Politik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

3.267 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Reform, Kosovo, Organspende ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 18:08
@Luminita

also dann extra für dich damit du es verstehst und auch mitreden kannst: Hirntote „nach ärztlicher Beurteilung“ auch dann „unverzüglich“ als potenzielle Organspender zu melden, wenn keine Einwilligung des Spenders oder seiner Angehörigen vorliegt.

Vielleicht würde dir die Beantwortung folgender Frage doch helfen: Warum müssen alle Hirntoten unverzüglich gemeldet werden - wenn keine Einwilligung vorliegt?

Wenns jetzt bei dir immer noch nicht klick macht kann ich dir wirklich nicht mehr helfen
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Die Typen da in deiner Quelle sind übrigens, wie ich mir schon gedacht habe, auch Abtreibungsgegner.
Waaas, die Ärzte für das Leben sind Abtreibungsgegner - das darf doch wohl nicht wahr sein!

Sag mal, du als edle Lebensretterin (Organspenderin) bist doch wohl nicht dafür, dass unschuldige kleine Babys im Auftrag ihrer Mütter ermordet werden dürfen? Diese Frauen hatten doch die Möglichkeit einen Schwangerschaft zu verhindern, genau wie bei der Widerspruchslösung die Organentnahme. Als Widerspruchsbefürworterin bist doch dann auch sicherlich dafür, dass wenn Frauen zu faul oder dumm waren um zu verhüten das Kind dann auch austragen müssen! Genau wie den nicht widersprechenden die Organe entnommen werden.

Aber ich weis, dass ist was ganz anderes - nicht wahr?
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:ich halte Spahn für einen sehr fähigen Menschen mit guten und sinnvollen Ideen
Genau, solche hochintelligenten perfekt informierten Menschen wie dich braucht Deutschland. Dem profilierungssüchtigen Emporkömling Spahn wird deine Meinung sehr gefallen und er und Konsorten werden sich kaputt lachen. Noch schner würden es die Noeliberalen finden: wenn du ein Leben lang für Niedriglohn arbeitest um diesen Konsorten die Rendite zu erhöhen und im Falle eines Hirntodes deine Organe bereitwillig verwerten lässt -. natürlich alles nur aus Nächstliebe. Dann kommen die aus dem lachen gar nicht mehr raus!


4x zitiertmelden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 18:58
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:sachlich
:D
Du meinst so wie bei diesem off-topic Ablenkungsversuch?
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:solange die Armut, Altersarmut und Obdachlosigkeit in Deutschland von Jahr zu Jahr steigt und steigt. Den auch hieran sterben Menschen in Deutschland Tag für Tag, nur etwas langsamer.
Warum wird hier von der Bundesregierung kein Handlungsbedarf gesehen? - lasst euch ruhig für dumm verkaufen - nicht mit mir.
Und dann müssen wir uns noch um alle anderen Todesursachen kümmern, und alle anderen Mißstände. Ich weiß.
Inzwischen dürfen Leute, die auf Transplantationen warten, sterben. So wie das nette kleine Mädchen, das ich mal kennenlernte, das in absehbarer Zeit ein Spenderherz brauchen wird, weil ihres nach der Geburt schon mehrfach operiert werden musste und vermutlich nicht ausreichend mitwachsen kann.
Aber Du würdest dem Bruder und den Eltern sicher gerne erklären, dass das nicht anders geht, auch wenn es in anderen Ländern gehen würde. Leider haben die aber nicht genug Geld, um die OP im Ausland zu bezahlen.
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:widerspricht wohl etwas deinen bisherigen Darstellungen?
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Künftig soll jeder als Organspender in Betracht kommen, der selbst oder dessen Angehörigen einer Organspende nicht ausdrücklich widersprochen hat beziehungsweise haben. Folgerichtig verpflichtet § 9a des neuen GZSO alle Krankenhäuser dazu, Hirntote „nach ärztlicher Beurteilung“ auch dann „unverzüglich“ als potenzielle Organspender zu melden, wenn keine Einwilligung des Spenders oder seiner Angehörigen vorliegt."
Ähm...Nein, das ist genau, worum es bei der Widerspruchslösung geht: Wenn kein Widerspruch vorliegt und auch die Angehörigen nicht widersprechen, ist ein Hirntoter als potentieller Spender zu melden.
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Ein Schelm der böses hierbei denkt!
Nein, nur jemand, der das noch nicht verstanden hat. ;)
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:also dann extra für dich damit du es verstehst und auch mitreden kannst: Hirntote „nach ärztlicher Beurteilung“ auch dann „unverzüglich“ als potenzielle Organspender zu melden, wenn keine Einwilligung des Spenders oder seiner Angehörigen vorliegt.
Na, ich bitte doch sehr darum, dass sie erst nach ärztlicher (!) Beurteilung für hirntot erklärt werden, und dass sie dann möglichst unverzüglich gemeldet werden, damit mögliche Empfänger rechtzeitig gefunden werden. Oder wie stellst Du Dir das vor, soll der Hirntote erst noch eine Weile rumliegen, falls ein Wunder passiert und er wieder aufwacht?
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Warum müssen alle Hirntoten unverzüglich gemeldet werden - wenn keine Einwilligung vorliegt?
Weil es eine Widerspruchslösung sein soll. Und weil es keinen Sinn macht, einen Hirntoten länger als nötig an den Maschinen zu lassen.
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Wenns jetzt bei dir immer noch nicht klick macht kann ich dir wirklich nicht mehr helfen
Also bei mir hat es in dem Moment Klick gemacht, als ich das erste mal von Spahns Plan hörte.


1x zitiertmelden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 19:16
@FF

was schreibst du da schon wieder für einen dummes Zeug?

Willst oder kannst du nicht verstehen?

Wenn keine Eiwilligung des Hirntoden/Angehörigen vorliegt bedeutet momentan: Organentnahme = Straftat

Wenn keine Einwilligung des Hirntoden/Angehörigen vorliegt bedeutet nach der geplanten Änderung (doppelte Widerspruchslösung): Organentnahme = Straftat

Hat der jetzt Hirntode keinen Widerspruch eingelegt sind die Anghörigen zu befragen - geben die Angehörigen keine Einwilligung - Organentnahme = Straftat

Ich bin gerne bereit deine falschen Beiträge zu berichtigen.

Eine Meldung ist somit nur notwendig wenn zumindest eine Einwilligung vorliegt entweder vom Betroffenen oder den Angehörigen.

Warum bei Nichteinwilligung unverzüglich gemméldet werden soll läßt Raum für Sepekulationen ala Bluthund. Weil die Organe nicht entnommen werden dürfen.


2x zitiertmelden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 19:24
Zitat von FFFF schrieb:Und weil es keinen Sinn macht, einen Hirntoten länger als nötig an den Maschinen zu lassen.
Gilt das auch für Koma/Wachkoma Patienten?
Bei manchen könnte man durchaus auch versucht sein die Maschinen abzustellen, sofern man keine weiteren Funktionen mehr
feststellen ... kann. Denn ob jemand jemals wieder aus dem Koma erwacht bleibt immer ein schmaler Grat. Wie lange ist die Zeitspanne
um ein mögliches Erwachen einzuräumen bevor man Hirntod diagnostizieren möchte?

https://www.chirurgie-portal.de/innere-medizin/koma.html

Wikipedia: Joachim Deckarm


1x zitiertmelden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 19:37
Folgerichtig verpflichtet § 9a des neuen GZSO alle Krankenhäuser dazu, Hirntote „nach ärztlicher Beurteilung“ auch dann „unverzüglich“ als potenzielle Organspender zu melden, wenn keine Einwilligung des Spenders oder seiner Angehörigen vorliegt." [/i][/b]


Eine unverzügliche Meldung trotz fehlender Einwilligungen (weder vom Patient noch Angehörigen) kann ich mir leider nur so erklären:
Das der psychlogisch geschulteTransplantationsbeauftragte dann unverzüglich die Angehörigen bearbeitet um an eine Einwilligungerklärung zur Organentnahme zu gelangen. Weil ohne Einwilligunserklärung ist die Organentnahme eine Straftat.


melden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 19:41
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:also dann extra für dich damit du es verstehst und auch mitreden kannst:
Sehr freundlich von dir.
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Hirntote „nach ärztlicher Beurteilung“ auch dann „unverzüglich“ als potenzielle Organspender zu melden, wenn keine Einwilligung des Spenders oder seiner Angehörigen vorliegt.
Ja, logisch - weil in Zukunft keine Einwilligung mehr nötig ist. Die default Einstellung wäre Organspende = Ja. Du musst also nichts vorliegen haben. Wenn du dagegen Organspende = Nein haben willst, musst du Widerspruch einlegen. Klar, oder?
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Sag mal, du als edle Lebensretterin (Organspenderin) bist doch wohl nicht dafür, dass unschuldige kleine Babys im Auftrag ihrer Mütter ermordet werden dürfen? Diese Frauen hatten doch die Möglichkeit einen Schwangerschaft zu verhindern, genau wie bei der Widerspruchslösung die Organentnahme. Als Widerspruchsbefürworterin bist doch dann auch sicherlich dafür, dass wenn Frauen zu faul oder dumm waren um zu verhüten das Kind dann auch austragen müssen! Genau wie den nicht widersprechenden die Organe entnommen werden.
Ich rette momentan gar keine Leben, denn ich hab alle meine Organe noch.
Es werden bei Abtreibungen keine Babys ermordet, sondern Zellhaufen. Föten.
Die Geburt eines Kindes kann das ganze Leben verändern und ist mit hohen Risiken verbunden. Bei der Organentnahme bist du unwiderruflich tot. Merkste den Unterschied, oder?
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Aber ich weis, dass ist was ganz anderes - nicht wahr?
Ist es. Aber du bist ja auch diejenige, die Organspende mit Sklaverei vergleicht, oder wie war das noch gleich?
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Genau, solche hochintelligenten perfekt informierten Menschen wie dich braucht Deutschland. Dem profilierungssüchtigen Emporkömling Spahn wird deine Meinung sehr gefallen und er und Konsorten werden sich kaputt lachen. Noch schner würden es die Noeliberalen finden: wenn du ein Leben lang für Niedriglohn arbeitest um diesen Konsorten die Rendite zu erhöhen und im Falle eines Hirntodes deine Organe bereitwillig verwerten lässt -. natürlich alles nur aus Nächstliebe. Dann kommen die aus dem lachen gar nicht mehr raus!
War mir schon klar, dass du das nicht gut findest. Ist mir echt egal, was du dazu denkst. Wie ich arbeite, geht dich in diesem noch in einem anderen Kontext absolut gar nix an. Und deinen Egoismus solltest du mal überdenken, anderen die Spendenbereitschaft schlechtreden zu wollen und in allem eine große Verschwörung zu sehen muss auf Dauer ziemlich anstrengend sein.


melden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 19:53
@Luminita

wo rede ich die vorhandene Spendenbereitschaft schlecht?
Dann komm mal mit Fakten rüber und zitiere die entsprechenden Passagen - wenn du keine findest solltest du wohl besser schweigen.

was du arbeitest interssiert mich nicht die Bohne - wie kommst du also darauf?

Die geplante Gesetzesänderung sieht die doppelte Widerspruchslösung vor - so und nun informiert dich gefälligst über den vorliegenden Sachverhalt. Na was könnte wohl doppelt bedeuten? informier dich halt mal bevor du hier weiter mitschreibst.


1x zitiertmelden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 19:56
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Organentnahme = Straftat
Bislang: eine Einwilligung muss vorliegen
Nach dem neuen Gesetz: es muss keine Einwilligung vorliegen. Die Angehörigen werden aber auch noch gefragt und können auch widersprechen.
Also nix Straftat.
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Eine Meldung ist somit nur notwendig wenn zumindest eine Einwilligung vorliegt entweder vom Betroffenen oder den Angehörigen.
Nein. Eine Meldung erfolgt, wenn weder derjenige selbst, noch seine Angehörigen Widerspruch eingelegt haben. Es braucht keine extra Einwilligung.

Darum steht da:
Folgerichtig verpflichtet § 9a des neuen GZSO alle Krankenhäuser dazu, Hirntote „nach ärztlicher Beurteilung“ auch dann „unverzüglich“ als potenzielle Organspender zu melden, wenn keine Einwilligung des Spenders oder seiner Angehörigen vorliegt."
Da steht nicht, dass irgend jemand alle in Frage kommenden Patienten ausforscht, Angehörige bedrängt oder unter moralischen Druck setzt, sondern dass erst wenn alle medizinischen Maßnahmen ausgereizt sind und mehrere Ärzte nach eingehender Untersuchung einen Hirntod festgestellt haben, und weder er selbst noch Angehörige Widerspruch geäußert haben, dann wird derjenige als möglicher Spender gemeldet. Erst dann.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Gilt das auch für Koma/Wachkoma Patienten?
Nein, was wir hier diskutieren gilt nur und ausschließlich für Hirntote.


1x verlinktmelden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 20:02
@FF
also nochmal ganz langsam nur für dich: wenn vom Patienten kein Widerspruch vorliegt, und die Angehörigen keine Einwilligung zur Organentnahme geben: ist und wird es eine Straftat bleiben.

Das Zauberwort: doppelte Widerspruchslösung


1x zitiertmelden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 20:14
@LaDaya
Ja, aber hat denn jemand was anderes behauptet, als dass die Angehörigen auch zustimmen müssen?
Sie werden gefragt, und wenn sie nicht widersprechen, bleibt es bei der Einwilligung, die beim Patienten vorausgesetzt wird.

Darum ist es eine "Doppelte Widerspruchslösung" und nicht eine "Widerspruchs-Einwilligungs-Lösung".

Und natürlich bleibt es eine Straftat, wenn sich nicht an das Gesetz gehalten wird. Was denn sonst?


melden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 20:14
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:wo rede ich die vorhandene Spendenbereitschaft schlecht?
Die ganze Zeit? Ich als "Lebensretterin" - reicht dir der sarkastische Unterton nicht aus?
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Dann komm mal mit Fakten rüber und zitiere die entsprechenden Passagen - wenn du keine findest solltest du wohl besser schweigen.
Was für Fakten hättest du denn gerne?
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:was du arbeitest interssiert mich nicht die Bohne - wie kommst du also darauf?
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:wenn du ein Leben lang für Niedriglohn arbeitest um diesen Konsorten die Rendite zu erhöhen
Klar?
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Die geplante Gesetzesänderung sieht die doppelte Widerspruchslösung vor - so und nun informiert dich gefälligst über den vorliegenden Sachverhalt. Na was könnte wohl doppelt bedeuten? informier dich halt mal bevor du hier weiter mitschreibst.
Ich weiß nicht, warum ich dir die ganze Zeit schon vorbeten muss, was das ist, genauso wie @FF auch. Aber hier, nochmal von einer anderen Quelle:
Spahn macht sich für eine „doppelte Widerspruchslösung“ stark. Das heißt, erstmal ist jeder automatisch ein Spender. Dann soll man dazu aber zu Lebzeiten ausdrücklich Nein sagen können, ansonsten sind – als doppelte Schranke – auch noch die Angehörigen zu fragen.
wn.de
Es gibt nicht eine Widerspruchslösung und eine doppelte. Es gilt dann dieses eine Prinzip. Nicht zwei verschiedene stehen hier zur Debatte, bis auf das bisherige.


melden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 20:18
@LaDaya
PS: Es muss keine ausdrückliche Einwilligung vorliegen, weil es den Angehörigen ja auch egal sein könnte, was passiert. Sie müssen ausdrücklich widersprechen, nicht ausdrücklich einwilligen.


melden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 20:31
@FF

??? Ich Homöopathenverein???

Beantworte mir mal erst meine Frage von gestern, bevor ich mich hier zu Dingen auslasse, die ich nicht hier reingespielt habe.


melden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 20:35
@Bauli
Verzeihung, Du hattest nicht den offenen Brief verlinkt, sondern @LaDaya.

Du warst das mit den "Organhuntern" und "Bloodhuntern".
Welche Frage meinst Du?


melden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 20:41
@FF

Ja, ich war das mit den Blood- und Organhuntern.

Die Fragen, die ich Dir gestern beantwortet habe. Gestern abend. Waren mehrere. Ich habe Dir Gegenfragen gestellt.


melden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 20:45
@Bauli
Ich habe gerade gesucht, aber es ist keine dabei, die ich nicht in meinen letzten Beiträgen an @LaDaya schon beantwortet hätte. Kannst gerne nachlesen.


melden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 21:41
@FF

danke für den Hinweis, dass die Angehörigen nicht befragt (einwilligen) werden müssen, sondern Widerspruch einlegen.

Wie das im Fall der Fälle dann ablaufen soll ist mir rätselhaft.

Wenn die Angehörigen am Bett sitzen kommt da jemand und sagt: sie haben noch .. Minuten - dann fliegen die Organentnehmer ein.
Danach können sie ihn/sie wieder im Leichenkeller 2 besuchen.

Ich schau mir nochmal in die Pressekonferenz mit dem Pharmalobbyisten rein. Wenn ich mich nicht irre schwafelte der Spahn von Angehörigenbefragung nach dem mutmaßlichen Willen des Betroffenen wenn kein Widerspruch vorliegt. Vielleicht gauckelt der das auch nur vor und die Angehörigen werden gar nicht beachtet. Damit werden die aber nicht lange duchkommen - wenns dann die Runde macht wirds Widersprüche hageln - hoffentlich auch noch vom Allerletzten.


2x zitiertmelden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 22:35
Ich halte die Widerspruchslösung für richtig. In Ö wird es auch so gehandhabt. Allerdings „musste“ ich mich selbst informieren nachdem ich einen Bericht bzgl. Organspende von noch nicht ganz Toten gesehen habe.
Habe uns 3 danach sofort ins Widerspruchsregister eintragen lassen, die Bestätigung erhalten. Das Original ist zuhause, eine Kopie führen wir immer mit wenn wir verreisen, eine Kopie ist bei meiner Mutter. Zusätzlich habe ich es auch mündlich erwähnt, dass niemand von uns ausgenommen werden darf.
Was ich mich jetzt jedoch schon frage ist, wird die Datenbank auch dann abgefragt wenn man im Ausland „verstirbt“, die Kopie vielleicht nicht ins Abendtascherl reingepasst hat? Hhmmm.....


1x zitiertmelden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

19.04.2019 um 23:05
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Wie das im Fall der Fälle dann ablaufen soll ist mir rätselhaft.

Wenn die Angehörigen am Bett sitzen kommt da jemand und sagt: sie haben noch .. Minuten - dann fliegen die Organentnehmer ein.
Danach können sie ihn/sie wieder im Leichenkeller 2 besuchen.
Vermutlich wird der Hausmeister die Angehörigen Fragen, ob die Geräte bald frei werden, die Putzfrau wischelt derweil schonmal ein paar Krankenhauskeime von links nach rechts, und der Transplantatsionsbeauftragte Organhunter stellt die Angehörigen vor die Wahl, ein wahnsinnig langes Formular durchzulesen und an verschiedenen Stellen "Nein" anzukreuzen, was sie aber lieber nochmal vom Notar für viel Geld beglaubigen lassen sollten, oder ganz unkompliziert nicht Nein zu sagen.
Im Hintergrund sehen wir den Chirurgen, der das Skalpell wetzt.
Zitat von LaDayaLaDaya schrieb:Ich schau mir nochmal in die Pressekonferenz mit dem Pharmalobbyisten rein. Wenn ich mich nicht irre schwafelte der Spahn von Angehörigenbefragung nach dem mutmaßlichen Willen des Betroffenen wenn kein Widerspruch vorliegt. Vielleicht gauckelt der das auch nur vor und die Angehörigen werden gar nicht beachtet. Damit werden die aber nicht lange duchkommen - wenns dann die Runde macht wirds Widersprüche hageln - hoffentlich auch noch vom Allerletzten
Ja, wenn im Gesetz steht, dass die Angehörigen zu befragen sind, werden sie natürlich nicht befragt.
Zitat von nanusiananusia schrieb:Was ich mich jetzt jedoch schon frage ist, wird die Datenbank auch dann abgefragt wenn man im Ausland „verstirbt“, die Kopie vielleicht nicht ins Abendtascherl reingepasst hat? Hhmmm
Im Ausland gelten die dortigen Gesetze. Den Widerspruch sollte man also bei sich tragen, oder nicht in solche Länder reisen, oder sich in allen gängigen Sprachen tätowieren lassen.
Wahrscheinlicher, als dass man im Ausland aus Versehen recycelt wird ist aber, dass man ein Opfer dortiger katastrophaler Krankenhausbedingungen wird, wie ein Freund, der auf Tobago ertrank. Der "Lifeguard" wusste nichts von Wiederbelebung, der Krankenwagen bräuchte für die 5-Minuten-Strecke fast eine halbe Stunde. der Defibrillator war kaputt und im Krankenhaus angekommen, war der dort auch kaputt.
Hat man dort einen Herzinfarkt und ist über 60, wird man generell nicht wiederbelebt.
Allerdings sinken dadurch auch die Chancen, als Organspender irgendwas spenden zu können...


melden

Organspende-Reform: Wie bekennst du dich?

20.04.2019 um 09:38
Hier noch ein Artikel über die Vorgehensweise der doppelte Widerspruchslösung beschreibt.

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Transplantation-Organspende-So-funktioniert-die-doppelte-Widerspruchsloesung

Wie soll man seinen Widerspruch erklären können?

Geplant ist ein Register, das voraussichtlich beim staatlichen Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) geführt wird. Dort kann nicht nur der Widerspruch, sondern auch die Bereitschaft zur Organspende hinterlegt werden. In einer ersten Ausbaustufe soll der Eintrag in einer Arztpraxis möglich sein. Später ist ein Zugriff über das Smartphone geplant. Der Eintrag kann jederzeit ohne Begründung geändert werden.

Was passiert laut Gesetzentwurf im Todesfall, wenn eine Organspende in Frage kommt?

Der Transplantationsmediziner muss in dem Register überprüfen, ob ein Widerspruch eingetragen ist. Gibt es keinen Eintrag, werden die nächsten Angehörigen befragt, ob ein schriftlicher Widerspruch vorliegt oder „ein der Organspende entgegenstehender Wille“ bekannt ist. Daher wird von „doppelter Widerspruchslösung“ gesprochen. Die Angehörigen haben aber kein eigenes Entscheidungsrecht. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn das Entscheidungsrecht zu Lebzeiten schriftlich einer Person des Vertrauens übertragen wurde.


Also ich für meinen Teil werde es mit dem Widerspruch so machen:
Ich lasse mich nicht in das Register eintragen.
Der Widerspruch liegt bei mit schon in der Schreibtischschublade.
Weitere Kopien werden wenn das Gesetz so kommt an die Angehörigen verteilt.


Das ein Eintrag in das Register (zunächst) nur vom/durch den Hausarzt bewirkt werden kann spricht Bände.
Bei sämtlichen Behörden kann man Widersprüche einreichen ohne einen unbeteiligten dritten (hier der Hausarzt).
Die Idee dahinter ist scheinbar: dass es sich dann viele nicht trauen werden sich gegen die Organentnahme auszusprechen, es wird somit sozialer Druck aufgebaut.
Ich werde garantiert nicht zum Hausarzt rennen und mich bezüglich Organspendenbereitschaft outen.
Ich sehe diese Vorgehensweise aus datenschutzrechtlicher Sicht als rechtswidrig an.

Den Vorteil meiner Vorgehensweise sehe ich darin: dass die Organgeilen nach Einsicht in das Spenderregister die Ausschlachtungsmaschinerie in Gang setzen werden (unverzüglich Meldung). Doch dann die herbe Entäuschung eintrit wenn die Angehörigen meinen Widerspruch vorzeigen. Vorsichtshalber sollen meine Angehörigen auch kontrollieren ob an mir noch alles dran ist wenn ich mit dem Bestatter das Krankenhaus verlassen haben.

Somit bedanke ich mich angemessen für dieses unanständige ( die Menschenwürde missachtende) Gesetz - und zeige denen die lange Nase.
Die Bürger sind manchmal nicht ganz so dumm wie unsere Politiker immer annehmen/ gerne hätten.



Aber ich hoffe doch sehr, dass ich nicht zu den 2 -3 % Unglücklichen gehöre die einen Gehintot erleiden müssen.


1x zitiertmelden