martenot schrieb:Das ist für mich auch wichtig, dass ich unkompliziert raus kann und mich im Freien aufhalten, ohne dass es nach kurzer Zeit unangenehm wird. Wobei mir nicht nur echte Kälte unangenehm ist, sondern auch feucht-modrige Herbstnebel, die so ein Keller- oder Gruftgefühl bei mir auslösen.
Das, und nicht immer das ganze Zeug mitnehmen das hinterher nass ist.
Grundsätzlich bin ich vom Typ "bei jedem Wetter raus, es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur die falsche Kleidung". Musste ja auch sein, z.B. zur Arbeit, zum Einkaufen und bin da definitiv robust (oft Nachbarn "bei dem Sauwetter raus...", "kauft euch doch mal ein Auto"). Wenn ich es mir aber aussuchen kann.... dann ist mir der Sommer mit weniger Regen, mit nicht alles voller dicker Jacken und Wechselklamotten für die Arbeit lieber.
Belastend (also: psychisch belastend) finde und fand ich die Jahreszeiten übrigens nie. Ich habe auch einige Hobbies, die man gut drinnen ausüben kann, mag Lesen, Basteln, Modellbau...
Mir geht es auch eher so, dass es mir erstmal seltsam vorkam und als ob etwas fehle als wir erstmal nach Kalifornien, dann nach Chile ganz nah an den Äquator (Jahreszeiten umgedreht: da fällt dann Weihnachten in den Hochsommer) umgezogen sind: bestimmte Speisen und Gewohnheiten wirkten erstmal fehl am Platz. Früchtepunsch und Zimtsterne? Kurz vor Weihnachten wird hier die Badesaison groß eröffnet, das Angebot an regionalen Früchten wird auf einmal sehr üppig, mehr Nachtmärkte (Nachtflohmarkt mit Essensständen) und so weiter - aus deutscher Sicht total Sommer-Urlaubs-Stimmung. (Und der Winter bleibt zumindest hier in der Region auch warm.)