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Warum zweifeln Menschen an Gott?

1.383 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Mensch, Schöpfung

Warum zweifeln Menschen an Gott?

02.12.2009 um 12:18
soulsaver schrieb:Lässt die unglaubliche Intelligenz, die hinter der Welt, ihrer Ordnung, ihrer Schönheit aufschimmert, Dich nicht auch manchmal an eine bewusste, gewollte Schöpfung, also an Gott, denken? Das alles soll entstanden sein durch den zufälligen Zusammenprall von Atomteilchen?
Wer sich mal das Schnabeltier angesehen hat, sollte in Ruhe überlegen ob man die Theorie von der sorgfälltig gewollten Planung nicht ein paar Wiedersprüche hat.
soulsaver schrieb: Weshalb fragt der Mensch nach dem Woher und Wohin? Warum findet er in der Welt kein Genügen, keine endgültige Heimat?
Weil nur solche Fragen eine weitere kulturelle Entwicklung möglich machen.
soulsaver schrieb:Fällt nicht manchmal im Leben kurz ein Licht ein, und es lässt erkennen, dass Gott ist und dass alles letztendlich gut werden wird?
Einfach nur. Nein!
soulsaver schrieb:Warum unterscheiden die Menschen zwischen Gut und Böse, und warum drängt es sie oft, Gutes zu tun, obwohl es unbequem und gegen den eigenen Vorteil ist?
Gut und böse ist eine anerzogene Lehre welche nötig ist um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.
Nicht töten und nicht stehlen, sind wichtige Eigenschaften auf welche eine Gesellschaft auch ohne 10 Gebote gekommen wäre.

Der Drang von manchen Menschen "gutes" zu tun ist eine reine Charaktereigenschaft, die noch längst nicht jeder hat.
Ansonsten bräuchten wir keine Gefängnisse.
soulsaver schrieb:Wie oft denkst Du an Gott? Und wie oft an Nichtigkeiten? Vielleicht lässt Gott sich bei Dir nicht blicken, weil Du Dich für Ihn nicht interessierst.
Ja, vielleicht. Daran könnt es liegen.
Er schmollt also.
soulsaver schrieb:Kann es sein, dass im Wahn Deiner Größe Gott so klein geworden ist, dass Gott nicht in Deinen Kopf hineinpasst? Sondern nur der kleine Zweifel an Gott?
Kann es sein, das manche Menschen nicht mit der einfachsten Erklärung zufrieden sind und nicht nur den Weg des geringsten Wiederstandes sehen?
soulsaver schrieb:Kann es sein, dass im Wahn Deiner Größe Gott so klein geworden ist, dass Gott nicht in Deinen Kopf hineinpasst? Sondern nur der kleine Zweifel an Gott?
Jeder auf den das zutrifft, würde es gar nicht für nötig halten hier mit zu diskutieren.


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Lacanianer
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Warum zweifeln Menschen an Gott?

02.12.2009 um 13:38
Naturell schrieb:Das einzige worin sich beide unterscheiden ist die Fragestellung an das Leben!
Die einen fragen immer nach dem Wie und die anderen nach dem Warum.
Mir sind die, die nach dem Wie fragen angenehmer.
vorherige Seite, von @Naturell

Good point!
Mit der Frage "Wie?" wird nach "der" Welt gefragt und diese Frage bietet die schöne Möglichkeit, sich über die Beschaffenheit "der" Welt auszutauschen.
Hier finden sich Logik, Linearität, Kausalität, Naturgesetze etc.
Mit der Frage "Warum?" wird nach "meiner" Welt gefragt und diese Frage bietet die schöne Möglichkeit, sich selber in einen für sich sinnvollen Zusammenhang in diese Welt zu setzen.
Hier finden sich Fuzzylogik, Mythen, Psychologie, Chaos, Kybernetik etc.

Habe den Verdacht, dass Menschen, die EINEN Glauben gefunden haben, sich diesen in Gruppen gegenseitig bestätigen, nun meinen, dieser müsste von allen anderen Menschen geteilt werden. Quasi eine kleine, (un-)feine Verwechselung von "The World" und "My World".
Naja, auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, welche sich gut in der, zumindest in Annäherung, objektivierten Welt zu recht finden, darüber aber vergessen, dass die Wahrnehmung von Welt sozusagen zwangsläufig eine "My World" voraussetzt.

@soulsaver
In diesem Sinne, Soulsaver, ist es mir gleichgültig, woran du glaubst oder nicht, es ist dein gutes Recht, etwas zu glauben, was für dich sinnvoll ist. Ebenso ist es mein gutes Recht, deinen Glauben, soweit ich ihn hier lesen kann, nicht zu bestätigen und klar zu sagen: Nein, das glaube ich nicht. Weder für die Frage nach "der" Welt, noch für die Frage nach "meiner" Welt. Denn was ich für mich glaube oder nicht, das entscheide alleine ich. Und diesen "Glauben" musst du nicht teilen, denn das uralte Spielchen:
"Meine Welt (Glaube) ist aber besser als deine Welt (Glaube)." ist ausgelutscht und bringt - außer vielleicht einer Selbstbestätigung - keinen weiter.

Deswegen zweifel ich an Gott: Alle Bilder, Beschreibungen, Mythen, Geschichten und Gesetze sind mir zu eng und zu kleinlich, mit egoistischen Intentionen verseucht und ungenügend. Aus diesem Grunde lasse ich den Begriff "Gott" und alle diesem zugeschriebenen Attribute einfach weg.

An eine letztliche Einheit und Verbundenheit von Allem glaube ich. Und woran noch, das steht hier ja nicht zur Debatte :D


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Warum zweifeln Menschen an Gott?

02.12.2009 um 13:50
soulsaver schrieb:Kann es sein, dass Dein Kopf so sehr mit Gedanken an Dich gefüllt ist, dass Gott gar nicht mehr hineinpasst?
nein. aber kann es sein, das bei dir das gegenteil der fall ist?
ich kann auch gar nicht verstehen, wieso nicht an gott glauben gleichbedeutend mit egoismus ist. vllt. nimmst du dich ja zu wichtig und brauchst deshalb "göttliche" bestätigung?
soulsaver schrieb:Wie oft denkst Du an Gott? Und wie oft an Nichtigkeiten? Vielleicht lässt Gott sich bei Dir nicht blicken, weil Du Dich für Ihn nicht interessierst.
ich denke nie an "gott". und es wäre mir egal, ob "er" ein problem damit hat, das ich mich nicht für "ihn" interessiere. braucht "er" das für sein ego? so kleines-beleidigtes-mädchen-like? "denkst du nicht an mich, denk ich nicht an dich"? hmmm, irgendwie passt das nicht so ins gottesbild.
soulsaver schrieb:Kann es sein, dass im Wahn Deiner Größe Gott so klein geworden ist, dass Gott nicht in Deinen Kopf hineinpasst? Sondern nur der kleine Zweifel an Gott?
was soll immer dieser schwachsinn von wegen atheisten sind alles egoisten. woher willst DU das wissen? jeder, der mich kennt, weiss, das ICH kein mensch bin, der nur an sich selbst denkt. aber ich brauch keine angedrohte strafe um ein guter mensch zu sein. im gegensatz zu denen, die scheinbar nix anderes im kopf haben, als dieser strafe zu entgehen...
soulsaver schrieb:Lässt die unglaubliche Intelligenz, die hinter der Welt, ihrer Ordnung, ihrer Schönheit aufschimmert, Dich nicht auch manchmal an eine bewusste, gewollte Schöpfung, also an Gott, denken? Das alles soll entstanden sein durch den zufälligen Zusammenprall von Atomteilchen?
nein und ja, wobei "atomteilchen" wohl nicht die richtige bezeichnung ist.
soulsaver schrieb:Weshalb fragt der Mensch nach dem Woher und Wohin? Warum findet er in der Welt kein Genügen, keine endgültige Heimat?
?
die meisten menschen, die ich kenne, haben eine "endgültige" heimat gefunden. was auch immer das bedeuten soll...
soulsaver schrieb:Fällt nicht manchmal im Leben kurz ein Licht ein, und es lässt erkennen, dass Gott ist und dass alles letztendlich gut werden wird?
nein. und wenn man die welt mal realistisch betrachtet, kann man nicht zu dem schluss kommen, das letztendlich alles gut wird. oder wie definierst du das, wenn ein kleines kind an AIDS oder hunger stirbt? vergewaltigt, ermordet oder sonstwas wird? ein tsunami fast 300.000 arme seelen von der karte wischt? mehrere millionen juden und kriegsgefangene ermordet werden auf qaulvolle art und weise?
soulsaver schrieb:Warum unterscheiden die Menschen zwischen Gut und Böse, und warum drängt es sie oft, Gutes zu tun, obwohl es unbequem und gegen den eigenen Vorteil ist?
weil es ein evolutionärer vorteil ist, der das überleben der eigenen art sicherstellt.


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02.12.2009 um 15:03
So nebenbei fällt mir auf...
Immer mehr glauben an Gott unter nichtbeachtung der Kirche.
Die hat zuviel Mist gebaut und ist zu oft wiederlegt worden, denke ich.

Der Gott an den geglaubt wird hat immer andere Eigenschaften, ganz nach den persönlichen Ansichten des Gläubigen.
Von eine Lehre kann man da nicht mehr sprechen.

Wie kommt es, das sich in jüngster Zeit immer mehr Menschen ihren Gott zurecht basteln, wie er für sie am vorteilhaftesten ist?

Hat das irgendwo eine Ursache oder passierte das einfach so?


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Satanael
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02.12.2009 um 15:47
Trapper schrieb:Ich persönlich glaube nicht an einen Schöpfer, aber sollte es ihn geben, wären wir ihm herzlich schnuppe , denke ich. Er wüßte wohl gar nichts von uns.
das is eine annahme eines ungläubigen, die der gläubige ebenso zu widerlegen weiß wie es der ungläubige zu bekräftigen weiß.

zu allem anderen bleibt nur eines zu sagen:
glaube is nur eine bildhafte form des vertrauens. man gibt seine lebensverantwortung in die hände von etwas, was man ebenso wenig versteht wie die welt in der man lebt... das is vertrauen.

und das geschieht immer, wenn ein mensch sein leben oder nur teile davon in die hände von etwas oder jemand anderen legt... es is vertrauen in das bestehende, egal wie man dieses system auch nennen mag. das einzige, was alle vereint is nich etwa ein "gott" oder ein glaube... aber da soll ma jeder schön selber drauf kommen.


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Warum zweifeln Menschen an Gott?

03.12.2009 um 15:55
@Trapper

Du hast die Ursachen denke ich schon aufgezeigt.

Die institutionalisierte Religion hat schlichtweg zuviel aufgehetzt und ausgenommen um von großen Teilen der Menschen noch ernstgenommen zu werden.

Das ist einerseits eine positive Entwicklung, weil es von einer Art spirituellen Unabhängigkeit zeugt, auf der anderen Seite halte ich diese wntwicklun jedoch auch für durchaus bedrohlich.

Bedrohlich weil, Religiionen als moralische Struktur gesehen über die Jahrtausende hinweg nur Bestehen können, wenn es eine Garantie dafür gibt die das ihre Lehren "intakt" bleiben.

Auch wenn dies vllt übertrieben Konservativ erscheinen mag, so denke ich das es wichtig ist wenn eine Religion davor bewahrt wird im Laufe der Jahrtausende durch verschiedene politische Interessen ausgelegt und instrumentalisisert zu werden.

Dies sollte eigentlich die Aufgabe der kirchlichen Institution sein, aber leider ist es grade die "Hure Babylon" ;) die an der Instrumentalisiserung durch die Politik immer wieder mitverdient und auch gerne mitgehetzt hat.

@Thread

Ich denke an etwas zu glauben das nicht bewiesen ist, erfodert genauso viel Dogma wie davon überzeugt zu sein das es nicht existiert. :D

Uns sollte allen klar sein wie beschränkt unser Verständniss von der Wekt ist in der wir Leben, zu sagen, " etwas existiert nicht, nur weil es noch nicht gemeßen wurde" ist im Grunde eine genauso subjektiv wie die gegenteilige Ansicht.

Unsere Welt wird von dem ausgemacht was nicht meßbar ist, Kunst, zwischenmenschliche Emotionen usw. spielen sich alle auf einer metaphysischen Ebene ab, die Existenz dieser Gefühle deswegen zu negieren ist eine sehr nihilistische Auslegung der Welt.

Des weiteren öffnet die Aufklärung Tor und Tür für Dehumanisierung, wenn der Mensch auf die Summe seiner Teile reduziert wird, gleichzeitig die staatlich Verabreichte Dosis Angst den Menschen als Virus ( Co2 Panikmache ) und blutrünstige Mörder ( Terror ) charakterisieren kann es schnell dazu kommen, dass die Gesellschaft apathisch wird und zu Faul ist dür ihre eigenen recht aufzustehen.

Die systematische Dehumanisiserung von Gesellschaften, war in jedem System das Zeichen für die Oppresivität der herschenden Oligarchie.

Ist man gläubig, dann (sollte man zumindest :D) den Menschen als göttlich und undversehrbar ansehen.. als ein "Wunder" eben. Wir haben inzwischen aber Austellungen in denen wir zerschnippelte Leichen beim Geschlechtsverkehr beobachten können und werden jeden Tag alleine medial so an Leid & Selbsthass konditioniert das apathie irgendwann vorprogammiert ist.


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Warum zweifeln Menschen an Gott?

03.12.2009 um 15:58
"Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils."


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Warum zweifeln Menschen an Gott?

03.12.2009 um 18:31
wenn es keinen Gott gibt, was soll man zu den ganzen Menschen sagen, die hungern, krankheiten haben, im leben verbittert sind usw.
pech gehabt, hat dich halt schlecht getroffen? für was hat dieser mensch denn gelebt? um zu hungern und dann zu sterben?

nehmt mal an, wenn ihr in einem Flugzeug sitzt und es am abstürzen ist... was würde man zu hören bekommen? Oh Gott WENN es dich gibt, hilf mir.. oder nicht?

jetzt sagen wir zu den ganzen waisen auf der welt und den aidskranken die auf den tod warten, tut uns leid, es ist nun mal so und danach hast du ja eh alles hinter dir... wieso dann leben und den schmerz ertragen?
macht für mich keinen sinn


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Warum zweifeln Menschen an Gott?

03.12.2009 um 19:05
pungpang schrieb:wenn es keinen Gott gibt, was soll man zu den ganzen Menschen sagen, die hungern, krankheiten haben, im leben verbittert sind usw.
pech gehabt, hat dich halt schlecht getroffen? für was hat dieser mensch denn gelebt? um zu hungern und dann zu sterben?
Und dass ein Gott für ihr Leid verantwortlich ist, mildert natürlich ihr Leid. Gott hat Krankheiten und Viren erfunden, die so perfekt funktionieren, dass sie arme kleine Kinder qualvoll verrecken lassen.

Und für was haben diese Menschen dann gelebt? Als Experiment für Gottes tödliche Spielzeuge?
pungpang schrieb:nehmt mal an, wenn ihr in einem Flugzeug sitzt und es am abstürzen ist... was würde man zu hören bekommen? Oh Gott WENN es dich gibt, hilf mir.. oder nicht?
Man wird hoffen, dass der Pilot das Flugzeug irgendwo sicher landet. Nur er könnte helfen.

Wenn das Flugzeug abstürzt, sagt man doch nicht: Dieses Arschloch von Gott, warum hat er absichtlich das Flugzeug abstürzen lassen. :)
pungpang schrieb:jetzt sagen wir zu den ganzen waisen auf der welt und den aidskranken die auf den tod warten, tut uns leid, es ist nun mal so und danach hast du ja eh alles hinter dir... wieso dann leben und den schmerz ertragen?
macht für mich keinen sinn
Ein Aids-Schöpfer macht genauso viel Sinn.

@pungpang


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03.12.2009 um 19:48
Ihr habt völlig recht.

Wer so einen Flugzeugabsturz überlebt, wird dann noch aufgefordert dem Herrn für seine erretung zu danken.

Dabei wird einfach vergessen, das man in diesem Fall auch dem Herrn dafür danken müßte, das all die andern Passagiere drauf gegangen sind.

Aber immerhin ist die Christliche Kirche da cleverer.
Dafür hat sie ja Satan.
Jede Firma braucht nen Mitarbeiter, der nur dafür da ist die Schuld auf sich zu nehmen. :)


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Lacanianer
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Warum zweifeln Menschen an Gott?

03.12.2009 um 22:57
Und die Schuld, die ja gerne dann einem gewissen Satan zugeschoben wird, ist auch so ein Thema. Kann mir gut vorstellen, dass viele, die nicht mehr in einer Kirche glauben, auch wegen solcher Sachen sich abwenden.
Die Erbsünde ist doch ein riesiger und mieser Fake. Zum einen werden die Menschen, wenn sie sich schön schuldig und sündig fühlen, so nett führ- und leitbar. Zum anderen können diese nervenden Gedanken in Richtung Selbstbestimmung und eigenem Denken ganz praktisch dem (na?) genau, Satan zugeschoben werden. Außerdem macht Schuld auch ängstlich und Angst ist für die Herrschenden praktisch.
Mal angenommen da hätte es mal einen Menschen gegeben, der sich für alle Menschen opferte, nur um möglichst vielen Menschen auf diese Weise zu sagen:
"Hey, es ist vorbei, für deine Sünden wurde nun genug gelitten, also Schwamm drüber, fangen wir was Neues an! In diesem Sinne: Es ist vollbracht!"
Mit so einer Idee, wenn man denn an solche Geschichten glauben mag, wäre es doch absurd, diese Geschichte mit der Erbsünde und der Schuld weiter aufrecht zu erhalten und noch zu befeuern.
Aber gerade das machen viele der eifrigsten Gläubigen (in diesem Falle Christen, solch, in meinen Augen, absurdes Verhalten ist aber wirklich nicht auf Christen beschränkt).

@pungpang
pungpang schrieb:wenn es keinen Gott gibt, was soll man zu den ganzen Menschen sagen, die hungern, krankheiten haben, im leben verbittert sind usw.
Was soll man ihnen denn sagen, gäbe es einen Gott? Das alles gut wird? Das es gerecht ist und wir das nur nicht begreifen können? Das ein Leben in Hunger, Elend, Gewalt und Krankheit durch einen Gott SINNVOLLER wird?
Das Leben vieler Menschen auf diesem Planeten ist GENAU JETZT so richtig SCHEISSE und da hilft nach meiner Ansicht auch kein Goldpuder in Form religiöser oder spiritueller
Beruhigungsmittelchen. So was hilft vielleicht einigen (nicht zu wenigen) diese Sch.... zu ertragen. Doch hilft es vielleicht auch gerade dabei, diese Zustände zu stabilisieren oder zu konservieren.
Hoffnung zu schaffen, die vielleicht nie erfüllt wird, ist ein starkes, aber in meinen Augen unfaires Mittel sich dem Elend dieser Welt zu nähern.


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03.12.2009 um 23:03
Es wurde doch sogar gezielt gepredigt, das Armut gottgefällig ist. :(


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Lacanianer
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03.12.2009 um 23:16
Und das von den Mächtigen (Reichen) :/


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04.12.2009 um 00:26
Im Islam ist dieses Leben nichts, es hat keinen Wert. Denn dies ist nur eine Prüfung.
Es geht darum in diesem Leben geduldig zu sein, zufrieden mit seinem Leben und sich nach dem Buch Allahs und der Führung Muhammeds s-Allah-aws zu richten.
Das Leben ist für das Jenseits und nicht für das Diesseits, weil wenn du stirbst, wird dich alles verlassen, nur deine Taten werden bei dir sein. Deine Familie geht, dein Vermögen geht alles wird dich verlassen wofür du dein ganzes Leben gearbeitet hast.
Und jetzt müsst ihr bedenken. Ein Mensch der an Gott glaubt, hat Hoffnung. Hoffnung im Jenseits für seine Geduld, sein Werken usw. belohnt zu werden und ein ewiges Leben in Harmonie zu führen. Was bleibt euch?
Uns die Hoffnung und euch die Verzweiflung.


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04.12.2009 um 01:18
@pungpang

"Uns die Hoffnung und euch die Verzweiflung."

Also das mit Unglauben an Gott Verzweiflung einherzieht, halte ich für eine wage Vermutung.
Da gibt es auch sicherlich eine Fülle von gläugigen Menschen die sizuationsbedingt einer Verzweiflung nicht entkommen können.


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04.12.2009 um 01:53
@pungpang

"wenn es keinen Gott gibt, was soll man zu den ganzen Menschen sagen, die hungern, krankheiten haben, im leben verbittert sind usw.
pech gehabt, hat dich halt schlecht getroffen? für was hat dieser mensch denn gelebt? um zu hungern und dann zu sterben?"

Menschen in solch Situationen können sich untereinander Trost geben, auch ohne ein Hinzuziehen göttlichem Planspiel.
Frage mich da überhaupt welch Trost es ergibt, wenn man vermittelt, Gott habe die Situation erschaffen und es diene am Ende alles dem Guten.
Ehrlich gesagt bin ich schon gespannt oder interessiert welch Konzept da die göttliche Schiene fährt. Als Mensch sind wir im großen ganzen nicht unbedingt für ein friedliches Miteinander konzipiert, das entblöst auch unter anderm in manchen Fällen die Hirnforschung. ( Als Beispiel das sich mehrere Männer in ein diesselbe Frau verkanllen können, ... ist schon explosiver Zündstoff. Und wenn im Magen zerrender Hungerschmerz regiert, setzt oft rationales Denken aus. )

"nehmt mal an, wenn ihr in einem Flugzeug sitzt und es am abstürzen ist... was würde man zu hören bekommen? Oh Gott WENN es dich gibt, hilf mir.. oder nicht?"

Ja, in so manch Schrecken, hofft man da wohl auf übergeordnete Gewalt die es dann mit Einem gut meine. Aus einer solch Situation resultierende Schnellbekehrung, ist denoch kein Garant für einen erfreulichen Ausgang.

"jetzt sagen wir zu den ganzen waisen auf der welt und den aidskranken die auf den tod warten, tut uns leid, es ist nun mal so und danach hast du ja eh alles hinter dir... wieso dann leben und den schmerz ertragen?
macht für mich keinen sinn"

Das müsste mir dann aber auch echt ein Gott erklären können, was der Sinn ergäbe wenn Herr Gott existiert. Leiden für den Sinn, ....ich wäre furchtbar gespannt, welch Konzept vielerlei Schreckenserfahrung gerecht wird. Aus gottes Worte müsste es ja dann die ultimative Antwort geben .... !?!

Ich vermute, das in Gott schon so ein Hauch von Sadomasochismus vorhanden ist.
das könnte ich für mich sogar schon akzeptieren, denn da gäbe es einen kleinen hauch von Sinn, für allerhand Leiderfahrung. Vielleicht ist er auch ne ZockerSau und hat das ganze Geschehen hier samt Universum als Computerspiel aufgezogen und spielt sich selbst als Menschen hier drinne, ... das ginge dann auch noch in irgendeiner Form in Ordnung.
Aber sind halt Vermutungen, .... wäre mal gespannt, was er denn hier wirklich so veranstaltet und was seine Beweggründe sind.
Eine Erklärung ist er Schuldig, bisher hat er sich aber gedrückt. :)


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Warum zweifeln Menschen an Gott?

04.12.2009 um 11:44
Gott ist ein Abwehrmechanismus des menschlichen Geistes, gegen die Angst vor dem Tod.
Da wir ein Bewusstsein entwickelt haben, ist es für uns unvorstellbar, das dieses aufhören könnte zu exestieren. Wir meinen, wir könnten ewig denken.
Um diese Idylle zu bewahren muß ein Leben nach dem körperlichen Tod ins Spiel kommen, welches aber wieder so unbegreiflich ist, das automatisch ein höheres Wesen ins Spiel kommen muß.
Das ein Bewustsein aber auch und in erster Linie von körperlichen Faktoren abhängen muß wird gerne vergessen. Ist der Alzheimerkranke sich seines Bewustseins noch bewust?
Wird er im "Jenseits" auch so planlos sein, oder hat er da wieder ein repariertes Bewustsein?- weil man es sich wünscht?


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severus.
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04.12.2009 um 14:25
@chilichote
chilichote schrieb:ich denke nie an "gott". und es wäre mir egal, ob "er" ein problem damit hat, das ich mich nicht für "ihn" interessiere. braucht "er" das für sein ego? so kleines-beleidigtes-mädchen-like? "denkst du nicht an mich, denk ich nicht an dich"? hmmm, irgendwie passt das nicht so ins gottesbild.
Was für ein vermenschlichter Gott sollte das auch sein ?
Gott brauch weder seine gesamte Schöpfung, noch irgend einen Menschen. Dem Mensch ist von anfang an die freie wahl überlassen wie bzw. ob er sich entwickeln will. Wie ein Samenkorn das sich entwickelt, wächst und selbstbewusst in der Schöpfung steht oder eben in seine einzelteile zersetzt wird, weil es nicht "aufgehen" wollte.

Wenn erst einmal erkannt wird was dem Menschen alles gegeben ist, um zum wahren Leben zu kommen, kann nicht mehr anders als dankbar die bestehenden Gesetze zu akzeptieren und darnach zu handeln....es hilft einem ja nur....
Demnach muss DER MENSCH sich auf den Weg machen und das ist der punkt an dem die meisten scheitern, weil die meisten, wenn auch unbewusst erwarten, dass wenn da einer ist, er derjenige ist der sich zu melden hat. Aber wie unglaublich anmaßend und dumm so eine haltung ist, wird sich in Zukunft schon noch zeigen, von ganz allein.
chilichote schrieb:im gegensatz zu denen, die scheinbar nix anderes im kopf haben, als dieser strafe zu entgehen...
Es geht darum die Gesetze (= der Wille) zu erkennen, darnach zu handeln und daran zu erstarken. Es ist doch ähnlich wie wenn man weiss dass Rauchen schadet....man kann es bleiben lassen und gesünder, freier, glücklicher leben oder man raucht halt weil es einen nicht interessiert und den Genuss über alles stellt.
Doch der Schaden bleibt immer der selbe, ob ein mensch nun von der schädlichkeit weiss oder nicht. Und so verhält es sich eben auch mit den Gesetzen, ihre Wirkung ist immer die gleiche, der Mensch darin muss sich eben entscheiden.
chilichote schrieb:die meisten menschen, die ich kenne, haben eine "endgültige" heimat gefunden. was auch immer das bedeuten soll...
Schon recht dass du das eher in Frage stellst. Aber genau darüber nachgedacht muss doch auffallen, dass eine endgültige Heimat die Erde wohl kaum sein kann.
chilichote schrieb:nein. und wenn man die welt mal realistisch betrachtet, kann man nicht zu dem schluss kommen, das letztendlich alles gut wird. oder wie definierst du das, wenn ein kleines kind an AIDS oder hunger stirbt? vergewaltigt, ermordet oder sonstwas wird? ein tsunami fast 300.000 arme seelen von der karte wischt? mehrere millionen juden und kriegsgefangene ermordet werden auf qaulvolle art und weise?
Glaubt man an ein einziges Leben, somit auch an Glück und Pech, dann wären diese Fragen niemals zu beantworten außer: Gewissenloser Mensch
Aber das alles reslutiert aus der Tatsache, dass der Mensch sein inneres verkümmern liess durch den Vorzug nach rein irdisch-materieller dinge. Die Auswüchse sind allerlei Krankheiten, grausame Menschen, die es nicht verdienen Mensch genannt zu werden und Leid in jeglicher Form.
Egal wie man es dreht und wendet: Der Mensch trägt schuld, die Hilfen waren da, aber da war kaum einer den das interessierte solangs ihm irdisch gut ging. Und so trug sich das über Jahrhunderte, gar Jahrtausende ... Die innere Stimme wurde z.b. nicht genutzt, nicht drauf gehört ... ähnlich wie man es immer wieder in der Natur sehen kann, werden Gliedmaßen nicht genutzt verkümmern sie.


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erlina
ehemaliges Mitglied

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Warum zweifeln Menschen an Gott?

04.12.2009 um 15:01
Trapper schrieb:Es wurde doch sogar gezielt gepredigt, das Armut gottgefällig ist.
Ja solange es nicht die Kirche betrifft :-)

Ich glaube an Gott , aber nicht unbedingt in der männlichen Form , sondern in der Art als wesen.
Gott ist für mich nicht nur in einer kirche , sondern überall in der Natur . Darum sehe ich ihn auch :-)

Eine kirche kann mir das Göttliche nicht so nah bringen wie das wa sich in der Natur sehe.


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Naturell
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04.12.2009 um 15:52
@erlina
Die Magie ist aber nicht unbedingt der Weg, um das Göttliche der Natur
auch zu begreifen.
Mehr als unsere Gefühle und Emotionen können wir der Natur ohnehin nicht zurückgeben.


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