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Atheismus - Fortschritt oder Rückschritt?

913 Beiträge, Schlüsselwörter: Religion, Glaube, Evolution, Menschheit, Entwicklung

Atheismus - Fortschritt oder Rückschritt?

13.03.2019 um 22:52
@Noumenon
Noumenon schrieb:Sehe ich nicht so. Die Ehe ist ein Bund zwischen (einem) Mann und (einer) Frau. Das sexuelle Begehren, egal ob Homosexualität, Bisexualität, Pädophilie, Zoophilie or whatever, spielt hierbei keine Rolle.
Das ist aber nicht mehr zeitgemäss und macht so die Kirchen zu Orten die eine Minderheit diskriminiert, aber Toleranz predigt.
@Angelus144
Angelus144 schrieb:sprich bist du gott? und wenn nicht, welche grundlage gibt es dann, dass du aus deiner begrenzten menschlichen sicht gott zutreffend moralisch beurteilen kannst?
Nein ich bin nicht Gott. Aber ich bin moralischer als dein Gott das ich das besitzen eines anderen Menschen nicht befürworte, er schon.
Angelus144 schrieb:siehst du einen mörder gerne im himmel,der hölle oder im fegefeuer?oder ist es völlig egal wie gott entscheidet du bestreitest seine moralität immer aus dem entgegengesetzten blickwinkel?
Ich sehe einen Mörder gerne hinter Gittern, somit kann er nie wieder jemandem wehtun. Du denkst jemanden zu foltern sei irgendwie was Gutes. Aber nur wenn dein Gott es tut.
Ist ewiges Leid also moralisch?
Angelus144 schrieb:das habe ich nicht zu entscheiden.ich wäre vorsichtig bei der behauptung ich bin jemand moralisch überlegen der mir in der urteilsfähigkeit zu einem faktor unendlich überlegen ist.aber nicht meine entscheidung.
«Du sollst keinen anderen Menschen Besitzen.»
Dieser eine Satz, als Gebot formuliert, reicht um mich deinem Gott aus der Bibel moralisch überlegen zu machen.
Ich weiss nicht ob du das Besitzen eines Menschen befürwortest, die Bibel tut es jedenfalls.
Na ja ich gehe mal schwer davon aus das du nicht für die Haltung von Sklaven bist. Oder sie zu verprügeln damit sie nicht innert zwei drei Tagen sterben um dann vor Gott fein raus zu sein, wie es in der Bibel steht.
Das macht dich moralischer als Gott.
Angelus144 schrieb:nein, wenn dann weil du nicht willst.nicht weil du nicht glauben kannst.
warum ist es so dass der glaube an gott die menschen rettet.erklär mirs..fang beim sündenfall an,übers alte testament und dann zu jesus.
und dann erklär mir warum das im gesamtzusammenhang einem liebenden gott widerspricht.
Ja ich kann nicht an Gott glauben. Aber ich habe einen Grund dafür. Die Gründe die du unter anderem Ausführst überzeugen mich nicht.

Zwei Menschen zu verurteilen weil sie etwas taten von dem sie nicht wussten das es falsch war, ist unmoralisch.

Sie an ein Kreuz nageln zu lassen, statt die Regeln zu ändern, also Blut zu vergiessen, passt zu deinem Gott, aber Liebe ist das nicht.

Als Abraham aufgefordert wurde seinen Sohn zu opfern, sagte er nicht:
«Hey Moment mal das kann nicht mein Gott sein der so was verlangt. Mein Gott würde so etwas nicht verlangen»
Im Gegenteil. Es kam von einem Gott der so etwas verlangen würde. Also war er mehr als bereit es zu tun. Die Moralische Sache war es den eigenen Sohn zu Opfern.

In deiner verdrehten Moralvorstellung ist das Liebe.
Angelus144 schrieb:und das macht einen christlichen gott besser oder schlechter weil?das beschneidet gott in der fähigkeit ein gerechtes urteil zu fällen weil?
weil menschen etwas tun was er nicht befürwortet?
Ging es denn hier um Gott, nein.
Es ging darum das Christen nicht moralischer Handeln weil sie das Fegefeuer fürchten oder weil sie Christen sind.
Angelus144 schrieb:ja,habe ich beim ersten mal verstanden. und inwiefern lässt sich ein mafiaboss für jemanden zur rettung kreuzigen, das ist meine analogie.
Nein hast du nicht und nun wieder nicht.
Der Mafiaboss ist hier das gleiche wie Gott. Beide bieten nämlich Frieden für Bestechung.
Aber das Problem ist das sie mich vor sich selbst beschützen.
Würden mich beide in Ruhe lassen, hätte ich gar nicht erst das Problem, den sie beide sind das Problem.
Angelus144 schrieb:warst du mal in der hölle,im himmel oder im fegefeuer?wenige menschen sind von dort zurückgekehrt.
du masst dir an der gerechte richter zu sein der gott überlegen ist, den du weder kennst noch verstehst.was ist daran moralisch einwandfrei?
Ich weiss nicht was nun hier der Zusammenhang zu ist was ich schrieb.
Gott wird mich ins Fegefeuer schicken, weil ich nicht an ihn glaube. Das wird dann wohl eher unangenehm werden.
So etwas mit mir zu tun ist unmoralisch von deinem Gott.
Angelus144 schrieb:wie kommst du darauf dass jemand ausgeschlossen wird?gibts nen sicherheitsdienst in der kirche der schwule und lesben rauswirft?alle menschen sind sünder.
Dürfen homosexuelle Paare in der katholischen Kirche Heiraten?
Falls nicht werden sie ausgeschlossen.
Angelus144 schrieb:wie kommst du darauf dass ich mich für moralisch überlegen halte?
ich habe ausgesagt dass ich atheismus moralisch für unterlegen halte
Hmm wie komme ich wohl darauf. Liess mal den zweiten Satz wo dich als Atheisten gegenüber als moralischer siehst.
Angelus144 schrieb:nein,das ist per definition richtig. wann ist es denn deiner meinung nach ein weltbild?mit 5 inhalten?50?
ein atheist glaubt nicht an gott.punktum.das kann man als weltbild bezeichnen.
Gut dann ist also auch das nicht glauben an Feen ein Weltbild.
Oder ist das nur wenn man auch nicht an Wichtel glaubt?
Sind Zwei Inhalte genug um ein Weltbild zu bilden?

Ich hoffe du siehst das Problem.
Angelus144 schrieb:das hast du nicht geschrieben.ich wollte wissen ob du kinder vergewaltigen als gebot vom christlichen gott erachtest?
Und ich fragte die nun mehrmals warum Gott das alles zulässt. Du kannst die Frage einfach nicht beantworten, weil du dann zugeben müsstest das dein Gott ein Monster ist.
Du hast dies nun Beitrag für Beitrag so gemacht. Du musst ausweichen, weil wie ich schon schrieb, du ansonsten hinterfragen müsstest.



Du hast übrigens den ganzen Beitrag mit meinen Zitaten dreimal wiederholt. Warum weiss ich nicht.
Angelus144 schrieb:Deshalb, zurück zum thema.jetzt nachdem ich dir so ausführlkich geantwortet habe:wieso ist atheismus das bessere system statt gelebte und überzeugte nächstenliebe?wie kommst du darauf dass die moral steigt wenn jedem konsequenzlos überlassen ist wie er sie setzt?

Kannst du mir das begründen oder nicht?
Weil jene Atheisten die auch Humanisten sind, Toleranz und zusammenleben leben. Somit sind sie den Christen wie du sie umschreibst moralisch überlegen. Denn der Humanismus kann sich ändern, das Christliche Dogma kann dies nicht.


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13.03.2019 um 23:52
Angelus144 schrieb:fakt ist 93% sind atheistischer natur.
Du kannst noch so oft die falsche behauptung wiederholen, wahr mach tsie es wirklich nicht. die 93% sind NICHT auf grund atheistischen gründen entstanden ,es sei den du kanns tdas irgendwie belegen ,das jemand aufgrund und im NAMEN des Atheismus krieg führte. Allei nshco ndeswegen das du hier versuchst die todesofper dadurch abzulenken ,die durch deine vorherveranschaulichtne 7 % entstanden sind, zeugt ja shcon mal das du in deinem Moralsystem da vollkommen dran vorbei gehst.
Angelus144 schrieb:aus welchem grund genau kann man dann den menschen als moralische grundlage nehmen?eine zufällig entstandene ansammlung von atomen und moralvorstellungen?
Religion sind und waren heutzutage immer noch auf einem rudimentären Prinzip ausgelegt. MACHT, die jenigen die Predigen, können biegen und brechen wie sie möchten, den solange es wirklich so blinde Fanatiker gibt, die wikrlich an ALLEs glauben was ihnen vorserviert wird ohne daran zu zweifeln, werden sie auch die Taten willigne die in den jeweiligen Predigten hervorgeschworen werden. Genau deswegen haben wir doch so viele religiöse fnaatiker, die Atheisten, Schwule, Juden etc. tot sehen möchten und IHREN Moralischen Standpunktmit jeder Tat rechtfertigen ,auch wenn sie über leichen gehen. Und du merkst jedes mal, wenn du auch versuchst an der Struktur religion zu rütteln wie sehr sich die Oberen Typen dan nstreuben wei les JEDESMAL dazu führt das sie weniger Macht und Geld nachher am schluss wieder haben.

Das wir heutzutage nun firedlicher zusammen leben als i nden finsteren zeit, als religionen NOCH mehr macht inne hatten, zeigt nun einmal dass das Moralische Sein und unserer werte Vorstellungen durch langes herausfinden entstanden ist und nicht durch einen Imaginiären typen. heute WISSEn wir das Homosexualität nichts sündiges ist, das Atheisten nicht DAS Böse ist und wir zusammen leben können wie wir möchten solange wir uns gegenseitig respektieren und niemanden dikreditieren oder diskreminieren im Namen eines nicht vorhandenen unsichtbaren dingens. DAS alles haben wir durch Jahrhunderte langes Leben auf dieser Welt gelernt und wir mussten die schlechten seitne ,leider auch sehen, darutner auch der fanatismus der religionen um soweit zu kommen.
wenn du das so siehst,dann erklär mir wie du zulassen kannst, dass atheismus 93% der kriege zu verantworten hat.
Immer noch falsch, den der großtei ljener DIE krieg führten, krieg geführt haben und die kriege angezettelt waren hatten religiöse wurzeln. Sie waren in Ihrne religiösen gemeinden ,haben an ihren ach so mächtigen Gott geglaubt. Alleine shcon die Amerikanischen Präsidenten, die ihren EID mit Gottes willen festlegen ,die Dschihadisten, die im namen IHRES gottes kämpfen, die Kreugzüge und Dschihads und auch andere kriege die im Namen andere götter gekämpft wurdne sind mit sicherheit NICHt von Atheisten ausgeführt und entstanden wurden, es sei den du kannst mir nu nfür deinen religiösen wahn vorlegen wo jemand im "Namen des Atheismus" Menschen gemordet hat.
wer ist der fanatiker?ich oder du?
Du, definitiv, zum einen hast du in diversen deiner Beiträge liebend gerne irgendwelche Religiösen phrasen drinen, statt irgendwelche worte aus deinem eigenen Munde, ebenfalls scheinst du hier OHNE jede fakten Atheistne für 93 % der kriege verantwortlich machen zu wollen ohne nennenswerte beweise, was man ebenfalls nur aus dme fanatischen spektrum, den auch dort wird lieber ohne fakten gepredigt, da menschen sonst hinter den wah nkommen könnten. Zum schluss dein perfider versuch die Todesopfer der religiösen kriege kleinzureden, als ob sie irgendwie nichtssagend wären.
dein system
Was ist "Dein" System" wie sieht den DEINER Meinung nach ein Atheistisches System aus? redest du von den Menschenrechten und den Humanismus der veranlasst das Mensche ngleichbehandelt werdne sollen und gleiche freiheitigen besitzen? Wen ndas für dich ein shclechtes System ist, dann tut es mir leid für dich, aber dan nsolltest du nicht in europa sein und dich lieber in ein Land begeben wo sowas unterdrückt wird, wen nes dich so sehr stört.
Angelus144 schrieb:überzugehen weil du meine vorgebrachten fakten nicht entkräften kannst,
WAS für fakten? Mehr als Nonsens im delirium des fanatismus hab ich nichts gelesen? Bring endlich mal fakten, dan nkönnen wir gerne mal näher darüber reden ,aber bis dato hast du nichts nennenswertes erbracht außer sachen aus deienr Nase herauszuziehen und Geschichtsrelativierung zu begehen nur um etwas imaginäres beschützen zu wollen weswegen hundertausende bis millionen Menschen schon gestorben sind deswegen.


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Atheismus - Fortschritt oder Rückschritt?

14.03.2019 um 00:17
Angelus144 schrieb:sag mal ist das jetzt wirklich dein ernst?
ich habe die 7% nicht kleingeredet.hier gehts aber um atheismus und nicht ein glaubenssystem. fakt ist 93% sind atheistischer natur.was soll das ?ablenkung ?ich rede angeblich 7% klein während der rest auf 93% sitzt?
Für diese dümmliche Lüge, solltest du eigentlich gebannt werden. Das muss man nicht einmal untersuchen, um zu wissen, dass es nicht stimmen kann. Alleine dass du denkst, dass alle Kriege die nicht der per se religiös Begründet waren, atheistisch gewesen sein müssen, zeigt deine absolut unfassbare primitive Denkweise auf. Zuerst sei mal für dich gesagt, dass der Atheimus als Massenphänomen keine 100 Jahre alt ist und alleine deswegen dieser Prozentsatz nicht stimmen kann. Dann sei dir gesagt, dass es neben religiösen Motiven es auch motive gibt die politisch bedingt sind, wo es um Geld, macht, geht. Wenn sich heute Russland und Ukraine bekriegen, dann ist weder die Religion, noch der Atheismus das Leitmotiv und alleine mit diesem Beispiel zeigt es auf, dass deine Rechnung von 93-7 nicht aufgehen kann.


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Atheismus - Fortschritt oder Rückschritt?

14.03.2019 um 00:33
Snowman_one schrieb:Das ist aber nicht mehr zeitgemäss und macht so die Kirchen zu Orten die eine Minderheit diskriminiert, aber Toleranz predigt.
Siehe meine Antwort an Pan_narrans...
Beitrag von Noumenon, Seite 39
...sowie auch meine nachfolgende Begründung im Beitrag, aus dem du obiges Zitat entnommen hast...
Beitrag von Noumenon, Seite 38


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Atheismus - Fortschritt oder Rückschritt?

14.03.2019 um 14:45
Noumenon schrieb:Nichtsdestotrotz hat der Staat aber auch das Recht und die Aufgabe, gewissse Formen des (Zusammen-)Lebens aktiv zu fördern und dafür gewisse Anreize zu schaffen - aus welchen Motiven auch immer.
die Aufgabe des Staates ist es, ein stabiles Gesellschafts- und Wirtschaftssystem zu schaffen. Alles was darüber hinaus geht, ist unangemessene Einmischung in das Privatleben der Bürger. Formen des Zusammenlebens zu fördern oder zu hindern erfüllt, so wie ich es sehe, nicht diese Aufgabe.


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14.03.2019 um 15:53
Negev schrieb am 02.12.2018:der reine Atheist oftmals davon überzeugt ist, dass sich auch die Nichtexistenz beweisen lässt,
ich würde das mal in Frage stellen. Der Atheist benötigt "die Hypothese Gott" nicht. Er ist nicht in der Beweispflicht. Und sein Anspruch an entsprechende Beweise einer Existenz Gottes sind nun mal recht hoch. Da reicht kein tausend jahre altes Märchenbuch oder Wunschdenken.
Negev schrieb am 02.12.2018:War der Theismus wichtig für unsere Evolution - wobei er nur zu einem gewissen Punkt in unserer Geschichte wichtig war?
Nun ja, wichtig für die Evolution? Die Evolution braucht den Theismus nicht, er ist ein Nebenprodukt in der Evolution eines denkenden Lebewesens, jedoch meines Erachtens genauso obsolet wie rudimentäre Organe.

Deshalb ist Atheismus in meinen Augen ein klarer Fortschritt. Man löst sich von alten, überholten, und aus Unwissen entstandenen Glaubenskonstrukten.


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Atheismus - Fortschritt oder Rückschritt?

14.03.2019 um 16:06
Pan_narrans schrieb:die Aufgabe des Staates ist es, ein stabiles Gesellschafts- und Wirtschaftssystem zu schaffen. Alles was darüber hinaus geht, ist unangemessene Einmischung in das Privatleben der Bürger. Formen des Zusammenlebens zu fördern oder zu hindern erfüllt, so wie ich es sehe, nicht diese Aufgabe.
Mit dem "Fördern und Anreize schaffen" sind Familien gemeint. Daran ist auf Anhieb mal nix verkehrt, Familien, in denen die Mitglieder Verantwortung, auch rechtlich, füreinander übernehmen, mehr zu fördern als z. B. Singles.
Aber dann bitte jede Art von Familie, auch Patchwork oder homosexuell mit Kindern.
Diskriminierung bestimmter Familien wegen der Homophobie der Anhänger eines alten Buches oder irgendwelcher religiöser Verbote zu gescheiterten Ehen mit oder ohne Wiederverheiratung ist da nicht abgedeckt.


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Atheismus - Fortschritt oder Rückschritt?

14.03.2019 um 16:17
@Negev
War der Theismus wichtig für unsere Evolution - wobei er nur zu einem gewissen Punkt in unserer Geschichte wichtig war?
Ich seh das nicht (mehr) so. Er war nicht wichtig für die Entwicklung. Man hätte ja auch einfach von Anfang an einsehen/zugeben können, etwas eben nicht zu wissen/verstehen.
Im Gegenteil, der hat gerade die rationale wahnsinnig behindert.

Theismus entstand einfach aufgrund archaischen Denkens, weil man sich Vieles halt nicht (anders) erklären konnte. Als diese Ideen einmal da waren, nicht widerlegt werden konnten, die Naturkräfte aber noch nicht erkärt werden konnten, blieben sei auch. Vor allem auch, weil man sie einfach ohne langem Nachdenken weiter gab. Gerade, weil Kinder mit Irrationalem indoktriert wurden und werden, taten und tun sie sich auch als Erwaschsene schwer(er), rational zu denken.

So wurde aus dem Theismus ein Schneeballsystem. Und ja, er nutzt(e) all denen, die erkannten, wie man damit Menschen manipulieren und für eigenen Zwecke meistens monetäre oder kriegerische (die im Grunde genommen auch Gier geleitet sind) ausnützen kann. Und die Mächtigen aller Zeiten haben dann auch alles dran gesetzt, Gottesideen weiterhin bestehen zu lassen und Atehismus oder andere Götter als die ihrigen auch mit Gewalt zu vernichten.


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14.03.2019 um 16:49
Theismus war absolut unverzichtbar für die Entwicklung von Großkulturen. Die Kulturen der alten Ägypter, Mesopotamier, Römer, Griechen oder auch die amerikanischen Kulturen wie Azteken, Inka, Maya, die Inder, Chinesen (mit ihrem lebenden "Sohn des Himmels") und so weiter wären alle nicht denkbar oder möglich gewesen ohne ihre jeweiligen religiösen Strukturen, die alle Kräfte gewissermaßen bündelten für Großprojekte. Man denke da auch an die großen Kathedralenbauten des christlichen Mittelalters oder den Petersdom.

Erst heute sind Großprojekte auch völlig ohne Religion möglich, weil es heute andere Möglichkeiten des "Bündelns" gibt, dank viel höherer Bevölkerungsdichte, höherem technologischen Niveau mit Maschinen, besserer Kommunikation auch auf große Distanzen, stärkerem Austausch von Rohstoffen und Know-How.


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14.03.2019 um 17:02
@Rao
alle nicht denkbar oder möglich gewesen ohne ihre jeweiligen religiösen Strukturen
Ist eine Behauptung, für die es keinen Gegenbeweis gibt.
Man hätte genauso gut gemeinsame humane Ziele finden können.
Im Übrigen muss man ja nicht andauernd zu einer Großkultur werden, um anständig leben zu können. Und wenn, kann man das auch erreichen, indem man rational am medizinsichen/technischen Fortschritt arbeitet. Das geht auch ohne Götter.


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Atheismus - Fortschritt oder Rückschritt?

14.03.2019 um 17:22
off-peak schrieb:Ist eine Behauptung, für die es keinen Gegenbeweis gibt. Man hätte genauso gut gemeinsame humane Ziele finden können.
Das Wort "human" kannte man damals noch nicht, das ist modernes Denken. Sobald irgendwelche gesellschaftlichen Großstrukturen entstanden - Regierungen, Könige, Pharaonen oder sonstige Oberbonzen, wurde es im Gegenteil immer inhuman. Sklaverei, Kriege und so weiter. Da nahmen sich nichtreligiöse und religiöse Strukturen und Hierarchien nix weg, zumal sie sowieso meistens untrennbar ineinander verflochten waren.


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14.03.2019 um 17:24
Pan_narrans schrieb:die Aufgabe des Staates ist es, ein stabiles Gesellschafts- und Wirtschaftssystem zu schaffen. Alles was darüber hinaus geht, ist unangemessene Einmischung in das Privatleben der Bürger. Formen des Zusammenlebens zu fördern oder zu hindern erfüllt, so wie ich es sehe, nicht diese Aufgabe.
Doch, genau das. Was du beschreibst, d.h. die Regelung des Zusammenlebens, ist der Inbegriff des Gesetzes:
https://www.zurecht.de/gesetze/#gesetze-als-basis-fuer-das-gesellschaftliche-zusammenleben


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14.03.2019 um 17:30
Rao schrieb:Erst heute sind Großprojekte auch völlig ohne Religion möglich, weil es heute andere Möglichkeiten des "Bündelns" gibt
Vorallem aufgrund der größeren Anzahl von geistigen Strömungen/Ideologien/Narrativen, mehr Toleranz gegenüber verschiedenen -ismen.
off-peak schrieb:Man hätte genauso gut gemeinsame humane Ziele finden können.
Humanere Zustände mussten hart erkämpft werden. In was für einer Utopie lebst du?


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14.03.2019 um 17:31
@Noumenon
Wobei es da wohl ja eher darum geht, was man mit anderen Menschen und deren Besitz machen kann (stabile Gesellschaft) und nicht darum, wer mit wem kopuliert.


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14.03.2019 um 17:41
postcrysis schrieb:Vorallem aufgrund der größeren Anzahl von geistigen Strömungen/Ideologien/Narrativen, mehr Toleranz gegenüber verschiedenen -ismen.
Viele Strömungen erzwingen mehr Toleranz. Wo eine Religion oder Ideologie die Alleinherrschaft innehat, kann man das Wort Toleranz im Wörterbuch suchen. Wo viele Religionen oder Ideologien miteinander konkurrieren, auf einem bunten Markt der Vielfalt, da müssen sie zwangsläufig toleranter sein, sonst laufen ihnen die Kunden davon und suchen sich was einfacheres.

Für das moderne Bündeln bei Großprojekten ist aber auch wichtig, daß es keine menschliche Diskriminierung gibt, daß niemand mehr ausgeschlossen wird, nur weil er die falsche Hautfarbe, das falsche Geschlecht, die falsche Religion, die falsche Herkunft hat, sofern er nur bereit ist, sich bei diesem Projekt einzubringen. Auf diese Weise wächst die Zahl der Teilnehmer, der Sponsoren.


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14.03.2019 um 17:55
Pan_narrans schrieb:Wobei es da wohl ja eher darum geht, was man mit anderen Menschen und deren Besitz machen kann (stabile Gesellschaft) und nicht darum, wer mit wem kopuliert.
Selbst bei letzterem haben Staat & Gesellschaft ein Wörtchen mitzureden (=> Sexualstrafrecht). ;)


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14.03.2019 um 17:59
Rao schrieb:Wo viele Religionen oder Ideologien miteinander konkurrieren, auf einem bunten Markt der Vielfalt, da müssen sie zwangsläufig toleranter sein, sonst laufen ihnen die Kunden davon und suchen sich was einfacheres.
Naja, ODER sie meinen spitzfindiger, gerissener und täuschender sein zu müssen, denn das lockt ja auch Massen an - Markt eben :D

Solange bestimmte moderne Basiswerte noch irgendwo drin enthalten sind, haben auch heute noch eigentlich unterentwickelte Ideologien Vormachtsstellung. Und wo Interessenkonflikte unauflösbar werden, weil andere Ideologien verpönt sind, nicht weiterentwickelt wurden oder ganz allgemein Alternativen fehlen, kommt es auch manchmal zum Rückbezug auf vorherige, totgesagte Muster.
Rao schrieb:Für das moderne Bündeln bei Großprojekten ist aber auch wichtig, daß es keine menschliche Diskriminierung gibt, daß niemand mehr ausgeschlossen wird, nur weil er die falsche Hautfarbe, das falsche Geschlecht, die falsche Religion, die falsche Herkunft hat, sofern er nur bereit ist, sich bei diesem Projekt einzubringen. Auf diese Weise wächst die Zahl der Teilnehmer, der Sponsoren.
Ja, hoffentlich ist das so, aber wenn du dir das manchmal anschaust, ist das ja noch nicht vorbei.
Muss ja auch nicht, kann man drüber reden.

Ich denke, es ist nicht wünschenswert, einen totalitären Balken vor Religion im Allgemeinen schieben zu wollen - mit der Begrüdung, jede Facette daran sei irrational, anti-fortschrittlich und unnötig.


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14.03.2019 um 18:08
@postcrysis
Humanere Zustände mussten hart erkämpft werden. In was für einer Utopie lebst du?
Ach? Und religiöse Ziele nicht? In welcher Traumwelt lebst Du?


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14.03.2019 um 18:15
@Negev
War der Theismus wichtig für unsere Evolution - wobei er nur zu einem gewissen Punkt in unserer Geschichte wichtig war?
Ich habe kürzlich erst ein Buch gelesen, indem etwas dazu stand. Gott: Eine Geschichte der Menschen von Reza Aslan. Demnach hat der Glaube an Götter keinen evolutionären Vorteil. Er ist stattdessen ein zufälliges Nebenprodukt zweier anderer Entwicklungen.

1. Wir Menschen neigen dazu in allen möglichen Dingen andere Menschen oder Tiere zu sehen und zu vermuten. Das hat unseren prähistorischen Vorfahren einen Aufmerksamkeitsvorteil verschafft. Wenn man im Gebüsch etwas gesehen hat, das Ähnlichkeiten mit einem Gesicht hatte, war man Aufmerksam, wenn es ein Feind oder Raubtier war. Lieber vermutet man einmal zu viel einen Menschen oder ein Raubtier, als einmal zu wenig. Das Ganze gilt nicht nur für Gesichter. Wenn in der Nähe des Lagers irgend ein Ast anders liegt als sonst, könnte das z.B. auch bedeuten, dass ein Mensch in der Nähe war. Daher vermutet man intuitiv bei vielen Gelegenheiten einen menschlichen oder menschenähnlichen Hintergrund. Das führt bei vielen Menschen auch dazu, dass sie hinter Naturphänomenen menschenähnliche (Natur-)Geister, Götter oder ähnliches vermuten.

2. Wir Menschen neigen dazu von uns auf alles andere zu schließen. Das hilft uns dabei uns in unsere Mitmenschen hineinzudenken. Wir können ja nicht die Gefühle eines anderen Menschen spüren. Wir müssen stattdessen davon ausgehen, dass andere Menschen ähnlich fühlen wie wir. Wenn ein anderer Mensch Freude oder Trauer zeigt, geht uns durch den Kopf was wir spüren, wenn wir ängstlich oder traurig sind. Dadurch kann es aber auch passieren, dass wir andere Dinge vermenschlichen z.B. Tiere. Wie oben beschrieben kann es ja passieren, dass wir in den Formen eines Baums oder Steins meinen eine Art Gesicht zu sehen (Siehe Grund 1). Wenn der Baum oder Stein ein Gesicht hat, könnte man vielleicht vermuten, dass er auch Gefühle hat und denken kann wie wir? So entstanden vermutlich die ersten Naturgeister bzw -gottheiten. Bei Kindern kommt es auch häufig vor, dass sie ihre Spielzeuge als Lebewesen sehen. Vor allem das Lieblingsstofftier. Das Ganze ist auch der Grund, warum Götter meist so extrem menschlich sind. Ihnen werden ganz menschliche Eigenschaften angedichtet, wie Güte, Zorn, Gerechtigkeit, Liebe, Streit usw. Über die Götter wird der Natur menschliche Eigeschaften zugesprochen.


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14.03.2019 um 18:18
off-peak schrieb:Ach? Und religiöse Ziele nicht? In welcher Traumwelt lebst Du?
Welche religiösen Ziele jetzt speziell?
Meinte nur, mit dem "hätte man doch so machen können" oder "könnten wir doch heute so ohne weiteres machen, wenn man nur das und das abschaffen würde" ist's immer schwierig, weil die Interessenlagen so verschieden sind und es niemals zu einer vollumfänglichen Betrachtung von Themen, Umständen in den Köpfen aller Beteiligten kommt. Pluralismus ist halt besser als Oligarchie, wobei das im Realen ja nicht immer ganz aufgehen muss. Überall Graustufen.


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