@Spider-74Eins noch kurz zum Thema private Korrespondenz.
Eine kleine Rechnung:
Ein Arbeitnehmer einer Firma bekommt am Tag durchschnittlich insgesamt 5 Mails, Faxe oder Telefonate, die er beantwortet.
Pro Vorgang rechen wir mal mit 5 Minuten für das Lesen und das Beantworten.
Daraus ergibt sich eine Summe von 25 Fehlminuten/ Tag und Arbeitnehmer.
Auf den Monat mit durchschnittlich 20 Arbeitstagen ergibt sich daraus eine Fehlzeit von 500 Minuten/Monat und Arbeitnehmer, da sind 8 Stunden und 20 Minuten also mehr als 1 Tag Fehlzeit/Monat und Arbeitnehmer.
Legen wir diesen Fehlzeiten Kosten für den Arbeitgeber in Höhe von 18 €/Stunde zugrunde (Lohn + Sozialabgaben), und das ist sehr niedrig angesetzt, kämen wir bei 8 Stunden und 20 Minuten an Fehlzeiten auf einen Betrag von 149,40 €/Monat und Arbeitnehmer. Diesen Betrag zahlt der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer ohne von diesem eine Gegenleistung in Form von Arbeit zu erhalten.
Wenn die Firma nun sagen wir mal 10 Mitarbeiter beschäftigt hat muss sie für die Fehlzeiten der Mitarbeiter pro Monat die stattliche Summe von 1.494 € bezahlen.
Das ist für ein kleines Unternehmen, ich sprach ja nur von 10 Mitarbeitern, viel Geld das erst mal erwirtschaftet werden muss, erst recht wenn man bedenkt, das man für diesen fehlbetrag einen weiterer Arbeitnehmer einstellen könnte. Sieht man die Dinge aus der Sicht, wird man schnell darauf kommen, das die Fehlzeiten der Arbeitnehmer letztendlich Arbeitsplätze vernichtet.
Wie es nun bei Unternehmen mit 100 oder noch mehr Beschäftigten aussieht, kann sich jeder selber ausrechnen.
Ich denke nicht, das es im Sinne eines Arbeitgebers sein kann, das er womöglich tausende an €/Monat an Lohn und Lohnnebenkosten bezahlen muss ohne das seine Arbeitnehmer dafür produktiv für die Firma arbeiten.