hidden schrieb am 01.02.2026:Man soll die Armut auch beim Lächeln sehen. Sind wir jetzt in GB in den 90ern?
Das müsstest du ausführen, sonst ist der Kommentar wertlos.
Sonst?
1. Schau dir halt an, wie es sonst in Europa so aussieht. Es ist sicher nicht
die Stellschraube, aber in anderen Ländern wird das so praktiziert. Im sozialdemokratischen Spanien etwa. Oder in der Schweiz. Da sind Zahnarztleistungen nicht im obligatorischen Leistungskatalog, sondern müssen privat gezahlt oder privat zusatzversichert werden. Warst du schon mal in der Schweiz? Ist Dir aufgefallen, dass die Schweizer schlechte Zähne haben? Mir nicht.
Ein Effekt könnte sogar sein was? Zahnarztleistungen werden billiger. Könnte durchaus sein, spanische Zahnärzte sind bis zu 50% billiger. Das Handelsblatt hat darüber geschrieben (Spanier zahlen den Zahnarzt selbst - und haben bessere Zähne als die Deutschen), die Studie dazu gibts hier
Die Mundgesundheit von Erwachsenen war in Spanien und den Niederlanden am besten und in Dänemark am schlechtesten (Wertebereich 16,5 (Dänemark) bis 20,6 (Spanien)). Auffallend waren die vergleichsweise niedrigen Werte des T-Health-Index bei älteren Menschen in Dänemark (8,0) und die guten Werte in Belgien (13,67). ...
In allen fünf Ländern hatte fast die gesamte Bevölkerung zumindest einen gewissen Grad an öffentlicher Absicherung für die Mundgesundheitsversorgung, sei es über nationale Gesundheitssysteme oder Sozialversicherungssysteme. Der Anteil der solidarischen Finanzierung war mit Abstand am höchsten in Deutschland (2020: 67,2 %) und am niedrigsten in Spanien (2020: 1,6 %), wo die Mundgesundheitsversorgung überwiegend privat von den Haushalten finanziert wird.
Quelle:
https://www.imeonline.de/wissenschaftlicher-informationsdienst/detail/status-der-mundgesundheit-und-mundgesundheitsversorgung-ein-fuenf-laender-vergleich/Na sowas! Jetzt müsste die Frage eigentlich sein, was machen die Spanier besser?
2. Es ist auch nicht unnormal, dass der Leistungskatalog immer mal wieder überprüft wird. Es kommen ja (aus guten Gründen) immer neue, teure Leistungen dazu, z. B. bei der personalisierten Medizin. Kann man es sich leisten, den Katalog immer nur auszuweiten? Und wenn ja, wie? Sind halt so Fragen, mit denen sich ein Gremium beschäftigt.
3. Das kommt sowieso nicht; Nina Warken (Ges.minister) hat postwendend abgelehnt. Und? Einen nicht abgestimmten Vorschlag (neben anderen, aber nur der war offenbar schlagzeit-trächtig) eines nur parteinahen Gremiums (nicht mal ein Parteigremium) der Regierungspartei (oder Merz) unterschieben ist was? Sozusagen das, was Grüne sonst beklagen, als "Kampagne" oder "Hetze", wenn es gegen sie selbst geht. Das ist so in der politischen Arena. Insofern habe ich da auch wenig Mitleid. Aber man sollte sich dessen bewusst sein, insofern man nicht nur in eine Richtung als politisch mündiger Bürger sich bewusst sein will.