Taln.Reich schrieb:Ich sah nur nicht sonderlich viel Mitleid für diejenigen, die bei einem der beiden Biblischen Omnizide (Sintflut und Offenbarung) nicht "die richtige Wahl" getroffen haben, nur Freude darüber das du selbst das richtige Los gezogen hast, und die kalte (bzw. für mich kalt rüberkommende) Feststellung, dass sie doch ihre Entscheidung getroffen hätten.
Stimmt, ich rede wenig von Mitgefühl für diejenigen die sich gegen Gott entscheiden.
Weil ich es nicht ändern kann.
Tatsächlich ist mir klar: Angenommen eins meiner Kinder wird drogenabhängig, rutscht in den Abgrund aus Kriminalität, Prostitution, Obdachlosigkeit und so weiter und geht irgendwo weit weg von mir elendig zugrunde.
Du weißt, dass mir, egal wie sehr ich meine Kinder liebe, juristisch die Hände gebunden sind und ich nur wenig dagegen tun könnte.
Ich könnte mein Kind irgendwo auf der Straße einsammeln, aber wenn es sich weigert mit mir zu kommen, "Hilfe Entführung" schreit und so weiter bis die umstehenden Passanten darauf aufmerksam werden, dann muss ich meinem Kind seinen Willen lassen. Auch wenn ich tausendmal weiß was passieren wird.
Auf die gleiche Weise trauert Gott um seine verlorenen Kinder, und nur weil ich nicht von Morgens bis Abends darüber rede heißt das nicht dass mir das egal ist.