Desperadoo schrieb:Bei allen Wünschen und Träumen sollte man die Realität nicht unbeachtet lassen.
Die Realität ist, das man dies machen tut und wird. Da kannst dich noch so gerne im Kreis drehen, die Technik geht weiter, auch auf dem Mond.
;)
Groucho schrieb:Ist nicht böse gemeint, aber ich glaube, einige Diskutanten haben einfach zu viel SciFi gesehen.
Ich schätze Machbarkeit und Relevanz so ein wie @Thorsteen .
Demfall schätzt ihr beide das absolut falsch ein.
In Amerika gabs auch nichts, bevor alle mit den Schiffen dort ankamen und heute haben wir dort eine Industrie. Genau gleich wird das auf dem Mond passieren. Jeder fängt mal klein an, aber das entscheidende ist eigentlich nur "ANFANGEN" und alles weitere wird passieren, auch wenn es kleine Schritte sein werden, in 100 Jahren haben wir mindestens eine Mondbasis und minimaler Industrie. Und diese Menschen die dann auf das Archiv von Allmystery klicken und sagen, hey der Continuum und der Taren, das waren die Visionäre und Denker der Zukunft und alle anderen die Neandertaler. Sorry, nicht böse gemeint.
:)
taren schrieb:Du skalierst hier viel zu schnell, du willst gleich eine Industrie hinstellen vergleichbar zu Erde, dies ist aber nicht notwendig
Genau, das denke ich auch. Kleine Schritte. Kleinvieh gibt auch Mist.
taren schrieb:Auch sollte man versuchen auf dem Mond ein Archiv aufzubauen um dort das Wissen der Menschheit auszulagern.
Sehr gute Idee.
Thorsteen schrieb:Es waren deine eigenen Worte das die sich alles herstellen können und sollen, und dazu braucht man nun einmal eine komplette Industrie.
Wie schon oben geschrieben: Die Argumentation, dass sich eine Mondbasis heute oder auch sonst, überhaupt nicht „rentiert“, greift zu kurz.
Wer behauptet, eine Mondbasis sei heute unwirtschaftlich, denkt nur im Jetzt. Aber Wirtschaft war schon immer ein Spiel der Visionäre, nicht der Vorsichtigen.
;)Der Mond wird nicht mehr durch bemannte Missionen erobert, sondern durch automatisierte Fabriken, Rover, Schmelzanlagen und autonome Transportsysteme. Der Mensch kommt später, aber er kommt.
Auch auf der Erde gab es einmal keine Industrie, sie musste mühsam und mit hohen Anfangsinvestitionen aufgebaut werden.
Das Gleiche gilt für neue Kontinente wie Amerika: Während Europa bereits Industrien besass, wurden in Nordamerika trotz enormer Kosten und Risiken Häfen, Städte, Eisenbahnen und Fabriken aufgebaut. Schiffe nach Amerika zu schicken war damals genauso revolutionär, wie heute Raketen zum Mond zu schicken.
Und man darf nicht vergessen: Schon in den 1960er-Jahren waren Menschen erfolgreich auf dem Mond. Es gibt keinerlei Grund anzunehmen, dass moderne Raumfahrt das nicht wieder schaffen oder sogar massiv effizienter durchführen kann. Viele Prozesse müssen zudem nicht bemannt erfolgen, wir stehen am Beginn eines Zeitalters automatisierter und robotischer Raumfahrt.
Wer heute argumentiert wie im 19. Jahrhundert, unterschätzt, wie schnell technologische Fortschritte exponentiell werden können. Wir gehen in zwei Generationen ins 22. Jahrhundert über, das liegt näher vor uns als der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs hinter uns liegt.
Die nächsten zehn Jahre werden durch Automatisierung, KI, neue Antriebe, Energiegewinnung und Materialien enorme technische Sprünge ermöglichen.
Besonders wichtig: Die Existenz von Wasser am lunaren Südpol verändert die ökonomische Rechnung gewaltig. Wasser bedeutet Treibstoff (durch Elektrolyse), Luft, Strahlenschutz und die Möglichkeit lokaler Produktion – dadurch sinken die Transportkosten drastisch.
Hinzu kommen geopolitische und wirtschaftliche Realitäten:
Rohstoffe werden weltweit knapper, und viele Nationen (z. B. die USA in Grönland) investieren bereits massiv in neue Quellen. Dazu kommt, dass keine wirtschaftlich starke Nation zulassen möchte, dass nur ein einzelnes Land eine vollständige Infrastruktur und Industrie auf dem Mond kontrolliert. Wer dort früh investiert, sichert sich Zugang zu Rohstoffen, Energiequellen und strategischen Positionen.
Daher bin ich überzeugt:
Wer den Mond industriell erschliesst, wird in Zukunft einen enormen wirtschaftlichen Vorteil haben. Was heute teuer wirkt, kann morgen Standard sein und übermorgen ein Spottpreis. Viele unterschätzen die Kombination aus wirtschaftlicher Dynamik, technologischer Entwicklung und menschlicher Innovationskraft.
Und die heute zweifeln:
Vielleicht fehlt ihnen das Verständnis, wie Wirtschaft funktioniert, wenn sie mit exponentieller Technologie zusammentrifft. Vielleicht fehlt ihnen der Mut, gross zu denken. Vielleicht sehen sie nur die Kosten und nicht die gewaltigen Chancen.
Aber eines bin ich sicher:
Die Zukunft gehört denen, die bereit sind, sie zu bauen. Und der Mond wird kein Traum bleiben, er ist der nächste logische Schritt der Menschheit. Und wer ihn zuerst industrialisiert, wird die Weltwirtschaft der Zukunft prägen und mehr. Ihr werdet erstaunt sein.
:) ;)