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Das Sterben der Religionen

46 Beiträge, Schlüsselwörter: Religion, Kirche, Spiritualität
Fabiano
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Das Sterben der Religionen

25.09.2010 um 11:40
Hallo @channel

Ich stimme dir da nicht so ganz zu !

Du schreibst: "Religion ist die Abwesenheit von Erfahrung. In der Trennung der Lehre von der Erfahrung zeigt sich eigentlich menschlicher Hochmut. Man muss immer in der Erfahrung verwurzelt bleiben. Die Sinne sind Gott näher als die Gedanken oder das rationale Bewusstsein. Ohne Erfahrung wird jede Theorie sich auflösen. Folglich ist mit der zunehmenden Spiritualität der Menschen das Ende der Religionen vorhersehbar. Es gibt nur eine Menschheit. Es gibt nur eine Wahrheit. Wozu also so viele Religionen?"


Ich gebe dir zwar Recht, dass, wenn sich eine reine Lehre von jeglicher Erfahrung abspaltet, isoliert und trennt, deine weiteren Ausführungen stimmig sind. Nur: Ist das bei der Religion denn tatsächlich und grundsätzlich auch der Fall?

Das hängt meiner Ansicht nach davon ab, wie der einzelne Religion definiert. Als reines theoretisches Konstrukt mag das dann in die Katastrophe führen, denn was nutzt einem ein solches Konstrukt, wenn es den Menschen in seinem Handeln, Denken und Fühlen quasi aussen vor lässt und ihm lediglich aufoktruiert wie ein Gesetz: Dieses und jenes musst du tun und jenes musst du lassen. Wir sind ja schließlich keine Maschinen.

Ich stimme dir daher zu wenn du schreibst:

"Ziel muss es sein nicht irgendwelchen Dogmen oder Regeln zu folgen, sondern ein spirituelles Leben zu leben und nach eigenen Erfahrungen zu streben"

Jedenfalls bis dahin. Allerdings völlig frei von Einschränkungen und ohne jegliche Spielregeln wird ein solches Leben nicht wirklich auf Dauer funktionieren !

Das wichtigere als die Lehren und Dogmen sind aber die persönlichen Erfahrungen und vor allem eine persönliche Beziehung zu Gott !

Dazu sollte Religion eigentlich überhaupt nur da sein, um dem Menschen einen Gott näher zu bringen, sodass er in der Lage ist, einen persönlichen Bezug zu eben jenem Gott aufbauen zu können, egal welcher Vorstellung auch immer dieser Gott sein mag und aufgrund welchen Glaubens diese beruht.

Die Lehren und Dogmen sind schließlich nicht dazu da, den Menschen zu knechten und ihm sein ganzes Leben sozusagen in allen Einzelheiten vorzuschreiben, sondern lediglich, um ihn darauf aufmerksam zu machen: Es gibt einen Gott und dieser Gott sucht Dich !

So wie einst Gott nach der Geschichte von Adam und Eva aus der Bibel rief: Adam, wo bist du? So ruft Gott nach jedem einzelnen Menschen und sucht ihn auf. Und des Menschen Antwort darauf sollte sein wie jene des ersten Menschen: Hier bin ich !

Und genau an diesem Punkt tritt ein persönlicher Bezug ein zwischen Mensch und Gott !

Und da ist dann der Mensch so wie er ist und wie er denkt, handelt und fühlt und Gott bleibt gar nichts anderes übrig als ihn dann auch so zu nehmen wie er ist und wie er ihn gefunden hat.

Nichts anderes als das, nämlich die Fähigkeit und auch den Mut, Gott auf sein Rufen zu antworten: Ja, hier bin ich ! - anzueignen, den Menschen da hin zu führen, dass er das auch tut, also diesem Gott zu antworten und somit eine Beziehung zu ihm aufzurichten, ist die eigentliche Aufgabe von Religion !!!

Du schreibst:

"Kirchen sind menschliche Organisationen, die ein Rückhalt für Personen sind, die eine etablierte Struktur brauchen, um sich darauf zu stützen."


Das ist schon richtig. Aber ich behaupte mal, dass jeder Mensch einen Rückhalt braucht. Nur findet nicht jeder diesen in der Kirche. Da sollte sich dann allerdings die Kirche fragen, warum sie einigen keinen Rückhalt gibt und nicht der Mensch fragen: Brauche ich einen Rückhalt oder Strukturen?

Du schreibst:

"Das eigenständige Denken gefällt der Kirche, deren Struktur auf starren Prinzipien aufbaut, jedoch nicht. Sie würde ihre Macht verlieren und um sich zu schützen, verwendet sie das Mittel des Banns und der Bedrohung. Sie kann nicht wirklich aus ihrer Starre austreten, ohne zu zerfallen. Daher ist ihre Evolution von extremer Langsamkeit geprägt. Die Dogmen und Gesetze der Kirche sollen die Kirchenmitglieder nicht in Frage stellen. Dies gibt der Kirche Macht, auf die sie nicht verzichten kann, außer sie gäbe selbst ihre Existenz auf."


Das mag vielleicht bis etwa so um die Zeit des 2. Vatikanischen Konzils noch so gewesen sein. Ich glaube, seitdem hat Kirche sich aber verändert und zwar zum positiven hin. Man kann auch sagen: Zum Menschen hin entwickelt, denn ab diesem Punkt wandte endlich der Priester auch seiner Gemeinde endlich sein Gesicht zu und sprach zu den Menschen in ihrer jeweiligen Landessprache!!!

Das sind ganz wichtige Aspekte. Eine Kirche, deren Leiter mir den Rücken zuwenden und mich in Latein ansprechen, würde auch ich den Rücken zukehren. Mit einer solchen vom Menschen selbst völlig losgelösten Kirche, könnte ich nichts anfangen.

So aber ist die Kirche mal gewesen aber Gott sei Dank nicht geblieben !

Das eigenständige Denken wird heute gefördert und nicht behindert. Auch das Infragestellen von Dogmen ist ja im Prinzip erlaubt, nur werden die Dogmen deshalb natürlich nicht abgeändert, nur weil jeder die Dinge etwas anders sieht. Mit den Dogmen erstellt die Organisation Kirche lediglich einen Rahmen. Wer sich allerdings ausserhalb dieses Rahmens bewegt, der bewegt sich damit dann auch ausserhalb der Kirche. Abgesehen davon, ist das aber nicht schlimm. Zumindest nicht für den Laien. Für amtliche Würdenträger und Lehrer an Schulen und Universitäten hat das natürlich Konsequenzen. Aber einen gewissen Rahmen muss sich eine Organisation schon selbst geben, sonst könnte innerhalb von Kirche ja jeder predigen was er will. Insofern ist ein Rahmen sogar notwendig. Denn wenn der eine dieses predigt und der andere jenes und der einfache Gläube dann dadurch völlig orientierungslos wird und sich fragt: Was ist denn nun richtig, das kann es ja nun auch nicht sein. Insofern gibt Kirche einen Rahmen vor, aber es steht ja dennoch jedem frei, sich darin zu bewegen oder auch ausserhalb davon.


Du schreibst:

"Die Kenntnis der Bibel ist für viele Menschen, welche die Bibel als ultimative Wahrheit und Wort Gottes betrachten, ein Hindernis auf ihrem Weg der spirituellen Entwicklung. Kommt eine spirituelle Wahrheit oder ein Themenbereich in der Bibel nicht vor, so können sie solch einen Punkt nicht als Wahrheit annehmen. Sie hören nicht auf ihr Herz und ihr Verstand ist nicht offen für neue Erkenntnisse, Wahrheiten oder Erfahrungen. Ihr Verstand entscheidet, dass etwas nicht wahr sein kann, weil es eben nicht in der Bibel steht. Die Bibel ist daher für buchstabentreue Bibelfanatiker sehr oft ein Hindernis für inspirative Impulse und somit für die spirituelle Weiterentwicklung."


Das sehe ich auch so. Das ist aber im übrigen auch in anderen Religionen ein zu beobachtendes Phänomen, welches es auch besonders im Islam und auch im Judentum gibt. Und solche, die nur das annehmen und für Wahr erachten wenn es in irgend welchen heiligen Schriften steht und alles andere für falsch, wenn es darin nicht steht und eine heilige Schrift sozusagen als Lebensgebrauchsanweisung betrachten um sich in allen Einzelheiten nach einem geschriebenen Wort auszurichten, die laufen meiner Ansicht nach tatsächlich in Gefahr, das eigenständige Denken zu verlieren, weil sie auf Buchstaben fixiert sind. Es mag eine Wahrheit hinter alledem, hinter den in Buchstaben gekleideten Worten geben, die es zu erfassen und zu erkennen gilt. Dabei kann und soll einem ein heiliges Buch auch hilfreich sein, aber es sollte nicht das eigene Denken beherrschen, die Dinge des Lebens so wie sie sind nur noch aus dem Blickwinkel eines Buches heraus zu sehen.

Wichtiger als jede Religion ist der ganz persönliche Glaube. Und diesen soll eine Religion, welcher Art auch immer, nur vermitteln. Sie ist also Mittel zum Zweck und niemals ein Selbstzweck ! Sie, die Religion ist eine Dienerin. Sie soll den Menschen zu einem persönlichen Glauben hin führen, dass er eine ganz individuelle, eigene Beziehung zu seinem Schöpfergott aufbauen kann.


Du schreibst:

"Was ist nun der weitere Werdegang der Religionsgemeinschaften? Religion ist die Abwesenheit von Erfahrung. Die Sinne sind Gott näher als das rationale Bewusstsein. Ohne Erfahrung wird sich jegliche Theorie auflösen. Konsequenz daraus: Mit der zunehmenden Spiritualität der Menschen sind die Glaubensgemeinschaften zum Sterben verurteilt. Jeder wird wissen, dass Gott in einem selbst ist und Dogmen und Gesetze von Glaubensgemeinschaften werden obsolet. Nur durch eigenständiges Denken und Handeln kannst du dem Schöpfer dienen."


Ich lasse das mal so stehen, denn der Kern dieser Aussage ist schon richtig. Nur das eine: Religion sollte immer auch die Eigenen Erfahrungen, das eigene Erleben, mit einbeziehen, erst dann ist es eine Religion die zu gebrauchen ist und kein von oben herab den Menschen aufoktruiertes, theoretisches Konstrukt. Wenn Religion das schafft, den Menschen so wie er ist, in all seinen Facetten darin mit einzubeziehen, dann ist sie auch nicht zum Sterben verurteilt. Denn den letzten Satz kann ich nur unterstreichen: Nur durch eigenständiges Denken und Handeln kannst du dem Schöpfer dienen. Und so stehen wir einst vor dem Schöpfer, nämlich mit dem, was wir aus unserem Leben selbst gemacht haben.


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Das Sterben der Religionen

25.09.2010 um 12:37
@Fabiano:

Klingt Rechtvernünftig was du schreibst, nur ich habe heute nicht die zeit darauf zu antworten.

Ganz allgemein gesprochen, wenngleich ich das nicht so krass ausdrückte: In meinen Augen sind alle Religionen entbehrlich. Aber genauso wie manche Menschen unfähig wären selbstständiger Unternehmer zu sien und jemanden brauchen was und wie sie zu arbeiten haben, so kann mitunter auch eine Religion für jemanden diese vergleichbare Struktur bilden.

Ganz allgemein aber: Der Glaube alleine macht keinen Menschen besser.


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Das Sterben der Religionen

25.09.2010 um 12:53
@channel
Dein Vergleich zu Angestellten und Selbständigen hinkt allerdings. Religionen hindern am Denken und an positiver Konsequenz, indem sie Erlösung versprechen und (scheinbar) die Lebens-Verantwortung übernehmen. Angstellte tragen in der Ausübung ihres Berufes eine begrenzte Verantwortung, das ist etwas ganz anderes.

Spiritualität und Religiösität stoßen sich an manchen Übergangsstellen gegenseitig ab, schließen sich aus, dort, wo Religiösität zur toten, inhaltsleeren Praxis wird. Während das Göttliche immer wieder neu schöpfung, spontan ist und weise (d.h. das Allwissen fliesst zu), ist das Satanische starr in der Bestätigung der Regel befangen, woraus sich das Ritual ergeben hat. Wiederholung an sich ist nun nichts schlechtes, das Ritual allerdings hat den inneren Sinn entkleidet, setzt den Zwang und die Wiederholung über die Spontanität des unmittelbar lebendigen Ausdrucks.


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Fabiano
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Das Sterben der Religionen

25.09.2010 um 13:58
@channel

Der Glaube alleine kann einen Menschen besser machen. Er muss es nicht, aber er kann. Es gibt etliche Beispiele von Menschen die Zeugnis abgelegt haben wie der Glaube sie positiv verändert hat. Manche haben ihr Glück und Heil im äusseren Trubel der Welt gesucht und nicht gefunden, aber als sie zum Glauben kamen, wurden sie glücklicher als vorher. Manche waren Sexsüchtig, Spielsüchtig oder Drogensüchtig und haben durch ihren Glauben die Kraft gefunden, von alledem los zu kommen. Manche hatten schlechte Charaktereigenschaften und hatten einen Hang zum Jähzorn oder eine Neigung zur Gewalt und der Glaube hat ihnen Kraft gegeben, ihren Charakter zum positiven hin zu verändern. Also deinen Satz: Der Glaube allein macht keinen Menschen besser - den kann ich so nicht teilen.


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Fabiano
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Das Sterben der Religionen

25.09.2010 um 14:28
@mitras

Dein Beitrag hat was. Feste Regeln die zu Riten werden und worin der Mensch erstarrt, lassen Veränderungen und vor allem auch Spontaneität nicht zu. Und das kann auch den Glauben töten. Denn Starre ist immer auch ein Zeichen von Tod. Wo Leben ist, da ist auch Bewegung.

Insoweit stimme ich deinen Gedankengängen zu. Allerdings benötigt der Mensch zum Leben auch gewisse Festen, an denen er sich festhalten kann. Das müssen unverrückbare und immergleiche Haltepunkte sein, die sich nicht verändern. Denn wenn alles verschwimmt und alles zerfließt und sich alles beständig verändert, verliert der Mensch die Orientierung, ist er nicht Lebensfähig.

So wie die Erde ja auch weder starr immer an ein und derselben Stelle verharrt, noch wild im Universum herumschwebt, sondern in immergleichen Bahnen um die Sonne und einer immergleichen Drehung und Neigung sich bewegt, in einer festen Ordnung die uns überhaupt hier auf der Erde Leben gibt, so denke ich, hat alles seine Ordnung. Diese ist das feste, unverrückbare Regelwerk in welchem wir eingebettet sind und welches uns Leben gibt. Aber innerhalb dessen ist die Bewegung ein ebenso zwingendes Muss, ohne welche es auch kein Leben gibt.

Diese immerwiederkehrenden Intervalle der Jahreszeiten oder auch der Wechsel von Tag und Nacht, sind eine Art Muster, zeigen Bewegung, aber geben eben auch einen festen Rhytmus vor. Und wie im Großen so im Kleinen. Ich denke, hier spielt das Wort "Harmonie" eine wichtige Rolle. Wenn in einem Orchester alle Musiker mit ihren Instrumenten durcheinander spielen, dann hat man Krach, aber keine Melodie gehört. Auf der einen Seite bedarf es also auch gewisser Festen, die eine Orientierung geben und die müssen starr und unverrückbar sein, sonst würden sie keine Orientierung geben. Auf der anderen Seite muss dennoch alles schwingen, also in Bewegung sein, da ansonsten alles in einer Todesstarre erstickt.

Ich denke, beides in einer harmonischen Ordnung ist das Mittelmaß, in dem wir überhaupt leben können. Eine vollkommene Erstarrung in Glaubensdogmen würde die Entfaltung des Menschen unmöglich machen und damit auch keine Bereicherung sondern eher eine Verarmung in der Religion darstellen. Eine Bewegung im Chaos hingegen, wo alles erlaubt und alles möglich wäre, ohne jegliches feste Regelwerk würde am Ende aber auch nicht wirklich fruchtbringend sein, sondern das totale Chaos, Orientierungslosigkeit und am Ende Überdruss und keiner weiß bescheid verursachen und somit auch nicht wirklich eine lebenswerte Alternative darstellen.

Das Schlüsselwort, welches mir dazu einfällt ist "Harmonie". Denn diese ermöglicht auch Spontaneität und Bewegung und dennoch ist sie an gewisse Regeln der Ästhetik gebunden, ansonsten gäbe es keine Harmonie. Ein Rhytmus gibt quasi den Lebensatem vor, innerhalb dessen ist Bewegung notwendig und möglich. Dieser Taktrahmen allerdings, den ich als das ordnende Regelwerk bezeichne, muss immer gleich sein, unveränderbar, sonst gerät nämlich alles aus den Fugen.

Ein Bild aus bunten Farbklecksen kann durchaus harmonisch sein, auch wenn nichts figürliches darin zu erkennen ist. Es kann spontan entstehen und kann Lebendigkeit ausstrahlen. Sind die Farbkleckse aber zu willkürlich, kann genauso auch eine Disharmonie daraus entstehen.

Ein Bild aus einer geordneten Linienstruktur kann ebenfalls harmonisch sein, es kann aber auch Lebendigkeit ausstrahlen, selbst wenn jede Linie bewusst und nach einem Ordnungsprinzip da hin gesetzt wurde. Die Gefahr dabei ist allerdings, dass das Bild hierbei zu statisch wird. Wenn zu viele Linien, in einer noch so geometrischen Anordnung vorkommen, kann ebenfalls eine Disharmonie entstehen und in der Betrachtung zu Unruhig wirken.

Insofern ist es meiner Ansicht nach eine Sache der Dosierung und Maßhaltigkeit. Und auch darin haben wir wieder Harmoniegesetze. Zu viele Punkte oder Linien in einer Häufung verursachen wieder Schwerepunkte, Starre, zu wenige lassen den Betrachter in der Leere sich verlieren. Zu viel Willkür wirkt zwar Lebendig, aber lässt die Harmonie vermissen und wirkt chaotisch. Zu viel Regelwerk erschlägt wieder und wirkt zu statisch usw...

Die Kunst in der Religion ist eben, hier einen Mittelweg zu finden, der den Menschen weder durch ein zu starres Regelwerk lahm legt, noch dass durch eine zu große Freiheit in der Entfaltung der Mensch zum Chaos und zur Orientierungslosigkeit neigt. Und die gleichen Prinzipien sind im übrigen in allen anderen Lebensbereichen genauso zu finden, sei es in der Politik, in der Wirtschaft, der Kultur oder Gesellschaft.


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Das Sterben der Religionen

25.09.2010 um 15:28
@Fabiano
Ein guter Beitrag auch von dir.

Harmonie ist auch eine Wirkung des Zusammenklangs. In einem Chor oder einem Orchester entsteht die Harmonie durch die Zusammenfügung der einzelnen Solisten. Ein perfekt gespielter Dreiklang kann dennoch unbeschwingend klingen, wenn er zwar technisch perfekt erzeugt, genau imt Tak ist, die Spielenden sich aber nicht in diesen Zusammenklang innerlich eingeschwungen haben, das kommt auch in Symphonien rüber. Kleinste Abweichungen, dezentes Vibrato und das Gefühl, das sich Einlassen auf den Gesamtklang, verleiht Tönen einen lebendigeren Ausdruck. Dieses Differenzierung, diese kosmische Ordnung, ist auch der Grund, warum ein Lang lang anders klingt als ein beliebiger anderer Pianist.


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