gagitsch schrieb:
perttivalkonen schrieb:Solch Quasi-Leben als Konstruiertes setzt entstandenes Leben voraus
Nur wenn du von AI / KI also Roboterartigem oder Datenbasiertem Bewusstsein sprichst.
Wird das wieder so ein Rundlied á la WennDerTopfAberNunEinLochHat? Wie Du eigentlich wissen solltest, reagier ich grantig darauf, wenn meine eingebrachten Argumente, Darlegungen etc. einfach ignoriert werden und man so tut, als wäre dazu noch nix vorgebracht worden.
perttivalkonen schrieb:Grundsätzlich wäre auch Leben á la selbstreparierende und -replizierende (incl. selbstverbessernde) Roboter denkbar, da findet kein Stoffwechsel statt. Doof nur, daß so eine Art Leben nicht "anfangen" kann. Erst wenn ein "Robowesen" komplex genug ist, um mit irgendner Art Extremitäten externe Energie anzapfen sowie Baustoffe gewinnen und verarbeiten kann (inclusive einer CPU, die das steuert), erst dann brauchts keinen Stoffwechsel mehr. Zuvor muß das alles "irgendwie rein chemisch und von selbst" ablaufen. Und da wäre auch so ne Robo-Urzelle auf chemische Reaktionskreisläufe angewiesen.
Leben mit ner externen Versorgung mit allem, was sonst der Stoffwechsel für das Lebewesen leistet, kann unmöglich natürlich entstehen. Gilt nicht nur für Roboter & co.
gagitsch schrieb:Für mich wäre ja auch spekulativ Leben in Energieform vorstellbar auch wenn ich das physikalisch oder biochemisch nicht erläutern kann.
Energie ist nichts, was man auf einen Haufen legen kann. Energie braucht einen Energieträger, ansonsten ist Energie lichtschnelle Strahlung. Wenn, dann bildet der Energieträger Strukturen, aber nicht die Energie. Ein Lebewesen aus Energie ist was für SciFi-Unterhaltung, aber nichts für "ist vorstellbar".
gagitsch schrieb:
perttivalkonen schrieb:Ach, ist das so?
JA. Denn ich persönlich denke, das Leben nicht nur anhand der vollständigen Parameter aller gleichzeitig geltenden Definitionspunkte nur dann Leben.
Könntest Du den Satz nochmal formulieren? Ich kann ihn so nicht verstehen.
Nebenbei hatte ich von Deiner Äußerung zuwenig zitiert gehabt, das "ohne Metabolismus" hätte dazugehören sollen. Und da frag ich, wie ein Leben ohne Metabolismus es bis zur Entstehung von Bewußtsein schaffen soll. Wie gesagt, ne Stoffwechsel-Alternative vergleichbar mit sich selbst ausbauenden, reparierenden, replizierenden, auftankenden Robotern kann letztlich erst
mit Bewußtsein aufkommen.
gagitsch schrieb:Für mich kann etwas Leben wenn es keine DNA hat aber dafür ein Bewusstsein -> AI die zu diesem Punkt gekommen wäre würde leben
Für mich sind Viren auch eine Lebensform -> Metabolismus fehlt denen einfach, das Outsourcing hast du selbst beschrieben.
Für mich sind gleichzeitig aber auch alles Lebewesen die bisher nachweislich keine Bewusstsein haben, dafür aber DNA und Metabolismus
Glauben darfste natürlich, was Du willst. Darüber zu diskutieren ist freilich müßig. Und nicht angebracht.
gagitsch schrieb:Ein Roboter der sich selbst und ggf seinem Ende und seiner Taten bewusst ist, den würde man als sich selbst und somit lebend bezeichnen müssen, auch wenn er nicht aus Zellen und DNA besteht. Auch wenn irgendwann dieser gebaut wurde bzw die Software hochgeladen wurde bzw sich entwickelt hat, was auch immer zum Bewusstsein führte.
Das "man" ist zunächsdt erst mal nur ein "ich". In der SciFi-Unterhaltung wird das natürlich auch gerne so aufgegriffen. Und paßt wirklich als Diskussion in die Rubrik Philosophie. Hier, ich wiederhole mich (wieder mal), tuts nichts zur Sache, denn ein solches "Quasileben" ist (bei Entdeckung) für die hiesige Thematik letztlich eh "nur" ein Biomarker für das "eigentliche Leben", welches sowas gebastelt hat. Is hier weder neu noch unerledigt oder topic.
gagitsch schrieb:Unsere bekannten Viren, ja.
Die hast Du aber als Indiz angeführt. Also isses völlig korrekt, daß ich Dir aufgezeigt habe, daß sie das mitnichten sind.
Und auch sonst geht es nun mal nicht ohne a) Zellaufbau und b) Energieversorgung, wofür es eben von Anfang an bei Leben eine Stoffaufnahme und -verarbeitung braucht. Stoffwechsel eben. Nicht nur "unsere bekannten Viren" sind da trotz Nichtselberleistens ebenfalls drauf angewiesen, sondern alles, was wir Leben nennen könnten.
gagitsch schrieb:Viren geben ja einen Indiz darauf, dann nciht alles normal biologisch evolutionär läuft.
Falsch! Wie oft denn noch! Viren sind als Leben nur Meister des Outsourcing, dennoch können Viren ohne den Stoffwechsel der parasitierten Lebensformen nicht überleben. Oder ohne deren Erbgutreduplikation incl. Auslesen.
gagitsch schrieb:Da du ja mich nach der Hand ins Feuer fragtest, warum kannst du dir nicht das Fehlen auch nur einer der Parameter vorstellen?
Meine Äußerung bezog sich nicht auf alles mögliche, sondern auf ne konkrete Sache. Und wie oft soll ich Dir das jetzt nochmals sagen, daß es darum ging, nur darum? Ich mein, selbst in diesem Post wäre es nicht das erste Mal angesprochen.
gagitsch schrieb:Hat Dein Account bzw dein Nickname ein Bewusstsein?
Das ist nicht adäquat. Hinter dem Account wie dem Nick steht eine "Entität", egal, ob Mensch oder Bot. Deine Frage läuft darauf hinaus, in Sachen Harry Potter, ob auch der Name Harry Potter oder der Status "Zauberer" im Unterschied zu Muggel ein Bewußtsein hätte. Das hat mit meinem Einwand schlicht nichts zu tun, ist geradezu unsinnig. Klar ist, Harry Potter hat ein Bewußtsein, aber freilich nur ein von Joanne K. Rowling "simuliertes". Und (nahezu) jeder weiß das. Aber wenn man so liest, was dieser Harry Potter so macht, in Gesprächen durchblicken läßt usw., dann kann man dessen Bewußtsein "erkennen". Und doch ist es gar nicht echt.
Das war mein Einwand, und ich sehe nicht ein, Dich da erneut drauf aufmerksam zu machen, daß Deine Entgegnung auf Kunos "Bewußtsein von außen nicht erkennbar" sich erledigt hat.
gagitsch schrieb:Du hältst also ein sich ggf entwickelndes AI-Bewusstsein absichtlich oder zufällig für vorprogrammiert
Das (in etwa!) ist das einzige, was wir gesichert wissen...
gagitsch schrieb:und nicht sich selbst ausprägend?
...und das ist eben die Frage. Lernen und ausprägen kann so ne KI. Aber wenns kein Bewußtsein ist, sondern ne Bewußtsein simulierende Programmroutine, dann wird eben nur das ausgeprägt, ausgebaut, bla und Keks, aber kein Bewußtsein. Ob dabei dann evtl. "echtes Bewußtsein entsteht" - wie willste's rauskriegen?
gagitsch schrieb:Mir fällt dazu das aktuell gelungene Experiment ein, in dem eine Fliege digitalisiert wurde. Wenn wir das mal weiter spinnen, und mal einen Vogel oder iene Katze digitalisiert bekommen, bzw das Bewusstsein dieser, wäre dies ja nicht vorprogrammiert, sondern nur umgewandelt.
Diese digitale Fliege kann keine neuen Langzeitgedächtnisse bilden. Sie ist ein Geist, der in einer Schleife gefangen ist; ihr Verhalten wird vollständig von der eingefrorenen Architektur ihrer biologischen Vergangenheit diktiert. Sie kann reagieren, aber sie kann nicht lernen.
Quelle:
https://robohorizon.de/de/magazine/2026/03/eon-fruchtfliege-gehirn-upload/Letztlich wurde der Datenspeicher kopiert, aber nicht das Betriebssystem. Das komplette Verhaltensrepertoire jener Fruchtfliege zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber nicht das "Ich" der Fruchtfliege, welche sich dieses Verhaltensrepertoire angeeignet hat und künftig noch ausbauen würde.
gagitsch schrieb:Nein, er hat mitgelesen sich Gedanken gemacht und dann sich angesprochen oder einfach bereit und Willens gefühlt, dazu was zu sagen.
Macht ne KI vergleichbar, ganz ohne Bewußtsein, rein mit Programmierung. Wie lange geht das jetzt noch.
Und wo kommt hier mal ne Kurve zurück zum Topic; die Sache verselbständigt sich doch immer mehr, immer weiter weg.
gagitsch schrieb:Wenn Kuno aber nebenher eine KI hätte am laufen hier im Forum oder du oder ich, dann würde sich diese nicht einfach unangesprochen melden, da sie nicht angesprochen ist.
Ach, Bots melden sich nur aufgefordert?
gagitsch schrieb:Sicher ist das programmierbar, aber das würde man sicher erkennen
Man = ich
Daß Du das so siehst, sei Dir unbenommen, ist aber nichts in der Wagschale.
gagitsch schrieb:Ein Tier ohne Bewusstsein, kann nach meiner Auffassung nicht subjektiv "Erleben", sondern lebt rein in einer Reflexwelt.
Da verwechselst Du Bewußtsein und Selbstbewußtsein. Ein Bewußtsein findste sogar bei Insekten:
https://www.ardmediathek.de/video/3sat-wissenschaftsdoku/doku-smarte-insekten-wie-winzige-gehirne-geniales-leisten/3sat/Y3JpZDovLzNzYXQuZGUvU0NNU190cmFuc2Zlcl9TQ01TX2M0Y2NhODdiLTJkMTAtNDk2OC05NGRkLTcyYWU0YzcxNzA1YQ Nix "rein Reflexwelt"!
gagitsch schrieb:zu den Reflexen kommen Erlebnisse und Pläne und das Lernen, Erinnerung usw hinzu, das ist dann bewusste Subjektivität.
Schau Dir die Doku an, sie ist wirklich beeindruckend. Individualität, Pläne, Lernen, Erinnerung usw., alles da.