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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

161 Beiträge, Schlüsselwörter: USA, Präsidentschaftswahlen, Wahlanalyse
GrandOldParty
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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 15:25
Als herausragende Koryphäe im Bereich der amerikanischen Politik, möchte ich euch meine Wahlanalyse nicht vorenthalten.

Man kann die gestrige Wiederwahl von Obama im Grunde ganz einfach beschreiben: Nicht Romney hat verloren, sondern die Republikaner. Und nicht Obama hat gewonnen, sondern die Demokraten.

Schlussendlich haben sich die Amerikaner zwischen den verrückten Republikanern und den halbwegs geistig gesunden Demokraten entscheiden müssen und, welch Wunder, sie haben sich für die Demokraten entschieden. Seit ungefähr 10 Jahren wird die Republikanische Partei von Irren dominiert. Irren!

Irren, die die Rechte von Frauen zurückdrehen wollen, Homosexuelle diskriminieren, Einwanderer beschimpfen, Gewerkschaften zerschlagen wollen, kriegslüstern sind, die Wissenschaft herabwürdigen usw. Im Grunde wird jeder als Feind betrachtet, der nicht nach dem kleinen Lebensmodell leben will, welches diese Irren als "normal" ansehen.

Solche Vorstellungen sind absurd und passen nicht in die Moderne. Die Quittung haben die Republikaner heute bekommen.

Schade nun für Romney war, dass er mit dieser Partei hat antreten müssen. In den Vorwahlen den Irren nach dem Mund reden musste, damit er nominiert wird. Und in den echten Wahlen bzw. Wahlkampf sich Stück für Stück wieder der Mitte annähern. Denn Romney ist kein kriegslüsterner, wissenschaftsfeindlicher, frauenfeindlicher Evangelikale.

Nein, die Wahrheit ist, dass Romney ein ziemlich nüchterner, pragmatischer Technokrat ist. Er ist durch und durch Manager und als Manager löst man Probleme und das kann man nur, indem man KEIN Ideologe ist. Ganz im Gegensatz zu Obama.

Obama ist ein Ideologe. Einer, der "Visionen" von einem "neuen Amerika" hat. Das Problem ist hierbei, dass gut die Hälfte der Amerikaner dieses "neue Amerika" ablehnen. Und so kam es, dass Obama es in seinen ersten 4 Jahren nicht geschafft hat, auf die andere Seite zuzugehen und einen Kompromiss zu schließen. Etwas, was Romney übrigens wieder und wieder geschafft hat.

Die Republikaner und Obama gehören eigentlich zusammen, denn obwohl sie beide am anderen Spektrum liegen, machen sie Politik auf die gleiche Art: Sie spalten und sind nicht in der Lage, Kompromisse zu schließen.

Insofern ist es ein schlechter Tag für die USA, denn es bedeutet 4 weitere Jahre Stillstand bzw. Konfrontation. Auf der einen Seite die irren Republikaner und auf der anderen Seite der spalterische Obama.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 15:54
GrandOldParty schrieb:Insofern ist es ein schlechter Tag für die USA, denn es bedeutet 4 weitere Jahre Stillstand
Das hoffe ich doch. Von Kriegen gegen das "Böse" habe ich fürs erste genug...


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:03
Danke GOP für deine gelungene Analyse. Auch wenn ich gewisse Ströme der Teapartybewegung(Ich nehme an, dass diese die verrückten und irren Republikaner für dich sind), allen voran die Libertären, als eine Bereicherung finde, gibt es durchaus Ströme die wirklich nicht in diese moderne Zeit passen. Die Frage wäre halt, warum erstarken diese Kräfte? Vielleicht hast du eine Antwort darauf, mich würde sie jedenfals sehr interessieren.

Anfangs war ich überhaupt nicht der Romney Befürworter, doch die Schlussphase, vor allem die Debatten, zeigten mir auf, dass er doch einiges drauf hat und allemal besser für Amerika wäre als Obama. Leider wurde er vor allem im deutschsprachigem Raum verteufelt und schlecht gemacht.

Ich gehe davon aus, dass die nächsten 4 Jahre kein zuckerschelcken für Obama und die USA werden, zumindest kann er die Verantwortung nicht ein zweites mal auf andere schieben. Für mich ist klar, dass in 4 Jahren die Republikaner den Präsidenten stellen werden, ob die GOP modernisiert wird, oder ob sie noch extremer wird spielt dann eigentlich keine Rolle mehr.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:15
Ich denke, dass man endlich einsehen sollte, dass die USA im Allgemeinen nicht mehr auf den Status zurückkehrt, wie es sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte.

Jeder wirtschaftlichen Weltmacht geht irgendwann die Puste aus!

Egal, ob ein Romney oder ein Obama ins White House einzieht.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:16
Hier einmal ein Kommetar den ich als sehr treffend empfunden habe:
This has so obviously been the GOP's problem all along, the reason they declared right after he was first elected, and even before he had a chance to do anything, that they wouldn't work with Obama on anything and their sole goal was to make sure he wouldn't get re-elected. They were so afraid they were losing their grip on their oh so archaic version of male white superiority. Ego, the need to feel superior to someone else, makes people so petty ;and ignorant. Unfortunately, their refusal to work with Obama on anything isn't hurting them nearly as much as it harms the rest of the us in this country. And they've stated already that nothing has changed, that they're going to keep doing the same thing this term. It's really time to get rid of these ego maniac boneheads, but unfortunately, we missed our opportunity this time, they still have the majority in the house. So expect more of them refusing to work with Obama, and more of them trying to make it look like it's Obama's fault that they aren't getting anything done.
http://www.theatlanticwire.com/politics/2012/11/sad-faces-fox-news-election-night/58766/

Kurze Übersetzung. Die Republikaner haben von Bedinn der ersten Amtszeit alles dafür getan, jedweden Fortschritt in Amerika zu verhindern und eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Präsidenten abgelehnt. Grund, Verlust der Macht des weißen männlichen Establishment.

Anmerkung: Dazu passt auch gut die Aussage die bei Fox gefallen ist: "Obama wins because it's not a traditional America anymore. The white establishment is the minority. People want things."

Von daher schließe ich mich dem ersten Teil GOPs Analyse an, komme aber zu dem Schluss, das es eben genau die von ihm angeführten Spinner sind, die das Land lähmen.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:21
@intruder

Was soll man dazu sagen?

Auch die USA ist einem gesellschaftlichen Wandel unterworfen... Nicht mehr der tolle reiche Geschäftsmann soll das Land regieren, sondern Menschen, die auch fortgeschrittener denken, und nicht nur an ihren eigenen Vorteil.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:25
Nun zumindest schließe ich daraus, dass der Herr einige Probleme mit der Demokratie hat, wenn er äußert, dass Menschen mit der falschen Hautfarbe gewählt haben.


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Warhead
Mitglied ausgeschlossen
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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:29
@GrandOldParty
Frauen haben Obama gewählt,und zwar über alle Klassenschranken hinweg,welche Frau will schon beim Quacksalber auf dem Küchentisch abtreiben.Schwule haben ihn gewählt,Latinos,Schwarze,zähneknirschend Linke und Liberale,Behinderte sowieso,Rentner und chronisch Kranke...und natürlich junge Leute.
Weisse bildungsferne Männer war das Hauptpotenzial aus dem Romney schöpfte


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:35
@GrandOldParty
ich stimme dir in keinem deiner Punkte zu, ich sehe Romney als ebenso "irre", wie du seine parteikollegen beschreibst, ihn als Technokrat anzusehen halte ich ebenfalls für falsch, dazu ist er viel zu ökonomisch fixiert.
Obama war die richtige wahl und gerade ER wird nicht für Stillstand sorgen, er ist halt einem beträchtlichem Teil seiner Bevölkerung weit vorraus.
Romney wäre eine absolut abartige entscheidung geworden.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:38
@Warhead

Romney konnte eigentlich nur auf die ruralen Gebiete hoffen...in denen sinkt aber mittlerweile die Bevölkerungszahl, da viele in die Städte bzw Vorstädte ziehen....und dort wählt man i.d.R. demokratisch!

Die Republikaner sind einfach outdated, mit ihren derzeitigen Zielen gewinnen sie garnichts mehr... ;)


Die Wählerbasis stirbt denen förmlich weg, da die sichersten GOP Wähler meistens alte Veteranen oder allgemein die alte weiße Bevölkerungsgruppe sind!


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:39
Ich sehe es anders, ich denke, es hat vor allem Romney verloren, denn viele Amis mögen ihn nicht und trauen ihm nicht über den Weg. Obama ist zwar unter dem Strich auch eine Enttäuschung für viele seiner Wähler gewesen, aber er kommt wenigstens als anständiger, sympathischer Mensch rüber, nicht als verlogener politischer Wendehals, der meint, sich mit seinem Geld die Sympathien kaufen und über sein fehlendes Wissen hinwegbügeln zu können. Er ist ja im Grunde der Prototyp des hässlichen Amerikaners. Seine gestrigen Ansichten ziehen selbst bei vielen Amis nicht mehr.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:41
GrandOldParty schrieb:Als herausragende Koryphäe im Bereich der amerikanischen Politik, möchte ich euch meine Wahlanalyse nicht vorenthalten.
hab nur ich den lustigsten satz alle GOP threads gesehen?
danke dafür. das hat mir mein gemüt kurzzeitig erhellt.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:46
Bei Romney wären die Reichen immer reicher geworden und die Armen immer ärmer. Auch wenn er den Leuten im nach hinein versucht weiß zu machen, das es nicht so ist. Obama war die bessere Wahl. Sypatischer und nicht so abgehoben.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:53
@Warhead
Warhead schrieb:Weisse bildungsferne Männer war das Hauptpotenzial aus dem Romney schöpfte
Wenn du bildungsfern durch steuerzahlende ersetzt stimmt es. Aber wenn wir schon bei bildungsfern sind, in wie weit sind Latinos und Schwarze(hier holte er wahrscheinlich am meisten Stimmen) bildungsmässig besser drauf?
MrUncut schrieb:Die Republikaner sind einfach outdated, mit ihren derzeitigen Zielen gewinnen sie garnichts mehr
Falsch, Obama profitierte vor allem bei den Minderheiten, weil er selber einer Minderheit angehört. In 4 Jahren wird es wieder anders ausschauen, vor allem wenn die Minderheiten gemerkt haben, dass es ihnen noch beschissener geht. Nur zur info, gegenüber 2008 haben die Demokraten 10Mio. Wähler verloren, im Gegensatz zu den Reps. welche bischen mehr als 2 Mio verloren haben.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 16:59
Ich bin fast ein wenig stolz auf die Amis, nach all dem Säbelrasseln der Konservativen während der letzten Jahre bin ich froh zu sehen, dass diese offenbar doch nicht die Mehrheit der Bevölkerung stellen.

Wenn sich die Wirtschaft während der nächsten 4 Jahre erholt, wovon auszugehen ist, wird es egal sein, ob nun die Blockadehaltung fortgeführt wird. Mit jeder Amtszeit wird es schwieriger für die Republikaner, den Präsidenten zu stellen, denn mit jeder Amtszeit nimmt der Anteil der Minoritäten zu, die großteils bekanntlich Demokraten wählen. Wenn die GOP also in Zukunft gewählt werden will, muss sie sich an die neuen demografischen Realitäten anpassen, ob es ihr gefällt oder nicht. Denn wenn sie als ewige Blockierer rüberkommen, verlieren sie auch noch die Stimmen vieler ihrer bisherigen Wähler, denn mit Stillstand ist langfristig nicht mal den konservativen Menschen geholfen.


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saki2
ehemaliges Mitglied

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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 17:03
War klar das Romney verliert, Wirbelsturm Sandy war für Obama ein Joker aus dem Himmel.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 17:04
Im Amiforum faseln schon einige schlechte Verlierer von Sezession und Revolution :D


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 17:04
@liberta

Mit Sicherheit nicht, 2016 gibts dort nämlich noch mehr Immigranten!

Die Reps nähern sich entweder der Mitte an oder so gehen wohl oder übel unter...einige Experten vermuten sogar, dass Texas bis 2020 zum Swingstate wird...das sind aktuell 38 Wahlmänner, die bisher als sicher für die Reps galten!


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 17:05
saki2 schrieb:War klar das Romney verliert, Wirbelsturm Sandy war für Obama ein Joker aus dem Himmel.
Glaub ich gar nicht, denn es sind noch immer viele ohne Strom, Wasser und Benzin dort, weshalb ihm Versagen im Krisenmanagement vorgeworfen wurde und wird.


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GOP-Wahlanalyse: Warum Romney verloren hat

07.11.2012 um 17:06
Ich muss zugeben, dass ich sehr erleichtert war, als ich heute Früh die Meldung zur Wiederwahl Obamas gehört habe. Romney gehört als Republikaner einer Partei an, die einfach nicht mehr zeitgemäß und weit hinter den Maßstäben der heutigen Gesellschaft ist. Nach 8 Jahren Schreckensherrschaft (wenn ich es mal so nennen darf) durch George W. Bush haben sich die Republikaner vorerst endgültig ins Aus geschossen (und das berechtigterweise wie ich finde).


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