1-Über die Stellung der Sunna im Koran.
(Steht wirklich nichts über die Sunna im Koran wie die Quraniyya
behaupten?)
Wisse, möge Allah uns und dich rechtleiten, dass alle Muslime daran glauben, dass der Prophet s uns nie etwas Falsches erzählen könnte oder uns anlügen würde oder uns auf etwas hinweise, das uns schaden würde. Die Beweise über die Unfehlbarkeit der Propheten s sind reichlich im
Koran zu finden.
Allah s sagt uns im Koran:
Euer Weggenosse ist weder irregegangen, noch folgte er einer Verführung. (wa-mÁ) Und er spricht nicht aus eigenem Gutdünken. Es ist nur (illÁ) ein
Wahy2, das als Wahy zuteil wird. 53:2-4
Hier wird nicht zwischen Koran und Nicht-Koran unterschieden. Allah redet hier allgemein über die Rede von seinem Propheten s. Im Vers wird der Partikel „MÁ“ benutzt, welches in der arabischen Sprache auf eine Verallgemeinerung hinweist und dann wurde „illa“ benutzt, welches für die Ausschließung benutzt wird. Der Vers schließt sprachlich gesehen keine Aussage des Propheten s , die aus seinem Mund kommt, aus. Alles, was er ausspricht ist eine Offenbarung, sowohl der Koran als auch seine
Erklärungen und Anweisungen.
Die Offenbarung beinhaltet bei den Muslimen dreierlei: Der Koran: Das ist die Offenbarung, dessen Wortlaut und deren Bedeutung direkt von Allah stammen. Der Heilige Hadith: Das ist eine göttliche Aussage, welche aber kein Koran ist und vom Prophet s mit seinen eigenen Wortlauten wiedergegeben ist. Der Normale Hadith: Das sind Aussagen des Propheten s , die aber wie all seine Handlungen von Allah inspiriert sind.
Die letzte Kategorie wird im Koran „Hikma“ Weisheit genannt. Allah
sagt:
Gedenkt stets der Gaben Allahs, des euch herabgesandten Buches und
der offenbarten Weisheit, womit Er euch ermahnt! Fürchtet Gott und
wißt, daß Er alles weiß! 2:231
Und er sagt: Allah hat den Gläubigen wahrhaftig eine Gnade erwiesen,
indem Er einen Gesandten aus ihrer Mitte mit der Botschaft betraute, der
ihnen die offenbarten Zeichen Gottes vorträgt, der sie läutert und sie das
Buch und die Weisheit lehrt. Denn zuvor hatten sie sich in schwerem
Irrtum befunden. 3:164Diese zwei Verse sowie Andere veranschaulichen uns die Autorität der Sunna sehr deutlich. Warum? Weil jeder, der einen Verstand besitzt und die Sprache des Korans kennt, weiß, dass „Und“ ein Aufzählungspartikel ist. Und die Regel sagt uns die zwei Wörter oder Sätze die angereiht sind, sind zweifellos verschieden und unterschiedlicher Natur. Man kann nicht sagen: Ich habe die Banane und die Banane gegessen. Der denkende Mensch, hat hier zwei Möglichkeiten. Entweder ist die erste Banane von der selber Natur wie die zweite Banane oder ist die erste Banane dieselbe wie die Zweite und das wäre sprachlich unsinnig. Ein anderes Beispiel: Man sagt nicht: Ich habe meine Eltern besucht und meinen Vater und meine Mutter.
Das Anreihen dient dazu zwischen den angereihten Sachen zu unterscheiden. In der arabischen Sprache ist diese Regel festgeschrieben: „Das Anreihen bedingt der Unterschiedlichkeit“ (al-atfu yufidu al-mukhalafa)3 Allah sagt uns in diesem Vers: “und sie das Buch und die Weisheit lehrt“ Laut der Sprachlogik und gesundem Menschenverstand, weiß man dass das Buch etwas anders als die Weisheit ist, was ist denn diese Weisheit? Und warum steht sie unmittelbar neben dem Buch!!
Es wird noch deutlicher wenn man diesen Vers scharfsinnig liest: Behaltet, was in euren Häusern an Versen von Allah und an Weisheit vorgetragen wird! Allah ist gütig, und Er weiß um das Verborgene. 33:34 Hier wird den edlen Frauen des Propheten
befohlen die Verse von Allah sowie die Weisheit, die in ihren Häusern vorgetragen wird, zu behalten und derer zu gedenken. Was ist diese Weisheit, die sprachbedingt und nicht unmittelbar der Koran sein kann und die vom Propheten s vorgetragen ist, wenn dies nicht seine Anweisungen und Erläuterungen sind?! Wenn ein Widersacher nicht überzeugt ist, dann was sagt er über diesen Vers: Die Beschränkten unter den Menschen werden
sagen: "Was brachte sie von ihrer Gebetsrichtung ab, die sie vorher hatten?"
Sag: "Allah gehört der Osten und der Westen. Er leitet recht, wen Er will, auf einen geradlinigen Weg." Und solcherart machten Wir euch zu einer gemäßigten Umma, damit ihr Zeugen über die Menschen seid, und der Gesandte über euch Zeuge ist. Und nicht Wir machten die Gebetsrichtung, die du vorher hattest, außer damit Wir denjenigen kenntlich machen, der dem Gesandten folgt, von demjenigen, der sich um seine Fersen wendet.
Und es ist gewiss etwas Schwerwiegendes außer für diejenigen, die Allah rechtleitete. Und es gebührt Allah nicht, dass Er euer rituelles Gebet verloren gehen lässt. Gewiss, Allah ist den Menschen gegenüber zweifelsohne allgütig, allgnädig. 2:142-143
Hier sagt Allah : Und nicht Wir machten die Gebetsrichtung, die du vorher hattest. Wo steht das im Koran? Wo steht im Koran, dass Allah die Gebetsrichtung erstens von Mekka nach Jerusalem geändert hat um die Leute zu prüfen? Uns ist aus dem Koran nur die zweite Änderung der Gebetsrichtung bekannt und zwar die hier: Bereits sehen Wir das Schweifen deines Gesichts himmelwärts. So werden Wir dich gewiss eine Gebetsrichtung einnehmen lassen, an der du Wohlgefallen findest. So
wende dich mit dem Gesicht in Richtung von der heiligen Moschee (Mekka), und allerorts, wo ihr seid, wendet euch mit dem Gesicht in seine Richtung! 2:144.
Die erste Änderung steht aber nicht im Koran. Sie konnte nur auf göttliche Anweisung hin geschehen und sie konnte nicht aus dem Kopf des Propheten s entspringen, denn es ist unlogisch, dass der Prophet s etwas selbst wählt, was er eigentlich nicht will: So werden Wir dich gewiss eine Gebetsrichtung einnehmen lassen, an der du Wohlgefallen findest. Hier wird deutlich und klar, dass die Gläubigen damals ihre Gebetsrichtung geändert haben, weil der Prophet r ihnen das befohlen hat, und der
Befehl des Propheten r war göttlich inspiriert sonst hätte Allah die Änderung nicht sich zugeschrieben. „Und nicht machten Wir die Gebetsrichtung…“
Die Handlungen und Aussagen des Propheten r haben den gleichen Wert wie die Versen des Korans. Denn es ist Allah selbst, der uns sagt nimmt ihn als Vorbild und folgt seinem Weg und seinen Anweisungen. Allah sagt:
Gewiss, bereits gab es für euch mit dem Gesandten Allahs doch ein hervorragendes Vorbild für jeden, der auf Allah und den jenseitigen Tag hofft und Allahs öfters gedenkt.33:21 und er sagte: Glaubt an Allah und an Seinen Gesandten, den des Lesens und Schreibens unkundigen
Propheten , der sich zu Gott und Seinen Worten bekennt, und folgt ihm, damit ihr rechtgeleitet werdet!" 7:158. Warum sagt uns Allah nicht: Glaubt an mich und folgt mir? Oder folgt nur meinem Buch?? NEIN, Allah hat den Glauben an ihn mit dem Glauben an den Propheten verbunden und hat sogar am Ende des Verses seine Aussage bekräftigt indem Er sagt: und folgt ihm, damit ihr rechtgeleitet werdet. Reicht es nicht nur dem Koran zu folgen?
Der Prophet r hat Vieles geboten und anderes verboten, das nicht im Koran steht, der Bestreiter denkt, dass sowas verboten wäre. Wobei Allah selbst sagt: Dass der Prophet s. ein Vorbild für uns ist und dass man ihm folgen soll und dass er nicht aus Begierde redet, sondern alles was er sagt ist von Allah. Die Sunna des Propheten s hat ihre Aussagekraft aus dem Koran und aus der Natur des Prophetentums.
Allah sagt im Koran: Nein, bei deinem HERRN! Sie werden den Iman nicht verinnerlichen, bis sie dich über das richten lassen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann von sich aus keine Abneigung dem gegenüber empfinden, was du entschieden hast, und sich deiner (Entscheidung) widerspruchslos fügen. 4:65 Siehe wie sogar Allah schwört, dass man dem Propheten s folgen soll, sonst ist man kein Gläubiger mehr. Er hat ihm sogar die Macht und die Erlaubnis gegeben, selbst zu entscheiden und zwischen den Leuten zu richten. Allah hätte sagen können: Lasst den Koran zwischen euch selbst richten oder folgt den Entscheidungen Allahs, die im Koran stehen. NEIN, dies hat er aber nicht getan. Sprecht diese Aya uns nicht an- sollen wir sie aus dem Koran streichen? da der Prophet s nicht mehr hier ist? Oder ist der Koran für immer gültig? Wie kann man heute den Entscheidungen des Propheten r folgen, wenn nicht indem man seiner Sunna, die seine Aussagen und Handlungen beinhalten, folgt. Die Verse sind absolut und nur Leute mit kranken Herzen würde sie ohne Beweis beschränken. Allah hätte sagen können: Folgt dem Propheten während er am Leben ist, lasst nach seinem Tod seine Entscheidungen hinter euch!! Was ist das für eine Logik, was ist das für einen Verstand, O ihr, die behauptet dem Verstand zu folgen.
Allah sagt O ihr Gläubigen! Gehorcht ALLAH und gehorcht dem Gesandten und den Verantwortlichen unter euch. Und wenn ihr euch über eine Angelegenheit streitet, dann legt sie Allah und seinem Gesandten vor, solltet ihr den Iman an ALLAH und an den Jüngsten Tag verinnerlicht haben. Dies ist besser und hat einen besseren Abschluss. 4:59
Siehe wie Allah zwei Mal die Gehorsamkeit betonte. Die Religion der Quraniyya behauptet, man soll nur den Koran benutzen. Was machen wir denn mit diesem Vers?! Der Vers zeigt ganz deutlich die Aussagekraft der Sunna und sogar der Gelehrten. Allah unterscheidet zwischen der Gehorsamkeit gegenüber Ihm und der Gehorsamkeit gegenüber dem Gesandten und den Verantwortlichen unter uns. Wäre alles dasselbe dann wäre es sprachlicher Unsinn. Denn das wäre als ob Allah sagt: sagt O ihr
Gläubigen! Gehorcht dem Koran und gehorcht dem Koran und dem Koran. Sowas sagt aber weder ein Irrer noch ein Verstand besitzender. Die Gehorsamkeit gegenüber Allah ist, wenn man seinem Buch folgt und an seinen Propheten s glaubt, denn in seinem Buch steht und gehorcht dem Gesandten und die Gehorsamkeit des Propheten s ist, wenn man seiner Sunna folgt. Und die Sunna lehrt uns wie wir den Koran zu verstehen haben, sie ist wahrlich die Weisheit die mit dem Koran zusammenhängt.
Dann sagte Allah im zweiten Teil des Verses: Und wenn ihr euch über eine Angelegenheit streitet, dann legt sie Allah und seinem Gesandten vor, solltet ihr den Iman an ALLAH und an den Jüngsten Tag verinnerlicht haben. Wie kann das wohl passieren. Wir haben weder einen direkten Kontakt mit Allah noch mit dem Propheten s. Aber wir haben doch das Buch Allahs und die Sunna seines Propheten s. Der Bestreiter soll „und seinem Gesandten“ hier vom Koran wegstreichen, denn er glaubt nicht an die Sunna und an die Wahrheit der Gesandtschaft. Wie kann man etwas dem Propheten s vorlegen nach seinem Tod, wenn nicht, indem man schaut, was er uns befohlen hat und was er davon erläutert hat. Kann Allah uns etwa etwas befehlen, das uns in die Irre führen wird? Soll die Befolgung der Aussagen und Taten des Geliebten Allahs jetzt eine Irrführung sein während Allah über ihn sagt: Du rufst sie gewiß zum geraden Weg auf. 23:73 oder: Und gewiß, du verfügst doch über einen vortrefflichen Charakter. 68:4.
Allah beendet seinen Befehl mit der Aussage: solltet ihr den Iman an ALLAH und an den Jüngsten Tag verinnerlicht haben. Das heißt, wer die Befehle, die in diesem Vers stehen nicht verwirklicht, der gehört nicht zu denjenigen, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben.
Ein paar Verse danach entlarvt Allah die Heuchler, indem Er über sie sagt: Und wenn zu ihnen gesagt wird: "Kommt zu dem, was ALLAH hinabgesandt hat und zum Gesandten", hast du gesehen, wie die Heuchler sich von dir mit Entschiedenheit abwenden. 4:61Sieh hin, wie Allah wieder zwischen was er herabgesandt hat und dem Gesandten unterscheidet. Und sieh hin, wie er uns ein Merkmal der Heuchler aufzeigt. Es sind wahrlich diejenigen, die nicht zu dem Koran und zum Propheten s kommen wollen. Wer zwischen dem Koran und der Sunna trennt, der gehört wahrlich zu den Heuchlern, die in diesem Vers erwähnt sind. Und für Leute die nachdenken sagt Allah:
Sie sagen: "Wir glauben an Gott und an den Gesandten, und wir gehorchen." Dann aber wenden sich einige von ihnen ab. Das sind sicher keine Gläubigen. Und wenn sie zu Allah und zu Seinem Gesandten gerufen werden, damit er zwischen ihnen richtet, ist eine Gruppe von ihnen sich abwendend. Und wenn sie das Recht auf ihrer Seite haben, kommen sie zu ihm sich fügend. Ist etwa in ihren Herzen Krankheit, oder haben sie etwa Zweifel (an ihm), oder fürchten sie etwa, dass Allah und Sein Gesandter sie benachteiligen?! Nein, sondern diese sind die wirklichen Unrecht-Begehenden. Die Worte der Gläubigen sind nur - wenn sie zu ALLAH und seinem Gesandten gerufen werden, um zwischen ihnen zu richten - dass sie sagen: "Wir haben gehört und gehorcht." Und diese sind die eigentlichen Erfolgreichen. Und wer Allah und Seinem Gesandten gehorcht, Allah Ehrfurcht erweist und Ihm gegenüber Fromm gemäß handelt, diese sind dann die eigentlichen Gewinner. Auch legten sie bei Allah nachdrückliche Eide ab: "Wenn du sie anweisen würdest, würden sie gewiss ausziehen." Sag: "Schwört nicht! Ein sichtbarer Gehorsam (ist
besser)." Gewiss, Allah ist dessen allkundig, was ihr tut. Sag: "Gehorcht ALLAH und gehorcht dem Gesandten!" Und sollten sie sich abwenden, dann verantwortet er, was ihm auferlegt wurde, und ihr verantwortet, was euch auferlegt wurde. Und wenn ihr ihm gehorcht, dann findet ihr Rechtleitung. Dem Gesandten obliegt nur die klare Verkündigung.Allah sagt an anderen Stellen im Koran:
Es gebührt keinem Gläubigen - Mann oder Frau - wenn Gott und Sein Gesandter eine Entscheidung getroffen haben, eine eigene Wahl zu treffen. Wer sich Gott und Seinem Gesandten widersetzt, geht eindeutig irre. 33:36
Will man etwa verleugnen, dass sowohl Allah als auch sein Prophet s Entscheidungen treffen, die man akzeptieren soll. Allah sagte wieder in einer allgemeinen Form ohne Beschränkung:
Und was (wa-ma) der Gesandte euch gab, so nehmt es! Und was er euch
verbot, so lasst davon ab! 59:7
Allah warnt uns in mehreren Stellen, dass wir nicht dem Propheten s widersprechen sollen:
Doch wer Allah und Seinem Gesandten widerspricht und Allahs Richtlinien überschreitet, den wird ER ins Feuer eintreten lassen, darin wird
er ewig bleiben. Und für ihn ist eine erniedrigende Peinigung bestimmt. 14:14
Wie wäre es, wenn Wir am Jüngsten Tag die Propheten jedes Volkes als Zeugen aufböten und dich zum Zeugen für die Untaten dieser Verleugner laden würden? An diesem Tag würden die Leugner, die sich Gottes Gesandtem widersetzten, wünschen, die Erde hätte sie verschlungen, denn Allah gegenüber würden sie nichts verschweigen können. 4:41-42
Macht nicht das Rufen des Gesandten zwischen euch wie das Rufen von euch untereinander! Bereits kennt Allah diejenigen von euch, die sich angeschlossen (an andere) davonschleichen. Diejenigen, die von Seiner Anweisung abweichen, sollen sich (davor) in Acht nehmen, daß sie keine Prüfung trifft oder dass sie keine qualvolle Peinigung trifft. 24:63
Wo steht im Koran, dass mit den Befehlen des Propheten s nur den Koran gemeint ist?!? Allah redet allgemein ohne zu beschränken. Alle Anweisungen des Propheten s sollen berücksichtigt werden und wer sie verachtet, der ist von Allah gewarnt.
Gewiss, diejenigen, die Kufr betrieben, von ALLAHs Weg abgehalten und sich dem Gesandten widersetzt haben, nachdem ihnen die Rechtleitung sichtbar wurde, schaden ALLAH in Nichts. Und ER wird ihre Handlungen zunichte werden lassen. 47:32
Die Verse darüber sind im Koran reichlich vorhanden. Allah tadelt und warnt diejenigen, die sowohl ihn als auch seinen Propheten s widersprechen. Diesem Weg haben die Muslime seit dem Beginn des Islams gefolgt und keiner hat behauptet, dass man nur dem Koran folgen darf. Wobei die Verse über die Autorität des Propheten s so deutlich sind, dass sogar ein Blinder sie erkennen kann. Aber Gewiss, nicht die Augen werden
blind, sondern blind werden die Herzen, die in den Brüsten sind. 22:46
Zum weiterlesen und sehr interessant:
http://sunnanet.de/pdf/koraniyyawiderlegung.pdf (Archiv-Version vom 15.11.2012)