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Aktiv gegen den Kapitalismus

335 Beiträge, Schlüsselwörter: Kapitalismus, Diktatur, Widerstand

Aktiv gegen den Kapitalismus

01.03.2013 um 00:48
@Dr.Venkman
Dr.Venkman schrieb:Der Mensch ist subjektiv immer gut, das zeigt schon die Tatsache dass man sich meist jede Tat gut reden muss. Nur die wenigsten tun etwas von dem sie nicht irgendwie überzeugt sind oder wurden.
Nein, der Mensch trampelt rücksichtlos andere nieder nur um ein günstiges IPhone zu bekommen.


Wir hier im Westen können es uns meistens leisten nach unseren Überzeugungen zu handeln, weil wir eben in einer Wohlstandgesellschaft leben. Aber sobald dieses "Schutzgebiet" kleine Risse bekommt kommen Egoismus und Neid voll durch.
Dr.Venkman schrieb:Der Kommunismus funktioniert nicht, aber der Kapitalismus natürlich schon.
Berge von Hungertoten in der dritten Welt, hungernde und sterbende vor der europäischen Haustür. All das sind Indikatoren für ein funktionierendes System. Wohlgemerkt das hegemoniale System.
Richtig. Niemals zuvor gab es weltweit eine so gute Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medizin, Zugang zu Bildung uvm.
Keiner sagt, dass es schon perfekt ist. Aber es ist heute besser als jemals zuvor und es wird stetig besser.
Man muss das Prozentual sehen. Natürlich hungern heute in absoluten Zahlen mehr Menschen als vor 50 oder 100 Jahren. Aber das liegt daran, dass es heute fast 10 mal soviel Menschen gibt wie vor 100 Jahren.
Sieht man sich den Prozentsatz derer an die hungern, die in Armut Leben, die ohne Zugung zu medizinsicher Versorgung leben, so ist der heute kleiner als jemals zuvor.

Hier sieht man bspw. eine dieser positiven Entwicklungen:
Dr.Venkman schrieb:In Schenkwirtschaften gibt es keinen Fortschritt? Fortschrittsglaube ist doch geltendes Dogma in Tauschwirtschaften. Der Begriff ist eine Hülle wie willst du ihn füllen?
Fortschritt ist deiner Meinung nach also unwichtig?

@brummdilda
brummdilda schrieb:Auch da hätten die Leute die letzten Reste plündern können anstatt die Städte wieder aufzubauen.
Haben sie ja teilweise, nur haben sie eben schnell kapiert, dass es nichtmehr viel zu holen gibt und, dass sie damit auch nicht ewig um die Runden kommen.
brummdilda schrieb:Ja, weil das verkackt wurde. Das hat vorne und hinten nicht gestimmt und die Leute sind deswegen natürlich sauer.
Eine europäische Einheit ist kein Kinderspiel, ebensowenig wie eine gemeinsame Währung. Dass es zu Problemen kommen wird war immer schon klar. Die muss man eben durchstehen.


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Dr.Venkman
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01.03.2013 um 00:50
@1.21Gigawatt

Wohin willst du denn schreiten? Man kann in alle möglichen Richtungen fortschreiten.


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01.03.2013 um 00:53
@Dr.Venkman
Fortschritt in alle Richtungen, so wie die letzten 50 Jahre auch schon.


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Dr.Venkman
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01.03.2013 um 00:55
@1.21Gigawatt

Naiv.


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01.03.2013 um 00:56
@Dr.Venkman
Klappt doch ganz gut.


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Aktiv gegen den Kapitalismus

01.03.2013 um 12:53
1.21Gigawatt schrieb:Die Menschen wollen sich immer von den anderen abheben und werden Reichtum bzw. Statussymbole anhäufen wollen. Manche Menschen sind fleißiger, manche weniger fleißig. Manche intelligenter, manche weniger intelligent. Und so kommt es eben, dass sich Schichten bilden.

Solche Entwicklungen sollten wir nicht durch ein anderes System unterdrücken.
Wir sollten lediglich dafür sorgen, dass jeder Mensche die selben Chancen und Möglichkeiten hat.
Nach dem Satz "Und so kommt es eben, dass sich Schichten bilden."
fehlt der Satz, der auf die Kapitalakkumulation eingeht.
Und schon wars das mit:
"Wir sollten lediglich dafür sorgen, dass jeder Mensche die selben Chancen und Möglichkeiten hat."
Denn: Dafür müsste es laufend Resets geben.
Die gibts aber nicht !
Nur Pleiten gibt es.
Hasardeure und Bankrotteure wissen, dass man mit der eigenen Pleite (dem eigenen beabsichtigten Reset) so richtig viel Kohle machen kann, auf Kosten der weiterhin Chancenlosen.
Fortschritt in alle Richtungen, so wie die letzten 50 Jahre auch schon.
Klappt doch ganz gut.
"Damit ist die Weltwirtschaft ganz gut zurechtgekommen." sagt Peter Bofinger dazu.
Aber:
"Bofinger: Insgesamt beobachten wir in Deutschland schon seit Längerem, dass die Ungleichheit stark zunimmt. Und in der Phase von etwa 1995 bis 2005 hat die Ungleichheit in Deutschland stärker zugenommen als in den meisten anderen Ländern. In den letzten Jahren sehen wir eine gewisse Abflachung, also, es hat sich etwas normalisiert, einfach deswegen, weil die Arbeitslosigkeit ja doch deutlich zurückgegangen ist, auch die Realeinkommen sind am aktuellen Rand deutlich stärker gestiegen. Also, ganz aktuell ist das Problem etwas abgemildert worden, aber im längerfristigen Trend sehen wir, dass sie sehr stark zugenommen hat, die Ungleichheit.

Und das ist ja nicht nur ein deutsches Problem, sondern ein globales Problem. Wenn Sie so die Phase seit den 80er-Jahren nehmen, hat weltweit die Verteilung sich massiv verändert. Der Anteil der Arbeitseinkommen ist gesunken, der Anteil der Kapitaleinkommen ist stark gestiegen. Und das ist ja auch für die Weltwirtschaft ein großes Problem. Denn wenn Sie das Geld denen nehmen, die wenig Einkommen haben, aber davon sehr viel ausgeben, und es denen geben, die hohe Einkommen haben und davon relativ viel sparen, dann schaffen Sie einfach eine Nachfragelücke in der Weltwirtschaft, die mit entsprechenden Problemen verbunden ist.

Und außerdem gibt es so was wie Umverteilung. Also, in der Bundesrepublik Deutschland gibt es Zahlen, wo man sagen kann, die Steuern sind gesunken, die Einkommen am oberen Ende sind stark gestiegen, und auf der anderen Seite sind diejenigen, die früher Steuern bezahlt haben, die haben heute Kapitaleinkünfte und leihen das Geld dann dem Staat. Das ist auch Umverteilung, oder?

Bofinger: Ja, diese Umverteilung der Markteinkommen ist jetzt noch dadurch verstärkt worden, dass jetzt die Kapitaleinkommen, die sowieso relativ stark gestiegen sind, dass die noch entlastet worden sind steuerlich. Und dass auch bei den Arbeitseinkommen die hohen Einkommen deutlich stärker entlastet worden sind als die niedrigen Einkommen. Ich sage ja, das ist eine Nachfragelücke, die man damit geschaffen hat. Diese Nachfragelücke ist in den Jahren bis zur Finanzkrise, also bis etwa zum Jahr 2007, dadurch gestopft worden, dass die Privaten massiv sich verschuldet haben, dass also Konsum auf Pump stattgefunden hat. Damit ist die Weltwirtschaft ganz gut zurechtgekommen. Mit der Finanzkrise ist das Modell zusammengebrochen, wir haben ja dann auch diesen starken Einbruch der Weltwirtschaft erlebt im Jahr 2009. Und dass es heute wieder einigermaßen gut läuft und dass wir relativ schnell im Jahr 2010 aus den Problemen herausgekommen sind, liegt eben daran, dass die verteilungsbedingte Nachfragelücke eben durch eine massive Staatsverschuldung geschlossen wurde. Sehen Sie sich die USA an, die haben derzeit ein Defizit von acht Prozent im öffentlichen Haushalt, was ja sehr, sehr viel ist. Und die Wirtschaft wächst gerade mal so mit zwei Prozent."
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1958163/


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01.03.2013 um 14:25
brummdilda schrieb:Einigen Leuten gehts hier wohl nur um Besserwisserei und unterm Strich kommt geht es immer nur auf ein das klappt eh nicht oder wir Menschen sind sowieso nur Tiere hinaus
ist nicht meien Schuld das du nicht die Abläufe kennst die du kritisiert. Und ja man sollte das Menschenbild schon realistisch sehen. Und das ist das Stammhirn umantelt mit einer dünnen Hülle Kultur. Und diese Hülle wird nur geschützt durch Regeln und deren Einhaltung.

ich meine man sieht ja Länder mit ner quasi Anachie wo jeder Bürger Polizist Richter und Henker spielt.


@Dr.Venkman

oh ob der Mensch subjektiv Gut oder Böse ist, das ist kein eindeutige Frage, weil Gut und Böse durch die Kultur und Gesellschaft definiert sind. Ist jetzt ne Frage welche Psychologischen Erklärungsmodell man anhängt. Tatsache bleibt aber das es eben die Erziehung und Prägung ist die einen erheblichen ANteil daran hat wie ein Mensch sich in der Gesellschaft einfügt. (das merkt man auch schön wenn es einen Clash of Cultures gibt)


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01.03.2013 um 14:38
brummdilda schrieb:nene, es geht ja genau darum jeden Menschen als voll mündig zu betrachten und da müssen einfach gewisse Grundbedingungen herrschen. Geld ist nun mal mit Arbeitskraft gleichzusetzen.
Ich lass mir auch von niemandem irgendeinen Quatsch einreden. Ich denk auch nicht es besser zu wissen, will auch kein ganzes Modell entwerfen, sondern die einfachste Logik in die Sache bringen
Geld ist nicht mit Arbeitskraft gleichzusetzen. Geld ist eine Einheit die dazu vewendet wird das man den Wert einer Arbeitskraft zu messen. Du kanns es auch beliebig anders Messen.

Und nein, gerade Logik fehlt deinen Alternativen ´Plan, und nein du hälst den Menschen auch nicht für Mündig, wie dein Beispiel beweist weil es für dich unmöglich ist warum viele Menschen z.B die Musik einer Einzelperson erwerben.
brummdilda schrieb:Wow, du scheinst schon arg verkommen zu sein. Du glaubst also das große Geld ist verantwortlich für jede Bewegung auf der Welt? Niemand tut was aus Interesse, spaß, wissensdurst, freude und was weiß ich nicht noch? Die Anerkennung bekommt man von geistig gesunden Leuten für Leistung und nicht für das Geld.
Nö, wie kommst du darauf. Aber wenn einer aus Wissendurst, Freude und Spaß musik erschafft oder erfindet wird er ja sich auch nicht stören wenn andere seine Musik Kunst oder ähnliches nachmachen, oder umsonst konsumieren.

Und naja von Anerkennung kann man keine Suppe kochen.

Aber du kannst mir ja schon Beispiel von Patenten Nennen die unter Verschluss gehalten werden und den Fortschritt unterdrücken. Wie gesagt es ist ne Frage des Erfinders ob er sein Geistig Eigentum schützen lassen will oder Kommerziell nutzt. Natürlich haben wir im Industriebereich selten wirkliche Eigenentwicklungen, dort wird meist Recourceneinsatz geleistet was es nur logisch erscheint das man seine neuest Entwicklung schützen möchte. im Sinne der Verbreitung von Lösungen und Techniken laufen Patente ja aus.


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01.03.2013 um 14:53
Dr.Venkman schrieb:in verschiedenen Völkern überall auf der Welt immerwieder das Prinzip der Schenkwirtschaft und marktfreie Systeme beobachteten.
ohja, ganz tolle Gesellschaften sind das, für gewöhnlich Gesellschaft mit so gut wie keiner Arbeitteilung. Und mit dem Schenken ist es auch wohl anders als man denkt.

ABer gut Jäger und Sammlergeselleschaft, vielleicht noch die Grundzüge einer Ackerbaugesellschaft da mag so ein system wohl funktionieren, gerade wenn man mit der halben GEsellschaft auch noch verandt ist.

Ein Blick in die Geschichte zeigt uns aber das Zivilisation immer mit Arbeitteilung und Güteraustausch dieser Arbeitsteilung verbunden ist. Es ist wohl kein Zufall das jegliche Hochzivilisation auch eine Währung hatte.

@1.21Gigawatt
du weißt schon wohin das in diesem Thread hinausläuft? Ich finds lustig, es gibt so eine Ähnlichkeit zu Disussionen über Religion. Dort wird im Zweifel immer einer mit irgendeinem Heiligen Buch um die Ecke kommen, und das Heilige Buch der Kommunisten ist Karl Marx, wobei leider noch keiner auf den Gedanken gekommen zu sein scheint diesen alten Schinken dem 21 Jahrundert anzupassen. Marx macht halt damals schon den Fehler den Menschen als Homogene Masse zu sehen.

Interessant dazu, eine Abkehr von den Strikten Lehren in manchen Ländern offenbart auf einmal unheimliche Entwicklungen in punkte Lebenstandart und co.

Problematisch ist hier auch die Perspektive. Mal haben wir hier nur die Sicht auf einen Nationalstaat, dann wieder Global, und dann wird mal alles auf zwei drei Buzzwörter zurückgeführt.

Als wäre in Afrika auf einmal Frieden und Wohlstand und Stabilitä, nur weil hier Kommunismus herrscht. Aber gut die Utopie hackt ja schon indem man 7Mrd Menschen als Homogen betrachtet, was bis auf gewisse Grundfunktionen und Grundbedürfnissen schlicht falsch ist.


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01.03.2013 um 14:59
Fedaykin schrieb:Aber du kannst mir ja schon Beispiel von Patenten Nennen die unter Verschluss gehalten werden und den Fortschritt unterdrücken.
Naja, da Du so oft darum bittest:
Immerhin hatten sich höchste Stellen der USA mal bei Bundeskanzler Helmut Kohl für Patente, die unter Verschluss gehalten werden, einzusetzen versucht:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/vor-zehn-jahren-brachte-der-ost-hersteller-foron-den-ersten-oeko-kuehlschrank-auf-...

"Innerhalb kürzester Zeit gelang es Foron rund 100 000 Aufträge aus dem In- und Ausland ins Werk zu holen.
In den Landratsämtern Sachsens lagen sogar Bestell-Listen aus, in die sich Bürger eintragen konnten, die einen neuen Kühlschrank kaufen wollten. "Es war eine unglaubliche Aufbruchstimmung damals", erinnert sich Gläser:
Doch unter den Foron-Konkurrenten aus dem Westen bereitete der Ost-Froster erheblichen Frust.
Und so griffen sie zu einem unfairen Mittel:
In einem gemeinsamen Brief forderten Siemens, Bosch, AEG, Bauknecht, Miele, Eletrolux und Liebherr die Händler auf, den Foron-Kühlschrank nicht zu listen.
Das Gerät, schrieben sie, tauge nichts.
Die Energiewerte seien schlecht, es bestehe Explosionsgefahr.
Das Foron-Gerät sei eine wahre Küchenbombe, wurde kolportiert, um Kunden zu verschrecken.

Experten und Kunden durchschauten die Aktion jedoch schnell als Versuch, einen unliebsamen Konkurrenten abzuschütteln.

Die sieben Unterzeichner verwendeten damals alle in ihren Geräten ein umweltschädliches Kühlmittel.
Ihnen war klar: Würde sich Foron mit seinem Propan-Butan-Gemisch als Kühlmittel durchsetzen, müssten sie selbst teuer umrüsten. Denn die Energiewerte des neuen Foron-Gerätes waren nachweislich erheblich besser, als bei den Wettbewerbsprodukten.

Und auch von Explosionsgefahr konnte keine Rede sein. "Von Propan-Butan ist so viel als Kältemittel in dem Kühlschrank, wie ein Raucher in seinem Feuerzeug in der Hosentasche trägt", hatte Professor Harry Rosin von der Universität Dortmund, ein Wegbereiter dieser Technik, nachgewiesen."

Das Weitere ist bekannt !


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01.03.2013 um 15:11
Fedaykin schrieb:
Aber du kannst mir ja schon Beispiel von Patenten Nennen die unter Verschluss gehalten werden und den Fortschritt unterdrücken.

Naja, da Du so oft darum bittest:
... und ich dachte, jetzt kommt etwas zu geheimen Patenten. Aber nix is' damit.

Der gesamte verlinkte Text enthält nicht ein einziges mal das Wort "Patent". Eigentlich hatte ich es schon fast erwartet..

Zäld


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brummdilda
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01.03.2013 um 15:16
Fedaykin schrieb:ich meine man sieht ja Länder mit ner quasi Anachie wo jeder Bürger Polizist Richter und Henker spielt.
Von diesem Ländern hat ja keiner gesprochen. Die Kulturen entwickeln sich unterschiedlich schnell. In Deutschland würde nicht plötzlich jeder zum Kriminellen werden nur weil sich die Regierungsform ändert. Das hat meiner Meinung nichts mit einem realistischen Menschenbild zu tun, denn ist der Masse ist den Leuten ihr Verhalten immer wichtig.
Fedaykin schrieb:Geld ist nicht mit Arbeitskraft gleichzusetzen. Geld ist eine Einheit die dazu vewendet wird das man den Wert einer Arbeitskraft zu messen. Du kanns es auch beliebig anders Messen.
Das ist aber eine einseitige Betrachtung. Geld ist keine Masseinheit für den Wert einer Arbeitskraft. Geld ist Macht, Geld kann man auch ohne Arbeitskraft erlangen. Die Menschen leben in zwei verschiedenen Welten. Die kleinen, die nur mit Hilfe der Arbeitskraft geld verdienen, und die Großen, die Geld durch Arbeitskraft anderer Geld machen. Sowas kann in einer modernen Gesellschaft nicht mehr funktionieren und deswegen ist Geld so wie es momentan gehandhabt wird nur eine Illusion, pure Verarschung des normalen Bürgers.


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01.03.2013 um 15:18
Innerhalb kürzester Zeit gelang es Foron rund 100 000 Aufträge aus dem In- und Ausland ins Werk zu holen.
In den Landratsämtern Sachsens lagen sogar Bestell-Listen aus, in die sich Bürger eintragen konnten, die einen neuen Kühlschrank kaufen wollten. "Es war eine unglaubliche Aufbruchstimmung damals", erinnert sich Gläser:
Doch unter den Foron-Konkurrenten aus dem Westen bereitete der Ost-Froster erheblichen Frust.
Und so griffen sie zu einem unfairen Mittel:
In einem gemeinsamen Brief forderten Siemens, Bosch, AEG, Bauknecht, Miele, Eletrolux und Liebherr die Händler auf, den Foron-Kühlschrank nicht zu listen.
Das Gerät, schrieben sie, tauge nichts.
Die Energiewerte seien schlecht, es bestehe Explosionsgefahr.
Das Foron-Gerät sei eine wahre Küchenbombe, wurde kolportiert, um Kunden zu verschrecken.
mmmh, also Negativwerbekampange, wo ist das ein Verschluss von Patenten?
eckhart schrieb:"Experten und Kunden durchschauten die Aktion jedoch schnell als Versuch, einen unliebsamen Konkurrenten abzuschütteln.
Wie man sieht, ist der Kunde Mündig.
eckhart schrieb:Die sieben Unterzeichner verwendeten damals alle in ihren Geräten ein umweltschädliches Kühlmittel.
Ihnen war klar: Würde sich Foron mit seinem Propan-Butan-Gemisch als Kühlmittel durchsetzen, müssten sie selbst teuer umrüsten. Denn die Energiewerte des neuen Foron-Gerätes waren nachweislich erheblich besser, als bei den Wettbewerbsprodukten
schön.
eckhart schrieb:Und auch von Explosionsgefahr konnte keine Rede sein. "Von Propan-Butan ist so viel als Kältemittel in dem Kühlschrank, wie ein Raucher in seinem Feuerzeug in der Hosentasche trägt", hatte Professor Harry Rosin von der Universität Dortmund, ein Wegbereiter dieser Technik, nachgewiesen."
Das Weitere ist bekannt
Äh ja, nur leider sehe ich da nix von Patenten die unter Verschluss gehalten wurden. Ich frag mal einfach, wo in diesem Beispiel sieht du ein Problem mit dem Schutz geistigen Eigentums?


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01.03.2013 um 15:26
Fedaykin schrieb:wo in diesem Beispiel sieht du ein Problem mit dem Schutz geistigen Eigentums?
Eigentlich hast Du recht !
oder hast Du schon mal davon gehört, dass irgend ein Kühlschrank-Hersteller in der Welt
Lizenzgebühren an FORON bezahlt ? -
Für die Nutzung einer Erfindung, die weltweit für unmöglich gehalten wurde und gegen die man sich mit Händen und Füßen gewehrt hat.

Dass jetzt ALLE Kühlschrankhersteller nur noch Ökokühlschränke nach diesem Prinzip herstellen, ist ja bekannt.


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01.03.2013 um 15:43
brummdilda schrieb:Von diesem Ländern hat ja keiner gesprochen. Die Kulturen entwickeln sich unterschiedlich schnell. In Deutschland würde nicht plötzlich jeder zum Kriminellen werden nur weil sich die Regierungsform ändert. Das hat meiner Meinung nichts mit einem realistischen Menschenbild zu tun, denn ist der Masse ist den Leuten ihr Verhalten immer wichtig.
Nein, aber da du die Exikutive den Bürgern überlässt, dürfte die Kriminalität stärker ansteigen und Mafiaähnliche Konstrukte hätten es wesentlich leichter.
brummdilda schrieb:Das ist aber eine einseitige Betrachtung. Geld ist keine Masseinheit für den Wert einer Arbeitskraft. Geld ist Macht, Geld kann man auch ohne Arbeitskraft erlangen.
Für dieses Beispiel war es zutreffend. Und ja Geld kann man auch ohne Arbeit bekommen weil wir in der klassichen Volkswirtschaft die Faktoren Arbeit, Boden Kapital haben (Realkapital)

Diese Faktoren kann man halt austauschen. Der Begriff Geld ist Macht, ist recht Schwammig, weil der Machtbegriff vielschichtig ist. Kann ich hier mit Geld alles machen? Nein, auch kann man sich nicht alles Kaufen.
brummdilda schrieb:Die Menschen leben in zwei verschiedenen Welten. Die kleinen, die nur mit Hilfe der Arbeitskraft geld verdienen, und die Großen, die Geld durch Arbeitskraft anderer Geld machen.
welch simples Gesellschaftsbild. Zumal die Großen ja auch mal Groß geworden sind. Das ist so in Deutschland hinter jedem Erfolg steht ein Verbrechen. Tatsache ist, die Kleinen können ja auch für sich Arbeiten. Aber glaub mir du möchtest nicht an wirklich ganz oben Stehen.
brummdilda schrieb:Sowas kann in einer modernen Gesellschaft nicht mehr funktionieren und deswegen ist Geld so wie es momentan gehandhabt wird nur eine Illusion, pure Verarschung des normalen Bürgers
Wieso kann das in einer Modernen Gesellschaft nicht Funktionieren? Wichtig ist in der modernen Gesellschaft nur das es die Durchlässigkeit gibt. Gibt genug Millionäre und co die auch wieder alles Verloren haben. Viele Worte, kein Inhalt. Also was ist denn an Geld verarsche? Solange ich mit dem Geld Waren und Dienstleistungen erwerben kann ist alles in Ordnung mit dem Geld.


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Branntweiner
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01.03.2013 um 16:04
eckhart schrieb:hast Du schon mal davon gehört, dass irgend ein Kühlschrank-Hersteller in der Welt
Lizenzgebühren an FORON bezahlt
Da musst du die Erfinder selber fragen, warum sie es als patentfrei beworben haben:
http://www2.gtz.de/dokumente/bib/99-1656.pdf


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01.03.2013 um 16:13
eckhart schrieb:Eigentlich hast Du recht !
oder hast Du schon mal davon gehört, dass irgend ein Kühlschrank-Hersteller in der Welt
Lizenzgebühren an FORON bezahlt ? -
Für die Nutzung einer Erfindung, die weltweit für unmöglich gehalten wurde und gegen die man sich mit Händen und Füßen gewehrt hat.
Dass jetzt ALLE Kühlschrankhersteller nur noch Ökokühlschränke nach diesem Prinzip herstellen, ist ja bekannt.
TJa ich denke Branntweiner trifft es ganz gut. Ich kann jetzt so aus dem Stehgreif auch nicht beurteilen ob sie dafür ein Patent oder "nur" ein Geschmacksmuster bekommen hätten. Und dann müssen die Konkurenzkühlschränke schon sehr nach dem selben Prinzip laufen.

aber dafür ein tolles Beispiel wie es brummdilda wohl so gewünscht hätte.


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01.03.2013 um 16:25
@eckhart
Nach dem Satz "Und so kommt es eben, dass sich Schichten bilden."
fehlt der Satz, der auf die Kapitalakkumulation eingeht.
Und schon wars das mit:
"Wir sollten lediglich dafür sorgen, dass jeder Mensche die selben Chancen und Möglichkeiten hat."
Denn: Dafür müsste es laufend Resets geben.
Die gibts aber nicht !
Nur Pleiten gibt es.
Nein, es sich keine laufenden Resets nötig. Umverteilung ist nötig.
Und wir haben Umverteilungssysteme.
In Deutschland muss niemand verhungern, in Deutschland muss niemand Obdachlos sein, in Deutschland kann jeder zu Schule gehen, jeder hat ein Recht auf kostenlose medizinische Behandlung.

Die Grundsicherung in Deutschland ist mehr als ausreichend. Da muss nichts getan werden. Das Problem in Deutschland ist, dass immer mehr Menschen auf diese Grundsicherung angewiesen sind und die Mittelschicht schrumpft.
eckhart schrieb:"Bofinger: Insgesamt beobachten wir in Deutschland schon seit Längerem, dass die Ungleichheit stark zunimmt. Und in der Phase von etwa 1995 bis 2005 hat die Ungleichheit in Deutschland stärker zugenommen als in den meisten anderen Ländern.
Ungleichheit im Sinne von?
Wenn es um die Vermögensverteilung geht, dann ist das Statement eindeutig falsch. Die reichsten 1% des Landes besaßen 1980 11% des Gesamtvermögens in Deutschland.
2011 waren es immernoch 11%
In den USA waren es 1980 9%.
2011 waren es 20%.
Und das ist ja nicht nur ein deutsches Problem, sondern ein globales Problem. Wenn Sie so die Phase seit den 80er-Jahren nehmen, hat weltweit die Verteilung sich massiv verändert. Der Anteil der Arbeitseinkommen ist gesunken, der Anteil der Kapitaleinkommen ist stark gestiegen. Und das ist ja auch für die Weltwirtschaft ein großes Problem. Denn wenn Sie das Geld denen nehmen, die wenig Einkommen haben, aber davon sehr viel ausgeben, und es denen geben, die hohe Einkommen haben und davon relativ viel sparen, dann schaffen Sie einfach eine Nachfragelücke in der Weltwirtschaft, die mit entsprechenden Problemen verbunden ist.
Was ja offensichtlich nicht der Fall ist, im Gegenteil. Es wird mehr konsumiert als noch vor 20 oder 30 Jahren.
Vor allem weil neue Märkte erschlossen wurden und konstant erschlossen werden. Schwellenländer bspw. Immer weniger Menschen sind mit dem puren Überleben beschäftigt, immer mehr Menschen können in marktwirtschaftlich Relevanten Mengen konsumieren, immer mehr Menschen haben Zugang zu den Konsumgütern.
Infolge desser werden immer Konsumgüter benötigt was zu mehr Arbeit führt was wiederum mehr Menschen ermöglicht zu konsumieren.

Das ist keine Entwicklung die sich in ein paar Wochen vollzieht. Das dauert mehrere Jahrzehnte bis man davon was merkt, aber es passiert.


Dabei geht es natürlich drunter und drüber. Im Kapitalismus geht es von Kollaps zu Kollaps, das ist ganz natürlich. Damit es nicht so oft einen Kollaps gibt hat man die Umverteilungssysteme. Die zögern die Zeit bis zum nächsten Kollaps hinaus, halten die Entwicklung aber nicht auf.
Der Kollaps ist dann die Schlagartige Umverteilung von oben nach unten. (Die Wiedervereinigung war quasi ein künstlich herbeigeführter Kollaps da man das DDR geld 1:1 in Mark umgetauscht hat.)
Aber ein Kollaps ist nicht schlimm, er wie ein Neustart bei einem Computer. Danach geht es einfach weiter.


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Dr.Venkman
ehemaliges Mitglied

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01.03.2013 um 17:24
@Fedaykin

Gefährliches Halbwissen.
Der Planet ist eh nicht mehr zu retten von daher ist auch das egal.


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01.03.2013 um 18:26
@Negev
Negev schrieb:Ja, fänd ich gerecht wenn es so - in einem Sozialstaat, wie es Deutland einer sein will! Keine Arbeit ist x mal mehr Wert! Wer Backt für den Manager das Brot? Er würde doch glatt verhundern! Oder wer Pflegt den Manager im Krankenhaus/Altersheim? Gerade diese Leute tritt man mit füßen und spuckt auf sie!
Doch Arbeit kann x mal mehr wert sein.
Hier ein Wissensblatt, welches ganz einfach und schlüssig aufzeigt, warum man in gewissen Berufen mehr verdient.

http://www.iconomix.ch/fileadmin/user_upload/docs/mat/de/m01_wissensblatt.pdf

Und zum Bäcker, was du mir mit diesem Beispiel aufzeigen willst wird mir nicht ersichtlich. Der Manager zahlt für das Stück Brot, er klaut es ja nicht...Und diese Leute werden auf keinem fall mit Füssen getreten, ka wieso du diese Lügen hier auftischt.
Negev schrieb:Wohlhabende Familien kaufen sich doch das Studium der Kinder! Irendwann kapiert jeder Trottel den Stoff vorallem BWL
Auch wieder eine Lüge. Unis, welche eine guten Ruf haben lassen sich sicher nicht bestechen und das BWL jeder Trottel kapiert zeigt nur auf, dass du dich noch nie mit BWL richtig befasst hast...

@Fedaykin
Fedaykin schrieb:also ein brain Drain wäre die größte Gefahr die sowas nach sich ziehen könnte. Die DDR machte es vor.

Bei Mangergehältern ist es erstmal scheiß egal solange die Firma die aus eigenen Mitteln bezahlt. Es bleibt also eher eine Ehtische Frage. Ansonsten kann man auch jedem anderen mit lust und laune Verträge und Gehälter ausmachen.
Genau du sagst es! Bei der Gehälterfrage geht es eigl nur um die Gerechtigkeitsfrage, es wird völlig vergessen, dass das Unternehmen selber die Löhne aushandelt und sie nicht vom zukünftigen Manager diktiert werden.


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