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Was steht wirklich in der Bibel?

26.108 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bibel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Was steht wirklich in der Bibel?

23.02.2026 um 19:01
Zitat von NiselprimNiselprim schrieb am 19.02.2026:Zitat; Schlange: """... Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen? ..."""

... schon allein der Beginn des Dialogs ist eine Lüge --- was will man da noch fragen, ob die Schlange wirklich lügt!?!
Nun gut @Niselprim
ich denke eine Frage wie oben von Dir zitiert kann keine Lüge sein. Die Frage ist vielleicht darauf gezielt, die Verführung in die Wege zu leiten, aber eine Lüge selbst muss immer eine Aussage (Behauptung) sein und nicht eine Frage.

Hier mal die Passagen bei 1. Mosse 3. :
Die Schlange war listiger als alle anderen Tiere, die Gott, der HERR, gemacht hatte. »Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft?«, fragte sie die Frau. 2 »Natürlich dürfen wir«, antwortete die Frau, 3 »nur von dem Baum in der Mitte des Gartens nicht. Gott hat gesagt: ›Esst nicht von seinen Früchten, ja – berührt sie nicht einmal, sonst müsst ihr sterben!‹« 4 »Unsinn! Ihr werdet nicht sterben«, widersprach die Schlange, 5 »aber Gott weiß: Wenn ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet – ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist.« 6 Die Frau schaute den Baum an. Er sah schön aus! Es wäre bestimmt gut, von ihm zu essen, dachte sie. Seine Früchte wirkten verlockend, und klug würde sie davon werden! Sie pflückte eine Frucht und biss hinein. Dann reichte sie die Frucht ihrem Mann, der bei ihr stand, und auch er aß davon. 7 Plötzlich gingen beiden die Augen auf, und ihnen wurde bewusst, dass sie nackt waren.
und: 1 Mose 3.22
 22 Dann sagte er: »Nun ist der Mensch geworden wie wir, weil er Gut und Böse erkennen kann. Auf keinen Fall darf er noch einmal zugreifen und auch noch von dem Baum essen, dessen Frucht Leben schenkt – sonst lebt er ewig

.....An dessen Ostseite stellte Gott Keruben mit flammenden Schwertern auf. Sie sollten den Weg zu dem Baum bewachen, dessen Frucht Leben schenkt..!
Über dies wäre es interessant, was da steht was dies alles bedeuten könnte?

Mir fällt zum Beispiel gleich auf, als die Menschen eben vom Baum der Erkenntnis gegessen haben, na gut, aber nun ist Gott im Stande aufzupassen, dass die Menschen nicht etwa vom Baum des Lebens essen. WIESO hat er, wenn wir nicht vom Baum der Ekenntnis essen sollten, nicht auch darauf aufgepasst?

Keruben mit flammenden Schwertern, damit ma ned vom Baum der Erkenntnis essen. Warum nicht lieber Gott schon da? Ist Gott aufeinmal gscheiter worden, ist ihm vorher nicht eingefallen? Erst recht da wir ja vorher gar nicht wussten, ob es gut oder böse wäre nicht auf Gottes Ratschläge zu hören.
Ist irgendwie so, als würde ich kleinen Kindern sagen, ihr dürft mit allen spielen was da ist, nur mit dem geladenen Revolver der am Tisch liegt sollt ihr nicht spielen. Und dann lass ich die Kinder allein; obwohl ich weiß, da ist ein "Onkel" unterwegs der will dass die Kinder mit dem Revolver spielen.

Danach sind alle schuld nur er der liebe Gott nicht.

Es kann doch nicht sein, dass wir Menschen mehr Gerechtigkeitsgefühl In uns tragen als der liebe Gott, oder?
Zitat von NiselprimNiselprim schrieb am 19.02.2026:Da ja aber die Offenbarungen durch Johannes sind, bis Er wiederkommt --- hier das Zitat; Johannesevangelium
Ok @Niselprim
denkst Du vielleicht der Johannes der Offenbarung ist die selbe Person wie der Evangelist?
Das müssten wir zusammen erst mal klären, weil dies schon ein sehr wichtiger Punkt wäre. Ansonsten will ich eigentlich nicht mehr viel über die Offenbarung schreiben, Du weißt ich halte von ihr gar nix, akzeptiere aber voll, wenn Du sie in Ehren hälst.


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23.02.2026 um 23:44
Zitat von DoverexDoverex schrieb:WIESO hat er, wenn wir nicht vom Baum der Ekenntnis essen sollten, nicht auch darauf aufgepasst?
wird vermutlich eine Prüfung gewesen sein -> respektieren sie Gottes Ansage und Warnung oder setzen sie sich darüber hinweg...
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Erst recht da wir ja vorher gar nicht wussten, ob es gut oder böse wäre nicht auf Gottes Ratschläge zu hören.
war auch nicht nötig gut und böse unterscheiden zu können, sie wussten aber welche Konsequenzen ihr Handeln haben wird.


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24.02.2026 um 19:51
Warum hat dann Gott überhaupt am Baum der Erkenntnisse einen Apfel wachsen lassen? Ist irgendwie suspekt, jemandem eine Falle zu basteln und das als Prüfung für was abzutun?


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25.02.2026 um 08:28
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Warum hat dann Gott überhaupt am Baum der Erkenntnisse einen Apfel wachsen lassen? Ist irgendwie suspekt, jemandem eine Falle zu basteln und das als Prüfung für was abzutun?
Das ist eine gute Frage, wenn ein allwissendes Wesen oder eine allwissenden Entität etwas tut, weiß Sie ja auch um schlimme und negative Folgen. Somit macht vieles, was für eine allwissende Entität lt Bibeldarstellung spricht kaum Sinn. Gott ist also in Hinblick auf diesen Aspekt fehlbar.

Aber ggf ist der Baum der Erkenntnis ja auch für die eigene Erkenntnis der Entität gedacht gewesen?

GGf kennt die Entität keine Lüge, keine Gewalt, keine Art von Negativität?! Sie wäre dann nicht allwissend, aber nun gut, seis drum, ist die Bibel halt auch dort "übertrieben".


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25.02.2026 um 09:08
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das ist eine gute Frage, wenn ein allwissendes Wesen oder eine allwissenden Entität etwas tut, weiß Sie ja auch um schlimme und negative Folgen
richtig.
Vielleicht gehörte ja dieser Ungehorsam von Adam und Eva zu dem Plan Gottes.
Vielleicht sollte die Menschheit einen Lernprozess durchmachen um erkennen zu können, dass sie ohne Gott nicht fähig ist sich SO zu regeren, dass wirklich alle Menschen glücklich und zufrieden sind.
Sie sollten also erkennen dass sie am Ende Gott brauchen (so ähnlich stehts irgendwo in der Bibel)
... bzw. eine Herrschaft brauchen, die ausnahmslos für Alle gut ist und nicht nur für eine kleine Elite.

Bis dahin hatte Gott lt. Bibel Satan das Feld überlassen - er ist im Moment der Herrscher dieser Welt.


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25.02.2026 um 09:18
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Bis dahin hatte Gott lt. Bibel Satan das Feld überlassen - er ist im Moment der Herrscher dieser Welt
Das ist zu pauschal ausgedrückt.
Ich meinte weitestgehend.
Es gab und gibt auch Ausnahmen wo Gott partiell eingriff.

Wenn er jedoch flächendeckend und generell eingreifen würde - also dafür sorgen würde, dass die Menschheit jetzt schon ein Paradies hätte, könnte die Menschheit sich nicht für oder gegen Gott entscheiden, wären Marionetten und mit der Erkenntnis, Gott zu brauchen, wäre es auch vorbei.

Also das ist ungefähr das, wie ich es aus dem Gesamtkontext der Bibel interpretiere.
Mir ist bewusst, dass Atheisten das alles ganz anders sehen 🙂


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25.02.2026 um 09:38
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Vielleicht gehörte ja dieser Ungehorsam von Adam und Eva zu dem Plan Gottes.
Vielleicht sollte die Menschheit einen Lernprozess durchmachen um erkennen zu können, dass sie ohne Gott nicht fähig ist sich SO zu regeren, dass wirklich alle Menschen glücklich und zufrieden sind.
Sie sollten also erkennen dass sie am Ende Gott brauchen (so ähnlich stehts irgendwo in der Bibel)
Klingt für mich nicht plausibel, denn Gott hat ja die Sintflut hereinbrechen lassen? Also wenn man daran glaubt zumindest....

die Sintflut als Weltumspannendes Ereignis ist für mich eine weitere Übertreibung und muss wohl auf kleine Regionale Ereignisse zurückzuführen sein.

Geologische Erkenntnisse belegen ja zumindest das um schwarze Meer und im ehem. Mesopotamien Flutereignisse stattfanden. Die Menschen damals müssen den Eindruck erhalten haben, diese Fluten seien Weltweit....

Hier ist wohl eine Überlieferung aus dem Babylonischen Reich das Fundament für die biblischen Geschichten....


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28.02.2026 um 19:47
Zitat von DoverexDoverex schrieb am 23.02.2026:...
Über dies wäre es interessant, was da steht was dies alles bedeuten könnte?
Fragen über Fragen hast du, nachdem man dir Antworten auf andere Fragen gibt, welche dir offenbar nicht genügen @Doverex - warum auch immer. Was die Schwerter bedeuten könnten? Also ich würde vermuten, dass nicht die wankenden Schiffe einen Weg durchs tobende Meer finden werden, sondern untergehen --- ist also so natürlich nur rein bildlich dargestellt.
Zitat von DoverexDoverex schrieb am 23.02.2026:Mir fällt zum Beispiel gleich auf, als die Menschen eben vom Baum der Erkenntnis gegessen haben, na gut, aber nun ist Gott im Stande aufzupassen, dass die Menschen nicht etwa vom Baum des Lebens essen. WIESO hat er, wenn wir nicht vom Baum der Ekenntnis essen sollten, nicht auch darauf aufgepasst?
...
Gute Frage. Kannst dir ja mal Gedanken drum machen und mitteilen, auf welche Antwort(en) du gekommen bist.
Zitat von DoverexDoverex schrieb am 23.02.2026:...
Es kann doch nicht sein, dass wir Menschen mehr Gerechtigkeitsgefühl In uns tragen als der liebe Gott, oder?
Aber sicher doch - denn genau darum geht es doch mit der Fähigkeit Gutes und Böses unterscheiden zu können --- also du, der Mensch, entscheidest doch, was gut oder schlecht für dich ist. Oder nicht?
Zitat von DoverexDoverex schrieb am 23.02.2026:Ok @Niselprim
denkst Du vielleicht der Johannes der Offenbarung ist die selbe Person wie der Evangelist?
Also ich denke schon, dass Jesu Hinweis im Bezug auf Johannes` Dasein bis Er wiederkommt genau das bedeutet, eben weil in der Bibel oder auch sonst nichts wirklich vom Apostel Johannes da ist - außer die Vermutung, dass die Offenbarungen durch Johannes ...
Zitat von OptimistOptimist schrieb am 23.02.2026:wird vermutlich eine Prüfung gewesen sein -> respektieren sie Gottes Ansage und Warnung oder setzen sie sich darüber hinweg...
Blödsinn @Optimist denn Gott hätte gewusst, wie A&E reagieren, handeln und sonst noch was.
Zitat von OptimistOptimist schrieb am 23.02.2026:war auch nicht nötig gut und böse unterscheiden zu können, sie wussten aber welche Konsequenzen ihr Handeln haben wird.
Gutes und Böses zu unterscheiden, das konnten sie bereits bevor Eva vom Baum der Erkenntnis naschte - siehe Bibel; AT; Genesis: """... 3,6 Und die Frau sah, daß der Baum gut zur Speise und daß er eine Lust für die Augen und daß der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, ..."""

... also meiner Meinung nach steht da geschrieben, dass Eva sehr wohl wusste, dass die Frucht gut ist und sie wusste, dass sie dadurch etwa Wahrheit erfahren wird.

Eben aufgrund des Umstands, dass A&E durch die Frucht vom Baum der Erkenntnis die Wahrheit erfuhren, wurde ihnen ja der Baum des Lebens verwährt, - siehe Bibel; AT; Genesis: """...3,22 Und Gott, der HERR, sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses. Und nun, daß er nicht etwa seine Hand ausstrecke und auch [noch] von dem Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe! ..."""

... Jesus Christus aber ist das Leben, das Licht und die Wahrheit - und Er führt uns ins Paradies Gottes.


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 08:31
Zitat von NiselprimNiselprim schrieb am 28.02.2026:Also ich denke schon, dass Jesu Hinweis im Bezug auf Johannes` Dasein bis Er wiederkommt genau das bedeutet, eben weil in der Bibel oder auch sonst nichts wirklich vom Apostel Johannes da ist - außer die Vermutung, dass die Offenbarungen durch Johannes ...
Ok @Niselprim

wir glauben ja Beide mit Herzblut an Jesus und die Auferstehung, trotzdem ich nicht dass der Evanglist & der Schreiber der Offebarung ein und die selbige Person wären, Du wohl aber schon?
Beides kann ja nicht die Wahrheit repräsentieren ; Einer von uns Zweien glaubt da wohl was falsches?

Angebliche "Offenbarungen" und Visionen in Köpfen von gläubigen Christen gibt und gab es ja genug, ich frage mich schon, warum Du was sich da im Kopf des Schreibers der Offenbarung abspielte glaubst und was denkst Du über andere "Offenbarungen"?

Etwa hier:
Vorhaut als Ehering

In Mittelalter und früher Neuzeit erlebte das Phänomen der Mystikerinnen eine Blüte. Die Christus oder Maria gewidmeten Visionen hatten häufig eine sehr erotische Note. MacCulloch zitiert eine zölibatäre Laiin aus Wien, die in ihren „Offenbarungen“ (1291–1294) davon träumte, bei der Kommunion Christi Vorhaut zu schmecken. Die heilige Katharina von Siena (1347–1380) trug in ihrer Vision von der Heirat mit Jesus selbige Vorhaut als „Ehering“.
Quelle:https://religion.orf.at/stories/3234333

Glaubst es nur nicht @Niselprim weil diese Vorhaut als Ehering nicht in der Bibel steht, aber wenn es der Schreiber der Apokalypse in seiner Schrift hätte dann schon?
Zitat von NiselprimNiselprim schrieb am 28.02.2026:Fragen über Fragen hast du, nachdem man dir Antworten auf andere Fragen gibt, welche dir offenbar nicht genügen @Doverex - warum auch immer
Ich hoffe ich nerve Dich damit nicht, wenn schon, dann verzeih es mir bitte!
Mir geht es eher darum, dass meiner Ansicht nach sehr wichtige Eckpfeiler von Information in der Geschichte über Adam und Eva fehlen.
Die Schuld bei allen anderen zu suchen nach der Erbsünde nur nicht bei sich selbst (also der völlig unschuldige liebe Gott in der Geschichte) trägt total menschliche Züge als ob hier ein Homo erectus einen minderbemittelten Homo sapien einen Gott vorspielte, das ging irgendwie schief und schuld sind natürlich alles anderen nur nicht der Homo erectus (Gott!!!).

Und natürlich steht da die weitere dringende Frage im Raum, hat hier die Schlange Eva angelogen oder mit der Wahrheit verführt? Es ist schon mal völlig falsch von Dir gewesen, als Du die Frage der Schlange als Lüge hingestellt hast. Denke drüber nach, dass eine Frage keine Lüge sein kann. Und die Schlange ist auch nicht der Satan, wird nirgends im Alten Testament so behauptet.
Deto, dass der Apfel in der Bibel bei Adam & Eva gar nicht vorkommt. @continuum


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 09:05
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Es ist schon mal völlig falsch von Dir gewesen, als Du die Frage der Schlange als Lüge hingestellt hast. Denke drüber nach, dass eine Frage keine Lüge sein kann
es war aber eine sehr manipulative Frage.
Durch Manipulation kann man Menschen sehr beeinflussen.
Man kann auch sagen, es war eine subtile Lüge - wegen dieser Manipulation.

Und Lüge deshalb:
Die sind zwar nicht sofort gestorben, aber physisch dann später (sollten ja eigentlich ursprünglich ewig leben).
Und geistig gesehen sind sie sofort gestorben.
In der Bibel gibts einige Stellen, die auf geistigen Tod hinweisen.
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Und die Schlange ist auch nicht der Satan, wird nirgends im Alten Testament so behauptet.
dort wirds nicht behauptet.
Aber irgendwo in der Bibel steht "der Teufel (oder Satan), die alte Schlange"
Zitat von DoverexDoverex schrieb:dass der Apfel in der Bibel bei Adam & Eva gar nicht vorkommt
ein Apfel war es nicht, aber eine Frucht.


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 10:52
Zitat von OptimistOptimist schrieb:es war aber eine sehr manipulative Frage
Woran machst Du das fest?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Man kann auch sagen, es war eine subtile Lüge
Ohnehin beantwortet die Schlange in V.4-5 ihre Frage von V.1 selbst. Wenns falsch gewesen wär, wärs eine direkte Lüge. Aber mit subtil und manipulativ hat das nix zu tun.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Die sind zwar nicht sofort gestorben
Was aber Gottes Aussage war (2,17):
an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!
Zitat von OptimistOptimist schrieb:(sollten ja eigentlich ursprünglich ewig leben)
Steht nicht da.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und geistig gesehen sind sie sofort gestorben.
Steht nicht da.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:In der Bibel gibts einige Stellen, die auf geistigen Tod hinweisen.
Schön für die Stellen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber irgendwo in der Bibel steht "der Teufel (oder Satan), die alte Schlange"
Weil gibt ja nur eine Schlange.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:ein Apfel war es nicht, aber eine Frucht.
Im latein sprechenden Christentum nannte man die Frucht einen Apfel wegen des Wortspiels. Malum heißt sowohl "Apfel" als auch "Schlechtes".


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 12:04
Zitat von OptimistOptimist schrieb:es war aber eine sehr manipulative Frage
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Woran machst Du das fest?
an der Rhetorik.
1.Mos.3:1
"Die Schlange war listiger..."
->
der Verfasser impliziert mir mit diesem Wort, dass die Schlange manipulativ ist - und dies vor allem Im Verbund mit dem Folgenden:

"Hat Gott wirklich gesagt... "
->
Dieses "wirklich" wirkt auf mich manipulativ. Warum ist das drin? Die Frage wäre auch gut ohne dieses Wort ausgekommen.

Weiter gehts damit:
"Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum essen..."
->
weshalb sagt er von "keinem", anstatt von "diesem"? -> wirkt auf mich ein weiteres Mal manipulativ.

Und in Vers 13 wird deutlich gesagt, dass die Frau verführt wurde.
"Verführung" hat mMn auch etwas manipulatives.

--------------------------
an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!
diese Aussage kann man so und auch so sehen:
man kann es so auffassen wie du, dass man noch am gleichen Tag sterben muss.

Jedoch kann man es auch so auffassen, finde ich:
An dem Tag wirst du sterblich werden.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:(sollten ja eigentlich ursprünglich ewig leben)
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Steht nicht da.
da speziell nicht, jedoch andere Bibelstellen hatten mir es impliziert, dass A. u E. eigentlich ewig hätten im Paradies bleiben können und somit nie hätten sterben müssen, wenn sie das Gebot Gottes befolgt hätten.

Ich bin der Meinung, man muss die gesamte Bibel im Kontext sehen.
Schlaue Leute hatte ich schon sagen hören: die Bibel legt sich durch sich selbst aus...
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Schön für die Stellen
sh was ich gerade schrieb.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Weil gibt ja nur eine Schlange
es liegt halt wegen des Gesamt-Kontextes für mich nahe, dass die Schlange vom verbotenem Baum gemeint ist.


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 13:07
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Ok @Niselprim

wir glauben ja Beide mit Herzblut an Jesus und die Auferstehung, trotzdem ich nicht dass der Evanglist & der Schreiber der Offebarung ein und die selbige Person wären, Du wohl aber schon?
Beides kann ja nicht die Wahrheit repräsentieren ; Einer von uns Zweien glaubt da wohl was falsches?
So ist es halt mit dem Glauben @Doverex - glauben, ist nicht wissen.
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Angebliche "Offenbarungen" und Visionen in Köpfen von gläubigen Christen gibt und gab es ja genug, ich frage mich schon, warum Du was sich da im Kopf des Schreibers der Offenbarung abspielte glaubst und was denkst Du über andere "Offenbarungen"?
Meiner Meinung nach haben sich göttliche Erscheinungen, Gegebenheiten und Szenarien der Zukunft als Film im Kopf des Johannes etwa wie ein Traum abgespielt - was er daraufhin nach göttlicher Aufforderung als Offenbarungen für die Nachwelt aufgeschrieben hat. Dem Inhalt der Offenbarung durch Johannes glaube ich, weil es bspw. die Geschichte vom alttestamentlichen Propheten Daniel weitererzählt.
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Etwa hier:
Vorhaut als Ehering

In Mittelalter und früher Neuzeit erlebte das Phänomen der Mystikerinnen eine Blüte. Die Christus oder Maria gewidmeten Visionen hatten häufig eine sehr erotische Note. MacCulloch zitiert eine zölibatäre Laiin aus Wien, die in ihren „Offenbarungen“ (1291–1294) davon träumte, bei der Kommunion Christi Vorhaut zu schmecken. Die heilige Katharina von Siena (1347–1380) trug in ihrer Vision von der Heirat mit Jesus selbige Vorhaut als „Ehering“.
Quelle:https://religion.orf.at/stories/3234333

Glaubst es nur nicht @Niselprim weil diese Vorhaut als Ehering nicht in der Bibel steht, aber wenn es der Schreiber der Apokalypse in seiner Schrift hätte dann schon?
Naja @Doverex - jeden Blödsinn muss man nicht glauben. In meiner Abwägung mit Dem Wort Gottes passt des da nicht ins Bild.
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Ich hoffe ich nerve Dich damit nicht, wenn schon, dann verzeih es mir bitte
Nein - sicher nicht - natürlich nervst du mich nicht. Mich hatte es nur gewundert, dass du kaum auf meine Antwort(en) eingegangen bist, aber mit den nächsten Fragen quasi konterst. Also ich schreibe gerne weiterhin mit dir - und ich hoffe, du mit mir auch.
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Mir geht es eher darum, dass meiner Ansicht nach sehr wichtige Eckpfeiler von Information in der Geschichte über Adam und Eva fehlen.
Ja. Aber bedenke bitte, dass wir hier im Thread das Problem eigentlich nur mit Aussagen in der Bibel angehen können. Irgendwelche spekulativen Überlegungen sind hier also nicht angebracht. Wenngleich man bei bildhaften Darstellungen natürlich versuchen kann, etwa die Metapher zu interpretieren. Die """Flamme des zuckenden Schwertes""", was stellt es für dich dar?
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Die Schuld bei allen anderen zu suchen nach der Erbsünde nur nicht bei sich selbst (also der völlig unschuldige liebe Gott in der Geschichte) trägt total menschliche Züge als ob hier ein Homo erectus einen minderbemittelten Homo sapien einen Gott vorspielte, das ging irgendwie schief und schuld sind natürlich alles anderen nur nicht der Homo erectus (Gott!!!).
Ich weiß ja nicht, ob dir das aufgefallen ist, aber gehe ich nicht davon aus, dass der Gott ab Genesis 2,5 Der Gott, Vater, unseres Herrn Jesus Christus ist, sondern dass das ein (anderer) dominanter Herr ist. Also deinen Ausführungen von eben kann ich sehr wohl folgen, nur halt nicht im Bezug auf Den einen wahren Gott, sondern lediglich auf jemand, welcher sich aufspielt und/oder angenommen wird, als wäre er Gott.
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Und natürlich steht da die weitere dringende Frage im Raum, hat hier die Schlange Eva angelogen oder mit der Wahrheit verführt?
Natürlich hat die Schlange hinters Licht geführt - also jedenfalls kein faires Spiel gespielt - hatte ich dir bereits erläutert.
Zitat von DoverexDoverex schrieb:Und natürlich steht da die weitere dringende Frage im Raum, hat hier die Schlange Eva angelogen oder mit der Wahrheit verführt? Es ist schon mal völlig falsch von Dir gewesen, als Du die Frage der Schlange als Lüge hingestellt hast. Denke drüber nach, dass eine Frage keine Lüge sein kann. Und die Schlange ist auch nicht der Satan, wird nirgends im Alten Testament so behauptet.
Deto, dass der Apfel in der Bibel bei Adam & Eva gar nicht vorkommt.
Aber sicher doch ist die Schlange mit List und Täuschung ins Gespräch gegangen. Und ansonsten gehe ich sehr gerne nach dem Neuen Testament, danach was Jesus Christus sagt und was durch Seine Übermittler mitgeteilt wird. Hmm... - ich sags mal so: Selbst wenn die Schlange selbst nicht der Drache wäre, ist sie die Stolperfalle im Garten Eden und somit Hand und Hand mit Satan, welcher womöglich diesen eben von mir erklärten falschen Gott darstellt - die Schlange ist also zumindest als Werkzeug annehmbar.


Angenommen, die Schlange ist kein "falscher Gott", also nur Mittel zum Zweck, weil ja aktiv im Geschehen - welchen Nutzen hatte sie mit Eva im Garten Eden, in Bezug zum Baum der Erkenntnis, dem "Gehorsam" und folgenden "Strafen Gottes"?


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 18:59
Zitat von OptimistOptimist schrieb:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Woran machst Du das fest?
an der Rhetorik.
1.Mos.3:1
"Die Schlange war listiger..."
Echt jetzt? Weil die deutsche Übersetzung des hebräischen 'arum wertend ist?
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb am 20.05.2023:Du deutelst gerade die in 1.Mose3,1 angesprochene Eigenschaft der Schlange "Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte". Das hebräische Wort, das mit "listig" wiedergegeben ist, heißt 'arum. Die Vokabel ist mal ein Eigenschaftswort, mal aber auch ine Substantivierung zur Bezeichnung einer Person(engruppe) dieser Eigenschaft. Hier mal die weiteren Belege des Wortes im AT:

Hiob5,12: Er vereitelt die Anschläge der Klugen, und ihre Hände wirken keinen Erfolg.
Hiob15,5: Denn deine Schuld belehrt deinen Mund, und du wählst die Sprache der Listigen.
Sprüche12,16: Der Narr - sein Unmut tut sich an demselben Tag [noch] kund, wer aber die Schmach verborgen hält, ist klug.
Sprüche12,23: Ein kluger Mensch hält [seine] Erkenntnis verborgen, aber das Herz der Toren schreit Narrheit hinaus.
Sprüche13,16: Jeder Kluge handelt mit Bedacht; ein Tor aber breitet Narrheit aus.
Sprüche14,8: Die Weisheit des Klugen ist es, seinen Weg zu begreifen, aber die Narrheit der Toren ist Täuschung.
Sprüche14,15: Der Einfältige glaubt jedem Wort, aber der Kluge achtet auf seinen Schritt.
Sprüche14,18: Die Einfältigen erben Narrheit, die Klugen aber werden mit Erkenntnis gekrönt.
Sprüche22,3: Der Kluge sieht das Unglück und verbirgt sich; die Einfältigen aber gehen weiter und müssen es büssen.
Sprüche27,12: Der Kluge sieht das Unglück [und] verbirgt sich; die Einfältigen gehen weiter [und] müssen büssen.

Wie man sehen kann, ist der Arum in den Hiobstellen ein Böser, in den Sprüchestellen ein Guter. Hilft das jetzt dem Verständnis für 1.Mose3,1? Eher hilft zum Verstehen des 'arum-Seins zu sehen, welche Aktion 'arum genannt wird. Da helfen die Sprüche-Stellen.
Seine Schmach verborgen halten, mit Bedacht handeln, seinen Weg zu begreifen, auf seine(n) Schritt(e) zu achten, das Unglück sehen und sich verbergen. Ebenso hilft zum Verständnis des Arum, wer als Gegenstück zu ihm gilt: der Narr, der Tor, der Einfältige. Oder was als Eigenschaft bzw. Aktion des Gegenstücks gilt: Narrheit, Täuschung; Unmut kundtun, Narrheit herausschreien / ausbreiten, leichtgläubig sein, sehenden Auges ins Unglück gehen. So läßt sich dann erschließen, was für ein Bedeutungsspektrum 'arum hat, was einen Arum auszeichnet und was nicht.

Etwas völlig anderes ist hingegen, daß 'arum durchaus was grundsätzlich Positives ist, aber eben auch bei Gestalten vorkommen kann, die eher negativ bewertet werden, wie in den beiden Hiobstellen. Dennoch ist auch dort 'arum das Gleiche wie in den Sprüche-Belegen. Nur je nach Konnotation, ob man den Arum nun für toll oder für doof hält, läßt sich die Vokabel mal als klug/weise oder mal als (hinter)listig übersetzen. Das ist aber ne Wertung, die der Kontext beigibt, in dem die Vokabel verwendet wird, kine Wertung, die die Vokabel selbst beinhaltet.

Das ist mal ein Weg, sich das Ganze aus den Details zu erschließen und anschließend auch jedes Detail wiederum vom Ganzen her zu begreifen. Freilich ohne daß das Detail sich irgendwie irgendner Sache unterzuordnen habe. Stell Dir mal vor, in der Bibel käme 'arum nicht in 1.Mose1,3 vor, auch nicht in Hiob15,5. Stünde irgendeine andere Eigenschaftsbeschreibung dort. "Böse" vielleicht. Dann hätten wir in den Sprüchen ne sehr einheitliche positive Bschreibung. Wäre nun auch die positive Konnotation Teil der Begriffsfüllung von 'arum? Denn so müßte man nun Hiob5,12 völlig anders "verstehen", weil es sich ja "dem Ganzen" unterordnen müsse. Also vereitelt Gott die Unternehmungen der vor Gott Guten. Wäre schlicht absurd! Nee, der Kontext der Stelle macht deutlich, daß die Arumim negativ sind, und daß diese Bewertung wie auch die positive der Sprüchestellen nicht zum Wort selbst gehört.

In 1.Mose3 nun wird die Schlange 'arum genannt. Mehr als alle anderen Tiere. Keine Wertung, einfach nur "klug" im Sinne von weise, bedacht usw. Und auf dieser Höhe gibt es auch noch keinen Kontext, der dem Leser erklärt, wie die Schlange zu bewerten sei. Höchstens darüber, daß 'arum was grundsätzlich Positives ist. Mit dem man freilich auch Schindluder treiben kann. Aber noch weiß man dazu nichts.

Erst vom Ende her, als Gott Mann, Frau und Schlange bestraft, ist klar, daß alle drei was Falsches getan haben. Vorher ist das mal so gar nicht klar bezüglich der Schlange. Denn sie sagt ja nicht nur die Wahrheit darüber, was das Essen der Frucht bewirkt, sondern auch bezüglich des Sterbens. Denn Gott sagte (2,17) "an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben." An dem Tag starb aber keiner. Sterben mußten die Menschen, aber nur, weil Gott es später dann verhinderte, daß die Menschen im Garten blieben und auch vom Baum des Lebens aßen (3,22-24). Adam jedenfalls starb laut Bibel so 930 Jahre danach. Das möcht ich auch mal als Todesurteil bekommen: zehn normale, aber satte Menschenleben Verzug!

Man kann es so sehen, daß die Schlange ihr Gespräch mit der Frau in böswilliger Abicht geführt hat, um sie zum Übertreten des Gebotes zu bringen. Aber man muß es nicht. Nichts im Text gibt da was Eindeutiges her, das so zu sehen. Die Schlange wird nicht als "hinterlistig" abgewertet, sie wird nicht als Lügnerin hingestellt. Und es ergibt sich auch keine Eigenschaft daheraus, daß es "eben ne Schlange" ist. Schon gar nicht, weil Schlangen schlängeln - denn schließlich mußte die Schlange erst nach dem Urteil am Boden rumschlängeln, zuvor war das noch gar keine Eigenschaft der Schlange.

Also bitte: Text ernst nehmen, nicht eigene Phantasien hineinstecken!
War zwar an wen anderen geschrieben, aber paßt wie angegossen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Dieses "wirklich" wirkt auf mich manipulativ.
Also belegst Du das Manipulative damit, daß Dir das manipulativ vorkommt. So ausm Bauch raus.

Tatsächlich ist Evas Reaktion auf die Frage völlig irrelevant. Laß mal die Verse 2-3 aus und lies nur Frage und Selbstantwort der Schlange für sich. Ebenso die Reaktion Evas nach jener Schlangenantwort. Das ist organisch. Evas Reaktion auf die Frage hat keine Auswirkungen, ist überflüssig. Ergo zielt die Frage nicht auf Eva ab, sondern bereitet nur die Selbstantwort der Schlange vor. Sie ist rhetorisch, weil ja selbst beantwortet, und genau diese Verneinung im Anschluß wird schon in der Frage durch das "wirklich" vorbereitet, angedeutet.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:weshalb sagt er von "keinem", anstatt von "diesem"? -> wirkt auf mich ein weiteres Mal manipulativ.
Sie, die Schlange, nicht er. Das immerhin ist manipulativ, denn dadurch sieht sich die Frau genötigt, die Implikation der Schlange zu korrigieren. Damit hat sich die Schlange der Aufmerksamkeit der Frau versichert, um ihr nun das Eigentliche zu sagen. Das sind didaktische Tricks, aber keine inhaltliche Manipulation.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und in Vers 13 wird deutlich gesagt, dass die Frau verführt wurde.
Inner Elberfelder steht "täuschen". Allerdings steht in Adams Entgegnung auf Gottes Nachfrage einen Vers zuvor, daß der Mann nicht nur der Frau, sondern auch Gott Schuld gibt:
Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, sie gab mir von dem Baum, und ich ass.
Jeder schiebt die eigene Schuld von sich weg auf andere. "Ich wars nicht, sondern mein Weib!" - "Ich wars aber auch nicht, sondern die Schlange!"

Und dieses Schuldabwälzen nimmst Du ernst? Die Menschen wußten, daß sie von diesem Baum nicht essen sollten, und sie taten's. Das sagt die Schrift. Und dann sagt sie noch, daß jeder die Schuld delegieren will.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:diese Aussage kann man so und auch so sehen:
Nein. Es gibt Leute, die das zu biegen versuchen. Aber auch sie wissen, daß das so nicht dasteht.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Jedoch kann man es auch so auffassen, finde ich:
An dem Tag wirst du sterblich werden.
Was Du so alles "findest". Nee Du, das steckst Du da hinein, da steht es nicht. Da steht dagegen "mot tamut", was eng verwandt ist mit dem "mot jumat", welches geradezu wie eine Formel in zahlreichen Gesetzestexten der Thora vorkommt, nur eben in der dritten Person Singular ("der"). Nämlich "der muß gewißlich sterben!" Also die Todesstrafe. Hier kommt die Wendung in der zweiten Person Singular vor. Beide Vokabeln sagen das Sterben an, die Verdopplung dient der Bekräftigung. Lies das "gewißlich" da oben also nicht als "wahrscheinlich", sondern als; eine Gewißheit, als "definitiv".

Dieses "mot jumat" findet sich noch an weiteren Stellen.
1.Mose20,7: Wenn du sie aber nicht zurückgibst, so wisse, dass du sterben musst, du und alles, was [zu] dir gehört.
1.Samuel14,44: Und Saul sprach: So tue [mir] Gott und so füge er hinzu, ja, du musst sterben, Jonatan!
22,16: Aber der König sagte: Sterben musst du, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters!
1.Könige2,37: Und es soll geschehen, an dem Tag, an dem du hinausgehst und den Bach Kidron überschreitest - das sollst du genau wissen -, musst du sterben. Dein Blut wird auf deinem Kopf sein. (vgl. V.42)
2.Könige1,4: Darum, so spricht der HERR: Von dem Bett, das du bestiegen hast, wirst du nicht herunterkommen, sondern du musst sterben! (vgl. Vv.6.16)
Jeremia26,8: Und es geschah, als Jeremia alles zu Ende geredet, was der HERR geboten hatte, zum ganzen Volk zu reden, da ergriffen ihn die Priester und die Propheten und das ganze Volk und sagten: Du musst sterben!
Hesekiel3,18: Wenn ich zu dem Gottlosen spreche: `Du musst sterben! und du hast ihn nicht gewarnt und hast nicht geredet, um den Gottlosen vor seinem gottlosen Weg zu warnen [...] (vgl. 33,8.14)
Geht es da um ein Sterblichwerden? Um ein Sterben irgendwann mal - Jahre, wenn nicht Jahrzehnte später?

Schön find ich auch diese Aussage (auch wenn ihr das bekräftigende mot fehlt):
2.Mose10,28: Und der Pharao sagte zu ihm: Geh weg von mir! Hüte dich, mir nochmals unter die Augen zu treten! Denn an dem Tag, an dem du mir [wieder] unter die Augen trittst, musst du sterben.
Denn hier kommt auch dieses "an dem Tag, wenn Du ..." zum "wirst Du sterben" hinzu, exakt wie in der Edenstory.

Die Sprache ist da eindeutig.

Und Du denk Dir nicht einfach was aus. Die Schrift soll Dir was sagen, nicht Du sollst ihr sagen, was sie mitzuteilen habe.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich bin der Meinung, man muss die gesamte Bibel im Kontext sehen.
Schön für Dich. Du weißt aber auch, daß es in der Bibel unterschiedliche, sogar einander widersprechende, geradezu ausschließende Sachen gibt. Da geht es eben nicht so, daß Du die eine Stelle mit der anderen umbiegen kannst.

Diese Debatte hatten wir schon zahlreiche Male, und trotzdem kommst Du mit diesem (so angewendet) falschen Konstrukt daher. Was soll ich davon halten?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Schlaue Leute hatte ich schon sagen hören: die Bibel legt sich durch sich selbst aus...
Dumme sagen das auch. Weißt ja: wenn zwei das Gleiche sagen, isses noch lange nicht das Selbe.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:es liegt halt wegen des Gesamt-Kontextes für mich nahe, dass die Schlange vom verbotenem Baum gemeint ist.
Die Schlange im Garten in Eden ist eines von den "Tieren des Feldes". Die Listigkeit des Satans zu beschreiben mit "Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes" wäre sonst ein echt schwacher Vergleich". Für ein Tier unter Tieren dagegen isses ne Auszeichnung.

Nee Du, die Schlange issn simples Tier, keine Wesenheit wie der Satan.

Dein "Gesamtkontext" ist nur ein Feigenblatt für "ich denk mir das so, will das so haben".


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 20:08
@perttivalkonen
Ob nun betrogen, verführt oder getäuscht. Macht das wirklich einen Unterschied? Ich mein, alle 3 wurden ja bestraft. Hätte die Schlange nur "laut gedacht" hätte er sie sicher nicht mit bestraft.
Genesis 3,13
"Da sprach Gott der HERR zur Frau: Warum hast du das getan?
Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß."
Genesis 3,14
"Da sprach Gott der HERR zur Schlange: Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des Feldes.
Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang."
(Lutherbibel)


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 20:27
Zitat von KWithoutPathKWithoutPath schrieb:Ob nun betrogen, verführt oder getäuscht. Macht das wirklich einen Unterschied? Ich mein, alle 3 wurden ja bestraft. Hätte die Schlange nur "laut gedacht" hätte er sie sicher nicht mit bestraft.
Sie hat ihren Teil beigetragen. Das macht aus ihr aber keinen manipulierenden, lügenden Satan. Wenn da übers Ziel geschossen ist, dann ändert auch Deine Nivellierung daran nichts.


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 22:08
@perttivalkonen
Danke für deine Erklärungen.
okay, ich habe tatsächlich etwas hinein interpretiert, was nicht drin steht.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb am 20.05.2023:Man kann es so sehen, daß die Schlange ihr Gespräch mit der Frau in böswilliger Abicht geführt hat, um sie zum Übertreten des Gebotes zu bringen. Aber man muß es nicht. Nichts im Text gibt da was Eindeutiges her, das so zu sehen. Die Schlange wird nicht als "hinterlistig" abgewertet, sie wird nicht als Lügnerin hingestellt. Und es ergibt sich auch keine Eigenschaft daheraus, daß es "eben ne Schlange" ist
wenn ich jetzt also die Schlange ganz unvoreingenommen betrachte, dann tun sich mir mehrere Fragen auf:

1.: welche Aufgabe hatte denn die Schlange? -> NUR die Eva dazu zu bringen, das Gebot zu übertreten? Was hatte Gott davon?

2.: ein normales Tier kann die Schlange doch nicht gewesen sein, Schlangen können normalerweise nicht sprechen.

3.: war Gott es, der die Schlange schickte oder wer schickte diese?
Von alleine (ohne Auftrag) kann das doch sicher nicht gewesen sein?

4.: was dieses "...wirst du sterben..." betrifft, was jedoch nicht zeitnah eintraf:
wenn die Schlange nicht gelogen hatte, dann hatte ja demnach Gott die Beiden angelogen? (das will mir nun gar nicht in den Kopf)
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Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Und Du denk Dir nicht einfach was aus. Die Schrift soll Dir was sagen, nicht Du sollst ihr sagen, was sie mitzuteilen habe
wie du siehst hat die Schrift mir nun Fragen aufgeworfen, auf diese ich bis jetzt noch keine plausiblen Antworten gefunden habe.


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 22:49
Zitat von OptimistOptimist schrieb:1.: welche Aufgabe hatte denn die Schlange? -> NUR die Eva dazu zu bringen, das Gebot zu übertreten? Was hatte Gott davon?
Frage: Warum streiten sich die beiden Veroneser Familien der Capulets und der Montagues? Weil sonst das Drama mit den beiden Kindern der Familien, mit Romeo und Julia, nicht losgehen kann. Das ist der einzige relevante Grund für jenen Familienstreit. Das ist genau dasselbe, wieso Gott denn nun das Opfer des Abel toll fand, aber das Opfer des Kain nicht beachtete. Nicht, weil es dafür irgendnen historischen Grund gegeben hätte, sondern weil halt irgendwas Ungleichmäßiges passieren mußte, damit es zu Bruderzwist und Brudermord kommen konnte.

Und auch das hatte ich Dir schon erklärt. Du mußt es ja nicht akzeptieren. Aber wieso stellst Du mir gegenüber dann diese historisierende Frage!
Zitat von OptimistOptimist schrieb:2.: ein normales Tier kann die Schlange doch nicht gewesen sein, Schlangen können normalerweise nicht sprechen.
Und Bileams Esel? Auch der redet und ist doch nur ein stinknormales Reittier. Oder meinst Du, die Sonne, die da über Gibeon am Himmel stehen blieb, der Mond da über dem Tale Ajjalon, das sind dann auch keine normalen Gestirne, die sowas nun mal definitiv nicht können? Oder wie viele Menschen erstarren für gewöhnlich zu ner Salzsäule - nicht sprichwörtlich, wohl gemerkt! Und wie viele große Fische haben Atemluft für drei Tage in ihrem Gedärm?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:3.: war Gott es, der die Schlange schickte oder wer schickte diese?
Von alleine (ohne Auftrag) kann das doch sicher nicht gewesen sein?
Der Erzähler war's.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:dann hatte ja demnach Gott die Beiden angelogen? (das will mir nun gar nicht in den Kopf)
Wer von Abel und Kain war der, mit dem Gott wieder und wieder redet? Wer wurde von den beiden mit einem Schutzmal ausgestattet, damit er nicht getötet wird, der Mörder oder der Gerechte? Wem von beiden eröffnet Gott nach jeder Sünde mit Rat und Tat eine Zukunft?

Und warum begründet Gott seine Entscheidung, keine Sintflut (mehr) zu starten, mit der selben Sache, wegen der er zuvor die Sintflut beschlossen hatte?

Gott war schon immer der Begnadigende. Und Begnadigung / Erlösung derer, die "den Tod verdienen", ist kein Lügen.

Auch das hatten wir schon.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:wie du siehst hat die Schrift mir nun Fragen aufgeworfen, auf diese ich bis jetzt noch keine plausiblen Antworten gefunden habe.
Wie ich sehe, lohnt es noch immer nicht, mit Dir zu reden. Du ignorierst noch immer alles, worüber wir schon geredet haben.


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Was steht wirklich in der Bibel?

gestern um 23:19
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Auch das hatten wir schon
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Du ignorierst noch immer alles, worüber wir schon geredet haben.
... vor sehr langer Zeit 😉
Nein ich ignoriere nichts, sondern bin leider manchmal etwas vergesslich (bin nicht mehr die Jüngste 😉)
Falls du kannst, verzeih mir das bitte.
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Zitat von OptimistOptimist schrieb:dann hatte ja demnach Gott die Beiden angelogen? (das will mir nun gar nicht in den Kopf
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Gott war schon immer der Begnadigende. Und Begnadigung / Erlösung derer, die "den Tod verdienen", ist kein Lügen
Ach so, ja, so kann man das nun auch sehen - gar nicht schlecht.

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Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Und warum begründet Gott seine Entscheidung, keine Sintflut (mehr) zu starten, mit der selben Sache, wegen der er zuvor die Sintflut beschlossen hatte?
Die Sinflut hatte er - wenn ich mich jetzt nicht irre - deshalb beschlossen, weil er außer Noah und seiner Familie keine gerechten Menschen fand und er es bereut hatte, die Menschen gemacht zu haben.
(diese Reue ist auch so ein Thema, damit fange ich jetzt lieber gar nicht an und falls wir auch das schon mal hatten, dann verzeih mir bitte auch das).
mit der selben Sache.
verstehe ich nicht bzw wüsste ich jetzt nichts dass es wegen der selben Sache war.
Wenn du nicht magst, brauchst du mir das nicht unbedingt erklären, will dich nicht nerven.


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Was steht wirklich in der Bibel?

um 01:40
Zitat von OptimistOptimist schrieb:... vor sehr langer Zeit
Du hast auch nach wenigen Wochen schon wieder die selben Fragen gestellt.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Nein ich ignoriere nichts, sondern bin leider manchmal etwas vergesslich (bin nicht mehr die Jüngste 😉)
Du warst schon vor mehr als 13 Jahren so vergeßlich in unseren Diskussionen. Und auch das "manchmal" ist arg untertrieben.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Die Sinflut hatte er - wenn ich mich jetzt nicht irre - deshalb beschlossen, weil er außer Noah und seiner Familie keine gerechten Menschen fand und er es bereut hatte, die Menschen gemacht zu haben.
Anstatt mal nachzusehen! Der Grund für die Sintflut ist fast wörtlich der selbe Satz wie der Grund gegen ne (erneute) Sintflut.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:verstehe ich nicht bzw wüsste ich jetzt nichts dass es wegen der selben Sache war.
Dann schau doch nach, weswegen Gott keine erneute Sintflut machen will. Dann wirste das auch am Anfang finden, da dann aber als Begründung für die Sintflut.


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