hier 21 Jahre lang halbwegs gut gelebt zu haben und Chancen gehabt zu haben die mir in Polen definitiv verwährt blieben. Bin ich ein Verräter an meiner Herkunft und Familie weil ich dankbar dafür bin?


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Wie sollen "Einheimische" bei der Integration helfen?

18.11.2009 um 00:43
@kiki1962

Dass ein Migrant seine Identität aufgeben muss, habe ich nirgendwo behauptet. So schafft man auch keine Integration, allerdings gelingt diese genauso wenig, wenn der "Einheimische" seine Identität aufgeben muss ;)

Und wenn man sich wirklich integrieren möchte, kommt man um eine Anpassung nicht drum herum. Anpassung bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Identität verloren geht. Zur Identität gehört der kulturelle Aspekt und der wird in Deutschland nun wirklich nicht mit Füßen getreten, das ist jedenfalls mein Eindruck.


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